{"id":24520,"date":"2023-07-13T15:26:07","date_gmt":"2023-07-13T13:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25215-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:08","slug":"25215-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25215-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Umweltinformationsprojektes Langer Tag der StadtNatur in Berlin 2007"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass der Antragsstellung ist die Ausrufung der Weltdekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014 durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen. Ziel unseres Projektes ist es, der Auffassung, dass die Stadt f\u00fcr Pflanzen und Tiere als Lebensraum ungeeignet ist, bzw. St\u00e4dte ausschlie\u00dflich als menschlicher Wohnraum mit intensiver Bebauung zu sehen sind, zu begegnen. Mit Hilfe der Veranstaltungen soll deutlich werden, dass die Stadtlandschaft bei entsprechender Gestaltung einer faszinierenden Flora und Fauna Lebensraum bietet, die letztlich auch f\u00fcr die Stadtbewohner von gro\u00dfem Nutzen ist. Der Lange Tag der StadtNatur soll in einer koordinierten Aktion die Aufmerksamkeit der Berliner\/innen f\u00fcr die Thematik Stadtnatur sensibilisieren, Wissen didaktisch vermitteln und M\u00f6glichkeiten zur autodidaktischen Aneignung anbieten. Zugleich soll neben den bereits aktiven Natursch\u00fctzer\/innen ein Kompetenznetzwerk unterschiedlichster Akteure durch ihre Mitwirkung am Langen Tag der Stadt-Natur entstehen. So k\u00f6nnen ehrenamtlich arbeitende Natursch\u00fctzer in ihrer Arbeit unterst\u00fctzt und gest\u00e4rkt wer-den.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Lange Tag der StadtNatur stellt bundesweit einen neuen Weg der Umweltkommunikation und des Wissensaustausches zwischen Institutionen, Gruppen und B\u00fcrger\/innen dar. Die von mehr als 150 Organisationen, Institutionen und Fachleuten angebotenen Veranstaltungen lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen: Stadtlandschaft als Lebensraum f\u00fcr Fauna und Flora; im Gr\u00fcnen wohnen; Stadtnatur zeigen und erkl\u00e4ren; StadtNatur als Standortvorteil; Anerkennung des Ehrenamtes im Naturschutz und Bildung neuer Akteurskonstellationen sowie Stadtnatur als Teil des Kulturerbes. Die Themen werden durch unterschiedlichste Angebote von z. B. der direkten didaktischen Vermittlung in Form von Vortr\u00e4gen, Lesungen oder F\u00fchrungen bis hin zur autodidaktischen Aneignungsformen spielerischen Lernens in den Umweltbildungseinrichtungen bzw. partizipativen Verfahren in Diskussionsrunden aufgegriffen.<br \/>\nIm Internet werden unter www.langertagderstadtnatur.de das gesamte Programm vorgestellt sowie weitere Informationen bereitgehalten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Lange Tag der StadtNatur 2007 war mit ca. 10.000 Besuchern\/innen sehr erfolgreich. Die Vielzahl an begeisterten Anrufen und Emails macht zudem deutlich, dass der Lange Tag der StadtNatur auch inhaltlich sehr gut angenommen wurde. Sowohl von den Akteuren als auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort wurde der Wunsch nach einer Weiterf\u00fchrung des Projektes ge\u00e4u\u00dfert. Sehr h\u00e4ufig wurde auch explizit das ausf\u00fchrliche Programmheft gelobt und betont, dass es wegen seiner vielen Zusatzinformationen \u00fcber Fl\u00e4chen, Akteure und Gebiete nicht weggeworfen, sondern als Nachschlagewerk genutzt werden wird. Eine direkt am Tag der Veranstaltung durchgef\u00fchrte Kurzumfrage an einzelnen Orten ergab, dass die Akteure als sehr kompetent wahrgenommen, die F\u00fchrungen als interessant eingestuft und die Atmosph\u00e4re als besonders gut beschrieben wurde. Moniert wurde eine zu geringe Werbung im Vorfeld der Veranstaltung. Hier zeigte sich deutlich, dass in einer Metropole wie Berlin eine fl\u00e4chende-ckende Werbung nur mit sehr hohem Mitteleinsatz realisiert werden kann. Von den insgesamt 411 angebotenen Einzelveranstaltungen war f\u00fcr 115 eine vorherige Voranmeldung erforderlich. Diese Veranstaltungen waren zu ca. 85% ausgebucht. Alle Angebote, die in der D\u00e4mmerung oder in der Nacht stattfanden, hatten eine so gro\u00dfe Nachfrage, dass auch mit Zusatzveranstaltungen nur ein Teil der Interessierten ber\u00fccksichtigt werden konnte. Sehr gro\u00dfes Interesse kam allen Veranstaltungen entgegen, die besondere Naturerlebnisse oder besondere Erkenntnisse versprachen (z. B. Veranstaltungen mit Tierbeobachtungen, F\u00fchrungen in sonst nicht zug\u00e4ngliche Naturschutzgebiete). Weniger gut angenommen wurden dagegen Angebote, in denen Naturerfahrungen eine untergeordnete Rolle spielten (Workshops, Powerpoint-Vortr\u00e4ge, Veranstaltungen in Innenr\u00e4umen mit Ausnahme der Filmangebote). Hieraus gilt es, R\u00fcckschl\u00fcsse auf das zuk\u00fcnftige Angebot zu ziehen und Umweltbildung m\u00f6glichst h\u00e4ufig mit Naturerleben zu koppeln. Als schwierig erwiesen sich der Verkauf der Tickets sowie die Ticketkontrolle, da viele Besucher\/innen ihr Ticket erst direkt beim Veranstaltungsort erwerben wollten. Dies lag zum einen daran, dass die gro\u00dfen Tageszeitungen erst direkt vor dem Beginn des Langen Tages der StadtNatur gr\u00f6\u00dfere Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlichten. Zum anderen muss davon ausgegangen werden, dass die wechselhafte Wetterlage an den Vortagen ein Hemmnis f\u00fcr einen fr\u00fchzeitigen Ticketerwerb darstellte. Beim Ticketverkauf vor Ort traten vor allem folgende Probleme auf: \u00dcberforderung von Veranstaltungsleitern durch Verkauf und Kontrolle, fehlendes Kontroll-\/Verkaufspersonal an Orten mit mehreren Zug\u00e4ngen, abweichende Auffassungen von einzelnen Akteuren bzgl. Kostenfreiheit. Um zuk\u00fcnftig h\u00f6here Ticketverkaufszahlen zu realisieren, sind konzeptionelle \u00c4nderungen in diesem Bereich bereits geplant, z. B. zentrale Anmeldung mit Angabe der Ticketnummer bei Veranstaltungen mit Teilnehmerbeschr\u00e4nkung, B\u00fcndelung von Einzelveranstaltungen sowie Ablehnung von Akteuren, die prinzipiell kostenlose Veranstaltungen durchf\u00fchren m\u00f6chten. Hervorzuheben ist auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Berliner Landesbeauftragten f\u00fcr Menschen mit Behinderung, der es zu verdanken ist, dass ein gro\u00dfer Teil der 400 Veranstaltungen von Menschen mit Behinderungen wahrgenommen werden konnte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Stiftung Naturschutz Berlin hat zusammen mit den vielen Akteuren und Partnern eine gro\u00dfe Bandbreite an Methoden der \u00d6ffentlichkeitsarbeit genutzt. Der Bogen spannte sich dabei von den klassischen Elementen der PR-Arbeit bis hin zu neuen Formen der Veranstaltungskommunikation:<br \/>\nPlakate in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen (auch 100 Gro\u00dffl\u00e4chen) im gesamten Stadtgebiet, Programmheft in ei-ner Auflage von 100.000 Exemplaren, Postkarten in einer Auflage von mehr als 200.000 Exemplaren (professionelle Verteilung in Caf\u00e9s, Restaurants etc.), Herausgabe von Pressemitteilungen, Durchf\u00fchrung von zwei Pressekonferenzen, Zusammenarbeit mit Medienpartnern im Bereich TV und Radio, Werbung im U-Bahn-Fernsehen, Ver\u00f6ffentlichung im eigenen monatlichen Newsletter sowie \u00fcber viele Akteure etc. Als hilfreich hat sich dabei f\u00fcr Berlin erwiesen, dass die SNB sich f\u00fcr eine sog. Teaser-Kampagne entschieden hat, die die Aufmerksamkeit des werbe\u00fcberfluteten Berliner Publikums auf die Veranstaltung lenkte (Galkenr\u00e4tsel &#8211; Poster etc.)<br \/>\nN\u00e4heres dazu unter: www.langertagderstadtnatur.de<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Lange Tag der StadtNatur wurde von den Berlinern sehr gut angenommen. Es ist mit diesem Projekt gelungen, wichtiges Umweltwissen \u00fcber Artenvielfalt und Stadtnatur zu vermitteln, die vielen Akteure des Umwelt- und Naturschutzes sowie die Umweltbildungseinrichtungen einem gr\u00f6\u00dferen Publikum vorzustel-len und Politikern sowie den Medien die Vorteile und Notwendigkeiten einer vielf\u00e4ltigen Stadtnatur in an-schaulicher und spannender Form zu verdeutlichen. Erste Anfragen aus anderen Bundesl\u00e4ndern zeigen, dass es Potential auch f\u00fcr eine \u00dcbernahme des Konzeptes in andere Ballungsr\u00e4ume gibt. F\u00fcr die Zukunft gilt es, dass Projekt finanziell unabh\u00e4ngig von staatlichen Mitteln zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass der Antragsstellung ist die Ausrufung der Weltdekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014 durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen. Ziel unseres Projektes ist es, der Auffassung, dass die Stadt f\u00fcr Pflanzen und Tiere als Lebensraum ungeeignet ist, bzw. 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