{"id":24250,"date":"2023-09-30T10:32:07","date_gmt":"2023-09-30T08:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24278-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:10","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:10","slug":"24278-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24278-01\/","title":{"rendered":"Methodenentwicklung zur Ressourcenschonung und zum Bautenschutz an den historischen Dacheindeckungen mit Sollingsandsteinplatten des Jagdsternschlosses Clemenswerth bei S\u00f6gel im Emsland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung eines objektivierbaren Messverfahrens f\u00fcr den Grad der (Umwelt) Sch\u00e4digung von Sandsteinplatten, daraus Ableitung eines erwartungsgem\u00e4\u00df h\u00f6heren Faktors f\u00fcr recyclingf\u00e4higes Altmaterial (als nach bisheriger Perkussionsmethodik). Entwicklung einer Datengrundlage, ab wann die Durchf\u00fchrung einer konservierenden Behandlung (z.B. Acrylharz-Volltr\u00e4nkung) m\u00f6glich bzw. notwendig ist.<br \/>\nAnlass ist die dringend erforderliche Sanierung der stark gesch\u00e4digten Sandsteind\u00e4cher von 7 Pavillons sowie der Gloriette der Schlossanlage Clemenswerth in S\u00f6gel.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenVorgehensweise von Frau Dr. Weber<br \/>\nIm Rahmen der Kathodolumineszenz-Untersuchungen (KL) wurde den folgenden Fragestellungen nachgegangen:<br \/>\na.  Charakterisierung der Solling-Sandsteinplatten hinsichtlich der Sedimentpetrographie,<br \/>\n      insbesondere Zementation und m\u00f6glicher Stoffumsetzung im Detail &#8211; sind Unterschiede<br \/>\n      zwischen den Proben feststellbar?<br \/>\nb.  Sind Unterschiede in der Zusammensetzung der Sandsteinplatten zwischen \u00fcberdeckten und<br \/>\n      frei bewitterten Plattenbereichen feststellbar?<br \/>\nc.  Sind die makroskopischen Unterschiede im Gef\u00fcge der Plattentypen durch die Untersuchung mit<br \/>\n      der KL nachvollziehbar bzw. pr\u00e4zisierbar?<br \/>\nd.  Treten Korrelationen der KL-Befunde mit den geochemischen Parametern auf?<br \/>\ne.  Kann anhand der KL-Befunde eine Verbindung zu Diageneseparametern und Ablagerungsmilieu<br \/>\n     des Roten Wesersandsteins hergestellt werden?<br \/>\nf.  Ist es m\u00f6glich, anhand der Sedimentpetrographie und der KL-Befunde Prognosen hinsichtlich<br \/>\n     des Verwitterungsverhaltens zu treffen?<br \/>\ng.  Sind die Ergebnisse modellhaft auf alternative Fragestellungen zum Verwitterungsverhalten von<br \/>\n      Solling-Sandsteinplatten \u00fcbertragbar?<\/p>\n<p>Vorgehensweise der Firma Remmers<br \/>\nIm Rahmen der Untersuchungen der Firma Remmers sind folgende Arbeitsschritte erfolgt:<br \/>\n\tSukzessive Abbau der Dachplatten der verschiedenen Dachbereiche der einzelnen Pavillons<br \/>\n\tPr\u00fcfung und Sortierung der Platten durch Sichtpr\u00fcfung und Abklopfen mit dem<br \/>\n       Dachdeckerhammer &#8211; bis zu 50% Ausschuss<br \/>\n\tErg\u00e4nzung durch ortsfremde Platten dieses Steintyps<br \/>\n\tNeueindeckung der Dachbereiche &#8211; dazu werden die Dachplatten z.T. neu formatiert, d.h. die<br \/>\n       wieder verwendeten Dachplatten werden nicht an gleicher Stelle wieder eingebaut<br \/>\n\tBei der Neueindeckung erfolgt keine Reinigung der bewachsenen und verschmutzten Platten<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die nachfolgend aufgelisteten Unterlagen dokumentieren die Ergebnisse des Projekts:<\/p>\n<p>1.\tProtokoll der 1. Projektgruppensitzung vom 11.10.2006<br \/>\n2.\tProtokoll der 2. Projektgruppensitzung vom 30.05.2007<br \/>\n3.\tProtokoll der 3. Projektgruppensitzung vom 23.08.2007<br \/>\n4.\tProtokoll der 4. Projektgruppensitzung vom 04.09.2008<br \/>\n5.\tProtokoll der 5. Projektgruppensitzung vom 13.07.2009 (wird nachgereicht)<br \/>\n6.\tErster Zwischenbericht der Firma Remmers vom 17.12.2006<br \/>\n7.\tZweiter Zwischenbericht der Firma Remmers vom 22.08.2007<br \/>\n8.\tAbschlusspr\u00e4sentation der Firma Remmers vom 13.07.2009<br \/>\n9.\tAbschlusspr\u00e4sentation von Herrn Dr. Lepper vom 13.07.2009<br \/>\n10.\tAbschlusspr\u00e4sentation von Frau Dr. Weber vom 13.07.2009<br \/>\n11.\tAbschlussbericht von Frau Dr. Weber aus 07\/2009<br \/>\n12.\tProjektabschlussbericht (wird nachgereicht)<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>o\tDer Abschlussbericht lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Verwendungsnachweises noch<br \/>\n       nicht vor. Dieser wird in K\u00fcrze nachgereicht und auf der Homepage des Hornemann-Institus<br \/>\n       ver\u00f6ffentlicht. http:\/\/www.hornemann-institut.de\/<br \/>\no\tDiverse Zeitungsartikel<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ergebnisse Ausbaumaterial<br \/>\n\tEine R\u00fcck\u00fcbertragung der 4 vor Ort unterschiedenen Typen ist nicht m\u00f6glich<br \/>\n\tDie Variationsbreite wird bestimmt durch die Endglieder massiv und plattig, wobei dies durch<br \/>\n       den Anteil l\u00e4nglicher Minerale bestimmt wird<br \/>\n\tDie Porenradienverteilung liegt mit einem Max. < 1 \u00b5m oder > 1\u00b5m, kann aber auch innerhalb<br \/>\n       einer Platte variieren<br \/>\n\tDie Festigkeiten variieren bez\u00fcglich der beiden Endglieder massiv\/plattig, in Abh\u00e4ngigkeit von<br \/>\n       der Messrichtung sowie ob oben (gesch\u00fctzte Lage) oder unten gemessen wurde<br \/>\n\tDas Quellverm\u00f6gen variiert ebenfalls stark. In vielen Bereichen kritischer Wert von > 0,5 mm\/m<br \/>\n       erreicht (Spitzenwerte 4 &#8211; 6 mm), aber die Wirkung eines Quellminderer kann neben positiven<br \/>\n       Effekt auch kontraproduktiv sein<br \/>\n\tBei einer impr\u00e4gnierenden Hydrophobierung wird die Platte nicht bis zum Kern durchtr\u00e4nkt<br \/>\n\tDurch die Art der Erneuerung Positivauswahl<\/p>\n<p>Ergebnisse Austauschmaterial<br \/>\n\tDurch Calcitgehalt leichte Verschiebung des Spektrums<br \/>\n\tVariationsbreite der Porenradienverteilung im gleichen Bereich<br \/>\n\tPositivauswahl im Hinblick auf die Festigkeiten (Dyn. E-Modul)<br \/>\n\tHygrische Dilatation bei einigen Platten noch sehr hoch, aber auch Platten mit deutlich<br \/>\n       geringerem Quellverm\u00f6gen dabei (Korrelation mit Calcitgehalt oder bestimmte<br \/>\n       Gef\u00fcgeparameter?)<br \/>\n\tBeschichtung mit Silikonharzlasur hat positiven Effekt auf eine deutliche Verringerung der<br \/>\n       Wasseraufnahme (Wie w\u00e4re dies baupraktisch nutzbar?)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung eines objektivierbaren Messverfahrens f\u00fcr den Grad der (Umwelt) Sch\u00e4digung von Sandsteinplatten, daraus Ableitung eines erwartungsgem\u00e4\u00df h\u00f6heren Faktors f\u00fcr recyclingf\u00e4higes Altmaterial (als nach bisheriger Perkussionsmethodik). Entwicklung einer Datengrundlage, ab wann die Durchf\u00fchrung einer konservierenden Behandlung (z.B. Acrylharz-Volltr\u00e4nkung) m\u00f6glich bzw. notwendig ist. 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