{"id":24410,"date":"2023-07-13T15:25:51","date_gmt":"2023-07-13T13:25:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24803-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:52","slug":"24803-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24803-01\/","title":{"rendered":"Integrale Geb\u00e4udesanierung: Konzeptionsphase zum Modellvorhaben am Gymnasium Miesbach"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei den Untersuchungen am Gymnasium Miesbach stand die energetische Ert\u00fcchtigung des Geb\u00e4udes bei gleichzeitiger Verbesserung der Raumklimabedingungen im Vordergrund; letztere deshalb, weil man sich davon auch bessere Lernbedingungen der Sch\u00fcler und bessere Lehrbedingungen f\u00fcr die Lehrer erhofft. Dies bedeutet, dass ein Sanierungskonzept erarbeitet werden muss, bei dem die Energieeinsparung und die Verbesserung der Raumklimakomponenten quasi Hand in Hand gehen und, wenn m\u00f6glich, um auch in p\u00e4dagogischer Hinsicht den Sch\u00fclern eine Steigerung ihres Umweltbewusstseins zu vermitteln. Eine weitere wesentliche Randbedingung war, dass das Landratsamt Miesbach als Schultr\u00e4-ger Wert auf robuste, wartungsarme und einfach zu bedienende Systeme legt, um die laufenden Unterhaltskosten der Schule zu minimieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenA) Datenerhebung f\u00fcr Bauteile und Anlagen<br \/>\nZur Durchf\u00fchrung der Untersuchungen m\u00fcssen die bei der Bestandsaufnahme eruierten Daten vertieft und konkretisiert werden. Die energetische Konkretisierung erfolgte durch Auswertung von Bestandspl\u00e4nen und Ortstermine<br \/>\nB) Messungen in einzelnen Klassenzimmern<br \/>\nDer bauliche Zustand des Gymnasiums und die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Untersuchungen sind zun\u00e4chst gr\u00fcndlich analysiert worden. Darauf basierte dann die Auswahl von Klassenr\u00e4umen verschiedener Bauart und der Aula in der Weise, dass die ausgew\u00e4hlten R\u00e4ume als repr\u00e4sentativ geeignet f\u00fcr die raumklimatischen Untersuchungen befunden wurden. In diesen R\u00e4umen sind \u00fcber eine Sommer- und Winterperiode umfangreiche Messungen der<br \/>\n&#8211;\tRaumlufttemperaturen<br \/>\n&#8211;\tRaumluftfeuchte<br \/>\n&#8211;\tLuftqualit\u00e4t (Kohlendioxid)<br \/>\n&#8211;\tAkustischen Verh\u00e4ltnisse<br \/>\n&#8211;\tLichttechnischen Verh\u00e4ltnisse<br \/>\nC) Bauphysikalische Berechnungen<br \/>\nDie Messungen wurden durch verschiedene bauphysikalische Berechnungen erg\u00e4nzt, die vor allem den Energiebedarf im Istzustand und demjenigen Energiebedarf einschlossen, der gem\u00e4\u00df den derzeitigen und k\u00fcnftigen versch\u00e4rften Vorschriften gefordert wird.<br \/>\nD) Wirtschaftlichkeitsberechnungen<br \/>\nDaran schlossen sich dynamische Wirtschaftlichkeitsberechnungen an, die der zu erwartenden rasanten Energiepreissteigerung Rechnung tragen, und Kostenerhebungen. Die energetischen und raumklimatischen Ergebnisse m\u00fcndeten schlie\u00dflich in drei Modelle mit unterschiedlichem Energiesparerfolg, die dem Auftraggeber zur Sanierung vorgeschlagen wurden, und zwar:<br \/>\nSanierungsmodell 1: geringe Verbesserungen<br \/>\nSanierungsmodell 2: mittlere Verbesserungen<br \/>\nSanierungsmodell 3: gro\u00dfe Verbesserungen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.\tEs wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, wobei ein integraler Ansatz solcher Art gew\u00e4hlt wurde, dass sowohl die bauphysikalischen Fachdisziplinen im Sinne einer optimalen Raumqualit\u00e4t und die vom Projekt betroffenen Nutzer- und Interessengruppen einbezogen sind. Dieser Ansatz entwickelte sich aus intensiven Vorgespr\u00e4chen, bei denen &#8211; neben den unmittelbaren Projektbeteiligten &#8211; auch die Lehrer, die Sch\u00fcler und deren Eltern einbezogen worden waren.<br \/>\n2.\tEin Vergleich der Investitionskosten und des Einsparpotentials zeigt, dass Modell 3 trotz der hohen Investitionskosten als rentabelste Alternative zu sehen ist, weil sich die Amortisationszeiten aufgrund der dramatisch steigenden Energiepreise stark verk\u00fcrzen. Deshalb soll nach der Erarbeitung des Sanierungskonzeptes nun deren Umsetzung erfolgen. Die bauliche Umsetzung ist in ihrer zeitlichen Abfolge so geplant, dass ein Gro\u00dfteil der Ma\u00dfnahmen in den Ferienzeiten stattfinden kann und die kostenintensive und mit hohem organisatorischem Aufwand verbundene Auslagerung von Klassen auf ein Minimum beschr\u00e4nkt wird.<br \/>\n3.\tBei der Umsetzung und hinterher soll das Objekt wissenschaftlich begleitet werden, um die Wirksamkeit des vorgeschlagenen Konzeptes zur Verbesserung der raumklimatischen Bedingungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ein wichtiger Bestandteil der Phase 2 wird es sein, das Vorgehen im Projekt und die Evaluationsergebnisse zu dokumentieren und die angewandten Methoden didaktischen aufzubereiten. Ferner ist es vorgesehen einen Energieausweis f\u00fcr die Schule nach den dann geltenden Regeln zu erstellen und an einer f\u00fcr jedermann gut sichtbaren Stelle \u00f6ffentlich auszuh\u00e4ngen. Dadurch kann das Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit, der Sch\u00fcler und Lehrerschaft f\u00fcr das Projekt gesch\u00e4rft und weiteres Interesse an energetischen Fragestellungen geweckt werden. Die Messungen, Methoden und Ergebnisse sollen so dokumentiert werden, dass eine Verwendung im Unterricht an Schulen m\u00f6glich ist. Um einen m\u00f6glichst hohen Multiplikatoreffekt zu erzielen, sollen die Ergebnisse des Projektes auf verschiedenen \u00f6ffentlichkeitswirksamen Ebenen kommuniziert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Verlauf des Projektes wurden immer wieder Zwischenergebnisse auf Tagungen (Nordic Building Physics, Building X, Bauphysik Tag, Ideenwettbewerb, durchgef\u00fchrt durch das  Gym. Miesbach zur modell-sanierung der Schule, zweit\u00e4giges Projektseminar Wohlgef\u00fchle schaffen Lernr\u00e4ume &#8211; Lernr\u00e4ume schaffen Wohlgef\u00fchle, Zwischenberichte und  Pr\u00e4sentation der Projektphase 1 im Kreistag) der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<br \/>\nFerner hat die lokale Presse in zahlreichen Beitr\u00e4gen \u00fcber das Projekt berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt konnte zeigen, dass aus heutiger Sicht eine energetische Sanierung bei gleichzeitiger Steigerung der Raumklimaqualit\u00e4t sowohl technisch machbar, als auch finanziell umsetzbar ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei den Untersuchungen am Gymnasium Miesbach stand die energetische Ert\u00fcchtigung des Geb\u00e4udes bei gleichzeitiger Verbesserung der Raumklimabedingungen im Vordergrund; letztere deshalb, weil man sich davon auch bessere Lernbedingungen der Sch\u00fcler und bessere Lehrbedingungen f\u00fcr die Lehrer erhofft. 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