{"id":24458,"date":"2025-09-09T10:32:06","date_gmt":"2025-09-09T08:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24956-01\/"},"modified":"2025-09-09T10:32:07","modified_gmt":"2025-09-09T08:32:07","slug":"24956-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24956-01\/","title":{"rendered":"Wenn ich ein Vogel w\u00e4r\u0085 &#8211; Entwicklung eines interdisziplin\u00e4ren Umweltbildungsangebotes f\u00fcr Kindergarten und Schule zum Themenkreis \u0082V\u00f6gel und Eier"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen haben f\u00fcr die Jahre 2005 &#8211; 2014 eine Weltdekade Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung ausgerufen, in der Menschen Gestaltungskompetenzen f\u00fcr einen sozial- und umweltge-rechten Umgang mit Ressourcen im weitesten Sinne erwerben sollen. Die Biologische Station Osterholz will mit ihrem Vorhaben Wenn ich ein Vogel w\u00e4r&#8230;.. einen Beitrag zur Umsetzung dieser Ziele leisten und Defizite besonders in den Bereichen naturwissenschaftliche Grundbildung und Gesundheitsf\u00f6rderung ausgleichen. Zielgruppe sind dabei in erster Linie Kinder im Vor- und Grundschulalter. Es soll ein handlungsorientiertes Bildungskonzept zum Themenkomplex V\u00f6gel und Eier entwickelt werden, das interdisziplin\u00e4r und interkulturell ausgerichtet ist und unterschiedliche Akteure aus Bildung, Kultur und Wissenschaft als KooperationspartnerInnen einbindet. \u00dcber den praxisnahen und spielerischen Zugang zu Ph\u00e4nomenen ihrer Lebenswelt sollen Kinder m\u00f6glichst fr\u00fch Denk- und Handlungsweisen kennen lernen, die sie sp\u00e4ter zu umweltvertr\u00e4glichem Agieren motivieren und damit dem Anspruch einer Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung gerecht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs sollen Lernorte f\u00fcr verschiedene Handlungsfelder zu den Themenkomplexen V\u00f6gel und Eier vernetzt werden. Daf\u00fcr entwickelt die BioS ein Konzept bestehend aus unterschiedlichen Bausteinen aus den Fachgebieten Naturwissenschaften und Gesundheitsf\u00f6rderung\/Ern\u00e4hrung. Diese Bausteine wer-den von Kindern sowohl mit regionalen und internationalen Kooperationspartnern als auch innerhalb der Institution BioS umgesetzt. Dar\u00fcber hinaus bearbeiten angehende ErzieherInnen den Themenkomplex in Hinsicht auf ihre sp\u00e4tere T\u00e4tigkeit. Vermittlungsinstrumente sind spielerisch und handlungsorientierte Methoden, die ein situationsabh\u00e4ngiges, eigenverantwortliches Lernen in einer wirklichkeitsnahen Lernumgebung erm\u00f6glichen. Das Projekt ist in 2 Abschnitte geteilt, wobei in der ersten H\u00e4lfte die Bausteine konzipiert und in der praktischen  Umsetzung mit  Kindern erprobt werden. Im 2. Abschnitt werden die Konzepte \u00fcberarbeitet und in der Endfassung durchgef\u00fchrt. Der gesamte Projektverlauf wird dokumentiert und evaluiert. Der internationale Austausch wird sowohl p\u00e4dagogische Arbeit mit Kindern beinhalten als auch eine Begegnung mit MultiplikatorInnen. Der interdisziplin\u00e4re und interkulturelle Bildungsansatz dieses Projektes er\u00f6ffnet neue Handlungsspielr\u00e4ume f\u00fcr die unterschiedlichen Akteure und KooperationspartnerInnen. \u00d6kologische, naturwissenschaftliche, gesundheitliche und kulturhistorische Aspekte werden beispielhaft an einem Themenkomplex verbunden. Die Auseinandersetzung damit verbessert die \u00f6ffentliche Wahrnehmung in Bezug auf den Gedanken der Nachhaltigkeit und Umweltentlastung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Fachbereichen Naturwissenschaften und Gesundheitsf\u00f6rderung\/Ern\u00e4hrung wurden 10 dreist\u00fcndige Lerneinheiten entwickelt und die Konzepte mit den Kooperationspartnern abgestimmt. Die Inhalte reichten von physikalischen und chemischen Experimenten am H\u00fchnerei, H\u00fchnerhaltung an der BioS und auf dem Bauernhof \u00fcber Zugv\u00f6gel bis zu der Besch\u00e4ftigung mit den Inhaltsstoffen des Eies und der Bedeutung f\u00fcr unsere Ern\u00e4hrung und der Bionik (Erkundung des Vogelfluges, Modellbau uvm.).<br \/>\nF\u00fcr die Aktionen wurden je nach Alter, Zusammensetzung der Gruppe und zu bearbeitendem Thema unterschiedliche Methoden gew\u00e4hlt. \u00dcber eigenst\u00e4ndiges Forschen und Erfahren konnten die Teilneh-mer Handlungskompetenzen f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Agieren erwerben. M\u00e4rchen als Vermittlungseinstieg, Anregung zum Dialog, unterschiedliche Kreativit\u00e4tstechniken, Spiele und Arbeiten an vorbereiteten Stationen bildeten die Grundlage f\u00fcr den interdisziplin\u00e4ren Bildungsansatz des Projektes. Um eine Verbindung der p\u00e4dagogischen Einrichtungen Kindergarten und Grundschule zu schaffen und den \u00dcbergang f\u00fcr die Kinder erleichtern zu helfen, haben wir zu den Durchf\u00fchrungen mit Kindergartengruppen Sch\u00fcler aus der Grundschule als Experten eingeladen. Sie haben den Kleinen bei der Durchf\u00fchrung der Versuche w\u00e4hrend der Aktion geholfen und ihr zuvor bei einer eigenen Aktion erworbenes Wissen weitergeben k\u00f6nnen. F\u00fcr beide Seiten war dies eine sehr positive Erfahrung. Probleme gab es in dem Zusammenhang, dass die Termine der beiden Einrichtungen aufeinander abgestimmt werden mussten und es mitunter schwierig war, die Experten-Sch\u00fcler vom Unterricht freizustellen bzw. Eltern zu finden, die die Kinder zur Biologischen Station brachten. Der Ansatz des Projektes bez\u00fcglich einer ganzheitlichen, interdisziplin\u00e4ren Herangehensweise beinhaltet den Anspruch, dass Kindergruppen mehrere Module bearbeiten. Ist das in Kinderg\u00e4rten organisatorisch noch eher m\u00f6glich, so passt es zeitlich in der Grundschule manchmal kaum in den engen Rahmen, der durch Bildungspl\u00e4ne vorgegeben wird. Der Druck, diese Anforderungen zu erf\u00fcllen, hindert die Lehrerinnen oft daran, kreative au\u00dferschulische Lernange-bote wahrzunehmen, zumal, wenn es zwei oder drei Aktionen in Folge sind.<br \/>\nF\u00fcr das Projekt konnten das Norddeutsche Vogelmuseum Osterholz-Scharmbeck, ein \u00f6rtlicher Tiergarten, der B\u00fcrgerverein Osterholz-Scharmbeck und ein landwirtschaftlicher Betrieb mit H\u00fchnerhaltung als Kooperationspartner gewonnen werden. Auf dem Gel\u00e4nde der Biologischen Station wurde ein H\u00fchner-stall f\u00fcr H\u00fchner verschiedener alter Haustierrassen gebaut und ein historischer H\u00fchnerstall als Sch\u00fclerlabor ausgebaut.<br \/>\nDer internationale Austausch mit MultiplikatorInnen und Kindern aus zwei Schulen in Polen, sowie einer Schule aus Frankreich und Kirgistan beinhaltete p\u00e4dagogische Arbeit mit Kindern, sowie brieflichen Austausch der Sch\u00fclerInnen \u00fcber die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung zum Projektthema.<br \/>\nMit dem Projekt erreichten wir w\u00e4hrend seiner Laufzeit fast 700 Kindergartenkinder, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus 12 verschiedenen Einrichtungen, ca. 80 MultiplikatorInnen und mit Informations- und Mitmachst\u00e4nden auf unterschiedlichen Veranstaltungen weitere ca. 600 interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcr-ger. Damit wurde der Inhalt des Projektes und mit ihm der Nachhaltigkeitsgedanke an \u00fcber 1.300 Menschen weitergegeben. Das Projekt erhielt f\u00fcr seinen kreativen, interdisziplin\u00e4ren und nachhaltigen Ansatz f\u00fcr die Jahre 2007\/2008 die Anerkennung als offizielles Dekade Projekt der UN Weltdekade Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde \u00fcber die \u00f6rtliche Presse beworben. \u00dcber den Projektzeitraum haben Vertreter der Presse einzelne Aktionen besucht und dar\u00fcber berichtet. Im Zuge der Anerkennung als Dekade-Projekt hat der regionale Fernsehsender Radio Bremen in seinem Lokalmagazin Buten &#038;Binnen eine Sequenz \u00fcber das Projekt gesendet. Ein privater lokaler Fernsehsender, der Offene Kanal Bremen, lud die BioS zu einer Aufzeichnung \u00fcber die Inhalte unserer Arbeit ein. Eine daraus entstandenen DVD dient unserer Arbeit weiterhin als Werbemittel und wird auf \u00f6ffentlichen Veranstaltungen gern pr\u00e4sentiert. Zu Beginn des Projektes wurde eine Internetpr\u00e4sentation auf unserer Homepage eingerichtet, die im Laufe der Projektlaufzeit regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert wurde und unsere Aktionsideen bis nach Kirgistan \u00fcbertrug. Auf den j\u00e4hrlichen Veranstaltungen, auf denen die BioS mit einem Informationsstand vertreten war konnten wir einige hundert Menschen \u00fcber unsere Arbeit und das Projekt informieren und Interessenten gewinnen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt bewerten wir das Projekt als sehr erfolgreich. Die These &#8211; Lernen soll Freude machen! -. aus dem Projektantrag ist aufgegangen. Das Lernen in der dargebotenen Form hat den Kindern nachweis-lich Freude bereitet. Die Experimente und Erkundungen (naturwissenschaftlich, \u00f6kologisch, wirtschaft-lich, kulturell, kreativ und sensorisch) in Verbindung mit dem Naturerleben in ihrer unmittelbaren Lebenswelt ist f\u00fcr Kinder eine sehr f\u00f6rderliche Art der Kompetenzaneignung, die mit Sicherheit nachhaltige Auswirkungen hat. Die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern war durchweg positiv und wird mit Sicherheit \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben. Die BioS begleitet zuk\u00fcnftig Sch\u00fclergruppen bei der Durchf\u00fchrung von Teilen des Projektes oder vermittelt entsprechende Kooperationspartner. Damit wird eine Fortf\u00fchrung des Vorhabens \u00fcber mindestens drei Jahre nach einer F\u00f6rderung durch die DBU gew\u00e4hrleistet und das Projekt dauerhaft in das Bildungsprogramm der Biologischen Station Osterholz aufgenommen. Mit den Partnern in Polen sind schon weitere Aktionstermine vereinbart, so dass ein internationaler Austausch gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Vereinten Nationen haben f\u00fcr die Jahre 2005 &#8211; 2014 eine Weltdekade Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung ausgerufen, in der Menschen Gestaltungskompetenzen f\u00fcr einen sozial- und umweltge-rechten Umgang mit Ressourcen im weitesten Sinne erwerben sollen. 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