{"id":24265,"date":"2023-09-30T10:32:10","date_gmt":"2023-09-30T08:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24328-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:10","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:10","slug":"24328-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24328-01\/","title":{"rendered":"Diagnoseverfahren zur zerst\u00f6rungsfreien Ermittlung der Tragf\u00e4higkeit historischer und neuerer Geschossdecken mit Hilfe von Schwingungsuntersuchungen bei Geb\u00e4udeumnutzungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Durch die Erhaltung und Umnutzung historischer Geb\u00e4ude k\u00f6nnen \u00f6kologische und \u00f6konomische Ressourcen effektiv geschont werden. Die Zustandsermittlung von Bauwerken gewinnt daher verst\u00e4rkt an Bedeutung. Bei einer geplanten Umnutzung, insbesondere bei \u00e4lteren Geb\u00e4uden, ergibt sich h\u00e4ufig das Problem, dass die Kenntnis des realen Tragverhaltens der Deckenkonstruktionen mangelhaft ist. Die Annahmen, die f\u00fcr die statischen Berechnungen getroffen werden, spiegeln die Wirklichkeit h\u00e4ufig nur unzureichend wieder. Insbesondere historische Deckenkonstruktionen verf\u00fcgen jedoch \u00fcber hohe Tragreserven, die bei der rechnerischen Nachweisf\u00fchrung allein nicht ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\nZurzeit gibt es keine M\u00f6glichkeit, das wirkliche Tragverhalten von Geschossdecken mit einfachen Methoden zu ermitteln. Bisher wurde durch das Aufbringen gro\u00dfer statischer Lasten bei gleichzeitiger Messung der Verformungen auf das Tragverhalten der Konstruktion geschlossen.<br \/>\nZiel des Gesamtprojektes ist die Entwicklung eines praxisgerechten, zerst\u00f6rungsfreien Diagnoseverfahrens, das die Ermittlung der Tragreserven von Geschossdecken mit Hilfe von Schwingungsuntersuchungen mit geringem messtechnischen Aufwand und gro\u00dfer Genauigkeit erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Diagnoseverfahren basiert auf sich erg\u00e4nzenden experimentellen, analytischen und numerisch dynamischen Methoden. Durch Schwingungsmessungen, bei denen unter anderem mobile Schwingerregeranlagen zum Einsatz kommen, und durch validierte numerische Modelle werden wesentliche dynamische Eigenschaften der Deckenkonstruktionen ermittelt. Aus den Eigenschwingungsformen sowie aus der Systemantwort auf eine bekannte Erregung k\u00f6nnen dann sowohl die Randbedingungen als auch die Steifigkeit und somit die Tragreserven der Konstruktionen ermittelt werden.<br \/>\nEs werden vier besonders relevante Deckentypen untersucht: Stahlbetondecken, Holzbalkendecken, Stahlsteindecken, Kappendecken. Die Entwicklung und Validierung des Diagnoseverfahrens erfolgt an Geschossdecken, deren statische Berechnungen und Konstruktionspl\u00e4ne vorliegen, so dass es abschlie\u00dfend f\u00fcr Decken ohne Bestandsunterlagen sicher anwendbar ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der ersten Projektphase AZ 24328\/01 wurden die theoretischen Grundlagen entwickelt. Die Ans\u00e4tze wurden sowohl in numerischen Simulationen als auch in realen Messungen eingesetzt und erprobt. Sie zeigen vielversprechende Ergebnisse. Au\u00dferdem wurde ein Mess- und Auswertekonzept entwickelt und in mehreren Messkampagnen an unterschiedlichen Deckentypen stetig angepasst und optimiert.<br \/>\nAuf Grundlage der bisherigen Untersuchungen wurde begonnen, ein Berechnungs- und Auswerteprogramm zu implementieren.<br \/>\nEs sind weitere Messungen notwendig, um die theoretischen Ans\u00e4tze zu erproben. Sie m\u00fcssen f\u00fcr unterschiedliche Deckentypen verifiziert und optimiert werden. Die bisher durchgef\u00fchrten Messungen an unterschiedlichen Deckenkonstruktionen haben gezeigt, dass die Anregung mit einer Schwingerregeranlage f\u00fcr leichte Deckenkonstruktionen, wie z. B. Holzbalkendecken, nicht geeignet ist. Daher muss eine weitere Methode f\u00fcr leichte Decken entwickelt werden, mit der die Steifigkeit der Konstruktion aus der Impulsanregung ermittelt werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Posterpr\u00e4sentation auf dem Wirtschaftsempfang (Wissenschaft trifft Wirtschaft 2008) der Leibniz Uni-versit\u00e4t Hannover<br \/>\nVortrag im Rahmen der Tagung Ressourcenschonendes Bauen und Bausubstanzerhaltung im ZUK der DBU (DBU-AZ 24328\/03-23)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Um die bestehenden Ans\u00e4tze zu erproben und an realen Konstruktionen verifizieren zu k\u00f6nnen, ist die zweite Projektphase AZ 24328\/02 erforderlich, die sich mit der Weiterentwicklung der in der ersten Phase entwickelten Grundlagen des Diagnoseverfahrens besch\u00e4ftigt. Dar\u00fcber hinaus sollen je nach Deckentyp geeignete erg\u00e4nzende Verfahren zur Bauwerksdiagnose erprobt werden. Vor diesem Hintergrund werden dann f\u00fcr die Anwendung des Diagnoseverfahrens Empfehlungen zu erg\u00e4nzenden Pr\u00fcfverfahren f\u00fcr den jeweiligen Deckentyp gegeben.<br \/>\nDie Implementierung des Auswerte- und Berechnungsprogramm, mit dessen Hilfe realit\u00e4tsnahe Ersatzsysteme sowie Systemwiderst\u00e4nde abgesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen, muss abgeschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Durch die Erhaltung und Umnutzung historischer Geb\u00e4ude k\u00f6nnen \u00f6kologische und \u00f6konomische Ressourcen effektiv geschont werden. Die Zustandsermittlung von Bauwerken gewinnt daher verst\u00e4rkt an Bedeutung. Bei einer geplanten Umnutzung, insbesondere bei \u00e4lteren Geb\u00e4uden, ergibt sich h\u00e4ufig das Problem, dass die Kenntnis des realen Tragverhaltens der Deckenkonstruktionen mangelhaft ist. 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