{"id":24283,"date":"2023-07-14T10:34:28","date_gmt":"2023-07-14T08:34:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24382-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:30","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:30","slug":"24382-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24382-01\/","title":{"rendered":"Bewahrung umweltgef\u00e4hrdeter historischer G\u00e4rten und Parks als Thema der schulischen Bildung (Schulaktion denkmal aktiv)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel der Schulaktion denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2006\/2007 ist der weitere Ausbau des Netzwerkes von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in den Schulalltag integrieren. Ziel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist es, die Schulaktion mithilfe der Unterst\u00fctzung von Partnern und dem Aufbau eines Netzwerks kontinuier-lich fortzuf\u00fchren und auszuweiten. Neben Bew\u00e4hrtem soll auch Neues einbezogen werden.<br \/>\n\tIm Unterschied zu den bisherigen F\u00f6rderphasen soll sich ein Teil der Projekte mit Denkmalen\/Themen in zuvor festgelegten Themenfeldern besch\u00e4ftigen. Das Themenfeld Historische G\u00e4rten und Parks wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziell und fachlich unterst\u00fctzt. In diesem Segment sollen Kinder und Jugendliche f\u00fcr die gr\u00fcne Denkmalpflege sensibilisiert werden. Im Rahmen ihrer Projektarbeit sollen sie erkennen, dass neben historischen Bauten und St\u00e4tten auch G\u00e4rten und Parks der Pflege bed\u00fcrfen, um dauerhaft Bestand zu haben. Dabei werden die Belange des Umweltschutzes automatisch ber\u00fccksichtigt.<br \/>\n\tNeben Schulverb\u00fcnden aus je einer federf\u00fchrenden und zwei bis f\u00fcnf weiteren Schulen k\u00f6nnen ab dem kommenden Schuljahr auch einzelne Schulen teilnehmen. Auf diese Weise k\u00f6nnen gute Einzelbewerbungen, die einen wichtigen Beitrag f\u00fcr den weiteren Aufbau des Netzwerkes leisten k\u00f6nnen, ber\u00fccksichtigt werden. Dar\u00fcber hinaus wird dadurch die Schwelle f\u00fcr Neueinsteiger bewusst etwas niedriger gelegt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen von denkmal aktiv erhalten Schulteams die M\u00f6glichkeit, sich ein Schuljahr lang mit historischen Einzelbauten und Parks, mit UNESCO-Welterbest\u00e4tten, Denkmalensembles oder Kulturlandschaf-ten in ihrer Region zu besch\u00e4ftigen. Lehrkr\u00e4fte rufen mit Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fclern Aktivit\u00e4ten zu historischen Bauten, Industriedenkm\u00e4lern, Parks und G\u00e4rten, etc. ins Leben. Ziel ist dabei die intensive Auseinandersetzung  mit einem Denkmal. Das Schulteam  sucht sich einen fachlichen Partner vor Ort, mit dem es seine Arbeit plant. Ein solcher Partner ist eine vorzugsweise in der Region ans\u00e4ssige Einrichtung mit entsprechender Kompetenz in Sachen Kulturerbe, Denkmalschutz, Umwelt- und Naturschutz. Mit ak-tiver Unterst\u00fctzung dieses fachlichen Partners begibt sich das Schulteam auf die Suche nach relevanten Bez\u00fcgen zu seinem Thema. Schwerpunkte liegen sowohl in der Ann\u00e4herung an Geschichte und Architektur, in Fragen nach Zustand und Nutzung sowie im Kennen lernen der praktischen Denkmalpflege. Jedes Schulteam legt Projektziele fest, definiert Vorgehensweisen und Schwerpunkte seiner Arbeit. Das Schulteam dokumentiert die Ergebnisse seines Projektes. Die Projektergebnisse sollen weiteren Schulen als Beispiele und Basis f\u00fcr die Behandlung des Themenfeldes Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz im Unterricht dienen.<br \/>\nDie Teilnahme ist wie folgt m\u00f6glich: In Verb\u00fcnden aus 3 bis 6 Schulen sowie als einzelne Schule (nur f\u00fcr eine erstmalige Teilnahme), f\u00fcr Schulen aus dem europ\u00e4ischen Ausland (nur im Themenfeld Historische G\u00e4rten und Parks), f\u00fcr Einrichtungen der Lehreraus- und -fortbildung. Die Verb\u00fcnde werden von Schulen mit Projekterfahrung gef\u00fchrt, die ihr Know-how an Neueinsteiger weitergeben. Federf\u00fchrende Schulen haben die Aufgabe, die Verbundaktivit\u00e4ten anzuleiten und zu koordinieren.<br \/>\nDie Schulteams werden durch die Veranstalter intensiv betreut und beraten. Dies betrifft zum Beispiel die Bereitstellung p\u00e4dagogischer Materialien, die Hilfe bei der Kontaktherstellung zu externen Partnern oder die Beratung bei der Erstellung von Arbeitspl\u00e4nen und Berichten. Veranstaltungen wie Kickoff-Meetings und Erfahrungsaustausch-Treffen tragen zur Qualit\u00e4tssicherung und zur Vernetzung der Aktivit\u00e4ten bei.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>84 Schulprojekte konnten im Rahmen von denkmal aktiv 2006\/7 unterst\u00fctzt werden. Die Umsetzung erfolgte wie geplant. Nach den vorliegenden Ergebnissen kann das F\u00f6rderjahr 2006\/7 zusammenfassend als sehr erfolgreich bewertet werden. Wichtige Ergebnisse im Einzelnen:<br \/>\n\tDas f\u00fcr Schulen nach wie vor i. W. unerschlossene Thema Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz konnte Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fcler f\u00fcr einen Zeitraum von einem Schuljahr bei der Stange halten.<br \/>\n\tDie Konstruktion der Schulaktion (F\u00f6rderung, projekt\u00fcbergreifender Erfahrungsaustausch, Kooperation mit fachlichen Partnern vor Ort, zentrale Betreuung bei DSD\/SC) hat sich bew\u00e4hrt.<br \/>\n\tDas Tandem-Modell mit Schulteam und fachlichem Betreuer vor Ort war weit \u00fcberwiegend erfolgreich. Die Schulteams konnten vom Know-how\/von den Erfahrungen ihrer Betreuer profitieren. Die Zusammenarbeit verlief in aller Regel konstruktiv und in gutem Klima.<br \/>\n\tDie denkmal aktiv-Projekte haben gezeigt, dass die Umsetzung in der normalen schulischen Praxis zumeist erfolgreich m\u00f6glich ist &#8211; abh\u00e4ngig von den Gegebenheiten vor Ort (Spielr\u00e4ume bzgl. der geltenden Lehrpl\u00e4ne, Arbeit als Ganztagsschule, Vollzeit- bzw. Teilzeit-Schule, F\u00e4cherabdeckung).<br \/>\n\tWichtiges Merkmal vieler Projekte ist ein \u00fcberdurchschnittliches Engagement der Teams sowie ein hohes Ma\u00df an Eigenst\u00e4ndigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fcler.<br \/>\n\tDie Verkn\u00fcpfung mit den Ganztagsschulaktivit\u00e4ten bew\u00e4hrt sich. Interessant ist, dass auch Schulen, die (bisher) keinen Ganztagsschulstatus tragen, sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.<br \/>\n\tDie Einrichtung von Themenbereichen mit Partnern, die diese Segmente fachlich und finanziell unterst\u00fctzen, hat sich als Erfolg erwiesen. DBU, Henkel und STEAG bewerteten die Umsetzung der Schulaktion sowie deren Ergebnisse\/erzielte Wirkungen durchweg positiv.<br \/>\n\t32 Projekte haben sich mit historischen G\u00e4rten und Parks besch\u00e4ftigt. Das Angebot des Themenfeldes\/das Engagement der DBU werten wir u. a. aufgrund folgender Aspekte als gro\u00dfen Erfolg: Resonanz auf die Ausschreibung; Beitrag zur Auseinandersetzung mit historischen G\u00e4rten und Parks; Schub in Richtung Umweltbildung; Nachhaltigkeit des Engagements der Schulen und Partner. Nahe-zu alle Projekten verfolgten einen interdisziplin\u00e4ren Ansatz, in dem sowohl naturwissenschaftliche als auch geisteswissenschaftliche und k\u00fcnstlerische F\u00e4cher vertreten waren.<br \/>\n\tIm Schuljahr 2006\/7 konnte ein weiterer Schritt in Richtung Lehrerfortbildung erreicht werden: In einem bundesweit bislang einzigartigen Projekt mit Vertretern aus Niedersachsen und Th\u00fcringen wurde eine zweit\u00e4gige Fortbildungsveranstaltung konzipiert und umgesetzt.<br \/>\n\tIm Schuljahr 2006\/7 wurden erstmals auch Bewerbungen einzelner Schulen zugelassen. Damit wurde eine wichtige M\u00f6glichkeit geschaffen, um sehr gute Einzelbewerbungen zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\n\tIm Zuge der Arbeiten ist ein einzigartiger Pool an erprobten Konzepten f\u00fcr die Integration des Themas Denkmalschutz\/Kulturerbe in den Schulalltag entstanden, der allgemein genutzt werden kann.<br \/>\n\tAn vielen Schulen sind bereits Strukturen (z. B. Aufnahme Denkmalschutz in Schulprogramm) vorhanden, die in den kommenden Jahren im Sinne von Kontinuit\u00e4t wirksam werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIn der Bewertung der Schulteams gab es auch Aspekte, die als problematisch eingesch\u00e4tzt wurden (z. B. hohe zeitliche Belastung der beteiligten Lehrkr\u00e4fte, Schwierigkeiten bei der Bewertung von Sch\u00fclerleistungen). Die positiven Aspekte in der Bewertung der Projektarbeit \u00fcberwogen jedoch in aller Regel.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die engere Schul\u00f6ffentlichkeit hinaus konnten Ergebnisse der denkmal aktiv-Arbeit bekannt gemacht werden. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen von Tagen der offenen T\u00fcr oder am Tag des offenen Denkmals haben die Schulteams weitere Formate entwickelt und umgesetzt:<br \/>\n\tIm Berichtszeitraum ist eine Vielzahl von Meldungen \u00fcber die Schulaktion denkmal aktiv erschienen, insbesondere \u00fcber die \u00f6rtliche Tagespresse.<br \/>\n\tDie Schulaktion\/einzelne denkmal aktiv-Projekte wurden auf Messen und weiteren Veranstaltungen pr\u00e4sentiert, u. a. Best of denkmal aktiv &#8211; Landesvertretung des Freistaats Th\u00fcringen, Berlin; Projektvorstellung denkmal aktiv auf der Jahrestagung der UNESCO-Welterbest\u00e4tten Deutschland e. V. im Oberen Mittelrheintal; Pr\u00e4sentation auf der denkmal-Messe 2006; Teilnahme am Runden Tisch der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, Bonn; Teilnahme an der Woche der Umwelt in Berlin; Teilnahme am Kongress KINDER ZUM OLYMP! in Saarbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Zusammenhang mit der Schulaktion denkmal aktiv gestellten Aufgaben konnten durchweg erfolgreich bew\u00e4ltigt, strukturelle \u00c4nderungen konnten erfolgreich implementiert werden. Positiv sehen wir auch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine erfolgreiche weitere Verbreitung der erprobten Unterrichtskonzepte\/-materialien. Hilfreich in diesem Zusammenhang bewerten wir die intensiven Bestrebungen zur Neuordnung der Lehr- bzw. Bildungspl\u00e4ne, zur Einf\u00fchrung des Ganztags sowie qualifizierte Diskussionen zum projektorientierten Unterricht, usw. denkmal aktiv ist auf dem richtigen Weg. In den kommenden Jahren sind jedoch weitere Anstrengungen erforderlich, um das Ziel einer dauerhaften Verankerung des Themas in m\u00f6glichst vielen Schulen erreichen zu k\u00f6nnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel der Schulaktion denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2006\/2007 ist der weitere Ausbau des Netzwerkes von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in den Schulalltag integrieren. 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