{"id":24469,"date":"2023-07-13T15:26:01","date_gmt":"2023-07-13T13:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25024-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:02","slug":"25024-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25024-01\/","title":{"rendered":"rforschung und Synthese neuartiger, umweltfreundlicher Polymere zwecks Einsatz in innovativen, gesundheitlich unbedenklichen RTV-1-K und 2-K-Formulierungen, die f\u00fcr die Reparatur, Versiegelung und Veredelung von Holz aller Art eingesetzt werden und [&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Stand der Technik im Bereich von Reparaturspachtelmassen f\u00fcr Holz sind 2-K-Epoxidharzformulierungen. Epoxidharze enthalten gesundheitssch\u00e4dliche Stoffe und verursachen in der Herstellung einen hohen Ressourcenaufwand. Ziel des beantragten Vorhabens ist die Entwicklung umweltvertr\u00e4glicher und vollst\u00e4ndig kennzeichnungsfreier Formulierungen f\u00fcr Holzreparatur (2-K-System)- und Versiegelungsprodukte (1-K-Systeme), die eine lange Schutzfunktion f\u00fcr das zu behandelnde Holz garantieren. Basis ist die Entwicklung eines unter Umwelt- und Gesundheitsaspekten unbedenklichen innovativen Copolymers, dessen Eigenschaften an die verschiedenen Anwendungsbereiche angepasst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSubstitution von Epoxidharzsystemen mittels neuartiger auf Silikonanteilen basierender, umweltvertr\u00e4glicher Polymere, welche nach Aush\u00e4rtung hohe Shore-H\u00e4rten (gr\u00f6\u00dfer Shore A 90) in Verbund mit Holz erzielen sowie auch thermische Elastizit\u00e4t zeigen,  licht- und witterungsstabil ausgestattet sind. Die Silan-Endgruppen des neuen Polymers sollen m\u00f6glichst mit Wasser als Cross Linker neutral  &#8211; ohne jegliche Korrosion &#8211; vernetzen. Dazu ist weiterhin vorgesehen, eine w\u00e4ssrige Paste als B-Komponente zu entwickeln. Die derartig neu synthetisierten und analysierten Polymere sollen zu anwendungsgerechten Formulierungen (Rezepturentwicklung) verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die entwickelten silanterminierten Polymere bestehen aus Weich- und Hartsegmenten. Da dar\u00fcber hinaus das Molekulargewicht der Polymer-Backbones in weiten Bereichen modifizierbar ist, ergibt sich die M\u00f6glichkeit der H\u00e4rtesteigerung durch die Erh\u00f6hung der Hartsegmente und die Verk\u00fcrzung des Backbones, was in einer h\u00f6heren Vernetzungsdichte resultiert. Weiterhin wurden mit verschiedensten F\u00fcllstoffen Einfl\u00fcsse auf unterschiedlichste Eigenschaften der Formulierung festgestellt. Um eine anwendungsnahe Entwicklung zu gew\u00e4hrleisten, wurden Endanwender gezielt und fr\u00fchzeitig in die Produkt-Entwicklungsphase eingebunden.<\/p>\n<p>Das Prim\u00e4rziel des durchgef\u00fchrten Projektes kann als erreicht betrachtet werden, jedoch<br \/>\nsind bis zur Marktreife eines fertigen Produktes noch weitere Optimierungsarbeiten zu<br \/>\nleisten.<\/p>\n<p>Allein die ge\u00e4nderte Rohstoffbasis des innovativen Reparatursystems bietet damit<br \/>\ndeutliche Vorteile unter Energie- und \u00d6koaspekten.<br \/>\nAuch in der Endanwendung kann das beschriebene neue System aus toxikologischer und<br \/>\n\u00f6kotoxikologischer Sicht als den g\u00e4ngigen Standards \u00fcberlegen bezeichnet werden. Wie<br \/>\nbeabsichtigt ist es gem\u00e4\u00df Gefahrstoffverordnung kennzeichnungsfrei. Sensibilisierende,<br \/>\nreizende, gesundheitssch\u00e4dliche, \u00e4tzende sowie umweltgef\u00e4hrdende Komponenten<br \/>\nkonnten eliminiert werden, das Produkt ist isocyanatfrei. Es entspricht somit weit eher<br \/>\nden Anforderungen an ein zeitgem\u00e4\u00dfes, den aktuellen M\u00f6glichkeiten moderner Chemie<br \/>\nentsprechendes Produkt, das die Gef\u00e4hrdung bzw. die Belastung von Mensch und Natur<br \/>\nweiter zu reduzieren hilft.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Markteinf\u00fchrung der neuen Systeme erfolgt \u00fcber ein namhaftes Unternehmen im Bereich der Holzreparatur.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Prim\u00e4rziel des durchgef\u00fchrten Projektes war die Entwicklung eines<br \/>\numweltfreundlichen, toxikologisch unbedenklichen Holzreparatursystems und seine<br \/>\npraxisnahe Pr\u00fcfung. Beim Parameter Verarbeitbarkeit konnte der sehr hohe Standard des Epoxy-Referenzsystems noch nicht erreicht werden. Der etwas geringere Komfort in der<br \/>\nModellierbarkeit kann jedoch durch den nicht mehr notwendigen Primer-Schritt<br \/>\nkompensiert werden. Bis zur Marktreife sind noch weitere Optimierungsarbeiten zu<br \/>\nleisten.<br \/>\nDennoch kann das Hauptziel uneingeschr\u00e4nkt als erreicht betrachtet werden. Im Verlauf<br \/>\nder Arbeiten konnte ein geeignetes Spezialpolymer als Rohstoff f\u00fcr eine Reparaturmasse<br \/>\nentwickelt und bis in den technischen Ma\u00dfstab hinein produziert werden. Dieses Polymer<br \/>\nkonnte im Labor zu verschiedenen Endprodukten formuliert werden, die nicht nur der<br \/>\nGrundanforderung nach einer g\u00fcnstigen Gefahrstoffklassifizierung entsprechen, sondern<br \/>\nauch in der Verarbeitbarkeit deutlich \u00fcber verschiedenen marktg\u00e4ngigen (jedoch<br \/>\nkennzeichnungspflichtigen) Systemen liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Stand der Technik im Bereich von Reparaturspachtelmassen f\u00fcr Holz sind 2-K-Epoxidharzformulierungen. 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