{"id":24681,"date":"2025-06-25T10:32:25","date_gmt":"2025-06-25T08:32:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25684-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:28","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:28","slug":"25684-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25684-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung eines umweltp\u00e4dagogischen Planungslabors f\u00fcr Sch\u00fcler zur Revitalisierung eines Flie\u00dfgew\u00e4ssers im urbanen Raum"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Kernziel des Projektes ist es, dass Arbeitsgruppen verschiedener Bildungseinrichtungen am Beispiel des verrohrten Flie\u00dfgew\u00e4ssers Lutter in Bielefeld im Rahmen eines umweltp\u00e4dagogischen Planungslabors in mehreren Schwerpunkten Aspekte der Umweltbildung (Stadtgeschichte anhand des Gew\u00e4ssers, his-torische Energieerzeugung mit Wasser etc.), der Umweltkommunikation (mit Anwohnern, Gremien der Stadt, Verwaltung und Anwohnern), der Nachhaltigkeit (nach dem 3-S\u00e4ulen-Modell: sozial, \u00f6kologisch, wirtschaftlich) und der Praxisorientierung (Umsetzbarkeit der Ergebnisse im Sinne einer Freilegung des Gew\u00e4ssers) bearbeiten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenPhase der Vorarbeiten:<br \/>\n\tZusammenstellung erster Daten und Unterlagen<br \/>\n\tVorbereitung der notwendigen Drittauftr\u00e4ge<br \/>\n\tVorstrukturierung des Kooperationsverfahrens mit den 5 Schulen<\/p>\n<p>Planungsphase \/ Planungslabor:<br \/>\n\tKick-off-Veranstaltung (Open Space Methode) zur Bildung der Schwerpunktthemen<br \/>\n\tErarbeitungs- und Entwurfsphase in Gruppen nach den ausgew\u00e4hlten Schwerpunktfragestellungen<br \/>\n\tIdeenwettbewerb und Pr\u00e4mierung durch eine Fachjury<br \/>\n\tDurchsetzungsprozess (Vorstellung \/ Gespr\u00e4che st\u00e4dt. Gremien, B\u00fcrgerversammlung, Flyer etc.)<\/p>\n<p>Phase der Dokumentation:<br \/>\nDokumentation der Ergebnisse, insbesondere mit dem Focus der Nutzbarkeit f\u00fcr Dritte und Kommunikation mit dem im Aufbau befindlichen Netzwerk Flie\u00dfgew\u00e4sser im urbanen Raum<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ergebnisse:<br \/>\n \tIm Projekt ist die enge Kooperation von Schulen gelungen, die sonst zumeist in Konkurrenz zueinander stehen (z. B. um Sch\u00fcleranmeldungen, Ressourcen etc.).<br \/>\n \tDurch die Freiwilligkeit der Mitwirkung am umweltp\u00e4dagogischen Planungslabor konnte die Motivation und das Interesse an den Umweltthemen rund ums Wasser deutlich erh\u00f6ht werden.<br \/>\n \tEs ging um ein praxisnahes Projekt, das auch gebaut werden soll. Vor dem Hintergrund konnte auch die Sch\u00fclerarbeit an Praxiserfordernissen orientiert (Bzw. geerdet) werden.<br \/>\n \tDie Praxisorientierung des Projektes f\u00fchrte auch zu Aspekten der Berufsorientierung, da mit Fachleuten (Ingenieuren, Historikern, Biologen &#8230;) zusammengearbeitet werden konnte.<br \/>\n \tEs zeigte sich, dass die Revitalisierung eines Flie\u00dfgew\u00e4ssers im urbanen Raum ein hervorragendes Beispiel darstellt, um die Querschnittsaspekte im Umweltschutz zu erlernen (Gew\u00e4sser und Biokli-ma, Gew\u00e4sser als Linienbiotop, Bach als Vorfluter, Bach als Stadtgestaltungsmerkmal usw.).<\/p>\n<p>Diskussion:<br \/>\n \tDurch die Projektdauer von nur 9 Monaten und der parallelen Belastung innerhalb des Schulbetriebes konnte manch w\u00fcnschenswerter Baustein nur angerissen oder nicht umgesetzt werden. Dazu geh\u00f6rte z. B. der Besuch in den mitwirkenden Ingenieurb\u00fcros.<br \/>\n \tWettbewerb und Juryverfahren boten im umweltp\u00e4dagogischen Planungslabor zwar einen guten Arbeits- und Pr\u00e4sentationsanreiz, wurden von den Sch\u00fclern jedoch auch als k\u00fcnstlich kritisiert; denn wie sollte eine Jury die Ergebnisse sehr unterschiedlicher AG-Themen in eine Rangfolge bringen. In einem Folgeprojekt sollte \u00fcberlegt werden, v. a. die Pr\u00e4sentation vor Juroren und nicht das Gewinnen in den Vordergrund zu stellen.<br \/>\n \tDie teilnehmenden Sch\u00fclerInnen geh\u00f6rten der Jahrgangsstufe) 9 \/ 10 an. F\u00fcr dieses Alter waren die Projektinhalte z. T. durchaus ehrgeizig und bedurften der Vorarbeit. F\u00fcr k\u00fcnftige Projekte sollte deshalb unbedingt bedacht werden, mit welchem Vorwissen die Sch\u00fclerInnen ihre Mitwirkung gestalten k\u00f6nnen.<br \/>\n \tAm Bielefelder Projekt nahmen 4 Gymnasien und ein Berufskolleg teil. Die Befruchtung untereinander war ausgesprochen stark, h\u00e4tte jedoch noch gesteigert werden k\u00f6nnen, wenn die Schultypen noch ausgeglichener gewesen w\u00e4ren (z. B. 2 Gymnasien und 2 Berufskollegs).<br \/>\n \tEin Projekt wie das hier beschriebene Planungslabor ben\u00f6tigen eine positive Grundstimmung in der Stadt (Politik und Verwaltung). Es ist deshalb von Vorteil, wenn der Tr\u00e4ger im Vorfeld entsprechende Gremienbeschl\u00fcsse (z. B. Begr\u00fc\u00dfungsbeschluss des Stadtrates) herbeif\u00fchren kann.<br \/>\n \tDas umweltp\u00e4dagogische Planungslabor ben\u00f6tigte enormes Engagement der beteiligten LehrerInnen und der Ingenieurb\u00fcros. Dies muss vor Projektbeginn abgesichert werden (z. B. durch letters of intent der Schulleitungen und Honorarvereinbarungen mit den B\u00fcros).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wettbewerb \/ Jurytermin mit Pressegespr\u00e4ch<br \/>\n \tPressegespr\u00e4ch zu ersten Zwischenergebnissen<br \/>\n \tPr\u00e4sentation in der Bezirksvertretung Mitte (kommunalpolitisches Gremium)<br \/>\n \tB\u00fcrgerversammlung (Erarbeitung von Flyer und Einladungsplakat)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das umweltp\u00e4dagogische Planungslabor hat sich als hervorragendes Instrument erwiesen, um Jugendliche an \u00f6kologische Themen, aber auch an ihre Einbettung in gesellschaftliche Prozesse heranzuf\u00fchren.<br \/>\nMit einem Flie\u00dfgew\u00e4sser stand ein Umweltmedium im Vordergrund, das die Querschnittsorientierung und Ber\u00fchrungspunkte zu anderen Diskussionsfeldern einer Stadt au\u00dfergew\u00f6hnlich gut vermittelte. Die freiwillige Kooperation von Sch\u00fclerInnen verschiedener Schultypen wirkt nachhaltig bis hin in das ver-st\u00e4rkte Verst\u00e4ndnis der unterschiedlichen Schul- und berufsvorbereitenden Ans\u00e4tze, auch was Umweltberufe anbetrifft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Kernziel des Projektes ist es, dass Arbeitsgruppen verschiedener Bildungseinrichtungen am Beispiel des verrohrten Flie\u00dfgew\u00e4ssers Lutter in Bielefeld im Rahmen eines umweltp\u00e4dagogischen Planungslabors in mehreren Schwerpunkten Aspekte der Umweltbildung (Stadtgeschichte anhand des Gew\u00e4ssers, his-torische Energieerzeugung mit Wasser etc.), der Umweltkommunikation (mit Anwohnern, Gremien der Stadt, Verwaltung und Anwohnern), der Nachhaltigkeit (nach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,65,2423],"class_list":["post-24681","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-nordrhein-westfalen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"25684\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-25684.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"56.279,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Pro Lutter e. 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