{"id":24669,"date":"2023-09-30T10:32:24","date_gmt":"2023-09-30T08:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25630-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:27","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:27","slug":"25630-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25630-01\/","title":{"rendered":"Das United Nations Environment Programme in der Umweltbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Planspiel verfolgt das Ziel, junge Menschen f\u00fcr globale Umweltschutzziele zu interessieren, sie hierf\u00fcr zu sensibilisieren und deren Bedeutung auf lokaler Ebene zu verdeutlichen. Zudem werden Arbeitsweise und Entscheidungsstrukturen der Vereinten Nationen anschaulich dargestellt, und dessen Umweltprogramm erl\u00e4utert. Dabei geht es vor allem darum, dass sich junge Menschen in der schulischen und au\u00dferschulischen Bildung kritisch mit umweltspezifischen Themen auseinandersetzen und Wege der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung auf globaler Ebene miterleben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt war in zwei Phasen unterteilt: Die erste Phase diente der Recherche und workshopbasierten Erarbeitung der Problemstellungen f\u00fcr das Planspiel, der Zusammenstellung der Spielunterlagen inklusive einer exemplarischen Durchf\u00fchrung des Planspiels, die der Optimierung der Spielunterlagen und -abl\u00e4ufe diente. Die zweite Phase konzentrierte sich auf die breite Umsetzung von 40 Planspielen in mehreren St\u00e4dten und mit unterschiedlichen Gruppen bezogen auf die schulische oder au\u00dferschulische Anbindung sowie das Alter und die Bildungsstufe.<br \/>\nMethodik des Planspiels<br \/>\nDas Planspiel bietet den Teilnehmenden durch eigenes Erleben einen lebendigen Zugang zu Themenfeldern, die oft als trocken und komplex empfunden werden. Das bezieht sich sowohl auf globale und lokale Umweltschutzziele, als auch auf politische Arbeits- und Entscheidungsstrukturen auf globaler Ebene. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema k\u00f6nnen auch komplexe Inhalte verst\u00e4ndlich transportiert werden. Weil die Teilnehmenden zu jeder Zeit aktiv eine Rolle spielen und den Inhalt des Planspiels stets vor Augen haben, ist der Lernprozess sehr intensiv. Umfangreiches Wissen wird in k\u00fcrzester Zeit aufgenommen, reflektiert und umgesetzt. Diese intensive Erfahrung wird zudem durch die Ortswahl des Planspiels noch verst\u00e4rkt: Die Durchf\u00fchrung der Planspiele in den Rath\u00e4usern der Kommune verleiht dem Spiel die n\u00f6tige politische Atmosph\u00e4re und Ernsthaftigkeit.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Produkte waren laut Projektantrag geplant:<br \/>\nFachworkshop<br \/>\nund Multiplikatoren fand der Workshop nur mit 12 Teilnehmenden statt. Da einige Experten nicht anwesend sein konnten, wurden nachfolgend erg\u00e4nzende Telefoninterviews gef\u00fchrt. Ziel der Veranstaltung war es zu erarbeiten, wie die komplexen Inhalte der Realit\u00e4t im Spiel transportiert werden konnten. Dabei musste ein Gleichgewicht zwischen Spielspa\u00df und Realit\u00e4tsn\u00e4he hergestellt werden. Die Teilnehmenden waren mit gro\u00dfem Engagement dabei und brachten ihr Fachwissen ein. Die Ergebnisse wurden nachfolgend von den Projektpartnern auf die bisher erarbeiteten Unterlagen \u00fcbertragen.<br \/>\nPlanspiele<br \/>\nInsgesamt fanden 42 Planspiele statt, wobei 40 im Antrag vorgesehen waren: Die zwei Spiele mit Lehramtskandidat\/innen der Universit\u00e4t M\u00fcnster wurden nicht mitgerechnet. Hier fand auch keine Evaluierung statt, da die Spiele eher dem Prozess der Spielentwicklung zuzurechnen sind. Die anderen 40 Spiele wurden durchschnittlich mit 22 Teilnehmenden gespielt &#8211; im Antrag waren 25 erwartet worden. Die teilnehmenden Gruppen weisen ein breites Spektrum auf. So beteiligten sich 32 weiterf\u00fchrende Schulklassen (Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen), ein Berufskolleg und eine Handelsschule, zwei Jugendparlamente sowie drei weitere au\u00dferschulische Gruppen sowie eine Gruppe Referendare. Nicht umgesetzt werden konnte das Spiel in der Offenen Ganztagsschule. Diese im Nachtrag des Antrags gemachte Zusage musste zur\u00fcck genommen werden, da die Sch\u00fcler\/innen f\u00fcr das Spiel zu jung sind. Statt dessen wurden zwei Gesamtschulen mit Ganztagsangeboten betreut.<br \/>\nMultiplikatorenschulung<br \/>\nDas Planspiel wurde mehrfach mit Referendaren und Lehramtsanw\u00e4rtern gespielt. Ein Mal davon wurde es direkt als Multiplikatorenschulung angek\u00fcndigt. Die Teilnehmenden brachten eine neue Perspektive in das Spiel ein und regten teilweise auch \u00c4nderungen an, die noch w\u00e4hrend der 2. Projektphase umgesetzt werden konnten. Insgesamt bescheinigten sie dem Spiel, dass es gut in ihrem Kontext einsetzbar ist.<br \/>\nToolkit f\u00fcr Vor- und Nachbereitung<br \/>\nUm insbesondere Lehrer dabei zu unterst\u00fctzen, das Planspiel in ihren Unterricht einzubetten und dort auch nachzubereiten, hat die didaktische Beraterin des Projektes, Annette Kemper, Universit\u00e4t M\u00fcnster, drei Handreichungen von jeweils etwa zehn Seiten erstellt. Sie bietet eine Einf\u00fchrung in das komplexe Feld der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, erl\u00e4utert Ankn\u00fcpfungspunkte an das Curriculum und gibt Anregungen f\u00fcr eine Nachbereitung der Planspiele im Unterricht.<br \/>\nDokumentation inkl. CD mit Materialien<br \/>\nDie Dokumentation wurde ebenso wie die CD fertig gestellt &#8211; wenn auch etwas sp\u00e4ter als im Antrag vorgesehen. Beides wurde \u00fcber die Kan\u00e4le der Projektpartner verschickt sowie online gestellt. Zudem wurde \u00fcber die Presse f\u00fcr das Spiel sowie Dokumentation und Cd geworben.<br \/>\nZus\u00e4tzlich wurde mithilfe von InWEnt aus Mitteln des BMZ eine Website eingerichtet, um das Projekt ad\u00e4quat zu begleiten und f\u00fcr die kostenlose Nutzung der Spielunterlagen zu werben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Derzeit wird das Planspiel abgesehen von der Verschickung der Dokumentation und einer Pressemitteilung \u00fcber die Internetseiten des Wissenschaftsladens Bonn [www.wilabonn.de] und der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW [www.lag21.de] sowie \u00fcber die Projektseite www.planspiel-umweltpolitik.de beworben. Dar\u00fcber hinaus wurden Institutionen angesprochen, den Hinweis auf das Planspiel online zu stellen oder in ihren Medien darauf hinzuweisen. So wird der Naturschutzbund NRW das Planspiel in seinem n\u00e4chsten Heft vorstellen. Auch die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, die learnline, die Multiplikatoren des Fachworkshops, die finanziellen Unterst\u00fctzer, die Plattform NRW denkt nachhaltig, zahlreiche Agendab\u00fcros und andere mehr wurden mit entsprechendem Hinweis kontaktiert.<\/p>\n<p>Einige Stellen haben das Spiel bereits fortgef\u00fchrt oder planen eine Umsetzung mit eigenen Mitteln. So liegen uns Anfragen mehrerer St\u00e4dte vor, In Hannover wurde das Spiel, seitdem wir dort gespielt haben, bereits mehrfach umgesetzt. Zudem soll es in einem Jugendaustausch in Stra\u00dfburg eingesetzt werden, ein Umweltbildner macht sich in Sachsen f\u00fcr eine Verbreitung in mehreren Schulen stark und in Ostbevern hat nach Projektabschluss bereits eine weitere Multiplikatorenschulung stattgefunden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt l\u00e4sst sich ein positives Fazit ziehen. Es wurden die Ergebnisse erzielt, die im Antrag geplant waren. Die Zusammenarbeit liefen reibungslos. Vom Zeitaufwand her wurden insbesondere der Einstieg in die Recherche sowie der Projektabschluss zu knapp kalkuliert, was zum Bedarf einer kostenneutralen Projektverl\u00e4ngerung f\u00fchrte. Auch wenn die Multiplikatorenschulungen bereits gute Erfolge aufweisen, w\u00e4re es vermutlich noch besser gewesen, wenn die Multiplikatoren enger vernetzt gewesen w\u00e4ren und bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit in die Moderation der Spiele integriert worden w\u00e4ren. Diese Vernetzung wird nun im Nachgang des Projektes verfolgt, um das Spiel dauerhaft zu verankern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Planspiel verfolgt das Ziel, junge Menschen f\u00fcr globale Umweltschutzziele zu interessieren, sie hierf\u00fcr zu sensibilisieren und deren Bedeutung auf lokaler Ebene zu verdeutlichen. Zudem werden Arbeitsweise und Entscheidungsstrukturen der Vereinten Nationen anschaulich dargestellt, und dessen Umweltprogramm erl\u00e4utert. 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