{"id":24445,"date":"2023-07-13T15:25:57","date_gmt":"2023-07-13T13:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24910-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:58","slug":"24910-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24910-01\/","title":{"rendered":"Conference on the Human Dimensions of Global Environmental Change"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Berlin Conference 2006 Resource Policies: Effectiveness, Efficiency, and Equity zielt darauf ab, den aktuellen Stand der internationalen Forschung zu ressourcenpolitischen Fragen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zusammenzufassen und zu verbreiten. Schwerpunkte liegen dabei auf den Fragen, inwieweit die derzeit diskutierten ressourcenpolitischen Steuerungsans\u00e4tze Kriterien von Zielerreichung, Ma\u00dfnahmeneffizienz und Gerechtigkeit gerecht werden. Ein weiteres Anliegen der Konferenz ist, sowohl methodisch\/inhaltlich unterschiedliche Forschungsans\u00e4tze sowie regional spezifische Herangehensweise an das Thema zusammenzuf\u00fchren und somit die internationale Forschungsagenda im Bereich Ressourcenpolitik fortzuentwickeln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEin Call for Papers mit ausf\u00fchrlicher Darstellung des wissenschaftlichen Hintergrunds der Konferenz wurde im April 2006 ver\u00f6ffentlicht und \u00fcber internationale Netzwerke verbreitet. Trotz einer Reihe konkurrierender Veranstaltungen im selben Zeitraum konnte die hohe Zahl von insgesamt 242 eingereichten Abstracts f\u00fcr Konferenzbeitr\u00e4ge erreicht werden. Die Autoren der Beitr\u00e4ge stammten aus 50 verschiedenen L\u00e4ndern. Auf der Basis eines anonymen Begutachtungsverfahrens wurden die 150 besten Beitr\u00e4ge ausgew\u00e4hlt und zur Konferenz eingeladen. Zus\u00e4tzlich zu diesen Beitr\u00e4gen wurden insgesamt zehn hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eingeladen, Plenarreferate an den beiden Konferenztagen zu halten.<br \/>\nDie Auswahl der Konferenzteilnehmer sowie die Ausarbeitung des Konferenzprogramms erfolgte in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Instituts f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W) und der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Das Konferenzprogramm wurde als Kombination aus Plenarsitzungen und parallelen Panel Sessions konzipiert. Ziel der Referate in den Plenarsitzungen war es, die verschiedenen Ans\u00e4tze zusammenzuf\u00fchren und die gro\u00dfen Forschungslinien und Innovationen zu skizzieren. In den Panel Sessions wurden jeweils 3-4 Forschungspapiere von den Teilnehmer vorgestellt und mit dem Auditorium diskutiert. Dabei wurde besonderer Wert auf interdisziplin\u00e4re und interregionale Zusammensetzung der einzelnen Panels gelegt. Die vorgestellten Papiere waren bis zu zwei Wochen vor der Konferenz einzureichen, um sie den anderen Teilnehmern auf der Konferenzwebsite zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die 2006 Berlin Conference fand vom 17.-18. November 2006 auf dem Gel\u00e4nde der Freien Universit\u00e4t Berlin in Berlin-Dahlem statt. Insgesamt nahmen rund 200 Teilnehmer aus \u00fcber 30 L\u00e4ndern an der Kon-ferenz teil. Als Plenarsprecher konnten hochrangige Wissenschaftler aus der umwelt- und ressourcenpolitischen Forschung gewonnen werden: Prof. Martin J\u00e4nicke (Freie Universit\u00e4t Berlin), Prof. Marina Fischer-Kowalski (Institut f\u00fcr Soziale \u00d6kologie, Universit\u00e4t Klagenfurt), Prof. Paul Ekins (Policy Studies Institute, London), Prof. Daniel Bromley (University of Wisconsin), Prof. Thomas Sterner (Universit\u00e4t G\u00f6teborg), Prof. Claudia Kemfert (DIW Berlin). Zus\u00e4tzlich gelang es, als Vertreter einer eher praktischen Perspektive Inhee Chung (UNEP), Dr. Chris Mottershead (BP), Dr. Antonio Pfl\u00fcger (IEA) sowie Dr. Mathis Wackernagel (Global Footprint Network) als Referenten zu gewinnen.<br \/>\nDie thematischen Schwerpunkte der Konferenz lassen sich unter folgenden \u00dcberschriften zusammenfassen:<br \/>\n1)\tManagement nat\u00fcrlicher Ressourcen<br \/>\nIn diesem Themenbereich wurde das Problem nachhaltigen Ressourcenmanagements anhand einer Vielzahl von beispielhaften Anwendungsfeldern (Biodiversit\u00e4t, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasser und Fischerei) empirisch und theoretisch aufgearbeitet. Dabei wurden unter anderem Ans\u00e4tze transnationaler Kooperation wie der Marine Stewardship Council im Bereich Fischerei oder Regelungen zum Schutz der Artenvielfalt unter stark unterschiedlichen Rahmenbedingungen in mehreren L\u00e4ndern (z. B. Neuseeland, Skandinavien oder Madagaskar) diskutiert. Verschiedene Beitr\u00e4ge widmeten sich Anwendungsf\u00e4llen regionalen Ressourcenmanagements mit einer Reihe von Beispielen auch aus dem entwicklungspolitischen Kontext.<br \/>\n2)\tPolitische Strategien<br \/>\nIm Themenfeld Politische Strategien ging es um allgemeine ressourcenpolitische Strategien auf nationaler bzw. supranationaler Ebene. Dabei standen ressourcenpolitische Strategien innerhalb der EU im Fokus einer Reihe von Beitr\u00e4gen, aber auch Initiativen in Nicht-OECD-L\u00e4ndern wie Vietnam, Ghana oder Indonesien. Mehrere Papiere besch\u00e4ftigten sich zudem mit der Evaluation von Politiken und der Entwicklung von Szenarien und Modellen zur Entwicklung der Ressourcennutzung.<br \/>\n3)\tInstitutionelle Innovationen<br \/>\nEin dritter Diskussionsstrang besch\u00e4ftigte sich mit institutionellen Innovationen beim Management nat\u00fcr-licher Ressourcen, dem Wandel des Nationalstaats, Innovationen im grenz\u00fcberschreitenden Flussgebietsmanagement, der \u00dcberpr\u00fcfung und Evaluierung von Politiken, dem Verh\u00e4ltnis von Ressourcennutzung mit Fragen globaler Sicherheit sowie der Einbeziehung breiter Stakeholdergruppen im Ressourcenmanagement. Dabei wurden in den genannten Themenbereichen Beispielf\u00e4lle aus Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Finnland ebenso wie Beispiele aus Jemen oder dem Kaukasus diskutiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Konferenz wurde durch die hohe Anzahl der Teilnehmer aus mehr als 30 L\u00e4ndern international sehr gut wahrgenommen, was durch eine Diskussion mehrerer Einzelthemen in verschiedenen Foren im Anschluss an die Konferenz best\u00e4tigt werden konnte. Die Konferenzwebsite (www.fu-berlin.de\/ffu\/akumwelt\/bc2006) diente zur allgemeinen Information der Teilnehmer, aber auch zur Ver\u00f6ffentlichung der eingereichten Papiere. Die Forschungspapiere k\u00f6nnen auch nach der Konferenz noch von der Website heruntergeladen werden. Eine Buchpublikation mit den wichtigsten Beitr\u00e4gen der Konferenz ist derzeit in Vorbereitung und wird die Verbreitung der Themen zus\u00e4tzlich erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Berlin Conference 2006 mit \u00fcber 200 Teilnehmern kann zu den gr\u00f6\u00dften sozialwissenschaftlichen Konferenzen zu umweltpolitischen Fragen gez\u00e4hlt werden. Die Internationalit\u00e4t der Teilnehmer garantiert  eine enorme Verbreitung der Konferenzinhalte auch au\u00dferhalb Europas. In thematischer Hinsicht ist es gelungen, eine B\u00fcndelung der unterschiedlichen methodischen und inhaltlichen Herangehensweisen an das breit diversifizierte ressourcenpolitische Themenfeld zu erreichen. Das Ziel der Konferenz, Forscher aus unterschiedlichen geografischen Hintergr\u00fcnden zusammenzuf\u00fchren, konnte durch die gro\u00dfe Anzahl von Teilnehmern auch aus nichteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern erreicht werden. Sowohl Plenarbeitr\u00e4ge der eingeladenen Referenten als auch eine gro\u00dfe Zahl der eingereichten Papiere zeichneten sich durch eine weit \u00fcberdurchschnittliche Qualit\u00e4t aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Berlin Conference 2006 Resource Policies: Effectiveness, Efficiency, and Equity zielt darauf ab, den aktuellen Stand der internationalen Forschung zu ressourcenpolitischen Fragen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zusammenzufassen und zu verbreiten. Schwerpunkte liegen dabei auf den Fragen, inwieweit die derzeit diskutierten ressourcenpolitischen Steuerungsans\u00e4tze Kriterien von Zielerreichung, Ma\u00dfnahmeneffizienz und Gerechtigkeit gerecht werden. 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