{"id":24567,"date":"2023-07-14T10:34:36","date_gmt":"2023-07-14T08:34:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25341-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:38","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:38","slug":"25341-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25341-01\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcler recherchieren die M\u00f6glichkeiten von Synergien zwischen Denkmalschutz und Naturschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Schulprogramms denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2007\/2008 ist der weitere Ausbau des Netzwerkes von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in das schulische Geschehen integrieren. Ziel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist es, die Schulaktion mithilfe der Unterst\u00fctzung von Partnern und dem Aufbau eines Netzwerks kontinuierlich fortzuf\u00fchren und auszuweiten.<br \/>\nAuf der Grundlage der im Schuljahr 2006\/7 erstmals unternommenen sehr erfolgreichen Integration spezieller Themenfelder im Rahmen von denkmal aktiv sollte sich im Schuljahr 2007\/8 ein Teil der gef\u00f6rderten Projekte erstmals mit dem Thema Naturschutz und Denkmalschutz als Wege zur Erhaltung gestalteter und gebauter Umwelt besch\u00e4ftigen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt f\u00f6rderte in diesem Themenfeld Schulprojekte, die Anliegen von Denkmalschutz und Naturschutz in Form einer Zusammenschau aufgreifen. In diesen Projekten wurden Denkmale in ihrer Eigenart als Lebensr\u00e4ume thematisiert, d. h. als Orte, die f\u00fcr den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten von gro\u00dfer Bedeutung sind. Typische Fragestellungen waren: Wie ist an einem konkreten Denkmal der Schutz von Flora und Fauna auf der einen Seite, aber auch der Schutz der historischen Bausubstanz auf der anderen Seite m\u00f6glich? Wie k\u00f6nnen Denkmalschutz und Naturschutz gemeinsam umgesetzt werden?<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen von denkmal aktiv erhalten Schulteams, bestehend aus Sch\u00fclern und Lehrern, die M\u00f6glichkeit, sich in Form von Projekten ein Schuljahr lang mit historischen Einzelbauten und Parks, mit UNESCO-Welterbest\u00e4tten, Denkmalensembles oder Kulturlandschaften in ihrer Region zu besch\u00e4ftigen. Ziel ist die intensive Auseinandersetzung mit einem Kulturdenkmal, die durch die Projektarbeit m\u00f6glich wird. Schwerpunkte liegen sowohl in der Ann\u00e4herung an Geschichte und Architektur, in Fragen nach Zustand und Nutzung sowie im Kennen lernen der praktischen Denkmalpflege. Jedes Schulteam legt Projektziele fest, definiert Vorgehensweisen und Schwerpunkte seines Projektschuljahres<br \/>\nDie Arbeiten werden mit der Unterst\u00fctzung fachlicher Partner vor Ort geplant und durchgef\u00fchrt. Solche Partner sind vorzugsweise in der Region ans\u00e4ssige Einrichtungen mit entsprechender Kompetenz in Sachen Kulturerbe, Denkmalschutz, Umwelt- und Naturschutz. Das Schulteam dokumentiert die Ergebnisse seines Projektes. Die Projektergebnisse sollen weiteren Schulen als Beispiele und Basis f\u00fcr die Behandlung des Themenfeldes Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz im Unterricht dienen.<br \/>\nDie Teilnahme war wie folgt m\u00f6glich: in Verb\u00fcnden aus 3 bis 6 deutschen Schulen, als einzelne Schule (nur f\u00fcr eine erstmalige denkmal aktiv-Teilnahme), f\u00fcr Schulen aus dem europ. Ausland (nur im DBU-Themenfeld), f\u00fcr Einrichtungen der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung. Die Verb\u00fcnde wurden von Schulen mit Projekterfahrung angef\u00fchrt, die ihr Know-how an Neueinsteiger weitergeben. Diese federf\u00fchrenden Schulen leiteten und koordinierten Aktivit\u00e4ten innerhalb ihrer Verb\u00fcnde.<br \/>\nDie gef\u00f6rderten Schulen erhielten finanzielle und fachlich-koordinierende Unterst\u00fctzung. Die Schulteams wurden durch die Veranstalter intensiv betreut und beraten &#8211; u. a. bzgl. der Bereitstellung p\u00e4dagogischer Materialien, der Hilfe bei der Kontaktherstellung zu externen Partnern oder der Beratung bei der Erstellung von Arbeitspl\u00e4nen und Berichten. Veranstaltungen wie Kickoff-Meetings und Erfahrungsaustausch-Treffen trugen zur Fortbildung der Lehrkr\u00e4fte, zur Qualit\u00e4tssicherung und Vernetzung der Aktivit\u00e4ten bei.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>67 Schulprojekte konnten im August 2007 ihre Arbeiten im Rahmen von denkmal aktiv aufnehmen. Die Umsetzung erfolgte wie geplant. Nach den vorliegenden Ergebnissen kann das F\u00f6rderjahr zusammenfassend als sehr erfolgreich bewertet werden. Wichtige Ergebnisse im Einzelnen:<br \/>\n\tDie Konstruktion der Schulaktion (F\u00f6rderung, projekt\u00fcbergreifender Erfahrungsaustausch, Kooperation mit fachlichen Partnern vor Ort, zentrale Betreuung bei DSD\/SC) hat sich bew\u00e4hrt.<br \/>\n\tDas Tandem-Modell mit Schulteam und fachlichem Betreuer vor Ort war weit \u00fcberwiegend erfolgreich. Die Schulteams konnten vom Know-how \/ von den Erfahrungen ihrer Betreuer profitieren. Die Zusammenarbeit verlief in aller Regel konstruktiv und in gutem Klima.<br \/>\n\tDas f\u00fcr Schulen nach wie vor i. W. unerschlossene Thema Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz konnte Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fcler f\u00fcr einen Zeitraum von einem Schuljahr motivieren und binden.<br \/>\n\tDie denkmal aktiv-Projekte haben gezeigt, dass die Umsetzung in der normalen schulischen Praxis in der Regel erfolgreich m\u00f6glich ist &#8211; abh\u00e4ngig von den Gegebenheiten vor Ort (Spielr\u00e4ume bzgl. der geltenden Lehrpl\u00e4ne, Arbeit als Ganztagsschule, Vollzeit- bzw. Teilzeit-Schule, F\u00e4cherabdeckung).<br \/>\n\tWichtiges Merkmal vieler Projekte ist ein \u00fcberdurchschnittliches Engagement der Teams sowie ein hohes Ma\u00df an Eigenst\u00e4ndigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fcler.<br \/>\n\tDie Verkn\u00fcpfung mit den Ganztagsschulaktivit\u00e4ten bew\u00e4hrt sich. Interessant ist, dass auch Schulen, die (bisher) keinen Ganztagsschulstatus tragen, sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.<br \/>\n\tDie Einrichtung von Themenbereichen mit Partnern, die diese Segmente fachlich und finanziell unterst\u00fctzen, hat sich als Erfolg erwiesen. DBU, Henkel und Hypo Real Estate Stiftung bewerteten die Umsetzung der Schulaktion sowie deren Ergebnisse\/erzielte Wirkungen durchweg positiv.<br \/>\n\t34 Projekte haben sich mit Aspekten aus dem Themenfeld Naturschutz und Denkmalschutz als Wege zur Erhaltung gestalteter und gebauter Umwelt besch\u00e4ftigt. Das Angebot des Themenfel-des\/das Engagement der DBU werten wir u. a. aufgrund folgender Aspekte als gro\u00dfen Erfolg: Resonanz auf die Ausschreibung; Beitrag zur Auseinandersetzung mit einer Gesamtschau von Naturschutz und Denkmalschutz; Nachhaltigkeit des Engagements der Schulen und Partner; Schub in Richtung Umweltbildung. Die \u00fcberwiegende Anzahl der Teams verfolgte einen interdisziplin\u00e4ren Ansatz, in dem naturwissenschaftliche sowie geisteswissenschaftliche und k\u00fcnstlerische F\u00e4cher vertreten waren.<br \/>\n\tIm Schuljahr 2007\/8 konnten weitere Schritte in Richtung Lehrerfortbildung unternommen werden, u. a. fanden Veranstaltungen im Bildungszentrum Kloster Roggenburg, in der Evangelischen Akademie in Tutzing, dem P\u00e4dagogisch-Theologischen Institut Neudietendorf und im RPZ Aurich statt.<br \/>\n\tIm Zuge der Arbeiten ist ein einzigartiger Pool an erprobten Konzepten f\u00fcr die Integration des Themas Denkmalschutz\/Kulturerbe in den Schulalltag entstanden, der allgemein genutzt werden kann.<br \/>\n\tAn weiteren Schulen konnten Strukturen (z. B. Aufnahme Denkmalschutz in Schulprogramm) aufgebaut werden, die in den kommenden Jahren im Sinne von Kontinuit\u00e4t wirksam werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIn der Bewertung der Schulteams gab es auch Aspekte, die als problematisch eingesch\u00e4tzt wurden (z. B. hohe zeitliche Belastung der beteiligten Lehrkr\u00e4fte, Schwierigkeiten bei der Bewertung von Sch\u00fc-lerlei-stungen). Die positiven Aspekte in der Bewertung der Projektarbeit \u00fcberwogen jedoch in aller Regel.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die engere Schul\u00f6ffentlichkeit hinaus konnten Ergebnisse der denkmal aktiv-Arbeit bekannt ge-macht werden. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen von Tagen der offenen T\u00fcr oder am Tag des offenen Denkmals haben die Schulteams weitere Formate entwickelt und umgesetzt:<br \/>\n\tIm Berichtszeitraum ist eine Vielzahl von Meldungen \u00fcber die Schulaktion denkmal aktiv erschienen, insbesondere \u00fcber die \u00f6rtliche Tagespresse.<br \/>\n\tDie Schulaktion\/einzelne denkmal aktiv-Projekte wurden auf Messen und weiteren Veranstaltungen pr\u00e4sentiert, u.a. Woche der Umwelt in Berlin, Kongress KINDER ZUM OLYMP, Mitgliederversammlung UNESCO-Welterbest\u00e4tten Deutschland e. V.\/Zeche Zollverein, Jahrestagung The Delta Kappa Gamma International\/Friedrichsdorf, Expo der Vielfalt\/Bonn, Veranstaltung in Bonn im Rahmen der Aktionstage 2008 &#8211; Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Zusammenhang mit dem Schulprogramm denkmal aktiv gestellten Aufgaben konnten durchweg erfolgreich bew\u00e4ltigt werden. In der F\u00f6rderphase 2007\/8 konnte ein weiterer Schritt auf dem Weg der weiteren Verbreitung der erprobten Unterrichtskonzepte\/ -materialien erfolgen. Als hilfreich f\u00fcr die angestrebte Ausweitung und Verstetigung bewerten wir die anhaltenden Bestrebungen der Bildungs-\/ Kultusministerien zur Neuordnung der Lehr- bzw. Bildungspl\u00e4ne, zur Einf\u00fchrung des Ganztags sowie qualifizierte Diskussionen zum projektorientierten Unterricht, usw. denkmal aktiv ist hier eindeutig auf dem richtigen Weg. In den kommenden Jahren sind jedoch weitere Anstrengungen erforderlich, um das Ziel einer dauerhaften Verankerung des Themas in m\u00f6glichst vielen Schulen erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Schulprogramms denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2007\/2008 ist der weitere Ausbau des Netzwerkes von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in das schulische Geschehen integrieren. 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