{"id":24441,"date":"2023-07-13T15:25:54","date_gmt":"2023-07-13T13:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24894-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:56","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:56","slug":"24894-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24894-01\/","title":{"rendered":"Integrale Evaluierung der Ver- und Entsorgungssysteme bei Berg- und Schutzh\u00fctten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr die Errichtung von Ver- und Entsorgungsanlagen bei Berg- und Schutzh\u00fctten im alpinen Raum bedarf ganz spezifischer Kenntnis \u00fcber Bauma\u00dfnahmen im Gebirge. Vielen Projekte werden realisiert, ohne auf die Erfahrungen bei \u00e4hnlichen Vorhaben zur\u00fcckzugreifen. Der Grund hierf\u00fcr liegt in einer fehlenden, objektiven  Dokumentation derartiger, ausgef\u00fchrter Projekte. Bei gegenst\u00e4ndlichem Projekt werden in einer integrierenden Weise die Wasser- und die Energieversorgung, sowie die Abwasser- und die Abfallent-sorgung bei Berg- und Schutzh\u00fctten untersucht und hieraus ein Planungsleitfaden f\u00fcr neu Projekte erarbeitet. Ziel ist es, die Umwelteffizienz zu steigern und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Untersuchung werden ca. 100 ausgew\u00e4hlte Objekte nach methodischen Bewertungsverfahren untersucht. Die Erhebungen bei den Sektionen und auf den H\u00fctten werden nach Erstellung des Arbeitsprogramms mit einem Erhebungsbogen durchgef\u00fchrt. F\u00fcr die Auswahl der zu erhebenden Objekte wur-den alle vorhandenen Daten gesichtet, um im Anschluss in eine Datenbank \u00fcbertragen zu werden.<br \/>\nDie vorhandenen Anlagen werden mittels Fragebogen, Fotos und Gespr\u00e4ch mit dem Wirt dokumentiert. Abwasseranalysen und Messungen im Bereich der Energietechnik sind vorgesehen. Die vor Ort aufgenommenen Daten werden im B\u00fcro aufgearbeitet und der Erhebungsbogen vervollst\u00e4ndigt. Nachdem die gewonnenen Daten untereinander in Beziehung gesetzt wurden, sollte sich ein Bild \u00fcber die Zuverl\u00e4ssig-keit der einzelnen Anlagentypen unter Ber\u00fccksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen ergeben. Die erhobenen und bewerteten Daten sollen in Form einer `Leitlinie\u00b4 zusammengefasst werden und zuk\u00fcnftig bei Planung, Errichtung, Wartung und Betrieb von Ver- und Entsorgungsanlagen bei Schutzh\u00fctten ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\nDie gewonnenen Erkenntnisse sollen \u00fcber eine Wissensverbreitung in Form von Brosch\u00fcren, Workshops und \u00e4hnlichen, fachspezifischen  Veranstaltungen allen Institutionen und Personenkreisen zug\u00e4nglich gemacht werden, welche sich zuk\u00fcnftig mit dieser Materie auseinander zu setzen haben.<br \/>\nF\u00fcr die Objektivierung der Studie ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universit\u00e4t f\u00fcr Boden-kultur, Wien eingerichtet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Leistungsumfang der Vorphase erstreckte sich auf folgende T\u00e4tigkeiten:<br \/>\nErgebnisverwertung der Probeerhebungen 2006 \/ Erstellung Erhebungsbogens und der Datenbank \/ Erhebung der bisher errichteten Ver- und Entsorgungsanlagen auf Schutzh\u00fctten \/ Auswertung und Gliederung der erhobenen Systeme \/ Festlegung von Auswahlkriterien f\u00fcr die H\u00fcttenauswahl \/ Auswahl der H\u00fctten.<br \/>\nIm Sommer 2006 wurden bei insgesamt zehn Schutzh\u00fctten Erhebungen f\u00fcr den Zweck durchgef\u00fchrt, um f\u00fcr die Erstellung des Fragebogens praktische Erfahrungen zur Verf\u00fcgung zu haben. Diese Erhebungen wurden im Rahmen der Vorphase ausgewertet. Ein wesentliches Ergebnis daraus war, dass jene Daten, die nicht notwendigerweise auf der H\u00fctte erhoben werden m\u00fcssen bei der Sektion im Tal erhoben werden sollten. Einerseits verf\u00fcgt der Wirt nicht \u00fcber alle Informationen, die im gegenst\u00e4ndlichem Projekt abgefragt werden m\u00fcssen, andererseits soll jene Zeit, die der Wirt f\u00fcr die Befragung aufbringt auch sehr spezifisch f\u00fcr die Anlagenbeurteilung aus seiner Sicht gen\u00fctzt werden.<br \/>\nAlle Projektpartner wurden eingeladen, Vorschl\u00e4ge hinsichtlich der zu erhebenden H\u00fctten, bzw. der dort installierten Anlagen zu \u00fcbermitteln. Aus dieser Anfrage resultierten 135 Nennungen. Dazu wurden noch H\u00fctten durch die Projektpartnervertretung namhaft gemacht. Der Vorschlag f\u00fcr die 100 tats\u00e4chlich zu erhebenden H\u00fctten wurde auf Basis folgender Kriterien erstellt:<br \/>\nDie H\u00fctten sollten m\u00f6glichst in allen vier Bereichen (Wasser, Abwasser, Energie, Abfall) f\u00fcr das Projekt wertvolle Ergebnisse liefern k\u00f6nnen. \/ Die einzelnen Systeme sollten jeweils in einer aussagkr\u00e4ftigen Anzahl aufscheinen. \/ Die Verteilung sollte auf unterschiedliche Situationen hinsichtlich Geologie und H\u00f6henlage R\u00fccksicht nehmen. \/ Jeder Projektpartner sollte seine Erhebungsw\u00fcnsche in einem zufriedenstellenden Ausma\u00df wieder finden, wie auch auf die regionale Streuung zu achten war.<br \/>\nDie, von der Projektpartnervertretung erstellte Liste \u00fcber die 100 zu erhebenden H\u00fctten wurden im Rahmen einer Vollversammlung am 16.03.2007 in Salzburg diskutiert, und diese in der vorgeschlagenen Form beschlossen.<br \/>\nIm Vorfeld wurde eine ACCESS-Datenbank zur Auswertung der 135 Erhebungsvorschl\u00e4ge programmiert, um die Auswahl der 100 zu erhebenden H\u00fctten zu unterst\u00fctzen. Richtlinien im Sinne des Datenschutzes wurden er\u00f6rtert und ebenfalls definiert. Die Anforderungen an den Fragebogen in Datenumfang und Da-tenstruktur wurde durch die Beteiligten der Vollversammlung diskutiert. Die zus\u00e4tzlichen Anforderungen wie Durchf\u00fchrbarkeit \/ Anzahl der Datens\u00e4tze und die Anwendbarkeit \/ \u00dcberf\u00fchrbarkeit der Daten wurde unter Einbeziehung von Fachleuten f\u00fcr die einzelnen Anlagenbereiche (Energieversorgung, Kl\u00e4ranlage, Wasserversorgung und Abfallentsorgung) entsprechend abgestimmt. Dadurch ergab sich ein Umfang von 345 Datens\u00e4tzen f\u00fcr die endg\u00fcltigen Form, die innerhalb der Bereiche in Kontext (qualitative \/ beschreibende Informationen und Variablen (quantitative \/ rechenbare Informationen) unterteilt sind.<br \/>\nInsbesondere soll das Zusammenwirken der einzelnen Anlagenbereiche auf der Schutzh\u00fctte betrachtet werden, um die daraus resultierenden Erkenntnisse in zuk\u00fcnftige Planung einflie\u00dfen zu lassen.<br \/>\nDie Datensammlung wurde in Form einer Excel-Tabelle erstellt, da sich dieses Dateiformat problemlos mit einer ACCESS-Datenbank verkn\u00fcpfen l\u00e4sst.<br \/>\nZus\u00e4tzlich konnten die Ergebnisse und die Erfahrungen, die durch die Probeerhebungen gesammelt wurden, in die Erstellung des Fragebogens einflie\u00dfen. Im Fr\u00fchjahr 2007 fand zur Verringerung des Erhebungsaufwandes auf der H\u00fctte die Talerhebung statt. Dazu wurden die entsprechenden Sektionen angefahren, dort unter Mithilfe der H\u00fcttenwarte die vorhandenen Unterlagen gesichtet und die ben\u00f6tigten Daten erhoben. Die Talerhebung der DAV H\u00fctten fand Gro\u00dfteils beim Hauptverein in M\u00fcnchen statt. Die Erhebungen im Tal werden im Herbst, bzw. Winter 2007 bei einigen Sektionen noch fortgesetzt, um die Frageb\u00f6gen komplettieren zu k\u00f6nnen. Die Erhebungen auf den H\u00fctten konnte planm\u00e4\u00dfig in der 27. KW begonnen werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Da es sich bei gegenst\u00e4ndlicher F\u00f6rderung um die Bezuschussung einer Vorphase handelt, ist auch f\u00fcr diesen Teil keine \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentationen vorgesehen. Diese sind nach Abschluss der Hauptphase geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die Ergebnisse der Vorphase konnten die Vorbereitungen auf die Hauptphase in qualitativer Hinsicht und in jenem Umfang so get\u00e4tigt werden, dass das Gesamtprojekt erfolgreich weiter gef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr die Errichtung von Ver- und Entsorgungsanlagen bei Berg- und Schutzh\u00fctten im alpinen Raum bedarf ganz spezifischer Kenntnis \u00fcber Bauma\u00dfnahmen im Gebirge. Vielen Projekte werden realisiert, ohne auf die Erfahrungen bei \u00e4hnlichen Vorhaben zur\u00fcckzugreifen. Der Grund hierf\u00fcr liegt in einer fehlenden, objektiven Dokumentation derartiger, ausgef\u00fchrter Projekte. 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