{"id":24454,"date":"2023-07-13T15:25:57","date_gmt":"2023-07-13T13:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24947-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:59","slug":"24947-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24947-01\/","title":{"rendered":"Optimale Strandreinigung in der Fehmarnbelt-Region"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Fr\u00fchere Projekte auf Initiative des Amtes Kl\u00fctzer Winkel und des Kreise Ostholstein (ein life-Projekt und ein Projekt im Rahmen Regionen aktiv L\u00fcbecker Bucht) hatten die Erkenntnis gebracht, dass eine stoffli-che Verwertung des bei der Strandreinigung anfallenden organischen Materials (z. B. f\u00fcr D\u00e4mmstoffe usw.) nur bei einer optimalen Aufnahme gleich am Strand wirtschaftlich und \u00f6kologisch durchf\u00fchrbar ist. Eine solche Trennung kann mit den bisher eingesetzten Maschinen aber nicht gew\u00e4hrleistet werden. <\/p>\n<p>Der Beachcleaner und der Seacleaner wurden von der Firma Land &#038; Bau auf eigene Initiative in Kooperation mit einigen Kurverwaltungen entwickelt. Die Firma Land &#038; Bau hat schon viel Geld und Arbeit in die Technologie investiert. Die Versuche im letzten Jahr haben allerdings gezeigt, dass, bedingt durch die v\u00f6llig unterschiedlichen Situationen an den Str\u00e4nden, noch erheblicher Optimierungsbedarf besteht. Der dazu notwendige technische Aufwand ist allerdings nun nicht mehr von der Firma allein aufzubringen. Die Kurverwaltungen wiederum werden die Ger\u00e4te in der zur Zeit zur Verf\u00fcgung stehenden Form nicht an-schaffen, da sie die Anforderungen noch nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllen. Oberziel ist also die Optimierung der Ger\u00e4te, so dass sie nach Beendigung des Projektes einsatzbereit sind. <\/p>\n<p>Folgende Optimierungsfragestellungen in Bezug auf den technischen Einsatz sollen gekl\u00e4rt werden:<\/p>\n<p>\tGew\u00e4hrleistung eines schnellen Wechsels zwischen Absaugen im Wasser und Aufnahme am Strand<br \/>\n\tErh\u00f6hung der Leistungsf\u00e4higkeit der Aufnahme der Ger\u00e4te so, dass sie an den Str\u00e4nden in der morgens zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit ausreichend ist<br \/>\n\tZwischenlagerung am Strand so organisiert, dass ein Abtransport des Materials vom Strand einfach m\u00f6glich ist<br \/>\n\tEinhaltung der Ger\u00e4uschentwicklung so, dass sie f\u00fcr in der N\u00e4he wohnende Touristen nicht st\u00f6rend ist<br \/>\n\tOptimierung der Strandreinigung angepasst an individuelle Bed\u00fcrfnisse an unterschiedlichen Str\u00e4nden mit Senkung der Kosten um mindestens 20-30 %<br \/>\n\tReduzierung der Maschinenarbeitsstunden um 50 %<br \/>\n\tReduzierung des Sand- und Wasseranteils von \u00fcber 80 % auf unter 10 %<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGemeinsam mit den Kooperationspartnern des Interreg III A-Projektes SAND sollen die bestehenden Ger\u00e4tschaften (Beachcleaner und Seacleaner) in den Erprobungswochen vor Ort an den Str\u00e4nden technisch so optimiert werden, dass nach Ablauf des Projektes aus den zur Zeit vorhandenen Prototypen Produkte werden, die die Anforderungen der Strandkommunen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei den Strandreinigungsger\u00e4ten handelt es sich um langlebige Investitionsg\u00fcter. Ihre Lebensdauer entspricht der Lebensdauer der Ger\u00e4tetr\u00e4ger, mit denen sie eingesetzt werden. Bei Auftreten eines Defektes ist eine Reparatur schnell m\u00f6glich. Die Umweltbelastung w\u00e4hrend der Ger\u00e4telebensdauer erstreckt sich nur auf den Kraftstoffverbrauch\/Materialverschlei\u00df. Der Kraftstoffverbrauch ist durch spezielle Entwicklungen und diverser Kraft sparender Ma\u00dfnahmen auf ein Mindestma\u00df reduziert worden. Durch die geringe mechanische Belastung der Strandreinigungsger\u00e4te und auf Grund des geringen Energieverbrauchs wurde die Zuverl\u00e4ssigkeit und Lebensdauer stark gesteigert. Eine lange Lebensdauer war im Sinne der Umweltschonung ebenfalls anzustreben. Soweit m\u00f6glich werden weiterverwertbare Werkstoffe eingesetzt. Problemstoffe werden nicht eingesetzt. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass eine leichte Demontage m\u00f6glich ist. Eine Sortentrennung ist im Rahmen des technisch Vertretbaren vorgesehen.  Die Umweltbelastung w\u00e4hrend der Ger\u00e4telebensdauer von gesch\u00e4tzten 10-15 Jahren erstreckt sich nur auf den Kraftstoffverbrauch und die Verschlei\u00dfteile.<\/p>\n<p>BEACHCLEANER: Der Kraftstoffverbrauch konnte durch Ger\u00e4te-Entlastungssysteme, durch den Einsatz reibungsarmer Kraftb\u00e4nder und den Einsatz einer Reifendruckregelanlage auf ein Mindestma\u00df reduziert werden. Durch den Einsatz von Kraftb\u00e4ndern anstelle von Ketten erh\u00f6hte sich die Lebensdauer der F\u00f6r-deraggregate um das Zehnfache. Das Frontaufnahmeverfahren erm\u00f6glicht sehr flaches Arbeiten, weil das Material nicht vom Tr\u00e4gerfahrzeug in den Sand gedr\u00fcckt wird. Dadurch wird nur wenig Sand mit aufgenommen. Mit dem verbreiterten Steilf\u00f6rderer konnte die Aufnahmeleistung verdoppelt werden. Die Siebb\u00e4nder k\u00f6nnen jetzt mit verschiedenen Maschenweiten ausger\u00fcstet werden. Der Siebeffekt verbesserte sich deutlich. Das Querf\u00f6rderband wurde verbreitert sowie die Lagerung in das Band integriert. Mit der \u00c4nderung konnten die Verluste auf ein Minimum reduziert werden. Mehrere Detailoptimierungen f\u00fchr-ten zu deutlichen Material- und Zeiteinsparungen in der Herstellung.<\/p>\n<p>SEACLEANER: Durch die Beschichtung des Filterkorbes wird ein Anhaften des Filtergewebes am Korb verhindert, welches so wesentlich einfacher gewechselt werden kann. Mit der \u00c4nderung am Saugfu\u00df verbesserte sich die Aufnahme deutlich. Die Neupositionierung der Vakuumpumpe und der Wasserpum-pe erleichterte den Ger\u00e4tewechsel erheblich.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die bei der Realisierung umweltgerechter, Ressourcen schonender Ger\u00e4te gewonnenen Ergebnisse werden einmal in der Werbung in Fachzeitschriften ver\u00f6ffentlicht. Des Weiteren sind verschiedene \u00f6ffent-liche Vorf\u00fchrungen geplant, um die Vorteile der umweltfreundlichen Strandreinigungsger\u00e4te wirkungsvoll herauszustellen. Weiterhin erfolgt die Bekanntmachung der umweltfreundlichen Ger\u00e4te auch in hauseigenen Werbeschriften und Rundschreiben per E-Mails. Durch die Mitarbeit im Interreg 3A Projekt und Ausstellungen werden viele Bedarfstr\u00e4ger direkt angesprochen. Es ist selbstverst\u00e4ndlich, dass das neue Strandreinigungsverfahren durch eine spezielle Webseite im Internet bekannt gemacht wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, dass eine konsequente Realisierung umwelttechnischer Forderungen bei der Entwicklung und Konstruktion der Strandreinigungsger\u00e4te, wie z. B. der Beach- und Seacleaner m\u00f6glich ist. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass die Strandreinigung bei Schonung der Ressourcen mit gleichzeitiger Gewinnung von Rohstoffen in Einklang gebracht werden kann. Durch die technische Weiterentwicklung und die Anwendung geeigneter Bauelemente war es \u00fcberdies m\u00f6glich, ein konkurrenzf\u00e4higes Produkt zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Fr\u00fchere Projekte auf Initiative des Amtes Kl\u00fctzer Winkel und des Kreise Ostholstein (ein life-Projekt und ein Projekt im Rahmen Regionen aktiv L\u00fcbecker Bucht) hatten die Erkenntnis gebracht, dass eine stoffli-che Verwertung des bei der Strandreinigung anfallenden organischen Materials (z. 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