{"id":24570,"date":"2024-11-27T10:38:31","date_gmt":"2024-11-27T09:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25345-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:31","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:31","slug":"25345-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25345-01\/","title":{"rendered":"Bundeshauptstadt im Klimaschutz &#8211; Durchf\u00fchrung eines Umweltwettbewerbs f\u00fcr Kommunen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt kn\u00fcpft an die Ergebnisse des Vorprojekts Bundeshauptstadt im Klimaschutz an, das vom 1. Dezember 2005 bis 30. Juni 2007 lief. Ein erheblicher Handlungsbedarf wurde f\u00fcr den kommunalen Klimaschutz in St\u00e4dten und Gemeinden unter 10.000 Einwohnern gesehen, daher wird ein Wettbewerb sich gezielt an Kommunen dieser Gr\u00f6\u00dfenklasse richten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt beginnt mit einem Wettbewerb Klimaschutzgemeinde, der sich an Kommunen unter 10.000 Einwohner richtet. Folgende Themenfelder werden abgefragt: Energieerzeugung, Energiesparen, Siedlungsgestaltung, Landwirtschaft, Verkehr, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Kooperation. Zu den jeweiligen Themen gibt es Fragen, die nach festen Punktwerten bewertet werden und es k\u00f6nnen Projekte zu den einzelnen Themen eingereicht werden, die zus\u00e4tzlich mit Sonderpunkten bewertet werden. Der Fragebogen wird gemeinsam mit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe erstellt. Die projektbegleitende Arbeitsgruppe ber\u00e4t die DUH auch bei der Bewertung der Projekte. Die Siegerkommunen werden auf einer Auszeichnungsfeier vorgestellt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in einer Dokumentation pr\u00e4sentiert. Es werden drei Workshops veranstaltet, bei denen die Konzepte und Projekte der erfolgreichen Kommunen vorgestellt werden. In der zweiten Phase des Projekts wird der Wettbewerb Bundeshaupt-stadt im Klimaschutz 2010 ausgeschrieben. Nach dem Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2006 sind erneut alle Kommunen in Deutschland aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Der Wettbewerb wird aus den Erfahrungen der letzten beiden Wettbewerbe weiterentwickelt und der Fragebogen entsprechend \u00fcberarbeitet. Die Kommunen werden in verschiedenen Teilnehmerklassen ausgezeichnet, es gibt aber nur eine Bundeshauptstadt im Klimaschutz. Die Bundeshauptstadt im Klimaschutz wird auf einer Auszeichnungsfeier in Berlin der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Im Anschluss daran finden drei Workshops in verschiedenen Orten in Deutschland statt, auf denen die erfolgreichen Kommunen ihre Konzepte und Projekte vorstellen werden. In einer Dokumentation werden die besten eingereichten Beispiele vorgestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Wettbewerbe Klimaschutzkommune 2009 und Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 verliefen mit 58 und 73 teilnehmenden Kommunen sehr erfolgreich. Um den potenziellen Teilnehmerkreis zu verbreitern, wurde der Wettbewerb Klimaschutzkommune 2009 f\u00fcr Kommunen bis zu 20.000 Einwohnern erweitert. Gewinner waren die Gemeinde Wettbenberg in Hessen und Freiburg im Breisgau.<br \/>\nSehr erfreulich war insbesondere die hohe Beteiligung kleinerer Kommunen. Im Vorprojekt und damit im Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2006 war diese Teilnehmerklasse nur in sehr geringem Umfang vertreten (16 Kommunen). Durch die Initiierung des  Wettbewerbs Klimaschutzkommune 2009, der besonders die M\u00f6glichkeiten und Handlungsspielr\u00e4ume der kleineren Kommunen ber\u00fccksichtigte, gelang es, eine beachtliche Teilnehmerzahl von 58 Kommunen zu mobilisieren.  Diese wollten die Chance nutzen, ihre eigenen Klimaschutzbem\u00fchungen mit strukturell vergleichbaren Kommunen zu messen. Viele dieser Kommunen nahmen auch am Nachfolgewettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 teil.<br \/>\nMit den beiden Wettbewerbsfragebogen wurde ein deutschlandweiter Standard f\u00fcr das Benchmarking im kommunalen Klimaschutz gesetzt. Auch aus Kommunen, die sich nicht direkt an den beiden Wettbewerben beteiligt haben, erh\u00e4lt die DUH immer wieder R\u00fcckmeldungen, dass die Struktur der Fragebogen ausgezeichnet daf\u00fcr geeignet ist, vor Ort eine erste St\u00e4rken-Schw\u00e4chen-Analyse durchzuf\u00fchren, um zuk\u00fcnftig das eigene Klimaschutzmanagement zu professionalisieren.<br \/>\nEin sehr erfreuliches Ergebnis des Wettbewerbs Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 ist das hohe Engagement kommunaler Stadt- und Gemeindewerke f\u00fcr den Klimaschutz. Die Investitionen f\u00fcr erneuerbare Energien und Kraft-W\u00e4rme-Kopplung sprechen hier eine deutliche Sprache. Die Energieeffizienz wird vielerorts leider noch zu wenig als Dienstleistungsauftrag an Stadtwerke verstanden.<br \/>\nIn diesem Wettbewerb gelang es, den Kommunen das Thema Green IT &#8211; also die energieeffiziente Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie &#8211; nahe zu bringen, das bisher in Kommunalverwaltungen trotz Einsparpotenzial zu geringe Aufmerksamkeit genie\u00dft.<br \/>\nDie Ergebnisse der Wettbewerbe wurden in zwei regionalen Workshopreihen im Oktober\/November 2009 und im Februar 2001 diskutiert und weiter verbreitet. Diese Reihen wurden von Seiten der Kommunen gut angenommen und f\u00fcr einen intensiven Erfahrungsaustausch genutzt. Praxisnahe Anregungen erhalten die Kommunen auch in den beiden Dokumentationen der Wettbewerbe Kleine Kommunen gro\u00df im Kli-maschutz und Klimaschutz jetzt! &#8211; St\u00e4dte und Gemeinden gehen voran.<br \/>\nSomit bieten sowohl die Wettbewerbsunterlagen als auch die Dokumentation guter Beispiele sehr viele inspirierende Anregungen, die direkt in die kommunale Praxis \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Wettbewerbe beider Projektphasen wurden mit einem breit angelegten Mix aus klassischer Pressearbeit (Pressemitteilungen), Wettbewerbsflyer; Internetauftritt, Internetforum, Artikeln in der Verbandszeitschrift DUHWelt und Auftaktveranstaltungen vor Ort beworben und erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>\u00dcber die Plattform der Wettbewerbe Klimaschutzkommune 2009 und Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 konnten ambitionierte Kommunen darstellen, wie wirkungsvolles kommunales Klimaschutzmanagement aussehen kann, obwohl der Klimaschutz keine kommunale Pflichtaufgabe darstellt. Anf\u00e4ngerkommunen erhielten \u00fcber die Wettbewerbsunterlagen wichtige Hinweise, wie sie sich strukturiert und umfassend der Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe Klimaschutz widmen k\u00f6nnen. Neben der seit 2008 laufenden Klimaschutzinitiative des Bundes konnte das Projekt Bundeshauptstadt im Klimaschutz einen Beitrag dazu leisten, den Stellenwert des Klimaschutzes in den Kommunen zu st\u00e4rken. Kommunaler Klimaschutz muss in den kommenden Jahren noch auf eine breitere Basis gestellt werden. Hierzu konnte das Projekt wesentliche Starthilfe leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt kn\u00fcpft an die Ergebnisse des Vorprojekts Bundeshauptstadt im Klimaschutz an, das vom 1. Dezember 2005 bis 30. Juni 2007 lief. 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