{"id":24416,"date":"2023-07-13T15:25:51","date_gmt":"2023-07-13T13:25:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24820-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:53","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:53","slug":"24820-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24820-01\/","title":{"rendered":"Umweltvertr\u00e4glicher Kanutourismus auf der Krutynia im Masurischen Landschaftsschutzpark, Polen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Masurische Landschaftsschutzpark (MPK) im Nordosten Polens sch\u00fctzt und erh\u00e4lt die vielf\u00e4ltigste und naturschutzfachlich wertvollste Landschaft Masurens. Das Krutynia-Flussgebiet mit seinen NSG Krutynia, Pierwos und Krutynia Dolna im Quell- und M\u00fcndungsbereich ist das pr\u00e4gende Land-schaftselement. Seit dem Jahr 2000 gewinnt der kommerzielle Kanutourismus auf der Krutynia an Popu-larit\u00e4t. Diese Inanspruchnahme der sensiblen naturnahen Kulturlandschaft f\u00fchrt zu einem wachsenden Konfliktpotenzial zwischen Naturschutz und Kanutourismus.<br \/>\nDer Naturpark Uckerm\u00e4rkische Seen hat in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Feldberger Seenland-schaft, dem WWF, BTE, den kanutouristischen Anbietern und weiteren Kooperationspartnern das deutschlandweite Modellprojekt Informations- und Leitsystem f\u00fcr Kanuwanderer f\u00fcr die Kanustrecke Feldberger Seen &#8211; Lychen &#8211; F\u00fcrstenberg konzipiert und erfolgreich umgesetzt. Auch der M\u00fcritz-Nationalpark hat erfolgreich Kanuwanderleitsysteme f\u00fcr die Obere Havel und die Alte Fahrt etabliert.<br \/>\nAusgehend von den Erfahrungen der beteiligten deutschen Gro\u00dfschutzgebiete sowie der aktuellen Situation im MPK entstand eine internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel des Know-how-Transfers. Inner-halb dieser Zielsetzung wurde mit der Hilfestellung und dem Erfahrungsaustausch der Kooperationspartner die Basis f\u00fcr einen naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus an und auf der Krutynia im MPK geschaffen. Von besonderer Bedeutung war, eine Zusammenarbeit zwischen Parkverwaltung und kanutouristischen Vertretern aufzubauen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEine erste Vor-Ort-Reise diente dazu Gespr\u00e4che mit dem Projektpartner MPK zu f\u00fchren, mit dem Ergebnis den Projektablauf zeitlich zu konkretisieren und die bestehenden Grundlagen zu aktualisieren und zu vervollst\u00e4ndigen. Eine Informationsveranstaltung f\u00fcr die kanutouristischen Akteure in Kruty? informierte ausf\u00fchrlich \u00fcber das Projektvorhaben (06.12. &#8211; 09.12.2007). Anschlie\u00dfend und fortw\u00e4hrend im Projektjahr wurden die bestehenden Materialien f\u00fcr die Veranstaltungen, Arbeitssitzungen und Informationsmedien zum einen durch Literatur- und Internetrecherchen und zum anderen durch diverse weitere Gespr\u00e4che mit Projektpartnern erg\u00e4nzt bzw. aktualisiert.<br \/>\nDie ersten Schritte im Dezember 2006 ebneten den Weg zum Kooperationsaufbau zwischen den Projektpartnern, der im Rahmen einer Exkursion der deutschen Projektpartner in den Masurischen Land-schaftsschutzpark vertieft wurde (19.02. &#8211; 22.02.2007). Eine Auftaktveranstaltung mit Workshop in Kruty?, bei der sowohl die Projektpartner als auch die Vertreter aller kanutouristischen Interessensgruppen versammelt waren, gab Raum, sich gegenseitig kennenzulernen, die Problemlage vor Ort zu diskutieren und erste Erfahrungen auszutauschen. Weitere Gespr\u00e4che zwischen den Projektpartnern vertieften den Kooperationsaufbau. Eine landseitige Befahrung des Krutynia-Flussgebietes innerhalb dieses Zeitraums veranschaulichte den deutschen Partnern die naturr\u00e4umlichen Gegebenheiten sowie die spezifischen Konfliktbereiche.<br \/>\nEine Exkursion der Akteure aus dem Masurischen Landschaftsschutzpark und dem Wigry Nationalpark in die beteiligten deutschen Gro\u00dfschutzgebiete diente zur Vorstellung der etablierten Kanulenk- und -leitsysteme und verdeutlichte die Bedeutung von offener transparenter Zusammenarbeit von Parkverwaltungen, Kommunen und touristischen Anbietern zur Harmonisierung von Konflikten und zur gemeinsamen nachhaltigen Entwicklung im Kanutourismus (28.05. &#8211; 31.05.2007).<br \/>\nAuf diesem vielseitigen Know-how-Transfer aufbauend erarbeiteten die lokalen Akteure in drei Arbeitstreffen (09.05.2007\/ 21.06.2007\/ 11.10.2007) im gemeinsamen Dialog unter der fachlichen Beratung der deutschen Kooperationspartner gem\u00e4\u00df dem \u00fcbergeordneten Leitbild Umweltvertr\u00e4glicher Kanutourismus an der Krutynia, Minderungs- bzw. L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zu bestehenden Konflikten, die im Ma\u00dfnahmenprogramm Kanuwanderleit- und -informationssystem Krutynia dokumentiert wurden. Die Treffen wurden auch zur Vorbereitung erster Umsetzungsma\u00dfnahmen f\u00fcr das Wasserwanderleitsystem genutzt, wie z.B. die Konzeption und Gestaltung von Informationsmaterialien. Das Ziel &#8211; die Zusammenarbeit der lokalen Akteure an der Krutynia zur F\u00f6rderung eines nachhaltigen Kanutourismus &#8211; wurde durch diese Ma\u00dfnahme erreicht. Diese im Projektzeitraum aufgebaute Zusammenarbeit der beteiligten Lobbys ist nun weiter zu vertiefen. Zu den Akteuren geh\u00f6ren neben der MPK-Verwaltung, den kanutouristischen Anbietern und den Kommunen auch die zust\u00e4ndigen Forst\u00e4mter, die Gastronomen, der PTTK, die lokale Tourismusorganisation Sensburger Land und die Stiftung zum Erhalt des Masurischen Landschaftsschutzparks und der Krutynia-Flusslandschaft. Ihre Vertreter sind der zum Ende des Projektes gegr\u00fcndeten Arbeitsgruppe Kanutourismus beigetreten. Das offene Forum wird zuk\u00fcnftig an der Umsetzung des Wasserwanderleitsystems Krutynia arbeiten, welches langfristig auch auf den Gesamtverlauf der Kanuroute ausgedehnt werden soll.<br \/>\nAu\u00dferdem fand in Kruty? eine Schulung der \u00f6rtlichen Kanuanbieter durch Vertreter der Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. (BKT) statt. Die BKT hat mit ihrem Qualit\u00e4tssiegel ein in Europa vorbildliches Ausbildungsprogramm geschaffen, das sowohl die Sicherheit der Kunden als auch den Naturschutz im Blick hat. Die Anbieter an der Krutynia erhielten einen Einblick in dieses Qualit\u00e4tssiegel und wurden f\u00fcr damit verbundene Fragen sensibilisiert. Zudem wurde neben dem regen Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und polnischen Kanutouristikern intensiv an der Verbesserung eines umfassenden Kunden-managements, angepasst an die Gegebenheiten an der Krutynia, gearbeitet.<br \/>\nBereits erw\u00e4hnt wurden die im Projekt realisierten Informationsmedien. Das vorhandene Defizit an fehlenden visuellen Informationsm\u00f6glichkeiten wurde durch die dreisprachig konzipierten und umgesetzten Informationstafeln, Faltbl\u00e4tter und die Internettseite www.krutynia-mazury.pl aufgehoben. Sie stellen die ersten praktischen Umsetzungen innerhalb des Kanuwanderleitsystems Krutynia dar. Die Internetseite informiert sowohl \u00fcber den MPK und den naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus auf der Krutynia als auch \u00fcber den Wigry Nationalpark und die bekannten Kanureviere Czarna Hancza, Blisna und Rospuda.<br \/>\nDes Weiteren wurden w\u00e4hrend der Exkursion in Deutschland beispielhaft eine der Besucherinformatio-nen des M\u00fcritz-Nationalparks in Kratzeburg und die Besucherinformation und -ausstellung im Naturpark Uckerm\u00e4rkische Seen in Lychen aufgesucht, um Anregungen f\u00fcr die Gestaltung der Museumsscheune in Kruty? zu sammeln. Im Projektverlauf wurde darauf aufbauend die m\u00f6gliche Umnutzung der Museums-scheune in Kruty? in ein Informationszentrum gepr\u00fcft.<br \/>\nDie Abschlussveranstaltung am 06.11.2008 in Kruty?, an der alle Projektpartner und eine Vielzahl von lokalen Akteuren teilnahmen, diente zur Res\u00fcmierung des Projektjahres und insbesondere zur Vorstellung der Projektergebnisse. Die Informationsmaterialien und das Ma\u00dfnahmeprogramm Wasserwanderleit-system Krutynia wurden offiziell der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert, die AG Kanutourismus erfolgreich gegr\u00fcn-det und eine Selbstverpflichtung der Kanuvermieter unterschrieben.<br \/>\nLetztere wurde zus\u00e4tzlich in das Projekt aufgenommen und umgesetzt. Die Selbstverpflichtung zur Einhaltung bestimmter Kriterien, mit denen die Kanutouristiker aus dem M\u00fcritz-Nationalpark einen naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus in ihrem Kanurevier f\u00f6rdern, lernten die Interessensvertreter aus dem MPK w\u00e4hrend der Exkursion im Nationalpark kennen. Die kanutouristischen Akteure an der Krutynia wollten dieses Instrument, angepasst an die Gegebenheiten im MPK, \u00fcbernehmen. Es symbolisiert zum einen die Bereitschaft der Kanutouristiker, sich f\u00fcr den Erhalt der sensiblen Flusslandschaft einzusetzen und zum anderen den Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen Parkverwaltung und Kanutouristiker zu festigen.<br \/>\nInnerhalb des gesamten Projektverlaufs waren die stetige Kontaktpflege, der Austausch von Fachwissen und Erfahrungen der Kooperationspartner wichtige Schritte der Projektbearbeitung und dienten zudem der Festigung der internationalen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das f\u00fcr das Projekt gesetzte Ziel wurde erreicht. Innerhalb der Projektlaufzeit wurde eine internationale Kooperation der Projektpartner aufgebaut. Der Erfahrungsaustausch, die Wissensweitergabe und die ge-gebene Hilfestellung der deutschen Partner erm\u00f6glichten die Sensibilisierung der lokalen Akteure an der Krutynia f\u00fcr ihre Interessenskonflikte und somit die Schaffung der notwenigen Basis f\u00fcr die Entwicklung eines naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus in der Region &#8211; die transparente Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit vor Ort entstand sukzessiv durch das regelm\u00e4\u00dfige Zusammentreffen der Interessensvertreter in Veranstaltungen, in Arbeitstreffen und w\u00e4hrend der Fachexkursion in die beteiligten deutschen Gro\u00dfschutzgebiete. Die Ideen und L\u00f6sungsstrategien und letztendlich die daraus erarbeiteten Instrumen-te, die in das Ma\u00dfnahmenprogramm Wasserwanderleitsystem Krutynia eingegangen sind, konnten durch diese offen gestaltete Arbeitsweise erreicht werden. Positiv ist zu bewerten, dass im Projektzeitraum bereits mehr Ma\u00dfnahmen von den lokalen Akteuren, hier sei insbesondere der Verein Krutynia angesprochen, realisiert wurden, als geplant. Diese Eigendynamik unterstreicht die Erkenntnis, dass Instrumente umgesetzt werden m\u00fcssen, um den nachhaltigen Kanutourismus zu f\u00f6rdern. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise die Einf\u00fchrung von Geb\u00fchren zur Nutzung der privaten Ein- und Aussetzstellen von lokalen und nicht ortsans\u00e4ssigen Kanuanbietern. Sie wird mittelfristig zur Regulierung der Bootszahlen auf der Krutynia beitragen. Durch die Geb\u00fchreneinnahme wird das entstandene Abfallmanagement mitfinanziert.<br \/>\nDie Fortf\u00fchrung der Zusammenarbeit der lokalen Akteure und die anzustrebende Umsetzung weiterer notweniger Ma\u00dfnahmen zur Etablierung des Wasserwanderleitsystems wird zuk\u00fcnftig die Arbeitsgruppe Kanutourismus im MPK \u00fcbernehmen. Das Forum wurde w\u00e4hrend der Abschlussveranstaltung gegr\u00fcndet (siehe auch Fazit).<br \/>\nDas vorhandene Defizit an fehlenden visuellen Informationsm\u00f6glichkeiten wurde durch die dreisprachig konzipierten und umgesetzten Informationstafeln, Faltbl\u00e4tter und die Internettseite www.krutynia-mazury.pl aufgehoben. Sie stellen die ersten praktischen Umsetzungen innerhalb des Kanuwanderleitsystems Krutynia dar. Die Internetseite informiert sowohl \u00fcber den MPK und den naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus auf der Krutynia als auch \u00fcber den Wigry Nationalpark und die bekannten Kanureviere Czarna Hancza, Blisna und Rospuda.<br \/>\nDer Projektzeitplan verschob sich aufgrund eines Arbeitsunfalls (Autounfall) im M\u00e4rz 2007, an dem mehrere Projektpartner beteiligt waren. Dennoch konnten alle Arbeitsschritte durch neue Terminierung im Projektverlauf realisiert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tPowerpoint-Pr\u00e4sentationen zu folgenden Veranstaltungen und Arbeitstreffen:<br \/>\n&#8211;\tInformationsveranstaltung am 07.12.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tAuftaktveranstaltung am 20.02.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tArbeitstreffen am 09.05.2007\/ 21.06.2007\/ 11.10.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tAbschlussveranstaltung am  06.11.2007 in Kruty? (siehe Anhang Endbericht)<br \/>\n2.\tPresseartikel: (siehe Endbericht S. 40)<br \/>\n&#8211;\t31.05.2007 Besucher von Lorenbahn begeistert NORDKURIER, STRELITZER ZEITUNG (S.17)<br \/>\n&#8211;\t25.10.2007 H\u00fcrden in EU-F\u00f6rderung von Partnern oft nicht zu nehmen UCKERMARK KURIER, TEMPLINER ZEITUNG (S.19)<br \/>\n&#8211;\t16.11.2007 Naturpark-Kooperation findet ihren Abschluss NORDKURIER, M\u00dcRITZER ZEITUNG<br \/>\n3.\tTeilnahme und Vorstellung des Projektes an der Konferenz Mit Kanutourismus auf Erfolgskurs &#8211; Modellprojekte aus dem In- und Ausland am 30.11.2007 in Neuruppin (Powerpoint-Pr\u00e4sentation sie-he Anhang Endbericht)<br \/>\n4.\thttp:\/\/www.uckermaerkische-seen.de\/PROJEKTE\/WEITERE\/weitere.html<br \/>\n5.\tStadtamt Mr?gowo (Polen) ver\u00f6ffentlichte am 06.11.2007 nach der Abschlussveranstaltung in Kruty? auf seiner Internetseite den umfassenden Bericht Kajaki zgodne z natur? \u00fcber das Projekt und sei-ne Ergebnisse. http:\/\/www.mragowo.um.gov.pl\/newsy\/news.php?id_newsa=138e (siehe Endbericht)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>).<br \/>\nDas vorhandene Defizit an fehlenden visuellen Informationsm\u00f6glichkeiten wurde durch die dreisprachig konzipierten und umgesetzten Informationstafeln, Faltbl\u00e4tter und die Internettseite www.krutynia-mazury.pl aufgehoben. Sie stellen die ersten praktischen Umsetzungen innerhalb des Kanuwanderleitsystems Krutynia dar. Die Internetseite informiert sowohl \u00fcber den MPK und den naturvertr\u00e4glichen Kanutourismus auf der Krutynia als auch \u00fcber den Wigry Nationalpark und die bekannten Kanureviere Czarna Hancza, Blisna und Rospuda.<br \/>\nDer Projektzeitplan verschob sich aufgrund eines Arbeitsunfalls (Autounfall) im M\u00e4rz 2007, an dem mehrere Projektpartner beteiligt waren. Dennoch konnten alle Arbeitsschritte durch neue Terminierung im Projektverlauf realisiert werden. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tPowerpoint-Pr\u00e4sentationen zu folgenden Veranstaltungen und Arbeitstreffen:<br \/>\n&#8211;\tInformationsveranstaltung am 07.12.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tAuftaktveranstaltung am 20.02.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tArbeitstreffen am 09.05.2007\/ 21.06.2007\/ 11.10.2007 in Kruty?<br \/>\n&#8211;\tAbschlussveranstaltung am  06.11.2007 in Kruty? (siehe Anhang Endbericht)<br \/>\n2.\tPresseartikel: (siehe Endbericht S. 40)<br \/>\n&#8211;\t31.05.2007 &#8220;Besucher von Lorenbahn begeistert&#8221; NORDKURIER, STRELITZER ZEITUNG (S.17)<br \/>\n&#8211;\t25.10.2007 &#8220;H\u00fcrden in EU-F\u00f6rderung von Partnern oft nicht zu nehmen&#8221; UCKERMARK KURIER, TEMPLINER ZEITUNG (S.19)<br \/>\n&#8211;\t16.11.2007 &#8220;Naturpark-Kooperation findet ihren Abschluss&#8221; NORDKURIER, M\u00dcRITZER ZEITUNG<br \/>\n3.\tTeilnahme und Vorstellung des Projektes an der Konferenz &#8220;Mit Kanutourismus auf Erfolgskurs &#8211; Modellprojekte aus dem In- und Ausland&#8221; am 30.11.2007 in Neuruppin (Powerpoint-Pr\u00e4sentation sie-he Anhang Endbericht)<br \/>\n4.\thttp:\/\/www.uckermaerkische-seen.de\/PROJEKTE\/WEITERE\/weitere.html<br \/>\n5.\tStadtamt Mr?gowo (Polen) ver\u00f6ffentlichte am 06.11.2007 nach der Abschlussveranstaltung in Kruty? auf seiner Internetseite den umfassenden Bericht &#8220;Kajaki zgodne z natur?&#8221; \u00fcber das Projekt und sei-ne Ergebnisse. http:\/\/www.mragowo.um.gov.pl\/newsy\/news.php?id_newsa=138e (siehe Endbericht)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Kooperationsprojekt hat innerhalb kurzer Zeit wichtige Grundlagen f\u00fcr die Entwicklung eines umweltvertr\u00e4glichen Kanutourismus auf und an der Krutynia im MPK geschaffen. Entscheidend daf\u00fcr war die intensive Zusammenarbeit aller Projektpartner. Insbesondere die vermittelten Erfahrungen der deutschen Kooperationskollegen in den Treffen, Exkursionen und Veranstaltungen erm\u00f6glichten den lokalen Akteu-ren an der Krutynia einen umfassenden Einblick in m\u00f6gliche und machbare L\u00f6sungsstrategien. Diese zielten zum einen auf den Interessensausgleich der lokalen Akteure und zum anderen auf die gemeinsame Entwicklung eines Wasserwanderleitsystems an der Krutynia ab. Das zu erkennen und das Projekt als das ihre anzunehmen war f\u00fcr die Interessensvertreter ein sukzessiver Prozess. Zuerst nahmen sie an, dass die deutschen Partner ein Projekt mit fertigen Ergebnissen vorlegen, der f\u00fcr eigens konzipierte Handlungsans\u00e4tze keinen Spielraum l\u00e4sst. Doch durch die Auftaktveranstaltung und den Workshop erkannten die Akteure, dass es sich hier um ihre Interessen, Ideen und L\u00f6sungswege handelt, die sie im gemeinsamen offenen Dialog im Projektverlauf erarbeiten sollten. Die Partner wurden nunmehr als Bera-ter und Mediatoren wahrgenommen. Eine Barriere, die noch zu durchbrechen war, waren die bestehen-den Konflikte, ja Vorurteile, der Natursch\u00fctzer, Kanutouristikern und Kommunen untereinander. Die Arbeitstreffen und vor allem die Exkursion in die beteiligten Gro\u00dfschutzgebiete Naturpark Uckerm\u00e4rkische Seen und M\u00fcritz-Nationalpark erwiesen sich als geeignete Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nDie Gespr\u00e4che, die w\u00e4hrend der Exkursionen mit beteiligten Akteuren, die eine naturvertr\u00e4gliche kanu-touristische Nutzung in ihren Kanurevieren f\u00f6rdern, gef\u00fchrt wurden, vermittelten den Teilnehmern die un-abdingbare Notwendigkeit der Kooperation. Der Ansatz wurde in die Arbeitstreffen transferiert und er-m\u00f6glichte den Aufbau der Zusammenarbeit der Interessensvertreter aus Naturschutz, Tourismus und Kommune an der Krutynia. Diese war die Basis, um gemeinsam f\u00fcr bestehende Konflikte in der naturnahen Krutynia-Flusslandschaft das umfassende Ma\u00dfnahmenprogramm &#8220;Wasserwanderleitsystem Krutynia&#8221; zu erarbeiten.<br \/>\nDie Integration im Projekt und die Eigendynamik, die der Verein Krutynia innerhalb des Projektzeitraums entwickelte, sind als \u00e4u\u00dferst positiv zu bewerten. Der aus 16 Kanuvermietern bestehende Verein (gegr. 2004) organisierte sich bereits vor Projektbeginn beispielsweise f\u00fcr die Kl\u00e4rung der Nutzung von privater kanutouristischer Infrastruktur, explizit bestimmter Ein- und Aussetzstellen. Innerhalb des Projektes wurde durch den Verein ein umfassendes Abfallmanagement f\u00fcr die Krutynia-Wasserwanderstrecke im MPK aufgebaut und mit der Sicherung der in ihrem Handlungsraum befindlichen Ein- und Aussetzstellen begonnen.<br \/>\nZwei Konflikte, die insbesondere zu \u00f6kologischen Belastungen f\u00fchrten, wurden gemindert. In Bezug auf das M\u00fcllproblem konnte in der Sommersaison 2007 eine deutliche Verbesserung am und im Fluss Krutynia verzeichnet werden. Der Verein Krutynia beteiligte sich au\u00dferdem an der Finanzierung der zwei zus\u00e4tzlichen Informationstafeln, die zur vollst\u00e4ndigen Informationsvermittlung an der Kanuroute erg\u00e4nzt wurden. F\u00fcr die Verwaltung des Masurischen Landschaftsschutzparks war und ist der Rollenwechsel von konservativer Naturschutzarbeit zu integrativer Zusammenarbeit noch nicht abgeschlossen.<br \/>\nDie im Projektzeitraum zus\u00e4tzliche umgesetzte Ma\u00dfnahme der &#8220;Selbstverpflichtung der Kanuvermieter zur F\u00f6rderung eines umweltvertr\u00e4glichen Kanutourismus&#8221;, zu dem ihre Unternehmen entscheidend bei-tragen, kann als Einverst\u00e4ndnis einer Zusammenarbeit zwischen MPK-Verwaltung und Kanutouristikern interpretiert werden. Beide Interessensgruppen haben im Projektverlauf die Notwendigkeit der Kooperati-on erkannt, um langfristig den Schutz und den Erhalt der Flusslandschaft zu gew\u00e4hren und gleichzeitig diese als Erwerbsgrundlage zu sichern.<br \/>\nDes Weiteren sollten die an der Wasserwanderroute befindlichen Kommunen Piecki und Ukta (Ruciane Nida) ihre Funktion innerhalb der kanutouristischen Entwicklung an der Krutynia st\u00e4rker wahrnehmen. Eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist nicht gleichzusetzen mit einer Zusammenarbeit. Begr\u00fcndet wurde das geringe Interesse der Gemeinden am Kanutourismus durch zu kurze Legislaturperioden und eine andere politische Schwerpunktsetzung.<br \/>\nDie im Projektzeitraum aufgebaute Zusammenarbeit der beteiligten Lobbys ist nun zu vertiefen. Zu den Akteuren geh\u00f6ren neben den erw\u00e4hnten auch die zust\u00e4ndigen Forst\u00e4mter, die Gastronomen, der PTTK, die lokale Tourismusorganisation Sensburger Land und die Stiftung zum Erhalt des Masurischen Landschaftsschutzparks und der Krutynia-Flusslandschaft. Ihre Vertreter sind der Arbeitsgruppe Kanutourismus beigetreten. Das offene Forum wird zuk\u00fcnftig an der Umsetzung des Wasserwanderleitsystems Kru-tynia arbeiten, welches langfristig auch auf den Gesamtverlauf der Kanuroute erweitert werden soll. Wichtig ist f\u00fcr diese Zielsetzung, dass die Interessensvertreter die Zusammenarbeit und die Erfahrungen aus diesem Projekt als Chance annehmen und geradlinig an der Umsetzung weiterer notwendiger Ma\u00dfnahmen arbeiten. Ein Projekt in dieser Form ist in Polen bisher einmalig und weist Modellcharakter f\u00fcr andere Kanureviere auf.<br \/>\nDer Wigry Nationalpark konnte bereits durch die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung, dem Workshop, der Exkursion zu den deutschen Projektpartnern und der Abschlussveranstaltung von den Projektinhalten- und zielen -partizipieren. Die Vertreter aus Parkverwaltung und Kanutourismus zeigten unter Anderem reges Interesse am Aufbau einer Arbeitsgruppe Kanutourismus und der Entwicklung eines Leitsystems f\u00fcr das Kanurevier Czarna Hancza.<br \/>\nDamit bieten sich weitere Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr die Partnerschaft zwischen Wigry Nationalpark und M\u00fcritz-Nationalpark. Die gute internationale Zusammenarbeit der Schutzgebiete und die Erreichung der gesetzten Ziele sind durchaus der gleichartigen touristischen Nutzung in \u00e4hnlichen Landschaftsr\u00e4umen und dem hohen Erfahrungswert der deutschen Partner in der Etablierung ihrer Leitsysteme zu verdanken. Ein bedeutende Rolle spielte zudem das positive Verh\u00e4ltnis der internationalen G\u00e4ste und Gastgeber nicht nur auf Arbeitsebene sondern auch zwischenmenschlich. Diese gute Kommunikation erm\u00f6glichte, dass innerhalb eines Jahres erste wichtige Schritte f\u00fcr das Wasserwanderleitsystem Krutynia umgesetzt wur-den. Informationstafeln, Faltbl\u00e4tter und die Internetseite www.krutynia-mazury.pl bieten den Kanutouristen an der Krutynia ab der Saison 2008 umfassende Auskunftsm\u00f6glichkeiten.<br \/>\nDas Projekt stellt f\u00fcr den Naturpark Uckerm\u00e4rkische Seen und den M\u00fcritz-Nationalpark auch eine Chan-ce dar, ihren ortsans\u00e4ssigen Kanutouristikern die Bedeutung ihrer Wasserwanderstrecken aufzuzeigen und ihnen durch Dritte mitzuteilen, dass die Zusammenarbeit in den jeweiligen Arbeitskreisen lohnenswert ist und sie schon viel erreicht haben.<br \/>\nDas Projekt zeigt trotz Zielerreichung dennoch seine Grenzen auf. Die geschaffenen Voraussetzungen &#8211; die Zusammenarbeit der lokalen Akteure und das in seinen Anf\u00e4ngen bestehende Wasserwanderleitsys-tem Krutynia &#8211; wurden durch die beratende Funktion der deutschen Projektpartner gesteuert. Das geschaffene Netzwerk an der Krutynia hat nun die Verantwortung der Fortf\u00fchrung und muss dies als ihre Chance wahrnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Masurische Landschaftsschutzpark (MPK) im Nordosten Polens sch\u00fctzt und erh\u00e4lt die vielf\u00e4ltigste und naturschutzfachlich wertvollste Landschaft Masurens. Das Krutynia-Flussgebiet mit seinen NSG Krutynia, Pierwos und Krutynia Dolna im Quell- und M\u00fcndungsbereich ist das pr\u00e4gende Land-schaftselement. Seit dem Jahr 2000 gewinnt der kommerzielle Kanutourismus auf der Krutynia an Popu-larit\u00e4t. 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