{"id":24398,"date":"2023-09-30T10:32:13","date_gmt":"2023-09-30T08:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24729-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:15","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:15","slug":"24729-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24729-01\/","title":{"rendered":"Umweltfreundliches Konzept zur L\u00fcftung,  K\u00fchlung und Klimatisierung einer Umweltbildungseinrichtung &#8211; Demonstrationsvorhaben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Nationalpark Zentrum Multimar Wattforum ist mit durchschnittlich ca. 200.000 Besuchern pro Jahr (davon ca. 35.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler) die tragende S\u00e4ule in der Informations- und Bildungsarbeit im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Unter den Rahmenbedingungen einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit (BNE) wurde auf der Grundlage eines Entwicklungskonzeptes f\u00fcr das Informationszentrum im Jahr 1994 ein dreistufiger Ausbauplan entwickelt: Nach der Er\u00f6ffnung im Jahr 1999 mit dem Themenschwerpunkt Nationalpark Wattenmeer erfolgte im Jahr 2003 eine erste bauliche Erweiterung (2. Bauabschnitt) mit den Themenschwerpunkt Wale, Watt und Welt-Meere. Im Jahr 2006 wurde eine zweite bauliche Erweiterung (3. Bauabschnitt) mit den drei Themen-Schwerpunkten Wasserrahmenrichtlinie, Fischerei und Lebensraum Nordsee\/ Nordatlantik geplant und im Jahr 2009 umgesetzt. Teil der Planungen war eine erhebliche Erweiterung der vorhandenen Aquarienanlage von ca. 150.000 l Seewasser auf mehr als 550.000 l Seewasser und 50.000 l S\u00fc\u00dfwasser. Daraus ergaben sich neue Anforderungen an die K\u00fchl- und Reinigungstechnik, insbesondere an den Energiebedarf. Teil der baulichen Erweiterung im 3. Bauabschnitt ist ein auf den hohen Energiebedarf in der Aquarienanlage abgestimmtes Konzept zur Senkung der Energiekosten und zur CO2 Emission.<br \/>\nMit diesem Projekt soll als inhaltliche Erweiterung der oben beschriebenen Ausstellungsinhalte ein nachhaltiges Energiekonzept in Teilen baulich umgesetzt und in einer gesonderten Ausstellung pr\u00e4sentiert werden. Besucher des Multimar Wattforum sollen so angeregt werden, sich am Beispiel der L\u00f6sungen im Multimar Wattforum mit Fragen der Energiegewinnung und -nutzung zu besch\u00e4ftigen, m\u00f6gliche R\u00fcckschl\u00fcsse auf den eigenen Umgang mit Energie zu ziehen und Anregungen f\u00fcr \u00c4nderungen im eigenen Lebensumfeld zu finden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Energiekonzept geht davon aus, dass an Stelle einer Erweiterung vorhandener technischer L\u00f6sungen folgende Teill\u00f6sungen umgesetzt werden: 1. Die Nutzung der nat\u00fcrlichen Erdk\u00fchle (Geothermie); 2. Die Nutzung der Freien K\u00fchlung aus der Au\u00dfenluft (saisonal): 3. Eine Kombination aus Absorberk\u00e4lteanlage und Blockheizkraftwerk (Kraft-W\u00e4rme-K\u00e4lte-Kopplung); 4. Keine ausschlie\u00dfliche mechanische L\u00fcftung sondern Nachr\u00fcstung einer geregelten nat\u00fcrlichen L\u00fcftung im Zuge der geplanten Bauma\u00dfnahme. 5. Optimierung des Aufwand\/Nutzen-Verh\u00e4ltnisses durch den dritten Bauabschnitt , u.a. durch energetisch hochwertige Qualit\u00e4t der neuen Fassade.<br \/>\nDie Ausstellung zur Pr\u00e4sentation des Energiekonzepts gliedert sich in 3 Ebenen der Betrachtung und wird neben den beschriebenen Systemkomponenten weitere Aspekte eines nachhaltigen Betriebes darstellen. Auf der ersten Betrachtungsebene (Darstellung der Ph\u00e4nomene) wird an einem Geb\u00e4udemodell exemplarisch das Zusammenwirken der einzelnen technischen L\u00f6sungen dargestellt. Auf der zweiten Betrachtungsebene (Vertiefung durch Erfahren) wird den Besucherinnen und Besuchern die M\u00f6glichkeit gegeben, Effekte der eingesetzten Technik durch gezielte Systemmodulierung selbst zu begreifen. Auf der dritten Betrachtungsebene (Handlungskompetenz) werden Ansatzpunkte f\u00fcr das eigene Handeln gegeben. Das gesamte Vorhaben wird in seiner Wirkung durch eine messtechnische Begleituntersuchung \u00fcber einen Zeitraum von 4 Jahren begleitet (gef\u00f6rdert aus Mitteln der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein). Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind Grundlage f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Optimierung der technischen L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Er\u00f6ffnung 2008 waren die baulichen Ma\u00dfnahmen abgeschlossen. Seit 2009 befindet sich das neue Energiekonzept in der Optimierung. Dieser Prozess ist aktuell (12.2011) noch nicht abgeschlossen.<br \/>\nZur Dokumentation und zur Unterst\u00fctzung der Optimierung wird seit 2010 eine messtechnische Begleituntersuchung durchgef\u00fchrt. Diese umfasst insgesamt 32 Parameter, die \u00fcber eine Geb\u00e4udeleittechnik ermittelt und kontinuierlich ausgewertet werden. Die messtechnische Begleituntersuchung wird bis zur endg\u00fcltigen Optimierung des Energiekonzepts fortgef\u00fchrt.<br \/>\nFlankierend zu den Bauma\u00dfnahmen und der messtechnischen Begleituntersuchung ist 2009 eine Ausstellung zur Pr\u00e4sentation des Energiekonzepts eingerichtet worden. Die Ausstellung gliedert sich in drei Ebenen. Auf der ersten Betrachtungsebene, der Darstellung der Ph\u00e4nomene, ist an einem Geb\u00e4udemodell exemplarisch das Zusammenwirken einzelner technischer L\u00f6sungen dargestellt. Auf der zweiten Betrachtungsebene, der Vertiefung durch Erfahren, wird den Besuchern die M\u00f6glichkeit gegeben, Effekte der eingesetzten Technik durch gezielte Systemmodulierung zu begreifen. Auf der dritten Betrachtungsebene, der Anleitung zum eigenen Handeln, werden Ansatzpunkte f\u00fcr das eigene Leben im h\u00e4uslichen Umfeld gegeben. Der vorliegende Abschlussbericht zum Demonstrationsvorhaben zur Entwicklung und Umsetzung eines Umweltfreundlichen Konzepts zur K\u00fchlung und Klimatisierung einer Umweltbildungseinrichtung hat gezeigt, dass es ein langer Weg ist von der Idee durch alternative Energiekonzepte einen Beitrag zur Reduzierung von Kohlendioxid zu leisten bis zur endg\u00fcltigen Umsetzung. Erst durch eine umf\u00e4ngliche messtechnische Begleituntersuchung wurde es m\u00f6glich, die Ideen und ihre Umsetzung zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber den Verlauf des Projekts wurde kontinuierlich in der Presse berichtet. Das neue Energiekonzept ist zudem Teil des Ausstellungsf\u00fchrers zum Multimar Wattforum. Spezielle F\u00fchrungen, die sich mit dem Energiekonzept besch\u00e4ftigen, wurden konzipiert und werden auf Nachfrage durchgef\u00fchrt. Bei der Langen Nacht im Multimar, die im Jahr 2011 unter dem Motto Energie stand, war die Vorstellung des Energiekonzepts wesentlicher Programmpunkt. Mit einer kleinen Ausstellung (Poster und Exponate) wur-de das Energiekonzept u. a. beim Tag der deutschen Einheit in der Landesvertretung Schleswig-Holstein vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es wurde deutlich, dass im speziellen Fall die Nutzung der Geothermie zur K\u00fchlung der Aquarien nicht geeignet ist, Energie zu sparen. Die Umstellung der K\u00e4lteerzeugung von einer strombasierten Kompressionsk\u00e4ltemaschine auf eine Mischung aus Freier K\u00fchlung im Winter und Absorberk\u00fchlung \u00fcber ein Blockheizkraftwerk im Sommer ist ein Erfolg. Eine energetisch g\u00fcnstige Bel\u00fcftung des Multimar Wattforum \u00fcber eine nat\u00fcrliche L\u00fcftung ist erfolgreich umgesetzt worden. Es hat sich aber auch gezeigt, dass sich aufgrund der fehlenden Erfahrungen bei der Planung und hoher Kosten bei der Umsetzung solche L\u00f6sungen aktuell nur bedingt betriebswirtschaftlich darstellen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Nationalpark Zentrum Multimar Wattforum ist mit durchschnittlich ca. 200.000 Besuchern pro Jahr (davon ca. 35.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler) die tragende S\u00e4ule in der Informations- und Bildungsarbeit im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. 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