{"id":24600,"date":"2023-09-23T10:32:01","date_gmt":"2023-09-23T08:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25443-01\/"},"modified":"2023-09-23T10:32:02","modified_gmt":"2023-09-23T08:32:02","slug":"25443-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25443-01\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Klasse!"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vom 27. April bis 14. Oktober 2007 fand die erste Bundesgartenschau im Land Th\u00fcringen statt.<br \/>\nIm Ausstellungskonzept der Bundesgartenschau Gera und Ronneburg wurden neben den verschiedensten g\u00e4rtnerischen Ausstellungsbeitr\u00e4gen, Veranstaltungen sowie Spielbereichen auch Erlebnisstationen und Bildungsangebote im Umweltbereich unter dem Titel Gr\u00fcne Klasse! umgesetzt sowie durchgef\u00fchrt. Durch den Hintergrund der ehemaligen uranbergbaulichen Nutzung rund um Ronneburg wurden besonders Jugendliche f\u00fcr verschiedenste Natur- und Umweltthemen in Ahnlehnung an die ehemalige uranbergbauliche Nutzung sensibilisiert und aufgekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tAn verschiedenen Umwelterlebnisstationen auf dem BUGA-Gel\u00e4nde (z. B. Klimaerlebnispfad, Nachwachsende Rohstoffe, Wildobstgarten, Station Boden oder einer Ausstellung zum Thema Selbsthilfe der Natur) wurden fachlich und erlebnisreich aufbereitete Bildungsangebote speziell f\u00fcr Jugendliche durchgef\u00fchrt.<br \/>\n&#8211;\tDie Erlebnisstationen (= attraktive Bildungsst\u00e4tten) wurden seitens der BUGA 2007 GmbH im BUGA-Ausstellungsbereich Neue Landschaft Ronneburg errichtet. Diese ehemalige uranerzbaulich genutzte Landschaft zeichnet sich durch eine deutschlandweite Einmaligkeit aus.<br \/>\nAuf Grund der ehemaligen \u00f6kologischen Katastrophe, die im Ronneburger Gebiet \u00fcber mehrere Jahrzehnte entstanden ist, lehnten sich die begleitenden Umweltbildungsangebote an die Ver\u00e4nderung eines Landschaftsraumes und die Folgen des Uranbergbaus f\u00fcr die Natur an. Diese Darstellung hat unter die-sem historischen Hintergrund ein in Deutschland einzigartiges Alleinstellungsmerkmal.<br \/>\n&#8211;\tDie Durchf\u00fchrung der umweltp\u00e4dagogischen, breit gef\u00e4cherten Angebotspalette erfolgte in Koopera-tion mit einer Vielzahl von lokalen und regionalen Anbietern, die intensiv seit Juli 2006 akquiriert wurden.<br \/>\nEs entstand somit \u00fcber den Zeitraum Vorbereitung sowie Durchf\u00fchrung der BUGA 2007 eine intensive Zusammenarbeit mit \u00fcber 50 verschiedenen Vereinen, Verb\u00e4nden und Institutionen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus konnten f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Bildungsangebote f\u00fcr die Zielgruppe Jugendliche weitere kompetente Kooperationspartner, wie Universit\u00e4ten, Fachhochschulen und Forschungsinstitute aus Th\u00fcringen gewonnen werden.<br \/>\n&#8211;\tWeiterhin wurden verschiedene M\u00f6glichkeiten in der Werbung und im Marketing ausgelotet, um viele Jugendliche f\u00fcr die Angebote Gr\u00fcne Klasse! zu gewinnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Insgesamt wurden 620 Bildungsangebote mit unmittelbaren und mittelbaren Bezug zum Urantagebau durchgef\u00fchrt. Es wurde, um die Wirkungen der p\u00e4dagogischen Bildungsma\u00dfnahmen zu erfassen eine projektbegleitende Evaluierung mittels Fragebogen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nZusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Veranstaltungsangebot Gr\u00fcne Klasse! mit den darin integrierten Angeboten mit Bezug zum Uranerzabbau sehr erfolgreich war. Die gesteckten Ziele wurden erreicht, dieses gilt insbesondere bei der verst\u00e4rkten Ansprache der Zielgruppe Jugendliche und in der Einbeziehung von universit\u00e4ren Angeboten in Zusammenarbeit mit den Th\u00fcringer Hochschulen.<br \/>\nInsbesondere sind im Ergebnis der durchgef\u00fchrten Evaluierung sowie der Veranstaltungen hervorzuheben:<br \/>\n&#8211;\tIn der Vorbereitungsphase f\u00fcr sp\u00e4tere Gro\u00dfprojekte im Umweltbildungsbereich sollte gepr\u00fcft und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Weiterbildungsveranstaltungen von Referentinnen und Referenten, die mit Gruppen zusammenarbeiten, gefunden werden. Im Rahmen der Fortbildung k\u00f6nnen sie von Fachleuten mit den unbedingt erforderlichen p\u00e4dagogischen Grundregeln f\u00fcr die Betreuung vertraut gemacht werden.<br \/>\n&#8211;\tAngebote mit regionalen Bez\u00fcgen und\/oder gut erkennbaren Zielen und Inhalten, die den Lehrpl\u00e4nen entsprechen sowie Angebote, die in der \u00d6ffentlichkeit einen aktuellen Stellenwert haben und in der t\u00e4glichen Diskussion sind, werden besonders h\u00e4ufig gebucht.<br \/>\n&#8211;\tDas Engagement und die Pers\u00f6nlichkeit der Durchf\u00fchrenden sowie ihre didaktisch-methodische Ausbildung, begleitet von solider Sachkompetenz und altersgerechten Kommunikationstechniken sind wesentliche Voraussetzungen, um mit wechselnden und oft unbekannten Teilnehmergruppen erfolgreich agieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211;\tGedruckte Materialien und pers\u00f6nliche m\u00fcndliche Informationen haben zurzeit noch den h\u00f6chsten Stellenwert in der Informationssuche und -weitergabe. Dieses wird sich aber wahrscheinlich zuk\u00fcnftig \u00e4ndern, wenn immer mehr Lehrerinnen und Lehrer den Umgang mit dem Internet sicher beherrschen und gute Zugangsbedingungen haben.<br \/>\n&#8211;\tJugendliche der Altersgruppe \u00fcber 15 Jahre, Gymnasiasten, Berufssch\u00fcler und Studenten, konnten mit entsprechenden Angeboten beworben werden, so dass dieses Ziel f\u00fcr die Gr\u00fcne Klasse! erf\u00fcllt wurde.<br \/>\n&#8211;\tDie Begleitpersonen, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, bewerten die Gr\u00fcne Klasse! als sehr erfolgreich. Die in sie gesetzten Erwartungen konnte die Gr\u00fcne Klasse! sehr gut bis gut erf\u00fcllen.<br \/>\nUm ein solches Gro\u00dfprojekt im Umweltbildungsbereich durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, bedarf es weiterhin:<br \/>\n&#8211;\tzuverl\u00e4ssiger und fachlich kompetenter Kooperationspartner, um eine interessante und abwechslungsreiche Themenpalette bieten zu k\u00f6nnen,<br \/>\n&#8211;\thilfsbereiter Servicemitarbeiter auf dem Gel\u00e4nde selbst,<br \/>\n&#8211;\teines guten Finanzierungskonzeptes mit langfristiger Planung,<br \/>\neines gut eingearbeiteten Teams. Die Qualit\u00e4t der Arbeit mit dem Team ist von ganz entscheidender Bedeutung f\u00fcr den reibungslosen Ablauf, die Organisation, den guten Kontakt zu allen beteiligten Partnern sowie das schnelle und umsichtige Reagieren bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die Pr\u00e4sentation des Bildungsprogramms Gr\u00fcne Klasse! auf Messest\u00e4nden, in Schulleiterkonferenzen oder den Internetseiten des Th\u00fcringer Kultusministeriums konnte intensiv f\u00fcr das Projekt geworben werden.<br \/>\nWeiterhin wurde ein Flyer, eine Bildungsbrosch\u00fcre sowie Poster angefertigt und an alle Schulen Th\u00fcringens, Bayern (Franken), Sachsen und Sachsen-Anhalt versendet. Begleitende Berichte in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen erh\u00f6hten w\u00e4hrend der BUGA den st\u00e4ndigen Bekanntheitsgrad.<br \/>\nDie Dokumentation der Ergebnisse (insbesondere der Evaluationsergebnisse) erfolgte in Form eines um-fangreichen Abschlussberichtes, welcher Anfang Januar 2008 an alle Partner und  Beteiligte versendet wurde.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Region Gera und Ronneburg hat durch die Bildungsangebote der Gr\u00fcnen Klasse! eine beispielhafte Infrastruktur auf der BUGA im Bereich der Umweltbildung erhalten, die bewahrenswert ist. Viele Schulen aus dem Raum Ostth\u00fcringen nutzten die verschiedensten Bildungsangebote der Gr\u00fcnen Klasse! teilweise mehrfach im Laufe eines Schuljahres.<br \/>\nDie geschaffenen Grundlagen f\u00fcr Umweltbildung im Freistaat Th\u00fcringen auf dem BUGA-Gel\u00e4nde sind es wert, dass sie auch zuk\u00fcnftig genutzt und sp\u00e4teren Lernenden zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nDer Freistaat Th\u00fcringen, der Landkreis Greiz sowie die St\u00e4dte Gera und Ronneburg tragen eine gro\u00dfe Verantwortung bez\u00fcglich der Weiterf\u00fchrung, Pflege und Nutzung der vorhandenen modellhaften Voraus-setzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Umweltbildung zuk\u00fcnftiger Generationen. Das gekn\u00fcpfte Netzwerk der Partner f\u00fcr die durchgef\u00fchrten Veranstaltungen gilt es weiter auszubauen und zu festigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vom 27. April bis 14. 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