{"id":24327,"date":"2023-07-13T15:25:33","date_gmt":"2023-07-13T13:25:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24527-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:33","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:33","slug":"24527-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24527-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Systems zur R\u00fcckhaltung von Wasser-Glykolgemischen aus Leckagen bei K\u00e4lte- und klimatechnischen Anlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>K\u00e4lte- und Klimaanlagen (Kaltwassers\u00e4tze) enthalten in vielen F\u00e4llen in gro\u00dfer Menge Wasser-Glykolgemische. Systembedingt werden Teile solcher Anlagen im Freien aufgestellt. Um eine Verunreinigung der Umwelt im Falle von Leckagen zu vermeiden, sind nach der seit 1.4.2005 geltenden Rechtslage Auffangbeh\u00e4ltnisse unter die betreffenden Anlagenteile zu montieren. Da sich in solchen Wannen auch Niederschlagswasser sammeln kann, wird deren Funktion beeintr\u00e4chtigt. J\u00e4hrlich werden in Deutschland etwa 5.000 neue Kaltwassers\u00e4tze im Freien aufgestellt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines automatischen Absperrventils, das Niederschlagswasser abflie\u00dfen l\u00e4sst, Wasser-Glykolgemisch aber erkennt, den Abfluss in einem solchen Leckagefall verriegelt und die Leckage meldet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tAnalyse der chemischen Eigenschaften von Glykol,<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung entsprechender Messtechnik\/Sensortechnik zur Erkennung von Glykol im Wasser,<br \/>\n&#8211;\tPraxistest mit durch Regenwasser eingetragenen Verschmutzungen mit Musteranlagen,<br \/>\n&#8211;\tAuswertung der Ergebnisse und Verfeinerung der Messtechnik.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei Lackage oder Wartungsarbeiten war es bisher g\u00e4ngige Praxis, das Wasser-\/Glykosegemisch \u00fcber die Regenrinne zu entsorgen. Die \u00dcberlegungen zur \u00c4nderung dieser Praxis gingen in die Richtung, dass es eine einfach anzuwendende, sichere und leicht zu installierende L\u00f6sung sein muss, da sie sonst von den Betreibern oder Installateuren nicht angenommen wird. Als erfolgversprechendste L\u00f6sung hat sich eine Auffangwanne heraus kristallisiert, die das Regenwasser ablaufen l\u00e4sst, mit einem Analysesystem den Glykolaustritt erkennt und das Auslaufen von Wasser-\/Glykolgemischen verhindert. <\/p>\n<p>In einem Praxistest haben sich die UV-Erkennung und die Erkennung von Druckschwankungen als sehr sicher herausgestellt. Allerdings muss bei der UV-Erkennung ein Wartungs- oder S\u00e4uberungsintervall von zwei Monaten eingehalten werden, da es sonst zu Fehlmessungen kommt. <\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projekts wurde eine Auffangwanne mit integriertem \u00d6labscheider und Wasserablauf zusammen mit einer Glykol-Leckage-Erkennung \u00fcber den Wasserdruck bzw. durch UV-Reflektion entwickelt. Die Auffangwanne wird automatisch bei einer Leckage verriegelt und bei dem Betreiber wird Alarm gegeben. Das verriegelte 3-Wegeventil kann dann so geschaltet werden, dass die Wasser-\/Glykolgemische in einen Tank umgepumpt werden. Diese Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule M\u00fcnster, Fachbereich Physik\/Chemie.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Erkennung von Glykol im Wasser ist auf vielf\u00e4ltige Weise m\u00f6glich. Das beste Ergebnis wurde durch die Erkennung mittels Reflexion von UV-Licht erzielt, da diese unabh\u00e4ngig vom Verschmutzungsgrad des Wassers mit Fremdstoffen sichere Ergebnisse bringt. Nachteil ist, dass diese L\u00f6sung vergleichsweise teurer sowie wartungs- und reinigungsintensiv ist. Deshalb wurde die Methode der Erkennung von Druckschwankungen und Druckabfall favorisiert. Diese Methode reagiert schnell und zuverl\u00e4ssig und ist ein-fach messbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens K\u00e4lte- und Klimaanlagen (Kaltwassers\u00e4tze) enthalten in vielen F\u00e4llen in gro\u00dfer Menge Wasser-Glykolgemische. Systembedingt werden Teile solcher Anlagen im Freien aufgestellt. Um eine Verunreinigung der Umwelt im Falle von Leckagen zu vermeiden, sind nach der seit 1.4.2005 geltenden Rechtslage Auffangbeh\u00e4ltnisse unter die betreffenden Anlagenteile zu montieren. 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