{"id":24345,"date":"2023-07-13T15:25:40","date_gmt":"2023-07-13T13:25:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24579-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:41","slug":"24579-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24579-01\/","title":{"rendered":"Ressourcenschonung und nachhaltiger Konsum: \nHeute out &#8211; morgen hip &#8211; ein KMU-Netzwerk f\u00fcr das zweite Leben gebrauchter M\u00f6bel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsvorhabens war es, Einzelerfahrungen, Teilprojekte und viele weitere Ideen zum Thema Recyclingm\u00f6bel auszuwerten, zu b\u00fcndeln und in einem neu zu schaffenden KMU-Netzwerk (ZweitSinn) zu nutzen. Ziel war weiter, dass Arbeits- und Ausbildungspl\u00e4tze in der klein- und mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft geschaffen werden, moderne ReDesign-Produkte und schadstoffarme M\u00f6belst\u00fccke hoher Qualit\u00e4t angeboten und gleichzeitig der Abfallberg, durch eine nachhaltige Wieder- und Weiternutzung guter Produkte, reduziert wird. ZweitSinn f\u00fcllt damit die L\u00fccke zwischen Kunst und Alltagsprodukt und kommt dem allgemeinen Trend zu individuellen, bezahlbaren Ausdrucksformen entgegen. Die Erfahrungen der Projektpartner haben gezeigt, dass dabei Ausbildungs- und Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr nahezu jede Qualifikation entstanden sind. Es konnte &#8211; je nach Entwurf &#8211; die Zusammenarbeit von K\u00fcnstlern, Tischlern, Polsterern, Glasern, Metallbearbeitern usw. und Hilfskr\u00e4ften aller Art erreicht werden. Damit wurde ZweitSinn z.B. auch f\u00fcr eine breite Gruppe gemeinn\u00fctziger Organisationen interessant, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sinnvolle Aufgaben in kreativen Arbeitspl\u00e4tzen bieten konnten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer verborgene Sinn weggeworfener Dinge&#8230; (Kurt Schwitters) sollte nicht mehr nur rein k\u00fcnstlerisch thematisiert werden. Die Ideen und Objekte wurden als Produkte real nutzbar\/wieder einsetzbar gemacht: Die cleveren, sch\u00f6nen, n\u00fctzlichen Gegenst\u00e4nde, die von den Netzwerk-Designern, z.T. aber auch im Rahmen von Wettbewerben pr\u00e4miert wurden, konnten tats\u00e4chlich f\u00fcr den Alltagsgebrauch hergestellt und weitergenutzt werden. Unsere Designer waren z.B. auch Sch\u00fcler\/innen, die an Wettbewerben teilnahmen und ihre Gewinnerentw\u00fcrfe in Praktika im Handwerk realisierten.<br \/>\nSo wurde der verborgene Sinn weggeworfener Dinge neu interpretiert: Modernes Design, neue Ideen aus vermeintlichen Abf\u00e4llen. Diese Absicht geht weit \u00fcber das hinaus, was verschiedentlich in der Vergangenheit mit der Gestaltung von Kunst aus Abf\u00e4llen gemacht wurde. Wir konnten mit der Umsetzung der Forschungsidee Alltagsgegenst\u00e4nde erschaffen, die in h\u00f6chstem Ma\u00dfe umweltvertr\u00e4glich, im Normalfall kosteng\u00fcnstig, immer individuell und manchmal Kunst sind.<br \/>\nDa die Partner als Rohmaterial Altm\u00f6bel oder deren Teile verwenden, gleicht nur die Grundkonstruktion eines M\u00f6belst\u00fccks dem anderen, der visuelle Eindruck wird immer individuell bleiben und hebt sich damit von den Angeboten jedes M\u00f6beldiscounters ab.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Projektergebnisse wurden erreicht:<br \/>\n\tEinbindung der Projektpartner in die Projektarbeit<br \/>\nFest in die Projektarbeit eingebunden wurden die Kooperationspartner Partner M\u00f6bel &#038; Mehr Iserlohn und Hagen, RecyclingB\u00f6rse! Herford und ecomoebel GmbH, Dortmund. Schwerpunkt der Aufgaben dieser Partner lag in der Entwicklung von geeigneten M\u00f6beldesigns und dem Aufbau des Marketings.<br \/>\n\tEntwicklung eines geeigneten Markennamens und die zugeh\u00f6rige Werbestrategie<br \/>\n       Ergebnis: Nach Abstimmung mit den Partnern wurde der Name ZweitSinn f\u00fcr die zu<br \/>\n       gestaltenden M\u00f6bel gew\u00e4hlt. Eine Designerin hat den Namenszug gestaltet und die Grundz\u00fcge<br \/>\n       f\u00fcr das Corporate Design f\u00fcr Flyer, Poster, Internetauftritt festgelegt.<br \/>\n\tInternetpr\u00e4senz<br \/>\n       Die Internetplattform www.zweitsinn.de ist seit Mitte 2007 online. Hier werden die<br \/>\n       ZweitSinn-M\u00f6bel angeboten.<br \/>\n\tDesignentw\u00fcrfe<br \/>\n       Insgesamt wurden 29 Kleinserien entworfen, von denen 16 in St\u00fcckzahlen von 5 und mehr<br \/>\n       hergestellt und verkauft worden sind. Von 10 Kleinserien wurden 1 bis 4 St\u00fcck verkauft,<br \/>\n       w\u00e4hrend von 3 Kleinserien noch gar kein St\u00fcck verkauft worden ist.<br \/>\n\tEinbindung weiterer Partner-Werkst\u00e4tten<br \/>\n       Mit diesen M\u00f6belentw\u00fcrfen wurden von den Designern auch Vorschl\u00e4ge zur Arbeitsteilung mit<br \/>\n       weiteren Projektpartnern (insbesondere den interessierten Werkst\u00e4tten) gemacht. Bei<br \/>\n       Projektstart waren bereits 4 Handwerksbetriebe und Werkst\u00e4tten Kooperationspartner. Im Lauf<br \/>\n       des Projekts wurden weitere 13 Designer, Handwerksbetriebe und Werkst\u00e4tten angesprochen,<br \/>\n       von denen 7 Netzwerkpartner wurden und 4 f\u00fcr eine Zusammenarbeit nicht zur Verf\u00fcgung<br \/>\n       standen. Bei 2 der angesprochenen Handwerksbetriebe und Werkst\u00e4tten steht die<br \/>\n       Entscheidung noch aus. Die weiteren Netzwerkpartner sind: Weitere Netzwerkpartner:<br \/>\n       Werkplatz e.V. Herford; Bauwerk GmbH, Dortmund; Motocolor, Hagen; Detmolder Schule f\u00fcr<br \/>\n       Architektur und Innenarchitektur; Tischlerei Volker Frings, Havixbeck; Schub-Laden, Berlin; Tom<br \/>\n      Thiel, Hamburg.<br \/>\n\tUmweltkommunikation<br \/>\n       Schwerpunkt der Arbeiten zur Kommunikation der Projektziele und -ergebnisse waren<br \/>\n       Kooperationen mit Schulen. Dazu wurden 2007 und 2008 Sch\u00fcler\/innen-Design-Wettbewerbe<br \/>\n       durchgef\u00fchrt. Die Einsendungen wurden im Dezember 2007 und 2008 in der Berswordthalle im<br \/>\n       Zentrum Dortmunds ausgestellt. Ebenfalls 2007 und 2008 wurde der RecyclingDesign-Preis der<br \/>\n       RecyclingB\u00f6rse! Herford (Projektpartner) f\u00fcr junge Designer ausgeschrieben. Die Preistr\u00e4ger<br \/>\n       waren mit ihren Arbeiten im Martha-Museum Herford zu sehen. Durch die Teilnahme des<br \/>\n       ZweitSinn-Projekts auf der Internationalen M\u00f6belmesse K\u00f6ln (imm cologne) 2008 und 2009<br \/>\n       konnten die Projektinhalte einem weiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<br \/>\n\tProjekteffekte im Rahmen der Klimadiskussion<br \/>\n       Auf der ZweitSinn-Seite erscheint eine st\u00e4ndig aktualisierte Seite \u00fcber die Menge des durch<br \/>\n       den Verkauf aller ZweitSinn-M\u00f6bel eingesparten CO2. Bis zum Ende des Projekts konnten mehr<br \/>\n       als 30 Tonnen CO2 eingespart werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Internetportal, Ausstellungen, zahlreiche Publikationen sowie Pressever\u00f6ffentlichungen. Das Projekt ist auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen, es finden st\u00e4ndig Treffen mit Pressevertretern (vorzugsweise direkt bei Praxispartnern vor Ort) und Pr\u00e4sentationen f\u00fcr interessierte neue Partner statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Alle geplanten Projektziele sind erreicht worden. Die Weiterf\u00fchrung wird \u00fcber die ecomoebel GmbH gew\u00e4hrleistet. Die, in n\u00e4chster Zeit st\u00e4rkere Orientierung an Marken und Designern sch\u00e4rft das Gesicht von ZweitSinn und f\u00f6rdert dessen Akzeptanz als die Internetplattform f\u00fcr clevere Designerm\u00f6bel aus gebrauchten Rohstoffen. Darin wird es auch komplette Zimmereinrichtungen im Angebot geben &#8211; das n\u00e4chste Level Wohn-Visionen 2020.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Forschungsvorhabens war es, Einzelerfahrungen, Teilprojekte und viele weitere Ideen zum Thema Recyclingm\u00f6bel auszuwerten, zu b\u00fcndeln und in einem neu zu schaffenden KMU-Netzwerk (ZweitSinn) zu nutzen. 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