{"id":24560,"date":"2023-07-14T10:34:36","date_gmt":"2023-07-14T08:34:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25328-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:38","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:38","slug":"25328-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25328-01\/","title":{"rendered":"Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der internationalen Geopark Konferenz TERRA.vita 2008"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist die erfolgreiche Ausrichtung der 3. Internationalen UNESCO Geopark-Tagung mit m\u00f6glichst vielen dauerhaften positiven Nebeneffekten f\u00fcr die Naturparkregion selber, aber auch f\u00fcr die anderen Geoparks national und global. Die Tagung soll den Anspruch erf\u00fcllen, die Geoparks ihrem Ziel, weltweit das geologische Erbe zu bewahren und den Menschen seine Bedeutung zu vermitteln, n\u00e4her zu bringen. Der wirtschaftliche Nutzen, den die Regionen \u00fcber den Geotourismus von den Parks erwarten k\u00f6nnen, ist ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt. Im Rahmen der Tagung werden neue Parks in das weltweite Netzwerk aufgenommen, Bewerbungen gesichtet und gemeinsame Projektideen diskutiert. Auch die Kontakte zu Partnerorganisationen mit fachlichen Ber\u00fchrungspunkten werden gepflegt und neue Kontakte aufgebaut.<br \/>\nDa anl\u00e4sslich der 3. IGeoC Osnabr\u00fcck kommunikative Aspekte im Mittelpunkt stehen, wird dieses Thema auch den gesamten Rahmen der Veranstaltung pr\u00e4gen. Anders als bei den Vorg\u00e4ngerkonferenzen in Peking und Belfast bietet der Veranstaltungsort Osnabr\u00fcck die Chance durch die zentrale Lage mitten in einem Natur- und Geopark auch die Menschen der Region anzusprechen und mit zu nehmen. Mit zahlreichen Veranstaltungen soll die Tagung auch Laien an die Thematik heranf\u00fchren und die Geopark-Idee einem breiten Publikum zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsschritte<br \/>\n1.\t01.01.07-30.06.07 Projektvorbereitung: Antragstellung, Einrichtung der Konferenz-Website, Grobabstimmung mit Kooperationspartnern, Grobplanung<br \/>\n2.\t01.07.07-31.12.07 Einwerbung der Fachbeitr\u00e4ge, weitere Abstimmung mit Kooperationspartnern, Konzeption und Vorbereitung der Begleitprojekte<br \/>\n3.\t01.01.08-30.04.08 Feinabstimmung mit allen Kooperationspartnern, Auswahl und Zusammenstellung der Fachbeitr\u00e4ge der Tagung, Erstellung des Tagungsbandes, abschlie\u00dfende Vorbereitung der Begleitprojekte, Buchungsabwicklung<br \/>\n4.\t01.05.08-30.06.08 Projektumsetzung: Umsetzung der einf\u00fchrenden Begleitprojekte (Vortragsreihen, Ausstellungsprogramm), Einrichtung der Global Geoparks Fair, Durchf\u00fchrung der Tagung<br \/>\n5.\t01.07.08-30.11.08 Abrechnung, Erstellung des Abschlussberichtes, Evaluation<\/p>\n<p>Neben der klassischen Durchf\u00fchrung einer Tagung mit den \u00fcblichen Schritten stehen bei diesem Projekt die Methoden der \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Mittelpunkt. Dem Konferenzthema Kommunikation entsprechend, soll ein Rahmenprogramm die B\u00fcrger der Region Osnabr\u00fcck m\u00f6glichst intensiv mit einbeziehen. \u00dcber Vortr\u00e4ge, spezielle Jugendangebote und Ausstellungen wird ein besonders gro\u00dfer Personenkreis angesprochen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Vergleich zu den Vorg\u00e4ngerkonferenzen in Peking und Belfast erzielte die 3. IGeoC nochmals eine gesteigerte internationale Repr\u00e4sentanz. Ca. 350 Teilnehmer aus 37 Nationen stehen f\u00fcr eine erfolgreiche Veranstaltung, die in ihrer Internationalit\u00e4t in der Region Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt hat. <\/p>\n<p>Die Auswertung der eingegangen \u00fcber 160 Abstracts best\u00e4tigt, dass das Kernthema der Konferenz die Interessenlage der Teilnehmer getroffen hat. 40 Beitr\u00e4ge lieferten beispielhafte Kommunikationsans\u00e4tze. Das weltweite Interesse an der Geoparkidee belegten 46 Vorstellungen so genannter neuer und aspiring Geoparks. Auff\u00e4llige Schwerpunkte der Verbreitung werden vor allem in Asien und Europa deutlich.<\/p>\n<p>Zwei Keynote Talks von kompetenten Referenten (Klaus Liedtke, Chefredakteur National Geographic Deutschland und Prof. Ross Dowling, Australien) best\u00e4tigten sowohl aus der Sicht eines Medienkenners als auch eines Fachmannes f\u00fcr globalen \u00d6kotourismus gl\u00e4nzende Perspektiven f\u00fcr die Entwicklung Globaler Geoparks unter dem dach der UNESCO.  <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Konferenz wurden 10 neue Globale Geoparks in das weltweite Netzwerk aufgenommen. Damit finden sich jetzt \u00fcber 50 Geoparks in Europa, Asien, Australien und Amerika.<\/p>\n<p>In der einstimmig verabschiedeten Osnabr\u00fcck Declaration werden die zentralen Aufgaben der Geoparks betont und die kommunikativen Potentiale untermauert, verbunden mit dem Appell diese Chancen in der t\u00e4glichen Praxis zu nutzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit wurde eine intensive Pressearbeit betrieben.<br \/>\nBeispiele f\u00fcr begleitende Projektbausteine, die der \u00d6ffentlichkeitsarbeit dienen:<br \/>\n1.\tPopul\u00e4re Vortr\u00e4ge zum Thema Planet Erde<br \/>\nIm Jahr 2008 wurden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Osnabr\u00fcck, den Organisatoren des Deutschen Katholikentages in Osnabr\u00fcck und vielen regionalen Akteuren \u00fcber 50 Vortr\u00e4ge, Seminare, Workshops Exkursionen organisiert und \u00fcber einen eigenen Veranstaltungskalender kommuniziert. Das Oberthema bediente die Kommunikationslinie des von der UNO ausgerufenen Internationalen Jahres des Planeten Erde.<\/p>\n<p>2.\tAusstellung der Globalen Geoparks (1st Global Geoparks Fair)<br \/>\nAuf dem historischen Marktplatz der Stadt Osnabr\u00fcck erhielten Besucher und Einheimische die M\u00f6glichkeit sich \u00fcber 50 der weltweiten Geoparks in einer ungezwungenen Atmosph\u00e4re zu informieren. Dies geschah in einem einheitlichen, ansprechenden und informativen Erscheinungsbild. Zus\u00e4tzliche Attraktivit\u00e4t erhielt die Veranstaltung durch ein musikalisches und kulturelles Beiprogramm. Die Ausstellung fand am Wochenende vor der Konferenz am 21. und 22. Juni 2008 statt. <\/p>\n<p>3.\tDie R\u00fcckkehr der Urzeitgiganten<br \/>\nIn Abstimmung mit einzelnen Kommunen im Naturpark wurde durch den Einzug von 15 naturgetreuen Sauriermodellen in die Region eine besondere Attraktion insbesondere f\u00fcr j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge geschaffen. Die Modelle wurden \u00fcber 4 Wochen im Vorlauf zur Konferenz pr\u00e4sentiert. Zur Orientierung und zeitlichen Einordnung wurde ein Routenflyer mit Hintergrundinformationen und Standortangaben entwickelt.<br \/>\nDas didaktische Konzept wurde in Verbindung mit einem Preisausschreiben von TERRA.vita entwickelt. <\/p>\n<p>4.\tKinderCampus<br \/>\nDas erfolgreiche und von der Fachhochschule Osnabr\u00fcck etablierte Konzept, bot im Jahr 2008 einen Schwerpunkt zum Thema Planet Erde an.<\/p>\n<p>5.\tRelaunch des geologischen Lehrpfads H\u00fcggel<br \/>\nZwei Wochen vor Konferenzbeginn wurde der neue geologische Pfad in Hasbergen der \u00d6ffentlichkeit<br \/>\npr\u00e4sentiert (nicht Gegenstand der Projektf\u00f6rderung).<\/p>\n<p>6.\tEr\u00f6ffnung TERRA.vision<br \/>\nAm Wochenende vor der Konferenz wurde das neue Infocenter des Naturparks TERRA.vision mit dem Titel Versunkene \u00d6kosysteme er\u00f6ffnet (eigenes F\u00f6rderprojekt).<\/p>\n<p>7.\tMeet your Geopark<br \/>\nParallel zu Konferenz wurde das Jugendcamp (eigenes F\u00f6rderprojekt) durch TERRA.vita organisiert. Jugendliche aus europ\u00e4ischen Geoparks entwickelten ihre sicht \u00fcber ihren jeweiligen Park und pr\u00e4sentierten ihre Vorstellungen im Rahmen der Konferenz <\/p>\n<p>Die genannten Kommunikationsaktivit\u00e4ten wurden dramaturgisch zum Konferenzbeginn systematisch verdichtet.<\/p>\n<p>Im Kontext zum Schwerpunktthema Kommunikation wurden offensive und popul\u00e4re Wege zur Verrmittlung geowissenschaftlicher Themen und Erkenntnisse beschritten. Dies erscheint gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um den Klimawandel ein besonders wichtiger Ansatz zu sein. Eine neue Zielstellung f\u00fcr eine Tagung dieser Art ist die Einbeziehung der \u00d6ffentlichkeit am Tagungsort Osnabr\u00fcck.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Gesamtveranstaltung (Vor- und Begleitprogramm und Konferenz) wurden durch die Teilnehmer als Erfolg gewertet. Im Abschlussstatement stellte der Ausrichter der Konferenz 2010 (Lankawi Island, Ma-laysia) fest, das die Veranstalter ein absolutes Benchmark gesetzt haben und bezog dies ausdr\u00fccklich auf den gelungen Outreach Ansatz. Ein Zitat  aus dem G\u00e4stebuch best\u00e4tigt dies:  \u0085.The Geopark Fair was sensational and lifted the bar for future conferences\u0085..  <\/p>\n<p>Die globale Geoparkcommunity und die gro\u00dfe Anzahl von interessierten aspiring Geoparkvertretern lobten die inspirierende Konferenzatmosph\u00e4re. <\/p>\n<p>F\u00fcr TERRA.vita als Ausrichter wurde der erstrebte h\u00f6here Bekanntheitsgrad auch in der Region durch das umfangreiche Angebot, die gro\u00dfe Medienpr\u00e4senz und die gro\u00dfe Beteiligung der Bev\u00f6lkerung er-reicht.<\/p>\n<p>Die Geoparks wurden als lohnende und attraktive Erholungsgebiete pr\u00e4sentiert, in denen ein vielf\u00e4ltiges und nachhaltiges Angebot vorgehalten wird und in denen insbesondere die Evolution der Erde und die st\u00e4ndigen auch klimatischen Wechsel nachvollziehbar erlebt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes ist die erfolgreiche Ausrichtung der 3. 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