{"id":24472,"date":"2024-11-27T10:38:26","date_gmt":"2024-11-27T09:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25032-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:28","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:28","slug":"25032-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25032-01\/","title":{"rendered":"Evaluation von Flie\u00dfgew\u00e4sser-Revitalisierungsprojekten als Modell f\u00fcr ein bundesweites Verfahren zur Umsetzung effizienten Flie\u00dfgew\u00e4sserschutzes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert bis 2015 einen guten \u00f6kologischen Zustand aller Binnengew\u00e4sser. Da allein mehr als die H\u00e4lfte der bundesdeutschen Flie\u00dfgew\u00e4sser keine intakten Lebensgemeinschaften aufweisen, sind in den kommenden Jahren zahlreiche Revitalisierungsprojekte durchzuf\u00fchren. Trotz umfangreicher Erfahrungen zu verschiedensten Revitalisierungsma\u00dfnahmen ist aber v\u00f6llig unklar, ob diese Ma\u00dfnahmen auch zu im Sinne der ER-WRRL messbaren Verbesserungen der Lebensgemeinschaften f\u00fchren. Ziel des hier skizzierten Projektes ist daher die (bioz\u00f6notische) Evaluation von 26 bundesweit bedeutenden, gut dokumentierten Flie\u00dfgew\u00e4sser-Revitalisierungsprojekten. Beurteilt werden die Auswirkungen der Revitalisierungsma\u00dfnahmen auf den \u00f6kologischen Zustand eines Gew\u00e4ssers im Sinne der EG-WRRL. Hierbei werden nach dem Prinzip space for time substitution die Lebensgemeinschaften revitalisierter Gew\u00e4sserabschnitte mit denen in einem jeweils unmittelbar oberhalb gelegenen nicht revitalisierten Abschnitt verglichen. Wesentlich ist hierbei, dass der oberhalb gelegene Vergleichsabschnitt dem Zustand des revitalisierten Abschnittes vor Durchf\u00fchrung der Revitalisierung weitestgehend gleicht. Die Erfassung der biologischen Qualit\u00e4tskomponenten erfolgte nach den derzeit angewandten nationalen Standards. Des Weiteren wurden Daten zum hydromorphologischen Zustand an den revitalisierten und Vergleichsabschnitten aufgenommen sowie wesentliche Eckdaten, wie z. B. Kosten oder Alter der Ma\u00dfnahme, abgefragt. Im Rahmen einer Fragebogen-gest\u00fctzten Akteursanalyse wurde von den an der Revitalisierungsma\u00dfnahme beteiligten Personen Zieldefinition, individuelle Sichtweise und Umsetzungshindernisse n\u00e4her beleuchtet. Dar\u00fcber hinaus liefert diese Evaluation wichtige Erkenntnisse f\u00fcr die Durchf\u00fchrung zuk\u00fcnftiger Ma\u00dfnahmen. Aus diesem Grunde beschr\u00e4nkt sich dieses Projekt nicht auf die reine Evaluation der Flie\u00dfgew\u00e4sser-Revitalisierungsprojekte, sondern leitet aus den Ergebnissen Empfehlungen ab, die es zuk\u00fcnftigen Revitalisierungsprojekten erm\u00f6glichen, effektiver geplant und durchgef\u00fchrt zu werden. Somit bietet die Evaluation der Flie\u00dfgew\u00e4sserprojekte auf der Grundlage der EG-WRRL die M\u00f6glichkeit, aus den Erfahrungen bereits durchgef\u00fchrter Revitalisierungsma\u00dfnahmen zu lernen und zuk\u00fcnftigen Fehlentwicklungen vorzubauen. Diese Synthese ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftspolitischen Akzeptanzerh\u00f6hung von kostenintensiven Revitalisierungsma\u00dfnahmen und somit von bundesweiter Bedeutung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAn allen Gew\u00e4sserabschnitten werden Untersuchungen zur Gew\u00e4ssermorphologie und Habitatzusammensetzung zu den Fischen, dem Makrozoobenthos und den Makrophyten durchgef\u00fchrt. Die Untersuchungen decken somit alle entscheidenden Parameter ab, die nach dem bisherigen Wissensstand auf Verbesserungen der Gew\u00e4ssermorphologie reagieren k\u00f6nnten. Den Untersuchungen liegt die Hypothese zu Grunde, dass sich positive Ver\u00e4nderungen der Habitatzusammensetzung bereits nach einem kurzen Zeitraum zeigen, die Organismen jedoch, abh\u00e4ngig vom Wiederbesiedlungspotenzial, zeitverz\u00f6gert reagieren. Mobilere, ausbreitungsf\u00e4hige Organismen wie die Fische werden die neu entstandenen Strukturen zuerst annehmen, w\u00e4hrend das Makrozoobenthos l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume f\u00fcr die Besiedlung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im vorliegenden Endbericht werden die Ergebnisse von insgesamt 26 Ma\u00dfnahmen vorgestellt:<br \/>\n\u00dcbergeordnetes Ziel der Revitalisierungsma\u00dfnahmen war eine Verbesserung der Gew\u00e4sserstruktur. Der analysierte Datensatz hat gezeigt, dass die Revitalisierung zu einer Verbesserung des hydromorphologischen Zustands gef\u00fchrt hat. An den revitalisierten Abschnitten wurde eine Erh\u00f6hung der Substratdiversit\u00e4t, Tiefen- und Str\u00f6mungsvarianz festgestellt. Die Diversit\u00e4t von Gew\u00e4sserelementen, wie beispielsweise Totholzverklausung, Altarme, Inseln oder Sand-\/Kiesb\u00e4nke hat ebenfalls zugenommen.<br \/>\nDie zur Bewertung des \u00f6kologischen Zustands herangezogenen biologischen Qualit\u00e4tskomponenten spiegeln die gemessenen Verbesserungen der Habitatvielfalt jedoch (noch) nicht wider.<br \/>\nIm Einzelnen konnte beim Vergleich des revitalisierten mit dem Vergleichsabschnitt f\u00fcr die Qualit\u00e4tskomponente Makrozoobenthos in f\u00fcnf F\u00e4llen ein besseres Bewertungsergebnis festgestellt werden. In sechzehn F\u00e4llen konnte kein Unterschied dokumentiert werden und bei f\u00fcnf Ma\u00dfnahmen fiel das Bewertungsergebnis schlechter aus.<br \/>\nIm Hinblick auf die Qualit\u00e4tskomponente Fische konnte bei zw\u00f6lf analysierten Ma\u00dfnahmen eine Verbesserung der Bewertungsergebnisse an den revitalisierten Abschnitten festgestellt werden. In zehn F\u00e4llen fielen die Bewertungsergebnisse gleich aus, in drei F\u00e4llen wurde ein schlechteres Bewertungsergebnis f\u00fcr den revitalisierten Gew\u00e4sserabschnitt festgestellt.<br \/>\nBei der Qualit\u00e4tskomponente Makrophyten konnte f\u00fcr neun Ma\u00dfnahmen nach Durchf\u00fchrung der Revitalisierung \u00fcberhaupt erst ein Bewertungsergebnis an den revitalisierten Abschnitten berechnet werden, w\u00e4hrend an den jeweiligen Vergleichsabschnitten die Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr eine Bewertung nicht eingehalten wurden. Bei acht untersuchten Ma\u00dfnahmen wurde kein Unterschied festgestellt und bei zwei Ma\u00dfnahmen fiel das Bewertungsergebnis schlechter aus. F\u00fcr 16 Ma\u00dfnahmen konnte auf der Basis des angewandten Verfahrens kein Bewertungsergebnis f\u00fcr zumindest einen der beiden Abschnitte berechnet werden, so dass der Vergleich zwischen revitalisiertem Abschnitt und Vergleichsabschnitt ausbleiben musste. Sowohl die Taxazahl als auch die Deckung mit submerser Vegetation hat an den revitalisierten Abschnitten signifikant zugenommen.<br \/>\nInsgesamt konnte somit in 17 der 26 F\u00e4lle eine Verbesserung in einer der drei biologischen Qualit\u00e4tskomponenten festgestellt werden. Diese Verbesserung betraf jedoch oftmals nur eine Verschiebung vom schlechten oder unbefriedigenden in den unbefriedigenden oder m\u00e4\u00dfigen Zustand. Lediglich in insgesamt vier F\u00e4llen konnte eine Verschiebung vom m\u00e4\u00dfigen in den guten oder sehr guten Zustand dokumentiert werden.<br \/>\nIm Hinblick auf Zusammenh\u00e4nge zwischen der Reaktion der biologischen Qualit\u00e4tskomponenten und Projektkenngr\u00f6\u00dfen der Revitalisierungsma\u00dfnahmen (z. B. Alter, L\u00e4nge oder Kosten der Ma\u00dfnahme) konnte kein Zusammenhang hergestellt werden.<br \/>\nWird bei der Ableitung der \u00f6kologischen Zustandsklasse (EQC) auf der Basis der drei Qualit\u00e4tskomponenten das Worst-Case-Prinzip zu Grunde gelegt, erreicht nur eines der untersuchten Gew\u00e4sser den guten \u00f6kologischen Zustand. Das Ziel der EG-WRRL ist somit bislang bei einer der 26 analysierten Revitalisierungsma\u00dfnahmen erreicht.<br \/>\nEs werden Gr\u00fcnde diskutiert, weshalb trotz der deutlich verbesserten hydromorphologischen Bedingungen die biologischen Qualit\u00e4tskomponenten nicht den guten \u00f6kologischen Zustand erreichen. Ein Aspekt ist das Wiederbesiedlungspotenzial der Organismen. Die Arten k\u00f6nnen nur dann revitalisierte Gew\u00e4sserabschnitte wieder besiedeln, wenn diese auch in erreichbarer N\u00e4he zum entsprechenden Gew\u00e4sserabschnitt vorkommen. Im engen Zusammenhang steht hierbei die Frequenz von Revitalisierungsma\u00dfnahmen im Einzugsgebiet von Gew\u00e4ssern mit einem verarmten regional pool. In letzt genannten Gew\u00e4ssern reicht es vermutlich nicht aus, lediglich einen ausgew\u00e4hlten (kurzen) Gew\u00e4sserabschnitt zu revitalisieren. Hier k\u00f6nnten eventuell mehrere, \u00fcber einen l\u00e4ngeren Gew\u00e4sserverlauf verteilte Ma\u00dfnahmen, die Funktion von Trittsteinen \u00fcbernehmen und somit zu einer insgesamt besseren bioz\u00f6notischen Ausstattung des Gew\u00e4ssers beitragen. Weiter wurden bei einigen Gew\u00e4ssern Hinweise auf eine stoffliche Belastung gefunden. Diese Belastungen k\u00f6nnten einer Wiederbesiedlung der revitalisierten Gew\u00e4sserabschnitte entgegenwirken.<br \/>\nEs wird herausgestellt, dass Substrate wie Totholz einen wertvollen Beitrag im Hinblick auf die Wiederausbildung einer gew\u00e4ssertypspezifischen Bioz\u00f6nose leisten k\u00f6nnen. Es sollte bei zuk\u00fcnftigen Revitalisierungsprojekten \u00fcberpr\u00fcft werden, inwiefern das Einbringen von Totholz auch bei gr\u00f6\u00dferen Gew\u00e4ssern zur Verbesserung der Hydromorphologie und in Folge dessen zu einer verbesserten Bioz\u00f6nose beitragen kann.<br \/>\nDer Erfolg von Revitalisierungsma\u00dfnahmen wird im Hinblick auf die Bioz\u00f6nosen erst mit einer gewissen zeitlichen Verz\u00f6gerung nach Abschluss der Ma\u00dfnahmen messbar sein.<br \/>\nAm Fallbeispiel des Einzugsgebietes der Nidda werden die engen Zusammenh\u00e4nge zwischen Wiederbesiedlung und wiederbesiedlungsrelevanten Aspekten im Einzugsgebiet herausgestellt. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise das Vorhandensein von Besiedlungsquellen, einer intakten Gew\u00e4sserstruktur und eine gute Wasserqualit\u00e4t. Anhand des Fallbeispiels Nidda wird aufgezeigt, dass der Erfolg von Revitalisierungsma\u00dfnahmen durch \u00fcbergeordnete stoffliche und strukturelle Belastungen im Einzugsgebiet \u00fcberlagert werden kann.<br \/>\nDie Akteure der Revitalisierungsprojekte wurden im Rahmen einer Befragung gebeten, den gef\u00fchlten Projekterfolg widerzuspiegeln und Verbesserungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die Umsetzung k\u00fcnftiger Planungen zu machen. Wichtig erscheint aus Sicht der Teilnehmer, messbare Revitalisierungsziele bereits vor Projektbeginn festzulegen. Im Rahmen eines (l\u00e4ngerfristigen) Monitorings soll die Zielerreichung \u00fcberpr\u00fcft werden und Ma\u00dfnahmen m\u00f6glicherweise angepasst werden. Weiter sollte unter Beteiligung aller betroffenen Akteure eine kooperative Projektentwicklung und -umsetzung mit einer fr\u00fchzeitigen und offenen Kommunikation angestrebt werden.<br \/>\nDer vorliegende Bericht stellt heraus, dass zuk\u00fcnftig eine ganzheitliche Betrachtung der Gew\u00e4sser von zentraler Bedeutung f\u00fcr den Erfolg einzelner Revitalisierungsma\u00dfnahmen ist. In den Fokus k\u00fcnftiger Planungen von Revitalisierungsma\u00dfnahmen sollte daher nicht der Gew\u00e4sserabschnitt allein, sondern der ganze Wasserk\u00f6rper sowie sein Einzugsgebiet ger\u00fcckt werden. Aus Sicht der Autoren sollten k\u00fcnftig Einzugsgebietsanalysen in den Planungsprozess von Revitalisierungsma\u00dfnahmen integriert werden, um eine fachlich fundierte Entscheidung \u00fcber den Umfang und die r\u00e4umliche Ausdehnung von Revitalisierungsma\u00dfnahmen treffen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nWenn die genannten Aspekte k\u00fcnftig st\u00e4rker in den Fokus der Planung ger\u00fcckt werden, k\u00f6nnen die Ma\u00dfnahmen aus Sicht der Autoren auch langfristig zu dem gew\u00fcnschten Erfolg f\u00fchren und zu dem von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten guten Zustand unserer Gew\u00e4sser beitragen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationen international:<br \/>\n18.05.2009: Vortrag auf Jahrestagung der North American Benthological Society, Grand Rapids, USA<br \/>\n15.10.2009: Vortrag auf der Diversitas Open Science Conference, Kapstadt, S\u00fcdafrika<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationen national:<br \/>\n27.09.2008: 3 Vortr\u00e4ge auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Limnologie, Konstanz<br \/>\n19.01.2009: Vortrag \u00f6ffentliche Vorlesung an Universit\u00e4t Frankfurt<br \/>\n10.03.2009: Vortrag Revitalisierungsfachtagung der Norddeutschen Naturschutzakademie,<br \/>\n                    Schneverdingen<br \/>\n26.03.2009: Vortrag auf dem LAWA Expertenworkshop, N\u00fcrnberg<br \/>\n16.06.2009: Vortrag auf der DBU Sommerakademie, Mariental<br \/>\n23.06.2009: Vortrag f\u00fcr das Hessische Landesamt f\u00fcr Umwelt, Frankfurt<br \/>\n29.09.2009: Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Limnologie, M\u00fcnster<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Damit Revitalisierungsma\u00dfnahmen aus \u00f6kologischer Sicht als erfolgreich bewertet werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen verschiedene Aspekte betrachtet werden. Zum einen ist es wesentlich, ein ann\u00e4hernd nat\u00fcrliches \u00e4u\u00dferes Erscheinungsbild des Gew\u00e4ssers wiederherzustellen. Die durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen haben aus Sicht der Autoren hierzu vielfach messbar positiv beigetragen. Die erh\u00f6hte Habitatvielfalt f\u00fchrt jedoch nicht automatisch zu einer erh\u00f6hten Artenvielfalt bzw. zu besseren Bewertungsergebnissen im Sinne der EG-WRRL.<br \/>\nVielmehr wird deutlich, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Gew\u00e4sser von zentraler Bedeutung f\u00fcr den Erfolg einzelner Revitalisierungsma\u00dfnahmen ist. In den Fokus k\u00fcnftiger Planungen von Revitalisierungsma\u00dfnahmen sollte daher nicht der Gew\u00e4sserabschnitt allein, sondern der ganze Wasserk\u00f6rper sowie sein Einzugsgebiet ger\u00fcckt werden. Es sollten k\u00fcnftig in vorgeschalteten Einzugsgebietsanalysen Aspekte zum Wiederbesiedlungspotenzial von Organismen, zu Besiedlungsquellen sowie zur stofflichen und strukturellen Belastung er\u00f6rtert werden. Diese Analysen bieten dann eine Basis, auf der fachlich fundiert entschieden werden kann, wo und in welchen r\u00e4umlichen Abst\u00e4nden sinnvoller Weise Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden sollten.<br \/>\nWichtig erscheint die Einf\u00fchrung eines generellen, auch l\u00e4ngerfristigen Monitorings, um die Erreichung der zuvor entsprechend detailliert (und messbar) festzulegenden Revitalisierungsziele zu \u00fcberpr\u00fcfen, n\u00f6tigenfalls Ma\u00dfnahmen anzupassen, f\u00fcr k\u00fcnftige Projekte Erfahrungen zu sammeln und &#8211; ganz wichtig f\u00fcr die Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft in Bezug auf das aktuelle und sp\u00e4tere Vorhaben &#8211; Erfolge kommunizieren zu k\u00f6nnen. Einer fr\u00fchzeitigen und offenen Kommunikation und kooperativen Projektentwicklung und -umsetzung kommt generell eine zentrale Rolle zu, beginnend bereits vor Projektstart und unter Einbeziehung aller potenziell tangierten Akteure. Zahlreiche weitere Verbesserungsm\u00f6glichkeiten sind in einer Mindmap zusammengefasst. Wenn die genannten Aspekte zuk\u00fcnftig neben der reinen Umsetzung von Revitalisierungsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt Ber\u00fccksichtigung finden, wird sich aus Sicht der Autoren die Revitalisierung von Flie\u00dfgew\u00e4ssern durchaus zu einer Erfolgsgeschichte entwickeln k\u00f6nnen. Keinesfalls sollte vorzeitig der Schluss gezogen werden, dass die Revitalisierungen langfristig nicht den Erfolg bringen, den man sich durch diese Ma\u00dfnahmen erhofft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert bis 2015 einen guten \u00f6kologischen Zustand aller Binnengew\u00e4sser. 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