{"id":24463,"date":"2026-03-20T10:32:05","date_gmt":"2026-03-20T09:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24994-01\/"},"modified":"2026-03-20T10:32:06","modified_gmt":"2026-03-20T09:32:06","slug":"24994-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24994-01\/","title":{"rendered":"Umweltschutz und Ern\u00e4hrungssicherung im l\u00e4ndlichen Raum: Qualifizierungsprogramm zum nachhaltigen Ressourcenmanagement in 16 Gemeinden des Bundesstaates Andhra Pradesh (Indien)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielgebiet des vorgestellten Projektes sind die Distrikte Ananthapur, Mabhabnagar, Nalgonda im Bundesstaat Andhra Pradesh, Indien. Durch extrem geringe Niederschlagsmengen w\u00e4hrend des Monsuns, \u00dcbernutzung des Grundwassers, der Acker- und Weidefl\u00e4chen, der intensiven Feuerholznutzung und dem Anbau von Monokulturen ist das \u00d6kosystem im Projektgebiet stark degradiert. Mit dem vorgestellten Programm zum nachhaltigen Management der nat\u00fcrlichen Ressourcen wird am Beispiel von 16 d\u00fcrregef\u00e4hrdeten Gemeinden ein Konzept vorgestellt, das auf die Probleme der Region abgestimmt ist. Ziel ist es, die kleinb\u00e4uerliche Landwirtschaft besser an die spezifischen \u00f6kologischen Bedingungen in den Trockengebieten anzupassen und eine Revitalisierung und nachhaltige Schonung der nat\u00fcrlichen Ressourcen zu erreichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMethode:<\/p>\n<p>Im Rahmen des Programms wird ein Modell zum standortgerechten Landbau in der Region vorgestellt, das konzeptionell auf den folgenden drei wesentlichen und miteinander korrelierenden Komponenten beruht:<br \/>\n&#8211;\tErosionsschutz<br \/>\n&#8211;\tRehabilitation des Grundwasserhaushaltes<br \/>\n&#8211;\tWiederaufforstung \/ Diversifizierung der Vegetation \/ Bewirtschaftung<br \/>\nDer Entwicklungsplan beruht einerseits auf der Einf\u00fchrung neuer Technologien des standortgerechten und auf Kleinbauern fokussierten Landbaus und auf der Wiederbelebung von traditionellen Techniken und Fertigkeiten. Die wichtigste methodische Grundlage bildet die Beteiligung der ortsans\u00e4ssigen Kleinbauern und deren Aus- und Weiterbildung in angepassten Methoden und Technologien der umweltgerechten Landnutzung und des Ressourcenschutzes auf Haushalts- und Gemeindeebene.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Projektresultate<\/p>\n<p>Die kombinierten Ma\u00dfnahmeb\u00fcndel zu den Bereichen Wiederaufforstung \/ Diversifizierung der Vegetation, Erosionsschutz \/ Bodenfeuchtigkeit, Rehabilitation des Grundwasserhaushaltes und Aufbau der Ge-meindeorganisationen f\u00fchrten zu den folgenden messbaren Resultaten:<\/p>\n<p>&#8211;\tIm Projektverlauf wurden 5.000 ha ehemaliges Brachland wieder aufgeforstet und eine sichtbare Verbesserung des Pflanzenwachstums und der Bodenbeschaffenheit erzielt.<\/p>\n<p>&#8211;\tDie Ziegenhirten der Region haben die nachhaltige Bedeutung der Beweidungspl\u00e4ne verstanden und akzeptieren die regulierte Beweidung der Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>&#8211;\tZwanzig bedeutende Pflanzenarten der Region wurden wieder eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&#8211;\tDer Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln wurde um 60 % reduziert. <\/p>\n<p>&#8211;\tPro Jahr wurden 5 Tonnen Schlamm aufgefangen und auf den 222 Hektar wieder ausgebracht und die Bodenfruchtbarkeit erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>&#8211;\tDer Einsatz von chemischen D\u00fcngemitteln wurde im Durchschnitt um 75 Prozent reduziert.<\/p>\n<p>&#8211;\tDie Kombination der Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit (Vegetationsg\u00fcrtel\/Windbrecher, Wurmkompostierung, Auffangen von Schlamm etc.) f\u00fchrte zu einer Steigerung der Agrarproduktion. F\u00fcr die Haupterntezeit (Kharif) im Sp\u00e4tsommer und Herbst stieg die Ernte auf den Projektfeldern ohne Einsatz von chemischen D\u00fcngemitteln von durchschnittlich 1,8 Tonnen Getreide pro Hektar Land auf 2,7 Tonnen. Durch die Bew\u00e4sserungsma\u00dfnahmen konnte auf einigen Fl\u00e4chen eine zweite, monsununabh\u00e4ngige Ernte (Rabi) erm\u00f6glicht werden. Haupts\u00e4chlich wurde auf diesen Feldern Ragi (indische Fingerhirse) angebaut. Im Durchschnitt konnten 3 Tonnen Ragi pro Hektar eingebracht werden.<\/p>\n<p>&#8211;\tDurch die Instandsetzung der Wassertanks und Bew\u00e4sserungskan\u00e4le hat sich f\u00fcr 82 Prozent der Frauen der Frauen im Projektgebiet die aufgewendete Zeit zum Wasserholen von durchschnittlich 72 Minuten auf 25 Minuten reduziert.<\/p>\n<p>&#8211;\tDurch die Ma\u00dfnahmen hat sich die Anzahl von Familien mit Anbaum\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gem\u00fcse zur Selbstversorgung mit gesunden Nahrungsmitteln von urspr\u00fcnglich 13 Prozent auf 58 Prozent erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>&#8211;\tCa. 25.000 \u20ac staatliche Mittel konnten durch die Etablierung des Bauernverbandes als registrierte Gemeindeorganisation zus\u00e4tzlich akquiriert werden.<\/p>\n<p>&#8211;\tF\u00fcr 70 Prozent der Haushalte konnte eine Teilentschuldung erreicht werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in der terre des hommes-Zeitung beschrieben und von den terre des hommes Arbeitsgruppen im Rahmen ihrer \u00d6ffentlichkeitsarbeit dargestellt.<br \/>\nDas Projekt wurde ebenfalls vom Osnabr\u00fccker K\u00fcnstler und Kabarettisten Kalla Wefel im Rahmen seiner Heimatabende beworben und dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Pilot-Projekt Umweltschutz und Ern\u00e4hrungssicherung kombiniert f\u00fcr die Region erstmalig und erfolgreich die ansonsten unabh\u00e4ngig voneinander implementierten Umwelt- und Entwicklungskonzepte. Die Projektziele konnten erreicht und das Projektkonzept damit in vollem Umfang best\u00e4tigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielgebiet des vorgestellten Projektes sind die Distrikte Ananthapur, Mabhabnagar, Nalgonda im Bundesstaat Andhra Pradesh, Indien. Durch extrem geringe Niederschlagsmengen w\u00e4hrend des Monsuns, \u00dcbernutzung des Grundwassers, der Acker- und Weidefl\u00e4chen, der intensiven Feuerholznutzung und dem Anbau von Monokulturen ist das \u00d6kosystem im Projektgebiet stark degradiert. 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