{"id":24665,"date":"2024-11-27T10:38:31","date_gmt":"2024-11-27T09:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25622-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:33","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:33","slug":"25622-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25622-01\/","title":{"rendered":"Lust auf Naturerfahrung wecken &#8211; Freude am Leben entdecken. Naturerfahrung f\u00fcr benachteiligte Kinder und Jugendliche"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Natur wird f\u00fcr viele Kinder und Jugendliche eine Randerscheinung ihres Lebens. Gerade sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche bewegen sich zunehmend in einer virtuellen Welt, reale Erlebnisse treten in den Hintergrund, mit Bewegungsarmut, schlechten schulischen Leistungen aber auch aggressivem Verhalten als Folge. Ziel des Projektes war, diese in der Umweltbildung bisher nur als Randgruppe auftretenden Kinder und Jugendliche als Zielgruppe f\u00fcr p\u00e4dagogische Ma\u00dfnahmen der Naturerfahrung st\u00e4rker ins Blickfeld zu r\u00fccken. Ein Dialog zwischen Umweltbildung und Jugendsozialarbeit sollte die speziellen Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen und deren Bed\u00fcrfnisse fassbar machen, um entsprechende p\u00e4dagogische Ma\u00dfnahmen gestalten zu k\u00f6nnen. Die Ergebnisse dieses Dialogs sollten in konkreten p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen mit Kindern und Jugendlichen m\u00fcnden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt gliederte sich in 3 Phasen: Projektauftakt bildete eine bundesweit ausgeschriebene  Fachtagung, die Experten aus jenen Dom\u00e4nen zusammenf\u00fchrte, die an der Entwicklung tragf\u00e4higer Bildungskonzepte und Praxisentwicklungen f\u00fcr die Zielgruppe der schwachen Kinder und Jugendlichen mitwirken k\u00f6nnen. Insbesondere wurde der Austausch zwischen Akteuren gef\u00f6rdert, die bislang noch selten \u00fcber Fachgrenzen hinweg kooperierten. Ausgehend von der Fachtagung wurde ein Runder Tisch aus Vertretern der Jugendsozialarbeit sowie der Umweltbildung in Form von vier Arbeitskreistreffen organisiert. Ziel des Runden Tisches war das gegenseitige Kennenlernen der Aufgabenfelder und Arbeitsweisen zur Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsbasis. Im Laufe der vier Treffen wurden Zielgruppen, Zielsetzungen und Methoden f\u00fcr konkrete p\u00e4dagogische Ma\u00dfnahmen diskutiert. In Kleingruppen wurden darauf aufbauend detailliert Programmkonzepte mit den angestrebten Zielgruppen ausgearbeitet. Mit Schwerpunkt im dritten Projektjahr wurden diese Konzepte erprobt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit dem Projekt ist es dem Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur gelungen, neue Wege in der Umweltbildung zu beschreiten und damit verbunden neue Kooperationspartner und Zielgruppen aufzutun. Aufbauend auf der Fachtagung Aus der virtuellen Welt in die Natur. Wie kann Umweltbildung die Jugendlich erreichen? im Fr\u00fchjahr 2007 und den Ergebnissen des Runden Tisches mit Vertretern der Jugendsozialarbeit und der Umweltbildung wurden in engem Austausch mit den Partnern zwei Programme f\u00fcr Kinder und Jugendliche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden und sozialen Beistand ben\u00f6tigen, entwickelt:<br \/>\nDas \u00fcber ein Jahr laufende Programm \u0082Drau\u00dfen stark ist ein Angebot f\u00fcr Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren, die soziale Auff\u00e4lligkeiten zeigen. Es hat pr\u00e4ventiven Charakter. Natur dient als Lernfeld: Lebensbejahende, sinnstiftende Erlebnisse, schaffen eine positive Wahrnehmung von Leben. Das \u0082stark werden Drau\u00dfen dient als Br\u00fccke dazu, auch in der Gesellschaft stark zu werden.<br \/>\nDie unter dem Titel \u0082tagwerk laufende Ma\u00dfnahme richtet sich an straff\u00e4llig gewordene Jugendliche, die statt zu Sozialdienststunden zu \u0082tagwerk verurteilt werden. Im Rahmen einer f\u00fcnft\u00e4gigen Projektwoche arbeiten die Teilnehmer gemeinsam im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege. Die Projektwoche ist eingebunden in ein Rahmenprogramm aus Einf\u00fchrung, Kickoff, sozialp\u00e4dagogischer Gruppenarbeit und begleitender Elternarbeit.<br \/>\nIn beiden Programmen wird der Umgang und das Erleben in der Natur daf\u00fcr genutzt, den Teilnehmern Halt in ihrem Leben zu geben und Perspektiven aufzuzeigen. Methoden der Umweltbildung werden kombiniert mit Arbeitsweisen aus der sozialen Arbeit. Die Durchf\u00fchrung erfolgt in engem Austausch der beiden Fachdisziplinen.<br \/>\nMit den Ergebnissen dieses Projektes kn\u00fcpft das Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur am salesianischen Auftrag an, sich f\u00fcr benachteiligte junge Menschen einzusetzen und verbindet dies mit der Aufgabe, die Sch\u00f6pfung zu bewahren und entsprechende Bildungsangebote zu schaffen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Fachtagung Aus der virtuellen Welt in die Natur. Wie kann Umweltbildung die Jugendlich erreichen wurden in einer Tagungsdokumentation ver\u00f6ffentlicht (Hrsg.: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 2008). Das Programm \u0082tagwerk wurde bereits w\u00e4hrend der Konzeptionsphase den zust\u00e4ndigen Jugend- und Sch\u00f6ffenrichtern des Amtsgerichts Bad T\u00f6lz &#8211; Wolfratshausen vorgestellt. In einem weiteren Schritt wurde es der gesamten Abteilung der Oberstaatsanwaltschaft M\u00fcnchen II pr\u00e4sentiert.<br \/>\nAuf einem Pressetermin im Herbst 2009 wurde das Projekt der regionalen Presse vorgestellt. Es entstanden sowohl Radio wie auch Zeitungsbeitr\u00e4ge.<br \/>\nF\u00fcr das Programm \u0082Drau\u00dfen stark steht eine Pr\u00e4sentation in der \u00d6ffentlichkeit noch aus. Diese wurde bisher zur\u00fcckgestellt, da die Konzeption w\u00e4hrend der Praxisphase ver\u00e4ndert werden musste und die Neufassung nicht in der Praxis erprobt wurde.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Konzeption und Erprobung der p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen beschritt das Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur sowohl f\u00fcr die Umweltbildung als auch f\u00fcr das Feld der Sozialen Arbeit Neuland. Bisherige Recherchen geben Anlass zu der Annahme, dass es, wenn \u00fcberhaupt, nur in sehr kleinem Umfang Programme gibt, die Umweltbildung und soziale Arbeit derart verbinden, wie die genannten Beispiele es tun. Die neuen Kooperationen erwiesen sich als beiderseits gewinnbringend und sollen fortgef\u00fchrt werden. Sowohl der Austausch als auch die Erfahrungen mit den Kindern und Jugendlichen in der Praxis zeigen, dass die Kombination aus Ma\u00dfnahmen der Umweltbildung und sozialp\u00e4dagogischem Arbeiten zukunftsweisende M\u00f6glichkeiten bietet, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen Perspektiven f\u00fcr Ihr Leben und Ihr Handeln in der Gesellschaft aufzuzeigen. Die gew\u00e4hlten Gruppen sind dabei nur ein kleiner Ausschnitt potentieller Zielgruppen, f\u00fcr die sich \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen als sinnvoll erweisen k\u00f6nnten und entsprechend entwickeln werden sollten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Natur wird f\u00fcr viele Kinder und Jugendliche eine Randerscheinung ihres Lebens. Gerade sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche bewegen sich zunehmend in einer virtuellen Welt, reale Erlebnisse treten in den Hintergrund, mit Bewegungsarmut, schlechten schulischen Leistungen aber auch aggressivem Verhalten als Folge. 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