{"id":24698,"date":"2023-09-24T10:32:01","date_gmt":"2023-09-24T08:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-84\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:03","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:03","slug":"17400-84","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-84\/","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Begleitung der dezentralen Abwasser-Entsorgung auf der Bergwachtdiensth\u00fctte am Rabenkopf"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In dem im Fr\u00fchjahr 2005 begonnenen Demonstrationsprojekt AZ 17400\/56 wurden Ma\u00dfnahmen zur Optimierung der Energieversorgung der Diensth\u00fctte und ein neues Konzept zur Behandlung und Entsorgung der dort anfallenden Abw\u00e4sser umgesetzt. Der Rohbau der Technikh\u00fctte, die Abwasserreinigungsanlage und der neuartige Rottetunnel zur Behandlung der Abf\u00e4lle aus der Abwasserreinigung wurden fertig gestellt. F\u00fcr eine ganzj\u00e4hrige Sicherstellung der Leistung des Rottetunnels und f\u00fcr die \u00dcbertragung der Projektergebnisse auf andere H\u00fctten war die modellhafte Beheizung des Rottetunnels erforderlich. In der zweiten Phase AZ 17400\/82 wurde 2006 eine zus\u00e4tzliche Photovoltaik-Anlage installiert und der Batteriesatz zur Beheizung des Rottetunnels im Winter sowie zur unterst\u00fctzenden elektrischen Versorgung der H\u00fctte im Sommer (Beleuchtung; Kochen) erweitert. Dieses stellt im Zeitraum November bis April die Nachrotte sicher. Durch die zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahme entfiel auch der regelm\u00e4\u00dfige Betrieb des alten Dieselstromerzeugers.<br \/>\nVon Abwasserreinigungsanlagen sind die Ablaufwerte in alpinen Lagen durch die auftretende Sto\u00dfbelastung oft nur schwer einzuhalten. In der wasserrechtlichen Erlaubnis vom 29.09.2004 des Landratsamtes Bad T\u00f6lz-Wolfratshausen wurde daher auf die wissenschaftliche Begleitung der Abwasseranlage hingewiesen. Im Projekt AZ 17400\/84 wurde die Leistung der installierten Abwasserreinigungsanlage in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt eingehend untersucht. Durch die geplante Beprobung in sehr kurzen Abst\u00e4nden &#8211; gesetzlich gefordert w\u00e4re eine zweimal j\u00e4hrliche Probenahme &#8211; sollten sich genaue Angaben zum Bakterienwachstum und somit zur Reinigungsleistung der Gesamtanlage machen lassen. Die Ergebnisse sollten ausf\u00fchrlich dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00dcber einen Zeitraum von 2 Jahren wurden in den Sommermonaten, in denen die H\u00fctte in Betrieb ist, Ablaufproben genommen. In den ersten 4 Wochen des Jahres w\u00f6chentlich, danach auf die Dauer des Jahresbetriebes monatlich. Die Proben wurden im Labor der Kl\u00e4ranlage Penzberg auf relevante Parameter analysiert.<br \/>\nNach Ablauf der ersten Saison sollte ein Zwischenbericht vorgelegt werden, der die Ergebnisse des Jahres 2008 dokumentiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Anlage arbeitete prinzipiell einwandfrei und kann grunds\u00e4tzlich weiter betrieben werden. Ein noch zu behebender Mangel w\u00e4re die Kipphebereinrichtung am Beschickungsschacht.<br \/>\nDie hohe Reinigungsleistung r\u00fchrte von gro\u00dfer bakterieller Oberfl\u00e4che und Filtrationswirkung her. Die sehr gute Filtrationswirkung l\u00e4sst sich im Fr\u00fchjahr erkennen und wird durch den vorgegebenen Weg durch die Kaskaden und die somit erreichte Filterl\u00e4nge sichergestellt. Die in den Sommer hinein einsetzende Biologie verbessert dann die Reinigungsleistung noch um einige Prozentpunkte bis zu 98 %.<br \/>\nHinsichtlich der N\u00e4hrstoffelimination sind ebenfalls sehr gute Abbauleistungen erzielt worden. Die Anlage hat eine sehr gute Nitrifikationsleistung, die \u00fcber den gesamten Sommer stabil l\u00e4uft und Nitratstickstoffkonzentrationen im Ablauf (< 50 mg\/l) hervorruft, die zum \u00fcberwiegenden Teil unterhalb der EU-Trinkwas- serverordnung liegen. Lediglich in der Anlaufphase im Juni konnten die guten Werte vom Sommer und Herbst nicht erreicht werden. Die Gesamtphosphorkonzentration wird ebenfalls deutlich reduziert und f\u00fchrt zu Ablaufkonzentrationen von < 2 mg\/l. Dies entspricht einer Ablaufkonzentration, wie sie als Grenzwert an Kl\u00e4ranlagen zwischen 20.000 - 100.000 EG gestellt werden.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nEs wurden ein Zwischen- und ein Abschlussbericht mit den Protokollen der Beprobungen als Anlagen gefertigt. Das Projekt wurde im Gesamtforschungsberichtes der Hochschule mit genannt und im Rahmen einer Posterpr\u00e4sentation anl\u00e4sslich des Leipziger Kolloquiums f\u00fcr Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft im September 2009, welches vom Institut f\u00fcr Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft durchgef\u00fchrt wurde, mit vorgestellt.\n\n\nFazit\n\nZiel des Projektes war die wissenschaftliche Begleitung des Betriebes einer Abwasserreinigungsanlage f\u00fcr Gelb- und Grauwasser, die als Kiesfiltrationsanlage im Gebirge f\u00fcr eine Bergwachth\u00fctte ausgef\u00fchrt wurde. Insbesondere die kritischen Phasen bei der Inbetriebnahme im Fr\u00fchjahr und bei hohen hydraulischen Belastungen an Wochenenden waren von Interesse. Im Zwischenbericht wurden Ver\u00e4nderungen angeregt und anschlie\u00dfend realisiert. Im Schlussbericht wurde auf das Abstellen von noch vorhandenen kleineren M\u00e4ngeln hingewiesen. Insgesamt konnte der Nachweis des einwandfreien Funktionierens der Anlage erbracht werden. Damit wurde das Projektziel erf\u00fcllt.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In dem im Fr\u00fchjahr 2005 begonnenen Demonstrationsprojekt AZ 17400\/56 wurden Ma\u00dfnahmen zur Optimierung der Energieversorgung der Diensth\u00fctte und ein neues Konzept zur Behandlung und Entsorgung der dort anfallenden Abw\u00e4sser umgesetzt. Der Rohbau der Technikh\u00fctte, die Abwasserreinigungsanlage und der neuartige Rottetunnel zur Behandlung der Abf\u00e4lle aus der Abwasserreinigung wurden fertig gestellt. 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