{"id":24221,"date":"2023-07-13T15:25:17","date_gmt":"2023-07-13T13:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24182-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:17","slug":"24182-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24182-01\/","title":{"rendered":"Studentischer Wettbewerb zur Realisierung eines Umwelt- und Informationszentrums unter bau\u00f6kologischen und energetischen Gesichtspunkten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Gemeinde Sch\u00f6nwalde am Bungsberg plant in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ostholstein und mit Unterst\u00fctzung der DBU eine Wiederbelebung des Bungsbergs mit einem Umwelt- und Informationszentrum f\u00fcr Besucher und G\u00e4ste. Der Bungsberg ist mit 168 m die h\u00f6chste Erhebung Schleswig-Holsteins. Eine erste Einsch\u00e4tzung hat ergeben, dass besonders die Themen Wald, Forstwirtschaft, Gutswirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien einerseits noch kaum in der Region vertreten sind und andererseits am Bungsberg zur Pr\u00e4sentation gut geeignet w\u00e4ren.<br \/>\nAls Informations- und Besucherzentrum soll die Einrichtung gleicherma\u00dfen der Bildung und Information \u00fcber die Region dienen wie auch durch eine erlebnisorientierte Darstellung zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur beitragen. Attraktive, didaktisch aufbereitete und kreative Angebote f\u00fcr Erwachsene und Kinder sollen zugleich zu einer Verl\u00e4ngerung der Vor- und Nachsaison beitragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAls erste Phase zur Erlangung von Planungsideen und Bauentw\u00fcrfen soll ein studentischer Wettbewerb dienen. Die Ergebnisse sollen dann in konkrete Planungen m\u00fcnden und sp\u00e4ter als Projekt im Rahmen der LSE Sch\u00f6nwalde umgesetzt werden. Im Rahmen des Wettbewerbes soll f\u00fcr das Bungsbergumfeld ein thematisches Wege- und Nutzungskonzept, ein Konzept f\u00fcr Freizeitnutzungen sowie ein Verkehrs- und Parkplatzkonzept erarbeitet werden. Dar\u00fcber hinaus ist aber wesentliches Ziel eine Geb\u00e4udeplanung f\u00fcr das Umwelt- und Informationszentrum unter bau\u00f6kologischen und energetischen Gesichtspunkten an diesem markanten Standort. Nach Beendigung des studentischen Wettbewerbs sollen die Ideen im Rahmen der Ank\u00e4ufe von einem Architekten zu einem Vorentwurf weiterentwickelt werden und in eine Kostensch\u00e4tzung m\u00fcnden. Durch die Hinzuziehung eines Fachmannes f\u00fcr Energieplanung soll diesem besonders wichtigen Bereich von Anfang an Rechnung getragen werden. Das Ergebnis dieses Schrittes ist dann die Grundlage f\u00fcr die Antragstellung f\u00fcr die weiteren baulichen und sonstigen Ma\u00dfnahmen. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Programms LEADER + kofinanziert. Der studentische Wettbewerb beginnt am 01.02.2006 und endet am 29.03.2006. Der Vorentwurf mit Kostensch\u00e4tzung soll bis zum Juli 2006 erarbeitet sein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die erste Phase, der studentische Wettbewerb, wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wismar und der Fachhochschule L\u00fcbeck ausgelobt. Den Studierenden der Architekturfachbereiche wurde in der Arbeitsunterlage u.a. der Anlass und das Ziel sowie die Wettbewerbsaufgabe vorgegeben. Eine wesentliche Vorgabe war eine innovative Bauweise, ein schl\u00fcssiges Energiekonzept und die Nachhaltigkeit des Konzepts. Die Wettbewerbsteilnehmer waren aufgefordert einen Bauk\u00f6rper zu entwerfen, der die Intentionen des vorgegebenen Konzepts in geeigneter Weise aufnimmt und durch eine innovative Architektur unterst\u00fctzt bzw. das vorhandene Geb\u00e4ude ggf. mit einbezieht. Das Raumprogramm sollte den Ausstellungsbereich, einen gastronomischen Bereich sowie eine Hausmeisterwohnung umfassen. Der Bearbeitungszeitraum war vom 01.02.2006 bis zum 17.03.2006 ebenso wie der Termin zur Abgabe der Entw\u00fcrfe einschlie\u00dflich der Modelle vorgegeben. Die Preisgerichtssitzung war f\u00fcr den 29.03.2006 terminiert, die Preisverleihung f\u00fcr den 30.03.2006. Aus der Vielzahl der eingereichten Entw\u00fcrfe entschied sich die Jury f\u00fcr die Entwurfsidee verwurzelt. Aus der Begr\u00fcndung: Die St\u00e4rke der Arbeit liegt im selbstverst\u00e4ndlich wirkenden Umgang mit der Umgebung. Herauszuheben ist der sehr sch\u00f6n inszenierte Aufgang zwischen den Geb\u00e4uden hindurch zum Elisabeth-Turm, der diesem Baudenkmal seine Eigenst\u00e4ndigkeit erh\u00e4lt ohne einen Angstabstand einzuhalten. Dieser Eindruck wird auch eindrucksvoll im Erdgeschoss des Hauptgeb\u00e4udes fortgef\u00fchrt. Von der urspr\u00fcnglichen Planung, die Ideen des studentischen Wettbewerbs von einem Architekten zu einem Vorentwurf weiter zu entwickeln, wurde in Absprache und Einverst\u00e4ndnis der F\u00f6rdermittelgeber Abstand genommen. Mit einer Machbarkeitsstudie sollte auf der Grundlage des studentischen Wettbewerbs ein Gesamtkonzept entwickelt und die M\u00f6glichkeiten und Perspektiven zu einem strukturierten Handlungs- und Aktionskonzept zusammengef\u00fcgt werden. Ziel war es, in der Form einer Realit\u00e4tsstudie die Frage zu beantworten, ob eine Wiederbelebung der Aktivit\u00e4ten am Bungsberg erfolgreich sein k\u00f6nnte. Nach erfolgter Vorauswahl wurde der Auftrag f\u00fcr diese Machbarkeitsstudie an das B\u00fcro ProjektM, L\u00fcneburg, am 07.05.2006 erteilt. Mit zeitlicher Verz\u00f6gerung, die ausschlie\u00dflich mit der bis dahin ungel\u00f6sten Grundst\u00fccksfrage begr\u00fcndet ist, wurde die Machbarkeitsstudie in ihrer endg\u00fcltigen Form am 05.10.2007 vorgelegt. Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Schluss, dass ein klassisches Umwelt- und Informationszentrum mit einer (kleinen) Gastronomie auf dem Bungsberg nicht dem Anspruch eines eigenrentablen Betriebs entsprechen kann. Empfohlen wird daher eine ganzheitliche Entwicklung des Bungsbergs zu einem attraktiven Umwelt- und Erlebniszentrums, das geeignet ist, sich im Wettbewerb der Freizeitanlagen zu behaupten. Nur bei entsprechend hoher Attraktivit\u00e4t der Ausstellungsbereiche, der weiteren Freizeitanlagen und der Gastronomie d\u00fcrften ausreichend Besucher generiert werden. Aber nicht nur die Attraktivit\u00e4t der Anlagen, sondern besonders auch der professionelle Betrieb aller Module aus einer Hand ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Zielerreichung. Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass bei ganzheitlicher und attraktiver Umsetzung des empfohlenen Konzepts, bei ganzheitlichem Betrieb aus einer Hand und bei erfolgreichem, kooperativem Marketing mit den Verb\u00e4nden und Akteuren in der Region ein rentabler Betrieb m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Damit hat die F\u00f6rderma\u00dfnahme zun\u00e4chst ihren Abschluss gefunden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber das Ergebnis des studentischen Wettbewerbs wurde umfangreich in der regionalen Presse, den L\u00fcbecker Nachrichten, den Kieler Nachrichten, dem Ostholsteiner Anzeiger, berichtet.<br \/>\nDie Machbarkeitsstudie wurde in einer \u00f6ffentlichen Veranstaltung am 07.03.2008 vorgestellt. Die regionale Presse hat hier\u00fcber ebenfalls ausgiebig berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der studentische Wettbewerb hat f\u00fcr die Wiederbelebung des Bungsbergs eine ganze Reihe von interessanten Ideen geliefert. Eine wichtige Grundlage zur Realisierung des Projekts liefert die Machbarkeitsstudie. Das Ergebnis dieser Studie hat die das Projekt begleitende Lenkungsgruppe, bestehend u.a. aus Vertretern des Ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume des Landes Schleswig-Holstein, dem Kreis Ostholstein sowie der AktivRegion Schwentine &#8211; Holsteinische Schweiz, veranlasst, ein Projektexposee zur Ansprache m\u00f6glicher Betreiber sowie eine Untersuchung des gastronomischen Bereichs in Auftrag zu geben. Zur finanziellen und auch ideellen Unterst\u00fctzung des Projekts konnte zwischenzeitlich ein F\u00f6rderverein gegr\u00fcndet werden. Mitglieder sind Verb\u00e4nde und Institutionen, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus der Region. Die Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr das Leuchtturmprojekt Umwelt- und Erlebniszentrum Bungsberg wird ein zu gr\u00fcndender Zweckverband \u00fcbernehmen. Wichtige Grundsteine, um das Projekt weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Gemeinde Sch\u00f6nwalde am Bungsberg plant in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ostholstein und mit Unterst\u00fctzung der DBU eine Wiederbelebung des Bungsbergs mit einem Umwelt- und Informationszentrum f\u00fcr Besucher und G\u00e4ste. Der Bungsberg ist mit 168 m die h\u00f6chste Erhebung Schleswig-Holsteins. 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