{"id":24422,"date":"2023-07-13T15:25:54","date_gmt":"2023-07-13T13:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24832-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:55","slug":"24832-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24832-01\/","title":{"rendered":"Qualit\u00e4tsoffensive Naturzentren in der Erlebnisregion  Nationalpark Eifel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Erlebniseinrichtungen zu Natur und Landschaft der Eifel (Naturzentren) sind ein zentraler Bestand-teil des Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebotes der Region. Sie bilden ein hinsichtlich der Themen und Zielgruppen vielf\u00e4ltiges Gesamtangebot in der Nationalparkregion Eifel. Die Einrichtungen agieren z. Zt. noch weitgehend isoliert voneinander. Bestehende gemeinsame Nachfragepotenziale werden bislang noch nicht ausreichend genutzt. Trotz gro\u00dfer Nachfrage existieren zudem teilweise erheblich Defizite im Bereich der sog. Barrierefreiheit, d.h. der Zug\u00e4nglichkeit f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Im Rahmen des Projektes wurden die Zentren als thematisch vielf\u00e4ltiges Gesamtangebot in einem Netzwerk entwickelt. Die Marktposition wurde sowohl individuell als auch als touristische Angebotsgruppe gest\u00e4rkt. Die Angebotsentwicklung f\u00fcr die Zielgruppe Menschen mit Behinderung fand bei den Ma\u00dfnahmen ebenfalls Ber\u00fccksichtigung. Ziel war die dauerhafte Nachfragesteigerung und die Erh\u00f6hung der Qualit\u00e4t des Gesamtangebots. Damit sind eine Steigerung der Kostendeckung, die Entkopplung von Unterhaltungsf\u00f6rdermitteln sowie die dauerhafte Existenzsicherung der Einrichtungen und der damit verbundenen Arbeitspl\u00e4tze verbunden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Kooperation basiert auf den individuellen Profilen der 17 Partnerzentren hinsichtlich der thematischen Schwerpunkte, der Zielgruppen, des Angebotsspektrums und der allgemeinen Leistungsf\u00e4higkeit. Zur Erfassung diente ein hierf\u00fcr entwickeltes Erhebungssystem mit Frageb\u00f6gen, Interviews und Workshops vor Ort. Gleichzeitig wurde die Zug\u00e4nglichkeit f\u00fcr Menschen mit Behinderung nach einschl\u00e4gigen Kriterien ermittelt.<br \/>\nDie Einzelprofile bildeten die Grundlage f\u00fcr den folgenden partizipativen Arbeitsprozess zur Netzwerkstrategie. In Workshopverfahren wurden gemeinsame Angebote und Marketingmedien entwickelt. Hierbei wurden weitere Partner, vor allem aus der touristischen Servicekette, eingebunden. Weitere Kooperationen entstanden mit anderen Bildungstr\u00e4gern oder mit Herstellern und Vermarktern regionaler Produkte. Weiterhin wurde ein Qualit\u00e4tszirkel eingerichtet. Er unterst\u00fctzt auch \u00fcber den Projektrahmen hinaus die dynamische Anpassung des Netzwerks an sich ver\u00e4ndernde Marktbedingungen und dient der laufenden Qualit\u00e4tsentwicklung des Gesamtangebotes. Individuelle Ma\u00dfnahmen zum Abbau von Barrieren bei der Zug\u00e4nglichkeit f\u00fcr Menschen mit Behinderung leisteten einen weiteren wichtigen Beitrag zur Qualit\u00e4tsentwicklung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die bisherige Zusammenarbeit der Naturzentren im Projekt Qualit\u00e4tsoffensive Naturzentren hat den hohen Bedarf nach einer St\u00e4rkung der Einrichtungen durch Kooperation best\u00e4tigt.  Die Profilanalyse hat zahlreiche Probleme der Einrichtungen bei der strategischen Ausrichtung aufgedeckt, welche durch eine Vernetzung mit anderen Naturzentren und weiteren Leistungstr\u00e4gern aus Umweltbildung und Tourismus gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Dabei wurde vor allem deutlich, dass eine \u00d6ffnung gegen\u00fcber dem vermarktenden professionellen Tourismus dringend erforderlich ist. Eine Abkehr von rein ideellen Motiven beim Betrieb der Einrichtungen ist notwendig, um eine auch unter wirtschaftlichen Aspekten nachhaltige Zukunftsausrichtung zu gew\u00e4hrleisten. Erste umfangreiche Schritte bei der Entwicklung und Etablierung einer gemeinsamen Vermarktung unter der grafischen Linie Eifel-Expeditionen sind im Rahmen der Projektma\u00dfnahmen getan. Der Naturpark Nordeifel e.V. wird die Ma\u00dfnahmen gemeinsam mit den Partnern weiterentwickeln und gemeinsam mit den Partnerzentren im Eifeler Tourismus und im Umweltbildungsnetzwerk der Region verankern. Wichtige gemeinsame Zielgruppen mit Wachstumspotenzial wurden de-finiert, vor allem Menschen mit Behinderung, Familien und Erwachsenengruppen. Mit professioneller Unterst\u00fctzung wurden Medien zur speziellen Zielgruppenansprache entwickelt und bestehende Vermark-tungskan\u00e4le erschlossen. Die Vernetzung mit Leistungstr\u00e4gern wie Unterkunfts- und Gastronomiebetrie-ben, Tourist-Informationen und Veranstaltern in sog. Vermarktungspartnerschaften war ein wichtiger Bestandteil dieser Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Die Zielgruppe der Menschen mit Behinderung wurde als besonderes Wachstumspotenzial erkannt. Von den umfangreichen Verbesserungen der Barrierefreiheit im Rahmen der Projektma\u00dfnahmen profitieren nicht nur als schwerbehindert anerkannte G\u00e4ste (8% der Bev\u00f6lkerung) sondern alle Personen mit einer Mobilit\u00e4ts- und Wahrnehmungseinschr\u00e4nkung jeglicher Art (insgesamt rund 30% der Bev\u00f6lkerung). Somit werden auch wichtige Grundlagen f\u00fcr die Bedienung der zunehmenden Nachfrage durch \u00e4ltere Menschen gelegt. Die Naturzentren sind die touristischen Leistungstr\u00e4ger, welche das Potenzial der Eifel, die Sch\u00f6nheit und Vielfalt der Landschaft erst in Wert setzen. Umso wichtiger ist die Bedeutung der Naturzentren als Ausflugsangebote in der barrierefreien touristischen Servicekette in der Nationalparkregion Eifel. Die gesteigerte Nachfrage von Tagesg\u00e4sten mit Behinderung wird sich auf die Entwicklung der barrierefreien Angebotsqualit\u00e4t bei den Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben nachhaltig auswirken.<\/p>\n<p>Bereits in Vorbereitung ist ein Instrument zur Besuchererhebung, mit dem im Jahr 2009 eine umfangreiche Befragung von G\u00e4sten und Programmteilnehmern durchgef\u00fchrt wird. Die Daten werden dann gemeinsam vom Kreis der Partner f\u00fcr die Qualit\u00e4tsentwicklung genutzt. Zus\u00e4tzlich Daten werden aus der Internetseite www.eifel-expeditionen.eu laufend gewonnen. Eine gezielte Besucherstatistik bietet hier z. B. die M\u00f6glichkeit zu analysieren, welches Zentrum und welches Angebot wie oft angeklickt wird.<\/p>\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Perspektive bietet die Erweiterung des Netzwerks nach Rheinland-Pfalz und Ostbelgien. Die dortigen potenziellen Partner wurden bereits w\u00e4hrend der Projektumsetzung in Nordrhein-Westfalen laufend informiert und, wo m\u00f6glich, beteiligt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektma\u00dfnahmen wurden von einer intensiven Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitet. Diese richtete sich insbesondere an regionale Akteure aus Politik und Tourismus, die regionale Bev\u00f6lkerung und die \u00fcberregionale Politik und Fach\u00f6ffentlichkeit. F\u00fcr die Projektpr\u00e4sentation genutzt wurden die im Projekt entwickelten Marketingmedien (Internetauftritt, Faltbl\u00e4tter Vermarktungspartnerschaften, gemeinsames Werbefaltblatt), Pressetermine zu Projektmeilensteinen, Messeauftritte und die Abschlussveranstaltung 24 Stunden Natur in Eifel-Ardennen sowie Fachvortr\u00e4ge des Projektleiters bei Multiplikatoren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Naturzentren in der nordrhein-westf\u00e4lischen Eifel haben sich erstmals im Rahmen der Angebots- und Qualit\u00e4tsentwicklung in einem Arbeitszirkel zusammengefunden. Die Zusammenarbeit war im F\u00f6rderzeitraum erfolgreich und hat \u00fcber die Erwartungen hinaus zu fruchtbaren Ergebnissen gef\u00fchrt. Es ist aus-dr\u00fccklicher Wunsch der Netzwerkpartner die Kooperation nachhaltig fortzusetzen.<br \/>\nDas Angebot der Naturzentren wurde in erheblichem Umfang in seiner Nutzbarkeit f\u00fcr Menschen mit einer Behinderung, Senioren und Familien erweitert. 12 der Einrichtungen haben erstmals das barrierefreie Angebot \u00fcberhaupt in den Fokus gefasst. Durch umfangreiche Beratung, den Abbau infrastruktureller Barrieren, die nahezu fl\u00e4chenhafte Qualifizierung des Personals sowie die zielgruppengerechte Bewerbung mit Print- und Internetmedien, wurde die Zielgruppe Menschen mit Behinderung erstmals in quantifizierbarem Umfang f\u00fcr die Eifeler Naturzentren erschlossen.<br \/>\nZudem wurden mit dem qualitativ erweiterten Angebot als Vermarktungspartnerschaften Marketingkooperationen entwickelt und umgesetzt, die das Angebot Naturerlebnis der Naturzentren mit weiteren Dienstleistungen vor Ort zu vermarktbaren, professionellen Dienstleistungsb\u00fcndeln verkn\u00fcpfen. Die Einbindung der professionellen Vermarktungseinrichtungen (in erster Linie Tourist-Informationen) erh\u00f6ht die M\u00f6glichkeit der Kundenkontakte um ein Vielfaches und reduziert dabei den eigenen Marketingaufwand der Naturzentren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Erlebniseinrichtungen zu Natur und Landschaft der Eifel (Naturzentren) sind ein zentraler Bestand-teil des Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebotes der Region. Sie bilden ein hinsichtlich der Themen und Zielgruppen vielf\u00e4ltiges Gesamtangebot in der Nationalparkregion Eifel. Die Einrichtungen agieren z. Zt. noch weitgehend isoliert voneinander. 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