{"id":24592,"date":"2023-07-13T15:26:17","date_gmt":"2023-07-13T13:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25419-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:18","slug":"25419-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25419-01\/","title":{"rendered":"Systematik von Strukturen, Funktionen und Prozessen nat\u00fcrlicher Ph\u00e4nomene unter Gesichtspunkten der \u00d6kotechnologie\/Bionik und der Gesundheitsvorsorge im Zusammenhang mit der digital-fotografischen Sicherstellung und Neu-Erfassung wichtiger Objekte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel ist die konsequente Weiterf\u00fchrung des Aufbaus eines \u00f6kologischen Foto-Archivs mit einer Systematik, die besonders Strukturen, Funktionen und Prozessen unter Gesichtspunkten der \u00d6kotechnologie\/Bionik und der Gesundheitsvorsorge verkn\u00fcpft und damit das Von der Natur lernen &#8211; Prinzip besser f\u00fcr die zentralen Aufgabenfelder einer Nachhaltigen Entwicklung auch durch wissenschaftliche Fotografie erschlie\u00dft. Dabei sollen durch bisher nicht praktizierte Such-Vorg\u00e4nge nach neuen Natur-Vorbildern &#8211; besonders aus dem Bereich der Wirbellosen Tiere &#8211; und durchgef\u00fchrte Serien-Aufnahmen von Verhaltensweisen wichtige neue Vorbild-Funktionen gewonnen und dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie grundlegendne Arbeitschritte zum Aufbau des Archivs bilden die serienhafte digital-fotografische Erfassung von Verhaltensweisen, Funktionen und daran anschlie\u00dfend die Auswertung in Bezug auf die m\u00f6glichen Verwendungs-Chancen. F\u00fcr die mikrofotografischen Erfassung erstreckt sich der Such-Vorgang besonders auf die Krebse (Crustacea), Spinnentiere (Arachnoidea), Tausendf\u00fc\u00dfer (Myriapoda), die Insekten (Hexapoda) und terrestrische Wirbeltiere. Dabei finden auch besondere Lebensphasen bzw. -aktivit\u00e4ten Ber\u00fccksichtigung. Wichtige Arthropoden-Gruppen zeigen beispielsweise eine Nachtaktivit\u00e4t, wof\u00fcr bionisch\/\u00f6kotechnologisch interessante Struktur-Funktions-Beziehungen n\u00f6tig und auch visuell erkennbar sind. Methoden zur automatischen Erfassung &#8211; m\u00f6glich durch die ausgebildete Photophilie bei vielen Gruppen &#8211; oder f\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von amphibischen Lebensweisen, also dem \u00dcbergang vom aquatischen Larvenstadium zum terrestrischen Imaginalstadium bieten ebenfalls M\u00f6glichkeiten der neuartigen fotografischen Dokumentation von technischen Natur-Vorbildern. Die sehr umfassende Archivsammlung fotografischer Serien-Dokumentationen bildet die Grundlage f\u00fcr eine technische Umsetzung und wirtschaftliche Nutzung von Von der Natur lernen-Strategien. Die Verschlagwortung der Aufnahmen mit ca. 200 Subregistern erm\u00f6glicht eine schnelle themengebundene Such-Methodik, um bei technischen Problemen zielf\u00fchrend L\u00f6sungsanregungen aus dem Ideen-Pool der Natur zu nutzen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde die Entwicklung verschiedener Systeme &#8211; vor allen Dingen eines \u00dcbersichts-Systems und eines Systems der biologischen Gro\u00df-Ph\u00e4nomene sowie eines Feinsystems mit hoher begrifflicher Detailsch\u00e4rfe vorgenommen, um danach ein Bild-Archiv von Makro- und Mikro-Aufnahmen in unterschiedlicher Form zu ordnen bzw. abrufbar zu machen. Die Studie \u00fcber die Strukturellen Zusammenh\u00e4nge biologisch-funktionaler und bionischer Ph\u00e4nomene sowie pr\u00e4ventions-biologischer Vorbilder in der Natur bildet die naturwissenschaftliche Grundlage dieser Systematisierung. Bei der erg\u00e4nzenden fotografischen Dokumentation wurden die lebenden Tr\u00e4ger von Strukturen, Funktionen und Prozessen nach einer genauen Systematik der methodischen Planung in ihren Lebensr\u00e4umen und Habitaten &#8211; in sog. Such-Biotopen &#8211; beobachtet und dann fotografisch erfasst.<br \/>\n    Die Erfassung geschah an lebenden &#8211; und oft auch bewegten &#8211; Objekten vor allen Dingen aufgrund unterschiedlicher Verhaltensweisen &#8211; als Grundlage f\u00fcr die Entwicklung neuer Ideen und Methoden zur Angewandten Biologie und Pr\u00e4ventionsbiologie. Die Zuordnung der Fotografien erfolgt dabei vor allem nach 5 verschiedenen Gro\u00df-Systemen: Phylogenetisches System, \u00d6kologisches System, Morphologisch-funktionelles System, Biologisch-technisches System und Techno-Design-bezogenes System. Dabei wurden die \u00f6kologisch wichtigen und biologisch-funktionell aktiven Strukturen und &#8211; wenn m\u00f6glich &#8211; die visuell erkennbaren Prozesse miterfasst.<br \/>\n    Die Arbeiten zeigen, dass das didaktische Prinzip Von der Natur lernen in vielen F\u00e4llen auf die methodische Unterst\u00fctzung der Digital-wissenschaftlichen Fotografie wirklich direkt angewiesen ist; das gilt insbesondere f\u00fcr Objekte oder Zust\u00e4nde, die nicht langfristig in ihrem typischen Lebens-Zustand erhalten werden k\u00f6nnen und so nur durch die Fotografie dokumentierbar und analysierbar werden k\u00f6nnen.<br \/>\n    Im Rahmen des Projektes sollten nicht nur Anpassungen (Adaptationen) an Umwelt-Anspr\u00fcche fotografisch erfasst werden, sondern es ging auch darum, die Stufenleiter partieller Anpassungsgrade zu<br \/>\nanalysieren. Dabei war es wichtig zu ermitteln, wo jeweils das Optimum einer Adaptationsreihe liegt und inwieweit eine Optimierung von Funktionen f\u00fcr die einzelnen Arten-Gruppen in Bezug auf gegebene Erfordernisse &#8211; aus der Umwelt vermittelt &#8211; \u00fcberhaupt zu erwarten sein kann.<br \/>\n    Die neu entwickelten Biologischen Funktionsfl\u00e4chen im Zukunftszentrum Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft boten f\u00fcr die Arbeiten zum digitalfotografischen Archiv die M\u00f6glichkeiten der periodischen Erfassung von Funktionen und Abl\u00e4ufen in den Netzwerken der einzelnen Lebensr\u00e4ume.<br \/>\n    Das aufgestellte System von Ph\u00e4nomenen des Lebendigen soll helfen, die Bedeutung von Basis- und Begleit-Funktionen des Lebendigen f\u00fcr Forschung und Bildung in verschiedenen Formen der Analysen in unterschiedlichen Sachzusammenh\u00e4ngen f\u00fcr neue wissenschaftliche Untersuchungen, die gebraucht werden, zun\u00e4chst attraktiv und dann auch verst\u00e4ndlich zu machen. Dabei war es sinnvoll, sich auf 8-10 solcher Ph\u00e4nomene als Beispiele zu konzentrieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden neben der dauerhaften Pr\u00e4sentation im ZMTW auf vielen Ausstellungen und Vortr\u00e4gen in Deutschland eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist das erschienene Buch \u00d6kologie der Sch\u00f6nheit, in dem sich viel Bild-Material aus dem digitalfotografischem Archiv wiederfindet. Eine weitere Form der Verwendung und Pr\u00e4sentation des erstellten Bildmaterials findet sich in Form von Modellen wieder, die aufgrund der serialen fotografischen Dokumentation erst didaktisch sinnvoll geworden sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt ist es im Rahmen der Projektlaufzeit gelungen, wichtige L\u00fccken im dem bereits bestehenden Archiv durch neue Serien-Aufnahmen wichtiger Ph\u00e4nomene des Lebendigen zu schlie\u00dfen. Die erarbeiteten, systematisch zugeordneten digitalen Fotografien werden f\u00fcr die weiteren Arbeiten der Nieklitzer \u00d6kologie- und \u00d6kotechnologie-Stiftung im Bereich des Modellbaus und f\u00fcr weitere geplante Publikationen, herangezogen werden. Zuk\u00fcnftig werden noch L\u00fccken im Bereich der digitalen Mikrofotografie zu schlie\u00dfen sein sowie in der digitalen Filmtechnik, um auch Bewegungsfolgen besser analysieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr diese Entwicklung wird das organisative Zusammengehen mit einem gro\u00dfen Wissenschaftsinstitut f\u00fcr Evolutionsbiologie und Biodiversit\u00e4t momentan aktiv gesucht und vorbereitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel ist die konsequente Weiterf\u00fchrung des Aufbaus eines \u00f6kologischen Foto-Archivs mit einer Systematik, die besonders Strukturen, Funktionen und Prozessen unter Gesichtspunkten der \u00d6kotechnologie\/Bionik und der Gesundheitsvorsorge verkn\u00fcpft und damit das Von der Natur lernen &#8211; Prinzip besser f\u00fcr die zentralen Aufgabenfelder einer Nachhaltigen Entwicklung auch durch wissenschaftliche Fotografie erschlie\u00dft. 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