{"id":24627,"date":"2024-11-27T10:38:31","date_gmt":"2024-11-27T09:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25524-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:33","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:33","slug":"25524-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25524-01\/","title":{"rendered":"Untersuchungen von in Betrieb befindlichen Mehrkammerabsetzgruben zur Leistungssteigerung und Optimierung der Vorreinigung von bewachsenen Bodenfiltern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit der \u00dcberarbeitung des Technischen Regelwerkes f\u00fcr bepflanzte Bodenfilter (DWA A 262, M\u00e4rz 2006) sind Mehrkammerabsetzgruben mit einem Nutzvolumen von 500 l\/E als Vorkl\u00e4rung (mechanische Reinigungsstufe) nicht mehr zul\u00e4ssig. Bisherige Betriebserfahrungen bei \u00fcber 300 Pflanzenkl\u00e4ranlagen der J. Kr\u00fcger Pflanzenkl\u00e4ranlagen GmbH und gleichartige Erfahrungen anderer Pflanzenkl\u00e4ranlagenhersteller begr\u00fcnden die Eignung von Mehrkammerabsetzgruben als mechanische Reinigungsstufe. Die Vorgaben der DWA fordern bei Pflanzenkl\u00e4ranlagen im Hauptanwendungsbereich von 4 &#8211; 10 Einwohnerwerten (E) ein Nutzvolumen der Vorkl\u00e4rung von 1.500 l\/E. Die Verdreifachung des erforderlichen Vorkl\u00e4rvolumens und die damit verbundene drastische Kostensteigerung sind erhebliche Wettbewerbsnachteile im Marktfeld der Kleinkl\u00e4ranlagen und vermindern herstellungskostenbedingt die Anwendung bepflanzter Bodenfilter als naturnahes, leistungsstarkes, wartungs- und energiearmes, dezentrales Abwasserbehandlungsverfahren. Der Ausschluss der Mehrkammerabsetzgruben beruhte bis dato nicht auf gesicherten Erkenntnissen zur Nichteignung, sondern lediglich auf einer Praxisuntersuchung zur Wirksamkeit von Mehrkammerausfaulgruben (SCH\u00dcTTE 2000). Pflanzenkl\u00e4ranlagenhersteller wie auch die DWA als regelgebender Verband hatten daher ein Interesse, dass die Eignung bzw. Wirksamkeit von Mehrkammerabsetzgruben als Vorreinigung f\u00fcr Bodenfilter im Rahmen des Projekts untersucht wurde.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGegenstand des Projektes war die Untersuchung in Betrieb befindlicher Mehrkammerabsetzgruben zum Nachweis der Eignung als Vorkl\u00e4reinheit f\u00fcr bewachsene Bodenfilter. 53 in Betrieb befindliche Mehrkammerabsetzgruben unterschiedlicher Belastung und Nutzungsdauer wurden untersucht. Zus\u00e4tzlich erfolgten unter definierten Rahmenbedingungen (Beschickung) erg\u00e4nzende Absetztests von Mehrkammergruben auf dem Demonstrationsfeld Altentreptow.<br \/>\nF\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Mehrkammerabsetzgruben wurden die tats\u00e4chliche Abwasserbelastungssituation, der bauliche Zustand und weitere Randbedingungen mittels eines entwickelten Fragebogens erhoben. Im Projektzeitraum erfolgte eine dreimalige Zustandserfassung mit Probenahme und Analyse im Hinblick auf AFS und CSB zur Untersuchung der Wirksamkeit jeder Mehrkammerabsetzgrube vor Ort.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Praxisuntersuchungen zeigten eine unter 20 %ige Einhaltung der nach dem Arbeitsblatt A 262 (2006) zur Kolmationsvermeidung angestrebten 100 mg AFS\/l im Zulauf zum bepflanzten Bodenfilter. Dies konnte durch die gezielten Untersuchungen auf dem Demonstrationsfeld bei sehr hohem Wirkungsgrad von im Mittel 64 % best\u00e4tigt werden. Ebenfalls zeigten die Praxisuntersuchungen im Bereich von 0,5 &#8211; 2,5 m\u00b3\/E Nutzvolumen bzw. 0,5 bis 2,0 m\u00b3\/E schlammfreien Volumen keine Tendenz zur verbesserten Ablaufqualit\u00e4t bei gr\u00f6\u00dfer zur Verf\u00fcgung stehenden Vorkl\u00e4rvolumen. Durch gezielte Analysen hinsichtlich der Fl\u00e4chenbelastung, wurde der Einfluss des Wasserverbrauches auf die Kolmation, der im l\u00e4ndlichen Raum deutlich unter dem Bemessungswert von 150 l\/(E.d) liegt, dargestellt. Nach den Gesamtuntersuchungen im Projekt VKBF wird ein Arbeitsbereich zwischen 0,5 und 2,5 m\u00b3\/E Nutzvolumen empfohlen.<br \/>\nEs konnte kein Unterschied hinsichtlich der erreichbaren AFS-Ablaufwerte zwischen dem Einsatz eines Tauchrohr\u00fcberlaufes und einer Durchlass\u00f6ffnung festgestellt werden. Die zus\u00e4tzliche Untersuchung zum erh\u00f6hten Feststoffr\u00fcckhalt aufgrund des Einbaus einer B\u00fcrste in das Tauchrohr brachte nur orientierende Werte, die noch weiter untersucht werden sollten.<br \/>\nDie Anforderungen des Arbeitsblattes ATV A 262 wurden nur bedingt erf\u00fcllt, dennoch lie\u00df sich keine Kolmation feststellen. Die erh\u00f6hte Aufenthaltszeit des Abwassers in der Vorkl\u00e4rung zeigte, dass die Verwendung von Mehrkammerabsetzgruben im Bereich kleiner Anschlussgr\u00f6\u00dfen < 6 Einwohner sinnvoll erscheint. Mehrkammerausfaulgruben stellen keine Verbesserung in diesem Bereich dar.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nProjektvorstellungen: Zwischen- und Endergebnisse konnten bereits auf mehreren Veranstaltungen sowie Messen pr\u00e4sentiert werden. Dazu z\u00e4hlten die Messen Wasser Berlin 2009 und 2013, die DWA Fachveranstaltung Abwasserentsorgung im l\u00e4ndlichen Raum (Leipzig, 2011), der DWA Fachkundekurs f\u00fcr die Wartung von Kleinkl\u00e4ranlagen 09\/2012 und 03\/2013 sowie die DWA Fachtagung Dezentrale Ab-wasserentsorgung (2013, Leipzig) im Rahmen der TerraTec. Seitens Joachim Kr\u00fcger PKA GmbH sind \u00fcber den Projektabschlussbericht hinaus Informationsbrosch\u00fcren geplant.\n\nAm 17.04.2013 fand in Duckwitz eine gesonderte Veranstaltung statt, auf der die Ergebnisse des Mehrkammergrubenprojektes Vertretern der Wasserbeh\u00f6rden und Zweckverb\u00e4nden Mecklenburg-Vorpommerns vorgestellt wurden.\n\n\nFazit\n\nDas Projekt wird von der Projektgemeinschaft als Erfolg verbucht. Die geplanten Arbeitspakete wurden mit guten Ergebnissen ungesetzt. Der Erfassungskatalog wurde erstellt. Mehr als 50 Anlagen aus dem Bestand von Joachim Kr\u00fcger PKA GmbH und weitere von GKU mbH wurden auf verschiedene Parameter hin untersucht. Die Abwasserproben wurden analysiert und statistisch ausgewertet bzw. wissenschaftlich-technisch bewertet. Ein umfangreicher Abschlussbericht wurde erstellt und soll der DWA hinsichtlich einer \u00dcberarbeitung des Arbeitsblattes A 262 dienen. Eine Einbeziehung der Ergebnisse aus dem Projekt wurde bereits durch den Projektbeirat best\u00e4tigt.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit der \u00dcberarbeitung des Technischen Regelwerkes f\u00fcr bepflanzte Bodenfilter (DWA A 262, M\u00e4rz 2006) sind Mehrkammerabsetzgruben mit einem Nutzvolumen von 500 l\/E als Vorkl\u00e4rung (mechanische Reinigungsstufe) nicht mehr zul\u00e4ssig. Bisherige Betriebserfahrungen bei \u00fcber 300 Pflanzenkl\u00e4ranlagen der J. 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