{"id":24446,"date":"2025-12-22T10:32:06","date_gmt":"2025-12-22T09:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24882-01\/"},"modified":"2025-12-22T10:32:07","modified_gmt":"2025-12-22T09:32:07","slug":"24882-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24882-01\/","title":{"rendered":"Umweltorganisationen in Japan und Deutschland: Voneinander lernen &#8211; Nachhaltige Entwicklung konkret"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltkommunikation zwischen unterschiedlichen Akteuren ist eine der Grundvoraussetzungen f\u00fcr gen\u00fcgend rasche Fortschritte in der Verbreitung des Erfahrungswissens zur Verbesserung der Umweltsituation und Umsteuerung in Richtung nachhaltiger Entwicklung. In bestimmten Bereichen wie der Wirtschaft, Technik und Wissenschaft ist der internationale Austausch z.B. in der Verbreitung neuester Umwelttechniken zwischen entwickelten Industriestaaten wie etwa Deutschland und Japan bereits vergleichsweise intensiv. Dagegen findet der internationale Austausch im Bereich der Umweltorganisationen typischerweise eher noch in hierarchischen Strukturen statt, d.h. Dachverb\u00e4nde von lokalen\/regionalen bzw. nationalen Umweltvereinigungen sowie einige wenige international agierende NGOs agieren auf der Ebene der internationalen Umweltpolitik. Ziel des Projekts ist es, einen Informationsaustausch zur Rolle der Umweltorganisationen in Japan und Deutschland zu organisieren, um damit zum besseren gegenseitigen Verst\u00e4ndnis und rascheren Wissens- bzw. Erfahrungstransfer beizutragen. Zugleich sollen damit konkrete Anregungen jeweils in Deutschland und in Japan in bestimmten Bereichen gegeben werden, in denen die andere Seite voraus ist bzw. entsprechende Erfahrungen hat. Damit ist es die \u00fcbergeordnete Zielsetzung, voneinander zu lernen und zwar m\u00f6glichst konkret f\u00fcr wichtige Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung sowie f\u00fcr die Art der Organisation von NGOs in der Zivilgesellschaft.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Zielsetzungen des Projekts werden durch eine Mischung aufeinander abgestimmter Instrumente erreicht:<br \/>\na) Tagung als Dialogveranstaltung von Japanern und Deutschen zur Rolle von Umweltorganisationen in Japan und Deutschland vom 12. bis 14.03.2007 in der Evangelischen Akademie Tutzing.<br \/>\nb) Studienfahrt vom 15. bis 17.03.2007, bei der Deutsche und Japaner gemeinsam konkrete Projekte und Beispiele zu unterschiedlichsten Umweltthemen und Zusammenspiel verschiedener Akteure erleben und ihre Erfahrungen zusammen diskutieren k\u00f6nnen.<br \/>\nc) parallele Dokumentation\/Publikation der Beitr\u00e4ge der Tutzinger Tagung einschlie\u00dflich der Erfahrungen aus den Diskussionen sowie von Erfahrungsberichten der gemeinsamen deutsch-japanischen Studienfahrt. Die deutsche Publikation wird in enger Abstimmung mit der japanischen Publikation erstellt, was in dieser Form im Themenbereich neuartig ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zentraler Baustein der Ma\u00dfnahme war die Durchf\u00fchrung der Tagung in Tutzing vom 12. bis 14. M\u00e4rz 2007 sowie die anschlie\u00dfende Studienfahrt, die von Tutzing \u00fcber verschiedenste Stationen bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Wiesenfelden f\u00fchrte. An der Tagung nahmen insgesamt 65 Personen teil (in der Bandbreite der Zielgruppen Naturschutzfachleute, Multiplikatoren, in Initiativen und Naturschutzvereinen ehrenamtlich Aktive, Fachleute zu Fachthemen, an Japan Interessierte etc.) teil. Bei den jungen Japanern und Deutschen bildeten sich selbstorganisiert zu Beginn der Tagung gemischte Teams, die w\u00e4hrend beiden Veranstaltungen intensiven Austausch hatten und anschlie\u00dfend gemeinsame Erfahrungsberichte schrieben. An der anschlie\u00dfenden Studienfahrt nahmen insgesamt 60 Personen teil.<br \/>\nAufbauend auf der Auswertung der beiden Veranstaltungen wurde anschlie\u00dfend die endg\u00fcltige Konzeption der Tagungsdokumentation erarbeitet. Dabei lag ein Schwergewicht auf den Erfahrungsberichten japanisch-deutscher Autorenteams der jungen Erwachsenen. Anschlie\u00dfend wurden die Autorinnen und Autoren gewonnen, \u00fcberwiegend Referentinnen und Referenten der Tagung, sowie die eingehenden Beitr\u00e4ge fachlich und redaktionell bearbeitet. Die Arbeit an der Publikation nahm l\u00e4nger als urspr\u00fcnglich geplant in Anspruch, da die japanischen Beitr\u00e4ge ins Deutsche \u00fcbersetzt werden mussten und viel redaktionelle Arbeit erforderlich war. Es ging bei dieser deutsch-japanischen Begegnung nicht nur darum, sich gegenseitig von den Umweltproblemen in Deutschland und Japan und dem Umgang damit zu berichten. Vielmehr sollte in ein  inhaltliches Gespr\u00e4ch eintreten werden, in dem unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte von Natur, Umwelt und auch von Umweltschutz zur Sprache kommen. Die vorliegende Publikation der deutsch-japanischen Begegnungen soll allen Interessierten die M\u00f6glichkeit geben, diesen Prozess des interkulturellen Lernens anhand der Erfahrungsberichte nachzuvollziehen und zugleich etwas zu Naturschutz, Umweltpolitik ebenso wie die zugrundeliegenden Vorstellungen von Natur und Umwelt in Japan und Deutschland im Vergleich zu lernen. Ebenso ist die Publikation dazu gedacht, vergleichbare Vernetzungen von unten anzuregen, damit das Beispiel Schule macht.<br \/>\nDie Tagungsdokumentation erschien im Sommer 2008 in der Reihe Bund Naturschutz Forschung Nr. 10, Verlag Bund Naturschutz in Bayern. Zeitlich versetzt ist der japanische Kooperationspartner derzeit dabei, die japanische Version druckfertig zu machen. Die Publikation wird dort im Verlag der Kumamoto-Gakuen Universit\u00e4t erscheinen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die deutschsprachige Publikation wird gezielt an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren verbreitet: Autorinnen\/Autoren werden mit der \u00dcbermittlung der Belegexemplare gebeten, gezielt in ihrem Umfeld auf die Publikation hinzuweisen und daf\u00fcr zu werben; Bund Naturschutz gibt die Publikation an Vertreterinnen und Vertreter anderer NGOs wie DNR, NABU, WWF, aber auch an BUND Jugend und NABU Jugend, japanische Vereine und Organisationen, Sekretariat der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung etc. weiter; Besprechung der Publikation in der BN-Mitgliedszeitschrift Natur + Umwelt; Die Evangelische Akademie Tutzing nimmt die Publikation in ihre Publikationen auf und bewirbt diese aktiv; Prof. Toyota leitet die deutschsprachige Publikation gezielt an Einrichtungen in Japan, die sich mit den japanisch-deutschen Beziehungen befassen und deutschsprachig sind; Prof. Shimada verbreitet die Publikation gezielt an japanische Einrichtungen in Deutschland (Generalkonsulate, Botschaft, deutsch-japanischen Gesellschaften, Instituten etc.). Johanna Spielberg, die f\u00fcr die Koordination der Publikationsarbeit zust\u00e4ndig war, hat dar\u00fcber hinaus einen E-mail Verteiler f\u00fcr die jungen Erwachsenen. Der japanische Kooperationspartner wird die japanische Publikation in Japan gezielt an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren verbreiten, insbesondere an andere NGOs im Bereich Umwelt und Naturschutz, aber auch an Fachleute im Bereich der Verwaltung, Wissenschaft und Medien<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umweltrelevanz ist entscheidend, dass bei derartigen Begegnungen die Verschr\u00e4nkung des sachlichen Austauschs mit der interkulturellen Verst\u00e4ndigung gelingt. Nachhaltige Bildung braucht interkulturelles Lernen. Das Projekt vertiefte die Zusammenarbeit der deutschen und japanischen NGO. Das Umdenken durch fremdkulturelle Begegnungen ist ein lang andauernder Prozess, in dem die beiden Veranstaltungen einen ersten Schritt bedeuten. Bei den Veranstaltungen wurde intensiv \u00fcber eine Vernetzung in der Zukunft diskutiert. Dazu sprach der FNU-Vorsitzende Kenji TOYOTA eine Einladung zu einem Gegenbesuch nach Japan aus. Es ist eine Fortsetzung der japanisch-deutschen Begegnung auf Ky?sh? geplant. Derzeit l\u00e4uft ein F\u00f6rderantrag, damit dabei wiederum ein Schwerpunkt auf der Begegnung junger Japaner und junger Deutsche gelegt werden kann. Bei F\u00f6rderzusage wird der Gegenbesuch im September 2009 stattfinden, einschlie\u00dflich einer Veranstaltung in Minamata.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltkommunikation zwischen unterschiedlichen Akteuren ist eine der Grundvoraussetzungen f\u00fcr gen\u00fcgend rasche Fortschritte in der Verbreitung des Erfahrungswissens zur Verbesserung der Umweltsituation und Umsteuerung in Richtung nachhaltiger Entwicklung. 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