{"id":24537,"date":"2025-06-25T10:32:25","date_gmt":"2025-06-25T08:32:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25251-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:27","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:27","slug":"25251-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25251-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung in Lehre und Praxis des Ern\u00e4hrungs- und Verpflegungsbereichs durch Kooperation von Hochschule, Berufsschule und Modellbetrieben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung ist als st\u00e4ndiger, lebenslanger Lern- und Sozialisierungsprozess zu verstehen. Ihr Ziel ist die am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Ver\u00e4nderung von Verhaltensweisen im privaten und beruflichen Alltag. Gerade im beruflichen Alltag kann diese Verhaltens\u00e4nderung nur dann gelingen, wenn die Nachhaltigkeitskompetenz des gesamten Settings gesteigert werden kann. <\/p>\n<p>Im Projekt soll die Nachhaltigkeitskompetenz von wichtigen Akteuren im Bereich der Au\u00dfer-Haus- und Gemeinschaftsverpflegung gest\u00e4rkt werden. Dazu soll ein differenziertes Angebot entwickelt werden, dass von der betrieblichen Erstausbildung bis zum betrieblichen Alltag reicht und zus\u00e4tzlich Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben sowie die Lehrkr\u00e4fte an berufsbildenden Schulen einbezieht.<br \/>\nF\u00fcr die erfolgreiche (= nachhaltige) Arbeit in einem Projekt und den sp\u00e4teren Transfer der Ergebnisse ist es wichtig, sich Ziele in den drei Qualit\u00e4tsdimensionen Produkt-, Prozess- und Ergebnisqualit\u00e4t zu stecken. <\/p>\n<p>Folgende Produkte sollen erarbeitet werden:<br \/>\n&#8211;\tZielgruppen orientierte Lernmaterialien f\u00fcr den Einsatz an Schulen, in der betrieblichen Ausbildung<br \/>\n    und an Hochschulen (Lehrerbildung und weitere Studieng\u00e4nge);<br \/>\n&#8211;\tLeitf\u00e4den und Best Practice-Beispiele f\u00fcr die betriebliche Praxis;<br \/>\n&#8211;\tModulbaukasten f\u00fcr die berufliche Weiterbildung;<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichungen in relevanten Fachorganen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen erfolgreichen Einsatz dieser Produkte muss das Thema Nachhaltigkeit in bestehende Arbeitsprozesse integriert werden. Auf der Prozessebene sollen daher die folgenden Leistungen erbracht werden:<br \/>\n&#8211;\tmodellhafte Integration von Nachhaltigkeitsthemen in einigen Modellschulen und Erarbeitung von Transferempfehlungen;<br \/>\n&#8211;\tmodellhafte Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Ausbildung von angehenden Lehrkr\u00e4ften  sowie Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften der Gemeinschaftsverpflegung an den beteiligten Hochschulen und anschlie\u00dfende Erarbeitung von Transferempfehlungen;<br \/>\n&#8211;\tRealisierung von Modellprojekten mit Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend und nach der Phase der modellhaften Einf\u00fchrung ist es notwendig, die gewonnenen Erkenntnisse in dauerhafte Strukturen zu \u00fcberf\u00fchren. Ziel des Projektes ist es,<br \/>\n&#8211;\tAnregungen f\u00fcr die Einbindung des Themas in Curricula und Studieng\u00e4nge zu geben;<br \/>\n&#8211;\tfeste Arbeitsgruppen (Erfahrungsaustausch) zwischen den Akteuren zu etablieren und<br \/>\n&#8211;\tdie Weiterbildungsangebote der einschl\u00e4gigen Berufsverb\u00e4nde um eine systematische Ber\u00fccksichtigung der Nachhaltigkeitsthematik zu erweitern;<br \/>\n&#8211;\tdie Projektergebnisse in bereits bestehende Informationsdrehscheiben einzupflegen;<br \/>\n&#8211;\tin Fachzeitschriften und Informationsforen \u00fcber die Projektergebnisse zu berichten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenStartphase: analysieren, b\u00fcndeln, sortieren &#8211; weiterentwickeln, neu entwickeln &#8211;<br \/>\nAkteure vernetzen und integrieren<br \/>\nIn dieser Phase geht es um die Durchf\u00fchrung einer Bestandsanalyse zum Themengebiet Nachhaltige Ern\u00e4hrung in der beruflichen Bildung, bezogen auf den Ern\u00e4hrungs- und Verpflegungsbereich. Der Stand der aktuellen wissenschaftlichen Debatte im Themenfeld und die Anforderungen aus den schulischen Rahmenlehrpl\u00e4nen und den betrieblichen Ausbildungsverordnungen werden aufbereitet.<br \/>\nIn der Situationsanalyse werden pers\u00f6nliche Interviews mit den Kooperationspartnern gef\u00fchrt, um weitere Erkenntnisse aus der beruflichen und schulischen Sicht zu gewinnen.<br \/>\nDurch den ersten Expertenworkshop sollen die Kooperationspartner vernetzt werden. Aus den Analysen der Ist-Situationen l\u00e4sst sich abschlie\u00dfend ein Arbeitspaket f\u00fcr die jeweilige Institution entwickeln. Projektziele  auf der analytischen und konzeptionellen Ebene werden konkretisiert.<br \/>\nGemeinsam mit den Partnern des Netzwerks aus Hochschulen, Berufskollegs und au\u00dferbetriebliche Ausbildungsst\u00e4tten werden konkrete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die erste Implementierungsphase geplant.<br \/>\nZur Verbreitung des Projekts in der \u00d6ffentlichkeit sind weitere Schritte, z. B. Vorstellungen auf Fachveranstaltungen sowie ein Internetauftritt etc. angestrebt.<\/p>\n<p>1. Implementierungsphase: weiterentwickeln, neu entwickeln &#8211; Akteure vernetzen<br \/>\nund integrieren &#8211; erproben, evaluieren<br \/>\nIn dieser Phase werden die geplanten Ma\u00dfnahmen in den Hochschulen, Berufskollegs und \u00fcberbetrieblichen Ausbildungsst\u00e4tten konzipiert und umgesetzt.<br \/>\nErste Ergebnisse dieser Phase werden in Form von Fachvortr\u00e4gen und Publikationen in Fachorganen vorgestellt.<\/p>\n<p>2. Implementierungsphase: erproben, evaluieren<br \/>\nIn dieser Phase steht die Zusammenarbeit mit weiteren Betrieben, aber auch mit den Berufskollegs im Vordergrund. Nach einer Vorbereitungsphase sollen Konzepte f\u00fcr Lernortkooperationen mit Schulen und Hochschulen entwickelt und getestet werden. Eine kontinuierliche Selbstevaluation begleitet diese Phase und durch einen Expertenworkshop wird sie abgeschlossen. <\/p>\n<p>Transferphase: optimieren, standardisieren &#8211; publizieren, multiplizieren<br \/>\nHier werden die Projektergebnisse bzw. die entwickelten Unterrichts- und Ausbildungsmaterialien in die bestehenden Kooperationsbeziehungen verankert. Dar\u00fcber hinaus soll durch die Entwicklung von Weiterbildungs- und Informationsangeboten der Transfer auf weitere Praxispartner bewirkt werden.<\/p>\n<p>Bewertung des Projekts und Transferempfehlungen: publizieren, multiplizieren<br \/>\nDie Ergebnisse des gesamten Projekts werden auf einer Abschlusstagung zur Diskussion gestellt. Im Mittelpunkt dieser Tagung soll die Frage stehen, wie die erarbeiteten Ergebnisse nach Ablauf des Projekts in die Praxis eingebracht werden k\u00f6nnen und welche Institutionen als Transferpartner geeignet sind. Die Projektergebnisse werden dokumentiert und als Arbeitsmappe \u00fcber einen Verlag ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts wurden zahlreiche Aktionen und Projekte entwickelt und implementiert:<br \/>\n&#8211;\tIst-Analyse Nachhaltigkeit im Ern\u00e4hrungs- und Verpflegungsbereich<br \/>\n&#8211;\tB\u00fcndelung von Materialien und Best Practice-Beispielen<br \/>\n&#8211;\tKonkretisierung der Nachhaltigkeitsthemen durch Leitthemen<br \/>\n&#8211;\tAnpassung der Leitthemen an die Bildungsg\u00e4nge und Lernfelder der beruflichen Bildung, Berufsfeld  Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft<br \/>\n&#8211;\tErfassung der Bedarfssituation der Kooperationspartner durch konkrete Themenstellungen<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung und Erprobung von Unterrichts- und Ausbildungsmaterialien (Themenausschnitt: Der \u00f6kologische Rucksack, Fr\u00fchst\u00fcck nachhaltig gestalten, Klimaverbesserung durch Fleischreduzierung, Esskulturen), Weiterbildungsangeboten  und wissenschaftlichen Untersuchungen<br \/>\n&#8211; Planung und Durchf\u00fchrung von Workshops f\u00fcr Auszubildende:<br \/>\nEinsparung von Ressourcen bei der Nahrungszubereitung<br \/>\nFood global=regional? Wissenswertes zur nachhaltigen Pizza<br \/>\n&#8211; Umsetzung einer Lernortkooperation zum Thema Finger Food, Verkn\u00fcpfung der Lernorte Schule und Betrieb<br \/>\n&#8211; Einbindung in modellhafte Seminare, z. B. Berufs- und Arbeitsp\u00e4dagogik, Modul B16\/Projekt, Fachdidaktik II, Qualit\u00e4ts- und Nachhaltigkeitsmanagement<br \/>\n&#8211; F\u00f6rderung und Verzahnung der Zusammenarbeit durch f\u00e4cher- und institutions\u00fcbergreifende Seminare, Workshops und Fachveranstaltungen<br \/>\n&#8211; Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung 2008\/2009<br \/>\n&#8211; Auszeichnung des Workshops Food global=regional? Wissenswertes zur nachhaltigen Pizza f\u00fcr Auszubildende im Rahmen NRW denkt nach(haltig), 2008<br \/>\n&#8211; Aufbereitung der entwickelten und erprobten Materialien in Form einer Buchver\u00f6ffentlichung.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts konnten nicht alle Ziele gleicherma\u00dfen umgesetzt werden. Die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen auf betrieblicher Ebene erwies sich aufgrund unterschiedlicher Faktoren als schwierig, z.B. starke wirtschaftliche Orientierung, Zeitknappheit, Anpassung der Inhalte der Ausbildung mit den allt\u00e4glichen Anforderungen eines Dienstleistungsbetriebes. Dennoch ist es im Projekt gelungen, vor allem Betriebe hauswirtschaftlicher Einrichtungen f\u00fcr Nachhaltigkeitsthemen zu begeistern. Einzelne Aktionen wurden durchgef\u00fchrt, z.B. Labyrinth der Labels, Umgang mit Reinigungsmitteln unter Umweltaspekten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durchf\u00fchrung von Fachveranstaltungen und Expertenworkshops, umfangreiche Vortragst\u00e4tigkeiten in unterschiedlichen Fachorganen, Publikationen, Ver\u00f6ffentlichung von Artikeln in Fachzeitschriften sowie die Einrichtung eines Internetauftritts zum Projekt.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden alle Aktivit\u00e4ten und Ma\u00dfnahmen im Bereich der \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\n  aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationen und Vortr\u00e4ge<br \/>\nPlanung und Durchf\u00fchrung themenspezifischer Weiterbildungsangebote f\u00fcr die Partner:<br \/>\n&#8211;\t08.02.2008 &#8211; Workshop: Nachhaltiges Schulbistro, M\u00fcnster<br \/>\n&#8211;\t15.02.2008 &#8211; Projekttreffen: Bio in der Gro\u00dfk\u00fcche, Osnabr\u00fcck<br \/>\n&#8211;\t18.04.2008 &#8211; Workshop: Ern\u00e4hrung und Bewegung, M\u00fcnster<br \/>\n&#8211;\t24.09.2009 &#8211; Projekttreffen im Rahmen der dgh-Tagung Nachhaltig leben und arbeiten: Forum 1: Nachhaltigkeit als Thema der beruflichen Bildung im Berufsfeld Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft, M\u00fcnster<br \/>\n&#8211;\t11.02.2010 &#8211; Fach- und Abschlussveranstaltung im ZUK, Osnabr\u00fcck  <\/p>\n<p>Vortr\u00e4ge \u00fcber das Projekt hinaus:<br \/>\n&#8211;\tFachveranstaltung im Rahmen des Seminars: Berufs- und Arbeitsp\u00e4dagogik, WS 07; 08; 09<br \/>\n&#8211;\t16.-17.11.2007: dgh-Fachtagung: Chancengerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung, Bonn<br \/>\n&#8211;\t22.-23.02.2008: Habifo e.V.: Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung &#8211; Auftrag, Anspruch und Angebote f\u00fcr den haushaltsbezogenen Unterricht<br \/>\n&#8211;\t29.06.-04.07.2008: 14. Internationale Sommerakademie der DBU: Kindheit und Jugend im Wandel! Umweltbildung im Wandel?, St. Marienthal<br \/>\n&#8211;\t24.09.2008: Management nachhaltiger Schulverpflegung, WABE-Zentrum, Osnabr\u00fcck<br \/>\n&#8211;\t22.10.2008: Landesverbandstagung Hessen\/Rheinland-Pfalz\/Saarland, Bundesverband Hauswirtschaft, Frankfurt<br \/>\n&#8211;\t24.-25.10.2008: Der Verbrauch(er) im Spannungsfeld Hauswirtschaft, Junges Forum dgh, M\u00fcnster<br \/>\n&#8211;\t23.09.2009: Nachhaltige Verpflegung in Schule und Ausbildung, 4. Tagung Schulverpflegung, Aktuelle Fragen der Schulverpflegung, WABE-Zentrum, Osnabr\u00fcck <\/p>\n<p>Ausstellungen von Plakaten und Infost\u00e4nde:<br \/>\n&#8211;\t29.11.2007: Fachkongress \u00dcber den Tellerrand, MUNLV D\u00fcsseldorf<br \/>\n&#8211;\t05.03.2008: International Conference Organic-Food in Catering, Czech Republik<br \/>\n&#8211;\t18.-20.06.2008:, IFOAM Organic World Congress, Modena, Italien<br \/>\n&#8211;\t24.09.2008: Management nachhaltiger Schulverpflegung, WABE-Zentrum, Osnabr\u00fcck<br \/>\n&#8211;\t23.09.2009: 4. Tagung Schulverpflegung. Aktuelle Fragen der Schulverpflegung, WABE-Zentrum, Osnabr\u00fcck<br \/>\n&#8211;\t24.-25.09.2009: dgh Fachtagung Nachhaltig leben und arbeiten, M\u00fcnster<br \/>\n&#8211;\t17.-20.02.10: Biofach, N\u00fcrnberg<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen:<br \/>\nMeldungen in der regionalen Presse (WN, MZ etc.):<br \/>\n&#8211;\t\u00dcber unterschiedliche Aktionen und Projekte wurde in der Presse berichtet (Einzelnachweise<br \/>\nsiehe Zwischenberichte 1-4)<\/p>\n<p>   Artikel in Fachzeitschriften:<br \/>\n&#8211;\t\u00d6kologisches Essen auch in Mensa und Kantine. In: Infodienst Berufsverband Hauswirtschaft, Heft 5, Oktober 2007, S. 23<br \/>\n&#8211;\tFachartikel zum Projekt. In: Hauswirtschaft und Wissenschaft (HuW) 4\/2007, S. 200-201<br \/>\n&#8211;\tNachhaltige F\u00f6rderung. In: GVmanager 9\/2007, S. 32<br \/>\n&#8211;\tAuszeichnung: UN-Dekade. In: HuW 4\/2008, S. 190<br \/>\n&#8211;\tVer\u00e4nderungen nachhaltig und erfolgreich umsetzen. In: Fachmagazin Schulverpflegung 1\/2009, S. 20-26<br \/>\n&#8211;\tFachartikel zum Projekt: Ans\u00e4tze und Erfahrungen aus zweij\u00e4hriger Forschungsarbeit. In: HuW 3\/2009, S. 137-141<br \/>\n&#8211;\tInhaltliche Mitgestaltung der Zeitschrift Haushalt &#038; Bildung, Heft 3\/2009<br \/>\nTitel der Beitr\u00e4ge:<br \/>\nNachhaltigkeit als Thema in Ausbildung und Unterricht &#8211; Konzepte und Erfahrungen<br \/>\nDidaktisch-methodische Anregungen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen in der beruflichen Bildung<br \/>\nNachhaltigkeit als Thema einer Lernortkooperation in der Hauswirtschaft<br \/>\nVer\u00e4nderungen nachhaltig und erfolgreich umsetzen &#8211; Werkzeuge des Projektmanagements f\u00fcr die Gestaltung des Schulbistros<br \/>\n&#8211;\tdgh-Jahrestagung: Nachhaltigkeit im Berufsfeld Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft. In: HuW 4\/2009, S. 162<br \/>\n&#8211;\tdgh-Jahrestagung: Ans\u00e4tze und Erfahrungen im Schulalltag eines Berufskollegs. In: HuW 4\/2009, S. 163-166<br \/>\n&#8211;\tNachhaltigkeit im Verpflegungsbereich. In: Ern\u00e4hrung im Fokus 04\/2010, S. 161<\/p>\n<p>Artikel in B\u00fcchern:<br \/>\n&#8211;\tN\u00f6lle, M. (2009): Nachhaltigkeit in Bildung und Praxis des Ern\u00e4hrungs- und Verpflegungsbereichs.<br \/>\nIn: Normann, K.v.\/Pesch, S.: Jahrbuch Junge Haushaltswissenschaft 2008, S. 57-68<br \/>\n&#8211;\tTeitscheid, P. (2009): Bildungskooperation zwischen Hochschule, Berufsschule und Modellbetrieben am Beispiel der Gemeinschaftsverpflegung. In: Brickwedde, F.\/Bittner, A.: Kindheit und Jugend im Wandel! Umweltbildung im Wandel?, Berlin: Erich Schmidt Verlag, S. 244-253<br \/>\n&#8211;\tBuchver\u00f6ffentlichung:<br \/>\n&#8211;\tN\u00f6lle, M.\/Schindler, H.\/Teitscheid, P. (2010): Nachhaltige Entwicklung im Berufsfeld Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft. Materialien f\u00fcr Unterricht und Ausbildung, Lernortkooperation und weitere Anregungen, Hamburg: Verlag Handwerk und Technik, Seitenanzahl: 240, inkl. CD mit Arbeitsmaterialien (Erscheinungstermin: Sept. 2010)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Erfahrungen der Arbeit im Projekt zeigen, dass es wichtig ist, auf bestehende Strukturen im Bereich der beruflichen Bildung zur\u00fcckzugreifen und diese auszubauen. Durch das heterogen ausgerichtete Kooperationsnetzwerk k\u00f6nnen die Kompetenzen der Partner (Hochschule-Schule-Betrieb) unterschiedlich eingesetzt und gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nZur dauerhaften Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die beruflichen Bildungsstrukturen sollten die Konzepte an die Erfordernisse der Lernorte und Alltagspraxis angepasst und damit verkn\u00fcpft werden. Konzeptionelle Ziele und Inhalte d\u00fcrfen hierbei die globale\/interkulturelle Orientierung nicht vernachl\u00e4ssigen. Zudem sollten diejenigen Bereiche in der Ausbildung und im Unterricht ausgew\u00e4hlt werden, die hinsichtlich der Nachhaltigkeit gesteuert werden k\u00f6nnen (z.B. Herkunft der LM, Menge, Zubereitungsweise etc.). Klar definierte Leitthemen helfen das komplexe Themenfeld der Nachhaltigkeit einzugrenzen.<br \/>\nNachhaltigkeit ist ein Thema, welches bei den Projektpartnern im Bereich der beruflichen Bildung auf gro\u00dfes Interesse st\u00f6\u00dft.<br \/>\nIn diesem Kooperationsprojekt wurden verschiedene Bildungstr\u00e4ger und Institutionen, Studierende, Lehrkr\u00e4fte sowie Partner aus der betrieblichen Praxis und weitere Multiplikatoren eng miteinander verzahnt. Hierdurch konnte ein Wissens- und Erfahrungsaustausch realisiert werden, was eine Verstetigung der Thematik in die Praxis erm\u00f6glichte.<br \/>\nMit der Aufbereitung der Materialien in Form der Buchver\u00f6ffentlichung, ist es dem Projekt gelungen, Akteuren aus der beruflichen Bildung handlungsorientierte Anregungen und Empfehlungen zur Gestaltung des Unterrichts und der Ausbildung an die Hand zu geben. Hierdurch kann eine langfristige Implementierung der Themen erm\u00f6glicht werden. <\/p>\n<p>Perspektiven und Transfer<\/p>\n<p>Die Verbreitung und die Implementierung der Ergebnisse und Erfahrungen ist ein wichtiges Anliegen im Projekt. Die interdisziplin\u00e4re Ausrichtung, durch das Ansprechen der Kooperationspartner mit unterschiedlichen Zielgruppen und Qualit\u00e4tsstufen, stellte eine besondere Herausforderung dar.<br \/>\nNachhaltigkeit kann im beruflichen Kontext langfristig nur verankert werden, wenn das Thema systematisch, theoretisch und handlungsorientiert aufbereitet und in die jeweiligen Curricula integriert wird.<br \/>\nEine Integration in die Ordnungsmittel kann nur \u00fcber die Bildungsebene, z.B. der Bundesarbeitsgemeinschaft der zust\u00e4ndigen Stellen f\u00fcr Hauswirtschaft, \u00fcber das Projekt hinaus erfolgen. Es sollte gepr\u00fcft werden, auf welcher Ebene in der Bildungsstruktur angesetzt  werden muss, um ein sinnvolles Konzept zu erarbeiten und somit eine hohe Multiplikationsebene zu erhalten. Hierbei m\u00fcssen Querschnittsthemen zur Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung f\u00fcr die gesamte Fachrichtung Ern\u00e4hrung und Hauswirtschaft und den angrenzenden Berufsfeldern definiert werden. <\/p>\n<p>Die zum Projektende publizierte Arbeitsmappe soll motivieren und unterst\u00fctzen, die Thematik in die didaktische Jahresplanung und Lernfeldkonzeption mit aufzunehmen und einen fachlichen Austausch in der Einrichtung und dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glichen. Hierbei m\u00fcssen Routinen am Arbeitsplatz durchbrochen, Kommunikationsprozesse innerhalb der Einrichtung realisiert und die Akteure, die die Themen transferieren m\u00fcssen, gezielt angesprochen werden. Die Lernenden, z. B. Sch\u00fcler\/-innen und Auszubildende erarbeiten eigenst\u00e4ndig Problemstellungen und erleben durch ihr eigenes Handeln kleine Erfolge. Sind die Inhalte der Materialien\/Themen nach \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und sozialen Aspekten gegliedert und nachvollziehbar, tragen die Lernerfahrungen und Umsetzungen dazu bei, dass sie zu Selbstl\u00e4ufern werden und etabliert sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung ist als st\u00e4ndiger, lebenslanger Lern- und Sozialisierungsprozess zu verstehen. Ihr Ziel ist die am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Ver\u00e4nderung von Verhaltensweisen im privaten und beruflichen Alltag. Gerade im beruflichen Alltag kann diese Verhaltens\u00e4nderung nur dann gelingen, wenn die Nachhaltigkeitskompetenz des gesamten Settings gesteigert werden kann. 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