{"id":24297,"date":"2025-06-25T10:32:23","date_gmt":"2025-06-25T08:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24425-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:25","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:25","slug":"24425-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24425-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung im Europazentrum der Familien und Generationen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um die immer zahlreicheren Veranstaltungs-Anfragen von Familien und Generationen ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen, wurde der ehemalige K\u00e4lberstall und der ehemalige Rinderstall des Klosters St. Marienthal zu einem Europazentrum der Familien und Generationen saniert. Neben den 53 \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten entstanden dort Praxisorte f\u00fcr Umweltbildung (gesunde Ern\u00e4hrung, Kommunikation etc.). Die Realisierung dieser Praxisorte (f\u00fcnf Seminarr\u00e4ume incl. zwei Toiletten) war Gegenstand dieses Projektantrages.<br \/>\nInhaltlich geht es bei der Arbeit des Europazentrums der Familien und Generationen um Folgendes: Das IBZ hat in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Kooperationsprojekt Familienbildung im Landkreis L\u00f6bau-Zittau sowie \u00e4hnlichen Kooperationsprojekten (z. B. mit dem Bildungsprojekt PONTES mit ca. 300 beteiligten Institutionen). Aufgrund dieser guten Erfahrungen beginnt das IBZ mit einem weiteren Kooperationsprojekt, der Arbeitsgemeinschaft Europazentrum der Familien und Generationen. Es handelt sich hierbei um ein Kooperations-Netzwerk, in dem Veranstaltungen, Konzepte und konkrete Projekte entwickelt werden f\u00fcr Familien und Generationen (z. B. praktische, internationale Naturschutzarbeit wie z. B. gemeinsame Aufforstungen von Jung und Alt). Eine von neun geplanten Werkst\u00e4tten der Arbeitsgemeinschaft Europazentrum der Familien und Generationen behandelt das Thema Umweltkommunikation.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErstens werden gemeinsam Veranstaltungen f\u00fcr Familien und Generationen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes konzipiert und angeboten. Zweitens werden gemeinsam Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Mitarbeiter in familien- und umweltbezogenen Berufen konzipiert und durchgef\u00fchrt. Drittens werden gemeinsam \u00f6kologische Konzepte und Umweltprojekte entwickelt f\u00fcr Familien und Generationen. Alle drei Aufgaben sind Gegenstand der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit. Als querschnittsorientierte Aufgabe ist zudem \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu leisten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. Bildungsarbeit: Das Geb\u00e4ude mit den Praxisorten wurde Ende Juni 2007 so gut wie fertig gestellt. Die ersten G\u00e4ste \u00fcbernachteten ab 01. Juli 2007 im Geb\u00e4ude. Es wurden Qualifizierungsma\u00dfnahmen im Bereich der \u00f6kologischen Bildung durchgef\u00fchrt im Rahmen der Internationalen Sommerakademie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Seitdem ist das Geb\u00e4ude fast st\u00e4ndig mit G\u00e4sten belegt. Insgesamt waren seit der Er\u00f6ffnung des Geb\u00e4udes ca. 4.300 \u00dcbernachtungen zu verzeichnen. Dabei wurde die Auslastung in den vergangenen Monaten best\u00e4ndig h\u00f6her. Die hochwertige Ausstattung der Zimmer und Seminarr\u00e4ume, sowie die angenehme Atmosph\u00e4re ziehen immer mehr Teilnehmer an Seminaren an. Diese Tages-Veranstaltungen wurden von mehreren Hundert Jugendlichen und Familien besucht. Zudem fand im Europazentrum eine Vielzahl von Weiterqualifizierungen von Angeh\u00f6rigen von familien- und umweltbezogenen Berufen statt. Dazu geh\u00f6rten z. B. Lehrerfortbildungen, Fortbildungen f\u00fcr Erzieherinnen, Fortbildungen f\u00fcr ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter von Umweltzentren etc. Von daher ist festzuhalten, dass die geplanten Zielgruppen erreicht werden.<br \/>\n2. Netzwerkarbeit: Seit Herbst 2007 hat das IBZ die Aufgabe \u00fcbernommen, die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zwischen Sachsen und dem polnischen Teil von Niederschlesien auf dem Gebiet der Umweltbildung zu f\u00f6rdern und zu koordinieren. Von zentraler Bedeutung sind hierbei als Zielgruppen Jugendliche und Familien. Bei j\u00e4hrlich mindestens zwei Treffen besprechen etwa 40 interessierte Institutionen konkrete Themen und treffen Absprachen. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt das IBZ Institutionen, die Projekte entwickeln wollen. Als Koordinierungsstelle auf polnischer Seite dient eine Umweltbildungseinrichtung, die zahlreiche Kontakte in Niederschlesien hat und pflegt. Neben diesen Umweltbildungsbereichen nutzen bereits etliche Kooperationspartner des IBZ das Europazentrum.<br \/>\n3. Geb\u00e4udesanierung: Bei der Sanierung der Geb\u00e4ude wurde auf die Beachtung \u00f6kologischer Kriterien und Prinzipien besonderer Wert gelegt: Einsatz von Energiesparlampen, hervorragende W\u00e4rmed\u00e4mmung des Geb\u00e4udes, Anschluss an das Biomasseheizkraftwerk Ostritz, Wasser sparende Armaturen (WCs, Duschen, Wasserh\u00e4hne), Einstellung der Wasserh\u00e4hne so, dass in der Mittelstellung nur kaltes Wasser herauskommt, keine Kippstellung der Fenster, so dass dadurch weniger W\u00e4rmeverluste beim L\u00fcften anfallen, besondere Schallisolierung der Musikzimmer, Holzfenster und -t\u00fcren aus einheimischen H\u00f6lzern, optimale Leitungsf\u00fchrung bei Wasserleitungen und Heizungsleitungen, weitgehender Verzicht auf PVC und Kunststoffe, Verzicht auf l\u00f6semittelhaltige Farben und Anstriche, etc. Aufgrund des erheblichen Anstiegs der Baupreise (ca. 10 %) seit der Erarbeitung des Projektantrages, haben sich die Baukosten deutlich erh\u00f6ht. Da nicht mehr finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung standen, wurden diese Baukostensteigerungen dadurch kompensiert, dass auf die Neugestaltung der Au\u00dfenanlagen und die K\u00fccheninneneinrichtung verzichtet wurde. Beides wird im Rahmen des ohnehin geplanten 2. Bauabschnitts realisiert. Eine Nutzungseinschr\u00e4nkung des Geb\u00e4udes ist dadurch vor\u00fcbergehend in einem sehr geringen Umfang (K\u00fcchennutzung) gegeben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die offizielle Einweihung der Geb\u00e4ude fand am 13.10.07 statt. Der Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Herr Dr. E.h. Brickwedde wirkte hierbei mit. Am 08. September 2007 wurde das neu sanierte Geb\u00e4ude anl\u00e4sslich des Tages des offenen Denkmals der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Am 14.10.07 fand ein Tag der offenen T\u00fcr statt. Inzwischen wurde ein Hinweisschild am Geb\u00e4udeeingang befestigt, auf dem auf die finanzielle F\u00f6rderung der Sanierung durch die DBU hingewiesen wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Sanierung der beiden Geb\u00e4ude ist vorzeitig erfolgt und sehr gut gelungen. Aufgrund der erheblichen Baukostensteigerung in Sachsen seit der Erarbeitung des Bauantrages wurde auf die Neugestaltung der Au\u00dfenanlagen und die K\u00fccheninneneinrichtung vor\u00fcbergehend verzichtet. Der beantragte F\u00f6rderzweck wird ansonsten in vollem Umfang erreicht. Derzeit wird der 2. Bauabschnitt des Europazentrums geplant. Mit Baubeginn ist Ende 2008 zu rechnen. Dann wird sich die Bettenzahl nochmals um 9 Betten erh\u00f6hen. Zudem wird im Erdgeschoss ein multifunktional nutzbarer Saal dazu kommen und es erfolgt die K\u00fccheneinrichtung. Durch diese Erg\u00e4nzungen wird das Europazentrum weiter an Anziehungskraft gewinnen und die Auslastung des Geb\u00e4udes wird noch weiter zunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um die immer zahlreicheren Veranstaltungs-Anfragen von Familien und Generationen ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen, wurde der ehemalige K\u00e4lberstall und der ehemalige Rinderstall des Klosters St. Marienthal zu einem Europazentrum der Familien und Generationen saniert. Neben den 53 \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten entstanden dort Praxisorte f\u00fcr Umweltbildung (gesunde Ern\u00e4hrung, Kommunikation etc.). 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