{"id":24703,"date":"2023-07-13T15:26:34","date_gmt":"2023-07-13T13:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25745-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:34","slug":"25745-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25745-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie: Umwelt verbindet Europa"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit dem 1. Januar 2007 sind Rum\u00e4nien und Bulgarien vollwertige Mitglieder der Europ\u00e4ischen Union. Beide L\u00e4nder haben zwar mit der \u00dcbernahme des Acquis Communitaire die Voraussetzung f\u00fcr den Beitritt zur EU erf\u00fcllt. Gleichwohl verlangt die Europ\u00e4ische Kommission weiterhin gro\u00dfe Anstrengungen in den defizit\u00e4ren Politikfeldern, zu denen auch der Umweltbereich z\u00e4hlt. Signifikant und bedenklich ist dabei ein schwaches Umweltbewusstsein und eine niedrige Umweltbildung in beiden L\u00e4ndern. Hier setzt die Machbarkeitsstudie an. Sie will einen Beitrag dazu leisten, insbesondere bei den jungen Menschen das Niveau der Umweltbildung zu heben und das Umweltbewusstsein zu st\u00e4rken. Dar\u00fcber hinaus sollen die beteiligten Sch\u00fclergruppen in bilateralen deutsch-rum\u00e4nischen und deutsch-bulgarischen Partner-schaften in einen interkulturellen Dialog treten, um Land und Leute ihres neuen europ\u00e4ischen Nachbarn in der erweiterten EU ungefiltert kennenzulernen, wechselseitige Vorurteile zu \u00fcberwinden und Ver-st\u00e4ndnis f\u00fcreinander zu entwickeln.<br \/>\nUnd schlie\u00dflich sollen \u00fcber die intensive Nutzung des Mediums Zeitung die Medien-, Lese- und Sprachkompetenz der Sch\u00fcler als Basiskompetenzen grenz\u00fcberschreitender Verst\u00e4ndigung gef\u00f6rdert werden. Mit der Machbarkeitsstudie soll im Kleinen getestet werden, ob sich die avisierten Ziele in der Praxis umsetzen und in einem gr\u00f6\u00dferen Rahmen und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum fortsetzen lassen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tUmwelt(bewusstseins)bildung durch journalistische Recherchen: W\u00e4hrend der gegenseitigen Besuche recherchieren beide Projektgruppen gemeinsam jeweils ein Umweltthema in der Region der gastgebenden Schule. \u00dcber das, was Sie dabei erfahren und erlebt haben, schreiben sie dann ge-trennt in ihrer jeweiligen Muttersprache Zeitungsartikel, die in ihrer nationalen Partnerzeitung (Frank-furter Allgemeine Sonntagszeitung, Dneven Trud, Romania Libera) auf bis zu 1 Themenseite ver\u00f6f-fentlicht werden.<br \/>\n&#8211;\tDie mit dem interkulturellen Dialog angestrebten Ziele sollen dadurch erreicht werden, dass die Sch\u00fcler w\u00e4hrend der gegenseitigen Besuche jeweils in den Familien der gastgebenden Projektgrup-pe untergebracht sind und auf diese Weise das Alltagsleben hautnah erleben<br \/>\n&#8211;\tDie Sch\u00fcler sollen nicht nur f\u00fcr ihre Projektzeitung recherchieren und schreiben, sondern sie auch lesen und nutzen lernen. Daf\u00fcr erh\u00e4lt jeder ein Abonnement seiner Zeitung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie EUmwelt &#8211; Junge Europ\u00e4er im Dialog ist \u00fcberaus positiv verlaufen und hat die Erwartungen mehr als erf\u00fcllt! Das gilt in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr den interkulturellen Austausch zwischen den 12 deutsch-bulgarischen und deutsch-rum\u00e4nischen Projektgruppen und die gegenseitigen Besuche. Die Sch\u00fcler\/-innen hatten keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste; sie haben vieles gemeinsam unternommen und sich gut verstanden. Auch die Projektleiter haben gut harmoniert und zusammen gearbeitet. Dem haben die unterschiedlichen privaten und \u00f6ffentlichen Reichtumsverh\u00e4ltnisse in Deutschland auf der einen und Bulgarien und Rum\u00e4nien auf anderen Seite keinen Abbruch getan. F\u00fcr uns Deutsche ist es sehr lehrreich, wenn auch ersch\u00fctternd zu sehen, wie arm ein Land in der EU sein kann. Trotz der ver-gleichsweise \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnisse in Bulgarien und Rum\u00e4nien waren Lehrer wie Sch\u00fcler von dem herzlichen Empfang und der grandiosen Gastfreundschaft angetan: Obwohl unsere Gastgeber finanziell sicher sehr knapp ausgestattet waren, erlaubten sie uns praktisch keine Kosten\u00fcbernahme bei Aus-fl\u00fcgen u.\u00e4. Aber nicht nur die rum\u00e4nischen Eltern haben das Projekt mit Engagement unterst\u00fctzt (insbe-sondere auch aufgrund der Kombination von konkreter Projektarbeit, Kultur\/Landeskunde und Freizeit). Die deutschen Eltern waren &#8211; in der Wahrnehmung der rum\u00e4nischen und bulgarischen G\u00e4ste &#8211; ebenso offen und gastfreundlich, und sie haben sich in gleicher Weise an der Gestaltung und Umsetzung des Programms w\u00e4hrend der Besuchswoche beteiligt.<br \/>\nDiese \u00fcberaus positiven Erfahrungen und Erlebnisse haben sogar dazu gef\u00fchrt, dass Freundschaften zwischen Sch\u00fclern entstanden sind, Sch\u00fcler sich privat in den Sommerferien besuchen wollen und mehrere Schulen die Zusammenarbeit und den Austausch gerne fortsetzen wollen &#8211; auch au\u00dferhalb des Projekts.<br \/>\nFahrten in Bulgarien und Rum\u00e4nien waren aufgrund sanierungsbed\u00fcrftiger Stra\u00dfen- und Verkehrsver-h\u00e4ltnisse beschwerlich und zeitraubend. Dennoch sind die Fahrten zur jeweiligen Partnerschule trotz der gro\u00dfen Entfernungen im Gro\u00dfen und Ganzen problemlos und aufgrund der relativ preisg\u00fcnstigen Flug-verbindungen (Billigflieger) in einem auch zeitlich ertr\u00e4glichen Rahmen verlaufen. Ohne den Fahrtkostenzuschuss h\u00e4tten die meisten der rum\u00e4nischen und bulgarischen Sch\u00fcler sich nicht am Projekt beteili-gen k\u00f6nnen. Aber auch deutsche Sch\u00fcler h\u00e4tten sich die Fahrt ohne Zuschuss nicht leisten k\u00f6nnen.<br \/>\nDie ausgezeichneten Deutschkenntnisse der bulgarischen und rum\u00e4nischen Sch\u00fcler\/-innen haben nicht nur zum Gelingen des Austauschs und der Verst\u00e4ndigung zwischen den Projektpartnern beigetragen. Sie waren bei den journalistischen Umweltrecherchen in Deutschland eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Projektarbeit.<br \/>\nDie journalistischen Umweltrecherchen und die m\u00f6glichst professionelle journalistische Aufbereitung der Ergebnisse in Text und Bild f\u00fcr die jeweilige Projektzeitung sind im Gro\u00dfen und Ganzen erfolgreich und zufrieden stellend verlaufen. Die Projektgruppen waren trotz des relativ engen zeitlichen Rahmens der Machbarkeitsstudie stets gut vorbereitet auf die jeweilige Umweltthematik wie auf die journalistischen Fertigkeiten, vom Recherchieren bis hin zum Schreiben der Artikel. Vereinzelte Kritikpunkte und \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge bezogen sich nicht auf das praktizierte Recherchemodell an sich, sondern resultierten aus individuellen Erfahrungen, wenn etwa das eine oder andere Thema als zu wenig sch\u00fcler- und \/oder lesergerecht, Rechercheprogramme als zu umfangreich empfunden oder Referenten als schlecht vorbereitet erlebt wurden.<br \/>\nF\u00fcr das Schreiben der Zeitungsartikel war abgesehen von den Unterrichtsmaterialien zum Recherchie-ren und Schreiben die Besch\u00e4ftigung mit der Projektzeitung hilfreich. Aufgrund des engen Zeitkorsetts konnte dieses Projektelement jedoch nicht so intensiv behandelt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Zeitungen verlief reibungslos, insbesondere mit der bulgarischen Dneven Trud und der FAS. Dies schl\u00e4gt sich nieder in einer f\u00fcr \u00fcberregionale Zeitungen doch recht zeitnahen Ver\u00f6ffentlichung der Sch\u00fclerartikel und -fotos. Auch in der jeweiligen lokalen Presse ist \u00fcber das Projekt und den Austausch der Sch\u00fcler berichtet worden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Verlauf und Ergebnisse der Machbarkeitsstudie haben die Erwartungen in den beiden Kernbereichen gegenseitiger Besuch der Partnerschule und journalistische Umweltrecherche voll und ganz erf\u00fcllt. Dies ist umso h\u00f6her einzusch\u00e4tzen angesichts der besonderen Rahmenbedingungen, dass die Partnerschulen f\u00fcr die gegenseitigen Besuche und die anspruchsvolle Aufgabe, Umweltthemen journalistisch zu recherchieren und dar\u00fcber in \u00fcberregional erscheinenden Zeitungen zu berichten, nur ein relativ kleines Zeitfenster von 4 Monaten zur Verf\u00fcgung hatten &#8211; neben den obligatorischen schulischen Verpflichtun-gen, die in der 2. Schuljahresh\u00e4lfte besonders zahlreich sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit dem 1. Januar 2007 sind Rum\u00e4nien und Bulgarien vollwertige Mitglieder der Europ\u00e4ischen Union. Beide L\u00e4nder haben zwar mit der \u00dcbernahme des Acquis Communitaire die Voraussetzung f\u00fcr den Beitritt zur EU erf\u00fcllt. Gleichwohl verlangt die Europ\u00e4ische Kommission weiterhin gro\u00dfe Anstrengungen in den defizit\u00e4ren Politikfeldern, zu denen auch der Umweltbereich z\u00e4hlt. 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