{"id":24399,"date":"2025-04-10T10:32:19","date_gmt":"2025-04-10T08:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24760-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:21","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:21","slug":"24760-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24760-01\/","title":{"rendered":"Internationales Studienprogramm Landscape Ecology and Nature Conservation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltprobleme bekommen heute zunehmend eine globale Dimension. L\u00f6sungen k\u00f6nnen daher nur durch intensive internationale Zusammenarbeit entwickelt werden. Austausch von Wissen und die Entwicklung neuer Kenntnisse und Verfahren sind der Schl\u00fcssel zur Bew\u00e4ltigung globaler Umweltprobleme.<br \/>\nAusgehend von diesen Erkenntnissen, war das Ziel des Projekts der Aufbau, die Erprobung und die langfristige Etablierung eines internationalen, transdisziplin\u00e4ren Master-Aufbaustudiengangs mit dem Titel Landscape Ecology &#038; Nature Conservation (LENC) an der Universit\u00e4t Greifswald. Der Studiengang b\u00fcndelt das Lehr- und Forschungspotenzial der Universit\u00e4t durch Vernetzung von Landschafts\u00f6kologie, Biologie, Landschafts\u00f6konomie, Umweltethik, Geowissenschaften und Internationalem Recht. Zielgruppe sind t\u00e4tige oder k\u00fcnftige Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte in internationalen Umwelt-, Naturschutz-, Landnutzungs- und Tourismusorganisationen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Verwaltungen, Umweltbildungseinrichtungen und Planungsb\u00fcros. Das Projekt sollte den Aufbau des Studiengangs erm\u00f6glichen und sein sp\u00e4teres eigenst\u00e4ndiges Fortbestehen sicherstellen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt umfasste die Organisation, Koordination und Evaluation des Studienablaufs vor und w\u00e4hrend der ersten Periode des Studiengangs, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Marketing, die individuelle Betreuung der Studierenden sowie die Unterst\u00fctzung der Lehre. Es gliederte sich inhaltlich in f\u00fcnf Arbeitspakete: (1) Formale Zulassung und Akkreditierung des Programms, (2) \u00d6ffentlichkeitsarbeit, (3) Beratung und Betreuung der Studierenden, (4) Lehre, Studienergebnisse und Entwicklung des Curriculums sowie (5) Lehrkooperationen, Finanzierung und Entwicklungsperspektiven.<br \/>\nZeitlich war das Projekt gestaffelt in drei Arbeitsphasen: Zeitlich gliederte sich das Projekt in drei Phasen: (1) April &#8211; September 2007, Vorphase: Vorbereitung, Arbeitspakete 1 und 2 sowie Auswahl der Studierenden, (2) Oktober 2007 &#8211; M\u00e4rz 2009, Hauptphase: s\u00e4mtliche Arbeitspakete sowie (3) April 2009-Februar 2010, Nachphase: vorwiegend Dokumentation.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Arbeitspaket 1: Der Studiengang wurde bereits 2007 von der Universit\u00e4t Greifswald und dem Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommerns genehmigt. Letzte Nacharbeiten wurden 2009 abgeschlossen. Damit ist das Ziel der formalen Implementierung erreicht. Die Akkreditierung hat 2009 mit der Vorpr\u00fcfung durch die Agentur ASIIN begonnen. Ein Abschluss des Verfahrens wird bis Ende 2010 angestrebt.<\/p>\n<p>Arbeitspaket 2: \u00d6ffentlichkeitsarbeit, s. folgender Abschnitt<\/p>\n<p>Arbeitspaket 3: Das Studienprogramm verzeichnet einen stetigen Zuwachs an Bewerbungen. 2009 gingen \u00fcber 50 vollst\u00e4ndige Bewerbungen f\u00fcr die maximal 15 Studienpl\u00e4tze pro Jahr ein. Die gr\u00f6\u00dfte Nachfrage besteht in Asien (v.a. in China, Indien, Nepal, Pakistan, Zentralasien), aber auch in Europa, Afrika und Lateinamerika. Das Durchschnittsalter der Bewerberinnen und Bewerber betr\u00e4gt 28-29 Jahre, etwa 2\/3 haben Arbeitserfahrung. Die gew\u00fcnschte Zielgruppe wurde damit erreicht. Die Zahl der Studierenden stieg an von 5 (2007), \u00fcber 8 (2008) auf 9 (2009). Sie stammen aus China, Turkmenistan, Nepal, Indien, Brasilien, Pakistan, Kasachstan, Wei\u00dfrussland, Kroatien und Deutschland. Sehr wichtig f\u00fcr ein erfolgreiches Studium ist die Individuelle Beratung durch das Koordinationsb\u00fcro. Sie trug wesentlich dazu bei, dass die Studierenden aller Jahrg\u00e4nge ein motiviertes, gut harmonierendes Team bildeten, das sich schnell in den Lehrbetrieb integrieren konnte und sich in Greifswald zuhause f\u00fchlt. <\/p>\n<p>Arbeitspaket 4: Im Herbst 2008 wurde das digitale Lehrmaterial IMPULSE fertig gestellt. Es stellt eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr das Eigenstudium dar. In allen Semestern konnten einzelne Veranstaltungen aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden (vakante Dozentenstellen, zeitliche Engp\u00e4sse, anfangs fehlende Mittel f\u00fcr Gastdozenturen) nicht wie geplant stattfinden und mussten ersetzt werden. F\u00fcr einige Lehrveranstaltungen besteht Anpassungsbedarf: Inhaltliche Ausrichtung, Reduzierung und Terminierung von Pr\u00fcfungen, systematische Evaluierung, mehr Blockveranstaltungen (h\u00f6here Flexibilit\u00e4t im Lehrtransfer). Die Studienergebnisse sind \u0082sehr gut bis \u0082befriedigend, \u00e4hnlich den deutschsprachigen Studieng\u00e4ngen \u0082Landschafts\u00f6kologie und Naturschutz. Die ersten 4 Absolventen haben ihr Studium in einem Fall mit sehr gut und in drei F\u00e4llen mit \u0082gut abgeschlossen.<\/p>\n<p>Arbeitspaket 5: Lehrkooperationen wurden aufgebaut mit: Freie Universit\u00e4t Bozen (Summer Schools), Universit\u00e4t Klagenfurt (Lehrtransfer), Internationale Akademie Insel Vilm (regul\u00e4re Lehre, Kurse in Akademie geplant) und Europ\u00e4ische Akademie Schloss Wartin (Praktika, Kontakte mit Polen). Kooperationen mit China, Turkmenistan, Indien, Nepal und Kroatien sind zuk\u00fcnftig m\u00f6glich. Nicht Qualifikation, sondern Finanzierung ist das Nadel\u00f6hr f\u00fcr Bewerberinnen und Bewerber, die \u00fcberwiegend aus Schwellenl\u00e4ndern stammen. Neben den Studiengeb\u00fchren (10.000 Euro) ben\u00f6tigen sie ca. 15.000 Euro f\u00fcr die Lebenshaltung. 2\/3 der Studierenden sind derzeit auf ein Stipendium angewiesen. Zuk\u00fcnftig soll die Zahl eigenst\u00e4ndig finanzierter Studierender erh\u00f6ht und der Zugang zu F\u00f6rdermitteln verbessert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Werbung \u00fcber Emails, Flyer, Homepage (http:\/\/www.botanik.uni-greifswald.de\/msclenc), eine Briefaktion sowie den DAAD. Pr\u00e4sentation auf Konferenzen u.a. in Klagenfurt, Tartu, Peking, Bonn, Kasachstan und Turkmenistan. Anl\u00e4sslich des Starts eines jeden Jahrgangs fanden jeweils Festkolloquien mit international ausgewiesenen G\u00e4sten statt. Eine Auswertung zeigt, dass drei Wege entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Anwerbung von Studierenden sind: pers\u00f6nlicher Kontakt, Medien des DAAD und die Internetrecherche. Wichtig ist darum das gezielte Networking mit internationalen Institutionen und Schl\u00fcsselpersonen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dank wachsender Nachfrage, erfolgreichem Studium der Internationalen und finanzieller Unterst\u00fctzung durch Stiftungen, ist der Studiengang erfolgreich gestartet und die Konsolidierung und Implementierung auf einem sehr guten Weg. Es ist gelungen, gut qualifizierte und hoch motivierte Studierende aus aller Welt in die Lehre der Universit\u00e4t Greifswald zu integrieren. Der Studiengang stimuliert durch die Impulse der Studierenden wie auch der Dozenten sehr die Forschung und Lehre sowie die internationalen Beziehungen. Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft sind: (1) die weitere Optimierung der Lehre, (2) die Akkreditierung, in deren Verlauf insbesondere die Studierbarkeit, Evaluation und Qualit\u00e4tssicherung des Programms verbessert werden soll, sowie (3) der Ausbau und die Sicherung finanzieller F\u00f6rderinstrumente.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltprobleme bekommen heute zunehmend eine globale Dimension. L\u00f6sungen k\u00f6nnen daher nur durch intensive internationale Zusammenarbeit entwickelt werden. Austausch von Wissen und die Entwicklung neuer Kenntnisse und Verfahren sind der Schl\u00fcssel zur Bew\u00e4ltigung globaler Umweltprobleme. Ausgehend von diesen Erkenntnissen, war das Ziel des Projekts der Aufbau, die Erprobung und die langfristige [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[63,50,2423],"class_list":["post-24399","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-naturschutz","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"24760\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-24760.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"117.265,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t GreifswaldInstitut f\u00fcr Botanik und Landschafts\u00f6kologieLehrstuhl f\u00fcr Geobotanik und Landschafts\u00f6kologie","dbu_projektdatenbank_strasse":"Grimmer Str. 88","dbu_projektdatenbank_plz_str":"17487","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Greifswald","dbu_projektdatenbank_p_von":"2006-10-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2009-11-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre und 1 Monat","dbu_projektdatenbank_telefon":"03834 - 864116","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Mecklenburg-Vorpommern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"134","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-24760.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43057,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24399\/revisions\/43057"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}