{"id":24340,"date":"2023-07-13T15:22:00","date_gmt":"2023-07-13T13:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19512-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:01","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:01","slug":"19512-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19512-02\/","title":{"rendered":"Steuerung und Auslegung von Verbrennungsprozessen in Ein\u00e4scherungsanlagen (2. Projektphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des Projektes ist die technologische und verfahrenstechnische Verbesserung von Ein\u00e4scherungsprozessen an bestehenden Ein\u00e4scherungsanlagen mit dem Ziel, die Steuerung der Verbrennung so zu realisieren, dass eine Minimierung der Kohlenmonoxidemissionen resultiert und die Grenzwertvorgaben der 27. BImSchV (kein Stundenmittelwert darf den Grenzwert von 50 mg\/m\u00b3 \u00fcberschreiten) sicher eingehalten werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn dem durchgef\u00fchrten Projekt stand die Umsetzung folgender Schwerpunkte im Mittelpunkt:<br \/>\n1.\tDie Zuf\u00fchrung der Verbrennungsluft in die einzelnen Verbrennungszonen (Haupt- und Nachbrennkammer) werden unabh\u00e4ngig vom Haupt-Verbrennungsluftgebl\u00e4se durch separate Gebl\u00e4se realisiert. Jedes Gebl\u00e4se wird separat angesteuert und liefert die ben\u00f6tigte Luftmenge unabh\u00e4ngig von anderen Bereichen.<br \/>\n2.\tDie Luftzuf\u00fchrung wird weiterhin \u00fcber Klappen dosiert, die aber durch sog. schnelle und dicht schlie\u00dfende Klappen ausgetauscht wurden. Es ist somit eine direkte und schnellere Luftzuf\u00fchrung als bisher m\u00f6glich.<br \/>\n3.\tAls Steuergr\u00f6\u00dfe wird die O2-Konzentration im Rohgas und die Temperatur in verschieden Brennzonen verwendet. Es wird wie bisher eine Zeitmatrix zur Steuerung herangezogen.<br \/>\n4.\tDie verwendeten Brenner werden durch Brenner ausgetauscht, die einen deutlich reduzierten Sp\u00fclluftanteil (Falschluft) haben und eine geringere Z\u00fcndzeit aufweisen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der Untersuchungen erfolgte im Zeitraum November 2007 bis November 2008 im Krematorium Hof. Dabei wurden nach der Realisierung des technischen Umbaus 1.977 Ein\u00e4scherungen begleitet und in die Bewertung einbezogen. Dieser Zeitraum entspricht ca. 100 % der Jahreskapazit\u00e4t und kann somit als repr\u00e4sentativ angesehen werden.<br \/>\nAuf der Grundlage der Ergebnisse der 1. Projektphase wurde im Zuge der Neuausmauerung im Oktober 2007 die Ofentechnik des Krematoriums Hof ver\u00e4ndert.<br \/>\nDas ge\u00e4nderte Luftmanagementsystem f\u00fchrt dazu, dass die Zuf\u00fchrung der Verbrennungsluft der Nachbrennkammer von der zentralen Verbrennungsluftleitung abgetrennt und separat \u00fcber Verbrennungsluftgebl\u00e4se gespeist wird.<br \/>\nDer Vorteil dieser Dezentralisierung ist die Reduzierung des Druckabfalls \u00fcber die zentrale Verbrennungsluftleitung bei gleichzeitiger \u00d6ffnung verschiedener Klappen. Dadurch wird erreicht, dass mehr notwendige Verbrennungsluft in den Ofen gelangt und somit Verbrennungsluftmangelerscheinungen reduziert werden k\u00f6nnen. Die Menge der Verbrennungsluft wurde dem theoretischen Luftbedarf angepasst.<br \/>\nDie Klappensteuerung \u00fcber die Software des neuen Systems ist viel differenzierter als die des herk\u00f6mmlichen, nicht umgebauten Ofens. Die Luftverteilung im Ein\u00e4scherungsofen erfolgt dadurch bedarfsbezogener und somit optimierter und kontrollierter \u00fcber den gesamten Ein\u00e4scherungszeitraum, wodurch auch der Verbrauch an Prim\u00e4renergie reduziert werden konnte. Die theoretischen Volumenstr\u00f6me k\u00f6nnen auch bei einer Ein\u00e4scherung eines schwereren Leichnams erreicht werden.<br \/>\nDiese Ma\u00dfnahmen haben dazu gef\u00fchrt, dass<br \/>\n1.\tdie Einhaltung des Grenzwertes f\u00fcr Kohlenmonoxid im Regelbetrieb einer Anlage m\u00f6glich ist (von Februar bis November 2008 waren im Krematorium Hof nur Grenzwert\u00fcberschreitungen f\u00fcr Kohlenmonoxid zu verzeichnen, die auf technische Defekte der Anlage zur\u00fcckzuf\u00fchren sind) und<br \/>\n2.\tder Prim\u00e4renergieeintrag um ca. 40 % reduziert wurde. Durch einen Mehrschicht-Betrieb des Ofens sind Gasverbr\u00e4uche < 7 m\u00b3\/E\u00c4 erreichbar.\nDurch die o. g. Ma\u00dfnahmen wird weiterhin eine Verl\u00e4ngerung der Standzeiten der \u00d6fen erreicht. Auch konnte nachgewiesen werden, dass durch diese Umbauma\u00dfnahmen \u00e4ltere, gasbetriebene Mehretagen\u00f6fen mit Neuanlagen vergleichbare Emissionswerte liefern.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nDie o. g. Ergebnisse werden im Juni 2009 im Rahmen eines Kolloquiums in M\u00fcnster vorgestellt. \nDie Umsetzung an anderen Ofenanlagen ist geplant.\n\n\nFazit\n\nDie durchgef\u00fchrten Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Verbesserung des Verfahrensablaufes in Ein\u00e4scherungsanlagen m\u00f6glich ist, bei einer gleichzeitigen und jederzeit gew\u00e4hrleisteten w\u00fcrdevollen Behandlung der Verstorbenen.\n\nEs kann eingesch\u00e4tzt werden, dass die Projektziele vollst\u00e4ndig erreicht worden sind.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Projektes ist die technologische und verfahrenstechnische Verbesserung von Ein\u00e4scherungsprozessen an bestehenden Ein\u00e4scherungsanlagen mit dem Ziel, die Steuerung der Verbrennung so zu realisieren, dass eine Minimierung der Kohlenmonoxidemissionen resultiert und die Grenzwertvorgaben der 27. BImSchV (kein Stundenmittelwert darf den Grenzwert von 50 mg\/m\u00b3 \u00fcberschreiten) sicher eingehalten werden. Darstellung der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[71,53],"class_list":["post-24340","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-thueringen","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"19512\/02","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"19512-02.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"164.114,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Gewerbliches Institut f\u00fcr Fragen des\nUmweltschutzes GmbH\nUmweltanalytik Saalfeld","dbu_projektdatenbank_strasse":"Saalfelderstr. 35","dbu_projektdatenbank_plz_str":"07338","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Leutenberg","dbu_projektdatenbank_p_von":"2006-09-21 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2008-09-21 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"036734\/23903","dbu_projektdatenbank_inet":"www.umweltanalytik-saalfeld.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Th\u00fcringen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"117","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-19512_02.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24340\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37343,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24340\/revisions\/37343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}