{"id":24622,"date":"2023-07-13T15:26:21","date_gmt":"2023-07-13T13:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25461-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:21","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:21","slug":"25461-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25461-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltiger Tourismus im Nationalpark Shirvan, Aserbaidschan"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Regierung von Azerbaijan m\u00f6chte ihre Nationalparks f\u00fcr den nachhaltigen \u00d6kotourismus \u00f6ffnen. Hierzu hat die Fachhochschule Oldenburg\/Ostfriesland\/Wilhelmshaven (FH OOW) ein beratendes Vorprojekt im Nationalpark Shirvan \u00fcbernommen. Dabei geht es um die komplette Infrastruktur, vom Eingangsgeb\u00e4ude \u00fcber ein beispielgebendes Konferenz- und Verwaltungshaus bis zum Landschulheim. Vor allem aber geht es um angepasstes Bauen mit guten D\u00e4mmstandards und um eine gesicherte Versorgung mit Wasser und Strom sowie um umweltvertr\u00e4gliche Abfall- und Abwasserkonzepte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenReise nach Baku \/ Shirvan; Gespr\u00e4che mit Umweltministerium, Nationalparkleitung, Unternehmen und Hochschulen. Erfassung und Aufmass der Ausgangssituation im Nationalpark Shirvan.<br \/>\nMarketingberatung:<br \/>\nErmittlung k\u00fcnftiger Besucherstr\u00f6me in priorisierten Zielgruppen und sinnvoller Programmangebote, dar-aus Ermittlung der k\u00fcnftigen Anforderungen an Organisationsentwicklung, Infrastruktur, Weiterbildung, Aufbau von Fach- und Hochschulkooperationen zwischen Baku und Ostfriesland\/Nordwestdeutschland.<br \/>\nIngenieurberatung:<br \/>\nVorschl\u00e4ge und Bemessungsgrundlagen f\u00fcr den Infrastrukturaufbau hinsichtlich Strom, W\u00e4rme, Frisch- und Abwasserversorgung, Anforderungen an Neu- und Umbauma\u00dfnahmen, Grundlagen f\u00fcr Ausschreibungen im Rahmen n\u00e4chster Schritte. Links: einer der ersten Entw\u00fcrfe f\u00fcr das Schulheimgeb\u00e4ude in lokaler Architektur mit einem Zentralbereich, der gleichzeitig passiv klimatisieren kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Nachfragesituation des erst im letzten Jahr f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit ge\u00f6ffneten Nationalparks Shirvan ist gut. Das touristisch bereits besser erschlossene Ghobustan (ca. 30 min n\u00f6rdlich in Richtung Baku) z\u00e4hlt etwa 300 G\u00e4ste an Wochenenden. Das ungleich breitere Angebot im Shirvan gestattet eine realistische Hochrechnung auf \u00fcber 1000 G\u00e4ste an Sommer-Sonntagen, die an einzelnen Spitzentagen bis zum dreifachen hochschie\u00dfen k\u00f6nnten, worauf sich der Park mit Empfangsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr G\u00e4ste einstellen muss: mit Wasser, Energie, Aufenthaltsm\u00f6glichkeiten, Parkraum, Personal und Zuwegungsm\u00f6glichkeiten. Ein vor dieser Reise vielleicht untersch\u00e4tzter Punkt ist die Entwicklung kompakter, service-intensiver buchbarer Besuchsangebote von Baku aus, wof\u00fcr \u00f6rtliche Tourismuspartner zu finden und auch zu qualifizieren sind. Dabei bieten sich Verbundpakete an, die die in der N\u00e4he des Parks befindlichen Schlammvulkane, das pr\u00e4historische Ghobustan und die Str\u00e4nde des Kaspisees sinnvoll einbeziehen. Allerdings wird die Vermarktungsstrategie stark davon beeinflusst, wie Politik und Nationalparkleitung die verschiedenen Zielgruppen und geeignete Vertriebswege priorisieren.<br \/>\nAktuell legt man den gr\u00f6\u00dften Wert auf die Umweltbildung f\u00fcr Kinder in den anliegenden drei Rayons. Diese k\u00f6nnten in der Woche zu Tagesprogrammen anreisen, wobei Klassenfahrten auch am Wochenende in Azerbaijan stattfinden k\u00f6nnen. Dem gegen\u00fcber steht das gro\u00dfe und wachsende Erholungsbed\u00fcrfnis der Einwohner Bakus, gef\u00fchrt von etwa 20.000 Expats, vorwiegend aus GB und USA, die erst langsam die Ausflugsm\u00f6glichkeiten rund um Baku wahrzunehmen beginnen.<br \/>\nIm Vergleich zu anderen Nationalparks liegt der Shirvan stadtnah und verkehrsg\u00fcnstig, er ist gut beraten, eine touristisch intensiv nutzbare Eingangssituation zu schaffen, wo Wochenendg\u00e4ste ein bequemes Ausflugsziel mit M\u00f6glichkeiten zu Picknick und Barbecue vorfinden, w\u00e4hrend das Parkinnere vorteilhaft f\u00fcr den \u00d6kotourismus und letztlich strengen Naturschutz und Forschung im engeren Sinne reserviert bleiben kann. Hier bietet sich das tief im Park gelegene See-Haus an, das komplett vom \u00f6ffentlichen Netz abgekoppelt werden sollte, denn die aktuellen Versorgungsleitungen sind \u00fcberaltert, ung\u00fcnstige konstruiert, so dass regelm\u00e4\u00dfig V\u00f6gel daran zu Tode kommen.<br \/>\nInnerhalb des Parks dienen die neu zu schaffenden Geb\u00e4ude und Anlagen grunds\u00e4tzlich als Pilot- und Demonstrationsanlagen. Sachinformationen m\u00fcssen in dieser Region stets durch eigene Anschauung und die Empfehlung pers\u00f6nlicher Gew\u00e4hrstr\u00e4ger erg\u00e4nzt werden.<br \/>\nWeitere Kooperationsm\u00f6glichkeiten im Bereich des angepassten Bauens und der Anpassung an den Klimawandel (regionales Wassermanagement vorneweg) auch \u00fcber Azerbaijan hinaus ergaben sich in den Vorgespr\u00e4chen in Baku. Nach der Reise im Mai sind in Deutschland jetzt weitere Fachkontakte hinzugekommen (u. a. mit Prof. Priesemann von der FHOOW).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zwischenergebnisse wurden dem Umweltminister in Baku direkt vorgetragen, ein Workshop in Emden bezog Partner aus der Region Ostfriesland mit ein. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem neuen ATI Azerbaijan Tourismus Institute in Baku ergab sich infolge dieser Gespr\u00e4che, der Endbericht mit umfangreichem Zeichnungsmaterial liegt mittlerweile auch dem Ministerium vor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die gew\u00fcnschten Entw\u00fcrfe und Auslegungsdaten stehen bereit, das Ministerium hat sein Interesse be-kundet, die Vorschl\u00e4ge jetzt nochmals zu pr\u00fcfen und anschlie\u00dfend in die Umsetzungsphase einzutreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Regierung von Azerbaijan m\u00f6chte ihre Nationalparks f\u00fcr den nachhaltigen \u00d6kotourismus \u00f6ffnen. Hierzu hat die Fachhochschule Oldenburg\/Ostfriesland\/Wilhelmshaven (FH OOW) ein beratendes Vorprojekt im Nationalpark Shirvan \u00fcbernommen. Dabei geht es um die komplette Infrastruktur, vom Eingangsgeb\u00e4ude \u00fcber ein beispielgebendes Konferenz- und Verwaltungshaus bis zum Landschulheim. Vor allem aber geht es um [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[1266,2422,50],"class_list":["post-24622","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-grenzueberschreitend","tag-landnutzung","tag-naturschutz"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"25461\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-25461.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"17.400,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Fachhochschule Oldenburg\/Ostfriesland\/Wilhelmshaven\nTechnologietransfer Emden","dbu_projektdatenbank_strasse":"Constantiaplatz 4","dbu_projektdatenbank_plz_str":"26723","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Emden","dbu_projektdatenbank_p_von":"2007-04-20 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2007-07-20 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"04921-807-1385","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Grenz\u00fcberschreitend","dbu_projektdatenbank_foerderber":"129","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-25461.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37625,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24622\/revisions\/37625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}