{"id":24415,"date":"2023-07-14T10:34:33","date_gmt":"2023-07-14T08:34:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24819-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:34","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:34","slug":"24819-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24819-01\/","title":{"rendered":"Erhaltung und Restaurierung wertvoller Habitate im Nationalpark Pieniny als Modell f\u00fcr Gro\u00dfschutzgebiete in der Slowakei"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Gesamtziel des Vorhabens war die langfristige Erhaltung und Erh\u00f6hung der Biodiversit\u00e4t und Bewahrung der urspr\u00fcnglichen Landschaftsstruktur im Nationalpark Pieniny unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Wiesen- und Waldbiotope. Durch Verbuschung bedrohte Wiesenbiotope sollten durch Revitalisierungsma\u00dfnahmen und durch nachfolgende &#8211; \u00f6kologische, \u00f6konomische und sozialvertr\u00e4gliche &#8211; Bewirtschaftung erhalten werden. Die Einbeziehung\/Integration der Eigent\u00fcmer und Nutzer\/Bewirtschafter in die Renaturierungs- und Managementma\u00dfnahmen durch die Erh\u00f6hung des Umweltbewusstseins und durch den Know-How-Transfer \u00fcber Standortmanagement und F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten war integraler Bestandteil des Vorhabens. Das Projekt sollte dabei als Modell f\u00fcr Gro\u00dfschutzgebiete in der ganzen Slowakei dienen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Nationalpark Pieniny umfasst eine Fl\u00e4che von ca. 3.750 ha mit einer Pufferzone von weiteren 22.444 ha, direkt angrenzend liegt auf der polnischen Seite der Nationalpark Pieninski mit weiteren 2.346 ha. Sch\u00e4tzungsweise 270 ha Grasland im slowakischen Nationalpark sind verbuscht oder von der Verbuschung betroffen.<br \/>\nDas Vorkommen und der Zustand von betroffenen Fl\u00e4chen wurde analysiert und 60 ha bedrohter Wiesenfl\u00e4chen wurden renaturiert und ihre nachfolgende Bewirtschaftung gesichert. F\u00fcr das Gesamtgebiet wurden Managementma\u00dfnahmen &#8211; als Basis f\u00fcr den sp\u00e4teren Management- und Pflegeplan &#8211; f\u00fcr die Wiesen- und Waldbiotope in Kooperation mit den Eigent\u00fcmern und Nutzern erarbeitet. Durch mehrere Workshops und Informationsveranstaltungen sowie zwei methodischen Leitf\u00e4den\/Brosch\u00fcren wurden die Eigent\u00fcmer und Nutzer \u00fcber die \u00f6kologische, \u00f6konomische und sozialvertr\u00e4gliche Bewirtschaftung und Finanzierungsm\u00f6glichkeiten informiert und eine Erh\u00f6hung des Bewusstseins \u00fcber die Bedeutung des Schutzes der Biodiversit\u00e4t erzielt. F\u00fcr die Eigent\u00fcmer und Nutzer wurde ein Beratungsprogramm entwickelt, welches durch im Vorhaben geschulte Multiplikatoren (lokale Mitarbeiter der Parkverwaltung) nach Projektende weiter angeboten wird.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Landbesitzer bekundeten ihr Interesse an Restaurationsma\u00dfnahmen und brachten eigene Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Fl\u00e4chen ein, die sich zum Gro\u00dfteil mit den aus den Biodiversit\u00e4tsdaten gewonnenen Priorit\u00e4ten deckten. Die Gemeinde Lesnica erwies sich als besonders kooperativ. Nachdem die Arbeiten auf den zun\u00e4chst zugesagten 24 ha sehr zufriedenstellend verliefen, wurde der Vertrag erweitert. Somit hat die Gemeinde Lesnica insgesamt 57 ha bearbeitet. Dabei erfolgte der Gro\u00dfteil der Arbeit des Entbuschens manuell und nur phasenweise wurde ein H\u00e4cksler eingesetzt. In der Umgebung der Gemeinde Cerla nahe Cerveny Klastor wurden ebenfalls Bereiche zur Restaurierung ausgesucht. Hier spielten auch landschafts\u00e4sthetische Aspekte eine Rolle, da die Fl\u00e4chen einen sch\u00f6nen Ausblick in das Tal der Dunajec erlauben. Auf diesen Fl\u00e4chen wurde die notwendige Entbuschung durch den Verein der Freunde des Nationalparks durchgef\u00fchrt und Herr Kolodzej, ein ortsans\u00e4ssiger Bauer, hat die \u00dcbernahme der zuk\u00fcnftig anfallenden M\u00e4harbeiten zugesagt.<br \/>\nDas angestrebte Projektziel von 60 ha restaurierter Fl\u00e4chen wurde erreicht. Auf weiteren 17 ha wurden Arbeiten begonnen, aber zum Teil nur unvollst\u00e4ndig ausgef\u00fchrt. Die Nationalparkverwaltung versucht \u00fcber das Projektende hinaus, die Fl\u00e4cheneigner zur Fertigstellung der Arbeiten zu bewegen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber eine Serie von Workshops und Seminaren wurden die jeweiligen Zwischenergebnisse des Projekts den Besitzern der Fl\u00e4chen und Interessierten aus umliegenden Schutzgebieten vorgestellt und die n\u00e4chsten Projektschritte diskutiert. Durch die transparente Vorgehensweise konnten die Bed\u00fcrfnisse der verschiedenen Interessensgruppen jeweils direkt besprochen und die Planungen mit einbezogen werden. Dadurch war die Akzeptanz des Projektes in der Bev\u00f6lkerung jederzeit gegeben. \u00dcber die Projektlaufzeit wurde ein Beratungsservice etabliert, der von der Bev\u00f6lkerung rege angenommen wurde und \u00fcber das Projekt hinaus zu konkreten Anwendungsproblemen eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Fl\u00e4cheneigner gew\u00e4hrleistet. Zwei Brosch\u00fcren enthalten Informationen \u00fcber die Habitatdiversit\u00e4t und leicht zu befolgende Managementempfehlungen f\u00fcr bewaldete und waldfreie Habitate und informieren \u00fcber Finanzierungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat wesentliche Ziele erreicht. Die Kooperation mit den Partnern vor Ort funktionierte sehr gut, sowohl was die Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung betraf, als auch die Einbeziehung der Gemeinden, Kooperativen und Fl\u00e4cheneigner im Park. Die Beratungsangebote, Workshops und Seminare stie\u00dfen jeweils auf hohes Interesse. Der direkte Nutzen f\u00fcr den Nationalpark manifestiert sich in der komplettierten Datenbank und den daraus entstandenen Karten sowie den Empfehlungen f\u00fcr den Managementplan. Konkrete Restaurierungsma\u00dfnahmen haben auf der angestrebten Fl\u00e4che von 60 ha stattgefunden. Durch Einbeziehung der Vertreter anderer Gro\u00dfschutzgebiete der Slowakei und Polens sowie der zust\u00e4ndigen staatlichen Administration ist es gelungen, die Methoden und Erfahrungen des Projekts \u00fcber das eigentliche Projektgebiet hinaus bekannt zu machen und somit als Modell f\u00fcr \u00e4hnliche Aktivit\u00e4ten auch in anderen Schutzgebieten zu empfehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Gesamtziel des Vorhabens war die langfristige Erhaltung und Erh\u00f6hung der Biodiversit\u00e4t und Bewahrung der urspr\u00fcnglichen Landschaftsstruktur im Nationalpark Pieniny unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Wiesen- und Waldbiotope. Durch Verbuschung bedrohte Wiesenbiotope sollten durch Revitalisierungsma\u00dfnahmen und durch nachfolgende &#8211; \u00f6kologische, \u00f6konomische und sozialvertr\u00e4gliche &#8211; Bewirtschaftung erhalten werden. 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