{"id":24684,"date":"2023-07-13T15:26:30","date_gmt":"2023-07-13T13:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25690-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:32","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:32","slug":"25690-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25690-01\/","title":{"rendered":"Tagung: Historische G\u00e4rten im Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit der Fachtagung Historische G\u00e4rten im Klimawandel am 10. + 11. April 2008 in Badenweiler hat die Gartenakademie Baden-W\u00fcrttemberg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Gartennetzwerk Deutschland e.V. die Fragestellung aufgegriffen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Biodiversit\u00e4t der historischen Park- und Gartenanlagen haben wird. Sollten die Klimaprognosen des Regionalisierungsmodells WETTREG in der Zukunft eintreten, ist die Biodiversit\u00e4t unserer heutigen Umwelt in einem hohen Ma\u00df gef\u00e4hrdet. Am Beispiel historischer Park- und Gartenanlagen k\u00f6nnen die tats\u00e4chlichen Ver\u00e4nderungen untersucht, Strategien zur Schadensminimierung erarbeitet und neue Handlungsebenen und Ma\u00dfnahmen entwickelt werden.<br \/>\nMit der Fachtagung wurde erstmals der aktuelle Stand der Klimaforschung mit dem Forschungs- und Erfahrungswissen der Gartenkultur verkn\u00fcpft, um interdisziplin\u00e4r Handlungsebenen und konkrete Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Biodiversit\u00e4t in historischen Park- und Gartenanlagen zu erarbeiten. Das Ziel der  Fachtagung war es, die m\u00f6glichen Auswirkungen sowie die heute schon zu beobachtenden Ph\u00e4nomene des Klimawandels auf die historischen Park- und Gartenanlagen aus unterschiedlichen Perspektiven darzustellen und m\u00f6glichst an konkreten Beispielen, wie dem Kur- und Schlosspark in Badenweiler (Baden-W\u00fcrttemberg) und dem Landschaftspark F\u00fcrstlich Drehna.(Brandenburg) und Schlosspark Altd\u00f6bern (Brandenburg) greifbar zu machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projektvorhaben umfasst die Vorbereitung, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung der Fachtagung und gliedert sich in insgesamt vier Projektphasen:<br \/>\na)\tProjektphase I: Projektkonstitution und Einarbeitung in das Thema<br \/>\nZeitraum: Oktober 2007 &#8211; Januar 2008<br \/>\nZeitraum: Februar &#8211; April 2008<br \/>\nb)\tProjektphase III: Durchf\u00fchrung der Fachtagung am 10. + 11. April 2008<br \/>\nc)\tProjektphase IV: Nachbereitung der Fachtagung und Projektabschluss<br \/>\nZeitraum: April &#8211; November 2008<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Tagung nahmen \u00fcber 80 Fachleute aus den Bereichen Klimatologie, \u00d6kologie, Gartenkultur, Gartendenkmalpflege, Natur- und Umweltschutz sowie Eigent\u00fcmer von historischen Park- und Garten-anlagen aus dem Bundesgebiet teil. Die Fachtagung traf bei Tagungsteilnehmern und Referenten sowie in der Presse auf durchweg positive Resonanz.<br \/>\nDie Arbeitsergebnisse der Fachtagung wurden in der Badenweiler Agenda: Klimaanpassung in der Gartenkultur zusammengefasst und als Fachbeitrag beim Internationalen Gartenforum vom 19. &#8211; 21. Juni 2008 in Potsdam pr\u00e4sentiert. Die Badenweiler Agenda: Klimaanpassung in der Gartenkultur wurde zusammen mit den Fachbeitr\u00e4gen auf der Internetseite www.klimawandelgarten.de ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDem m\u00f6glichen Beitrag des Gartenbaus und der Gartenkultur zur Klimaanpassung werden kaum bzw. keine Bedeutung beigemessen. Hintergrund hierf\u00fcr sind u. a. die komplexen administrativen Zust\u00e4ndigkeiten und die mangelnden Lobby f\u00fcr Gartenbau und Gartenkultur in Deutschland. F\u00fcr die Vorbereitung und Nachbereitung der Fachtagung bedeutet dies einen sehr hohen Aufwand an Sensibilisierungs-, \u00dcberzeugungs- und Abstimmungsarbeit sowohl in Richtung Klimatologie als auch in Richtung Gartenkultur. Hinzu kommt, dass die Auseinandersetzung mit Klimafolgenanpassung insbesondere in der Gartendenkmalpflege und im Naturschutz stark kontroverse Diskussionen und Animosit\u00e4ten aufkommen l\u00e4sst.<br \/>\nVon der Projektwerkstatt der Gartenakademie wurde ein Projektantrag zum modellhaften Aufbau des Netzwerkes KlimaWandelGarten als Folgeprojekt vorbereitet und am 16. Juli 2008 beim Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BFN) vorgelegt.<br \/>\nMit dem modellhaften Aufbau von Gartenkulturellen Klimapartnerschaften und KlimaWandelG\u00e4rten zur Sicherung von Biodiversit\u00e4t und Genresourcen sollen in unterschiedlichen Klimaregionen Partneranlagen identifiziert werden, deren Jetztklima dem prognostizierten Zukunftsklima entspricht. Damit w\u00e4re es m\u00f6glich, neben dem notwendigen Informations- und Erfahrungsaustausch, praxisnah zu pr\u00fcfen welche Pflanzenarten und Sorten sich dem prognostizierten Klimawandel anpassen k\u00f6nnen, welche gartenbaulich geeignet sind und welche Invasionsrisiken bestehen. Somit k\u00f6nnte erstmals der aktuelle Stand der Klimaforschung mit dem Forschungs- und Erfahrungswissen der Gartenkultur praktisch verkn\u00fcpft werden Hierzu ist ein interdisziplin\u00e4res Netzwerk von Wissenschaftlern und Praktikern der Gartenkultur notwendig, um m\u00f6glichst praxisnahe und umsetzungsf\u00e4hige Arbeitsergebnisse erreichen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Bundesamt f\u00fcr Naturschutz pr\u00fcft derzeit, ob eine Folgeveranstaltung zur Gr\u00fcndung des Netzwerkes KlimaWandelGarten im Jahr 2009 stattfinden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Projektphase II im Zeitraum von Februar bis April 2008 wurde von der Gartenakademie Baden-W\u00fcrttemberg e.V. und Ihren Kooperationspartnern Gartennetz Deutschland und Gartenland Brandenburg ein erheblicher Aufwand f\u00fcr die Ank\u00fcndigung der Veranstaltung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit betrieben.<br \/>\nDie Schwerpunkte f\u00fcr die Ank\u00fcndigung der Fachtagung stellen dar:<br \/>\na)\tEmailversand \u00fcber Verteiler der Gartenakademie Baden-W\u00fcrttemberg e.V., Gartennetz Deutschland e.V. und Gartenland Brandenburg e.V. (ca. 3.000 Adressen),<br \/>\nb)\tAnk\u00fcndigung der Fachtagung in ca. 15 Fachzeitschriften,<br \/>\nc)\tAnk\u00fcndigung der Fachtagung auf ca. 30 verschiedenen Internetportalen bzw. Internetseiten und<br \/>\nd)\tBriefversand von ca. 2.400 Einladungen \u00fcber Verteiler der Gartenakademie Baden-W\u00fcrttemberg e.V., Gartennetz Deutschland e.V. und Gartenland Brandenburg e.V.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurde im Vorfeld der Fachtagung die \u00f6rtliche Presse informiert und im Anschluss der Tagung zu einem Pressegespr\u00e4ch eingeladen. \u00dcber den Presseverteiler der DBU wurden Pressemittei-lungen versandt (ca. 1.000 Adressen).<br \/>\nDie im Zusammenhang mit der Fachtagung erschienen Zeitungsartikel sind dem Pressespiegel im Anhang zu entnehmen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Fachtagung Historische G\u00e4rten im Klimawandel konnte erstmals am Beispiel von historischen G\u00e4rten auf die besondere Bedeutung der Gartenkultur bei der Klimaanpassung \u00f6ffentlich aufmerksam gemacht werden. Die Fachtagung traf bei Tagungsteilnehmern und Referenten sowie in der Presse auf durchweg positive Resonanz. Die Arbeitsergebnisse der Fachtagung wurden der Badenweiler Agenda: Klimaanpassung in der Gartenkultur zusammengefasst.<br \/>\n\u00dcber die Internetseite www.klimawandelgarten.de stehen die Badenweiler Agenda und die Fachvortr\u00e4-ge ab 15. Dezember 2008 zum download zur Verf\u00fcgung. Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) pr\u00fcft, ob eine Folgeveranstaltung zur Gr\u00fcndung des Netzwerkes KlimaWandelGarten im Jahr 2009 stattfinden kann. Hierzu ist ein erstes Vorbereitungsgespr\u00e4ch im Januar 2009 geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der Fachtagung Historische G\u00e4rten im Klimawandel am 10. + 11. April 2008 in Badenweiler hat die Gartenakademie Baden-W\u00fcrttemberg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Gartennetzwerk Deutschland e.V. die Fragestellung aufgegriffen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Biodiversit\u00e4t der historischen Park- und Gartenanlagen haben wird. 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