{"id":24412,"date":"2023-07-13T15:25:51","date_gmt":"2023-07-13T13:25:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24810-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:52","slug":"24810-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24810-01\/","title":{"rendered":"Umweltkommunikation und Energieeffizienz in Museen: OptiLight &#8211; Lichtmanagement in Museen und kulturellen Einrichtungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Initiative f\u00fcr das Pilotprojekt OptiLight geht zur\u00fcck auf das Demonstrationsvorhaben Ressourcenschonung und Umweltkostenreduzierung in Museen, das im Zeitraum 2003 bis 2005 mit Unterst\u00fctzung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt durchgef\u00fchrt wurde. Die Beleuchtung der Ausstellungsr\u00e4ume hatte nach den Erkenntnissen des o. g. Projektes mit bis zu 80 Prozent einen \u00fcberdurchschnittlich hohen Anteil am Stromverbrauch der Museumsliegenschaften.<br \/>\nZiel des Pilotvorhabens Umweltkommunikation und Energieeffizienz in Museen\/ OptiLight ist es, die vor-handenen Einsparpotenziale im Bereich Beleuchtung durch ein effektives Lichtmanagement zu er-schlie\u00dfen. Angestrebt wird der Einsatz moderner Energiespartechnik mit dem Ziel, den Energieverbrauch in den Ausstellungsr\u00e4umen der Museen um ca. 40 Prozent zu senken.<br \/>\nInformationen und Handlungsempfehlungen \u00fcber Energiesparen und Energieeffizienz sollen im Rahmen des Projektes auch die Museumsbesucher und damit auch die Verbraucher erreichen. Ein entsprechendes Umweltkommunikationskonzept ist die Basis f\u00fcr eine optimale Verbreitung der Ergebnisse.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Anschluss an die Grundlagenermittlung (Geb\u00e4udeauswahl\/ Phase 1) erfolgt die Erfassung aller Daten zum Status quo (Stromverbrauch, Fl\u00e4chen, Kennzahlenbildung \/Phase 2). In dieser Phase werden die beteiligten Liegenschaften in Form von Energiegutachten detailliert betrachtet.<br \/>\nAuf Grundlage der Analysen werden Optimierungsm\u00f6glichkeiten der bestehenden Beleuchtungstechnik er\u00f6rtert (Phase 3). Phase 4 beinhaltet dann die Optimierung der Beleuchtung u. a. nach vorheriger Sondierung von Produktangeboten und Wirtschaftlichkeits- bzw. Amortisationsberechnungen.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahmenumsetzung wird durch ein intensives Monitoring begleitet (Phase 5), das die Entwicklung von Stromverbrauch und Stromkosten zum Gegenstand hat. Ebenso sollen Mitarbeiter (Leitungsebene und technisches Personal\/Hausmeister) sowie die Besucher in die Bewertung der Ma\u00dfnahmenumsetzung einbezogen werden. Die Phasen 6 und 7 dienen dem Projektabschluss, der Zusammenfassung der Projektergebnisse und der Multiplikation der Erkenntnisse aus dem Projekt.<br \/>\nGeplant ist die Entwicklung eines Umweltkommunikationskonzeptes, das die Entscheidungstr\u00e4ger in den Museumsverwaltungen, die Mitarbeiter, die Besucher der Museen und die Fach- und Expertenebene auf lokaler und \u00fcberregionaler Ebene gleicherma\u00dfen einbezieht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Pilotprojektes OptiLight verdeutlichen, dass durch ein gezieltes Lichtmanagement in Museen erhebliche Energie- und Kosteneinsparpotenziale zu erschlie\u00dfen sind.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes wurden Einsparpotenziale von bis zu 80% aufgezeigt und durch die Umsetzung von Energiesparma\u00dfnahmen realisiert. Damit wird die urspr\u00fcngliche Zielsetzung, den Energieverbrauch in den Ausstellungsr\u00e4umen der Museen um ca. 40 Prozent zu senken, noch \u00fcbertroffen.<br \/>\nDie M\u00f6glichkeiten eines Lichtmanagements sind dabei \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig. Im Zuge von OptiLight wurden neue und energiesparende Leuchtmittel zum Einsatz gebracht (Energieersparnis jeweils ca. 30 Prozent) und es wurden Pr\u00e4senzmelder zur Lichtsteuerung sowie Tageslichterfassung installiert.<br \/>\nIn einigen Museen wurden &#8211; vor dem Hintergrund des bestehenden energetischen Handlungsbedarfs &#8211; auch grundlegende Modernisierungsma\u00dfnahmen aus den Projektmitteln finanziert, welche die oben bereits genannten Einsparpotenziale von bis zu 80% bewirken konnten.<br \/>\nAlle Ma\u00dfnahmen wurden auf Basis einer seitens der Projektleitung entwickelten Priorit\u00e4tenliste vorbereitet und verwirklicht. Dem war die Erstellung eines neutralen Energiegutachtens vorausgegangen.<br \/>\nDie konkrete Umsetzung von Energiesparma\u00dfnahmen wurde jeweils in Abstimmung mit den Museumsleitungen, den f\u00fcr die Haustechnik verantwortlichen Mitarbeitern sowie nat\u00fcrlich in Kooperation mit den f\u00fcr die Liegenschaften zust\u00e4ndigen Bauverwaltungen vorbereitet und durchgef\u00fchrt.<br \/>\nBesonders hervorzuheben ist das aktive Engagement der Hausmeister und Haustechniker, die eigenh\u00e4ndig und ohne Einbindung von Fremdfirmen z. B. den Austausch von Leuchtmitteln vorgenommen haben.<br \/>\nDie Hausmeister und Haustechniker wurden zudem von den beauftragten Elektrofachfirmen z. B. betreffend der optimalen Anwendung der installierten Pr\u00e4senzmelder unterwiesen, so dass im Zuge von Opti-Light diesbez\u00fcglich auch eine praxisorientierte Schulung des Museumspersonals gew\u00e4hrleistet werden konnte.<br \/>\nDer gesamte Projektprozess wurde &#8211; auch gem\u00e4\u00df der Bewilligungsauflage der DBU &#8211; von Beginn an sehr detailliert dokumentiert und in Form einer Filmdokumentation festgehalten.<br \/>\nDer Dokumentationsfilm zum Projekt OptiLight stellt sehr anschaulich und praxisbezogen die diversen Handlungsfelder eines Lichtmanagements in Museen dar und vermittelt dem Betrachter dabei auch eige-ne Denkanst\u00f6\u00dfe, wie bei der Beleuchtung in Geb\u00e4uden Energie und Kosten einzusparen sein k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Film beinhaltet Au\u00dfen- und Innenaufnahmen der Museen. Er beschreibt durch die Bilder und eine professionelle Kommentierung die realisierten Einsparma\u00dfnahmen und dokumentiert auch, in welcher Form die Museumsbesucher in den Museen \u00fcber das Projekt informiert werden.<br \/>\nNicht zuletzt vor dem Hintergrund des offiziellen Projekttitels Umweltkommunikation und Energieeffizienz in Museen stellt die Filmdokumentation den Schwerpunkt und das Kernst\u00fcck unserer Arbeiten in den vergangenen Monaten dar. Er ist Projektdokumentation und Handlungsanleitung zugleich und beinhaltet damit all das, was mit Projekten der DBU verbunden sein sollte: Anst\u00f6\u00dfe geben und weitere Einrichtungen motivieren, im Sinne von OptiLight auch in den eigenen Liegenschaften t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt OptiLight wurde durch eine Tagung im Landesmuseum Natur und Mensch abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde das Pilotvorhaben anhand von Vortr\u00e4gen vorgestellt. Hierbei wurde erstmals auch der Dokumentationsfilm pr\u00e4sentiert, auf den oben bereits eingegangen wurde. Erg\u00e4nzend dazu konnten sich Interessierte bereits von Projektbeginn an auf der Internetseite www.projekt-optilight.de u. a. \u00fcber den Projektablauf informieren.<br \/>\nHier finden sich &#8211; in der Rubrik Videos &#8211; verschiedene Filmbeitr\u00e4ge z. B. zur Pr\u00e4sentation des Projektes im Rahmen des Internationalen Museumstages, anl\u00e4sslich dessen Info-Flyer an die Besucher ausgeh\u00e4ndigt wurden. U. a. im Landesmuseum Natur und Mensch k\u00f6nnen sich die Museumsbesucher auch anhand von speziellen Infost\u00e4ndern vor Ort in den Ausstellungsr\u00e4umen \u00fcber OptiLight informieren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Den Verlauf und die Ergebnisse des Projektes Umweltkommunikation und Energieeffizienz in Museen bewerten wir als sehr zufriedenstellend. Als besondere Highlights sind an dieser Stelle nochmals die erzielten Einsparpotenziale und die sehr positiv aufgenommene Filmdokumentation zu nennen.<br \/>\nDer Film OptiLight ist ein besonderer Beitrag zur Kommunikation der Themen Energie und Umweltschutz und soll auch \u00fcber den Standort Oldenburg und das Thema Museen hinaus publiziert und wei-tergetragen werden, um so viele Interessierte wie m\u00f6glich zu eigenen Energiesparma\u00dfnahmen zu animieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Initiative f\u00fcr das Pilotprojekt OptiLight geht zur\u00fcck auf das Demonstrationsvorhaben Ressourcenschonung und Umweltkostenreduzierung in Museen, das im Zeitraum 2003 bis 2005 mit Unterst\u00fctzung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt durchgef\u00fchrt wurde. Die Beleuchtung der Ausstellungsr\u00e4ume hatte nach den Erkenntnissen des o. g. 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