{"id":24213,"date":"2023-07-13T15:25:14","date_gmt":"2023-07-13T13:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24151-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:15","slug":"24151-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24151-01\/","title":{"rendered":"Potentialanalyse zu Pflanzen\u00f6len als Energiequelle f\u00fcr einen Haushaltskocher"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Bereitstellung von g\u00fcnstigen Kochbrennstoffen f\u00fcr die Haushalte wird mit einer zunehmenden Verknappung der Ressourcen Erd\u00f6l, Erdgas oder auch Wald besonders f\u00fcr bev\u00f6lkerungsreiche Dritt- und Schwellenl\u00e4nder immer schwieriger. Pflanzen\u00f6le k\u00f6nnen einen Beitrag zur Kochenergieversorgung leisten. Als erneuerbarer Energietr\u00e4ger tragen sie zus\u00e4tzlich zu einer Senkung der CO2 Emissionen und damit zum Klimaschutz bei. Es existieren erste Technologien, die zu 100% Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff verwenden k\u00f6nnen, wie beispielsweise der Protos- Pflanzen\u00f6lkocher der Bosch und Siemens Hausger\u00e4te GmbH. Im Rahmen dieser Studie soll das Potential der Verwendung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff in verschiedenen L\u00e4ndern ermittelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Ans\u00e4tze und M\u00f6glich-keiten zur weiteren Verbreitung des Einsatzes von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff aufzeigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenL\u00e4nder mit hohem Potential zeichnen sich aus durch:<br \/>\n&#8211;\tEine hohe \u00d6lsaaten &#8211; und \u00d6lfr\u00fcchteproduktion, \u00d6lproduktion und \u00d6lproduktion \u00fcber Verbrauch<br \/>\n&#8211;\tEine hohe Produktion an Feuerholz bei geringen Waldbest\u00e4nden<br \/>\n&#8211;\tGeringe Erd\u00f6l- und Erdgasreserven und -produktion<br \/>\n&#8211;\tHohe Erd\u00f6l-, Erdgas-, LPG- und Petroleumimporte<br \/>\n&#8211;\tEinen hohen Petroleum- und LPG- Verbrauch<br \/>\n&#8211;\tEine gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung und hohe Anteile an st\u00e4dtischer Bev\u00f6lkerung und feste Biomassebrennstof-fe verwendende Bev\u00f6lkerung<br \/>\n&#8211;\tEntwicklungs- oder Schwellenland<br \/>\nDiese Informationen werden, soweit vorhanden, f\u00fcr alle 250 L\u00e4nder der Erde erhoben aus Datenbanken der IEA, FAO, UN, WEC, WHO, Weltbank und Ista Mielke GmbH. Um die Daten der einzelnen L\u00e4nder untereinander vergleichbar zu machen, werden sie auf pro Kopf bzw. prozentual bezogen. Die Bev\u00f6lkerungszahl geht absolut in die Bewertung ein. Die wirtschaftliche Entwicklung wird \u00fcber die L\u00e4nderein-kommensklassen der Weltbank bewertet. Die Datenqualit\u00e4t wird gr\u00f6\u00dftenteils durch eine Gegenpr\u00fcfung unter Verwendung zweier verschiedener, unabh\u00e4ngiger Quellen erh\u00f6ht. Um Extremwerte nicht \u00fcber zu bewerten und die einzelnen Datens\u00e4tze untereinander gleich zu bewerten, erfolgt die Datenbewertung in Orientierung am Ranking der Datenwerte und nicht den absoluten Werten. Der Nachteil, dass die Datenwerte weit weniger Ber\u00fccksichtigung finden, muss dabei hingenommen werden. Auf Basis der bewerteten Werte erfolgt die Ermittlung des Potentials. Da davon auszugehen ist, dass die einzelnen Kriterien unterschiedlich starke Aussagekraft bez\u00fcglich des Potentials besitzen, wird auch eine Wichtung der einzelnen Kriterien in der Gesamtbewertung vorgenommen. Als wichtigste Kriterien f\u00fcr die Verwendung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff werden dabei die Pflanzen\u00f6lproduktion, die \u00fcber Verbrauch Pflanzen\u00f6lpro-duktion, die Feuerholzproduktion, die bestehende Waldfl\u00e4che, die Petroleumimporte, der Petroleumverbrauch und der Bev\u00f6lkerungsanteil, welcher feste Biomassebrennstoffe verwendet, angesetzt. Ein mit hohem Potential identifiziertes Land wird dann besonders unter den Gesichtspunkten Verf\u00fcgbarkeit und Preise von Pflanzen\u00f6l und Kochbrennstoffen und Qualit\u00e4t der erh\u00e4ltlichen von Pflanzen\u00f6le einer n\u00e4heren Analyse unterzogen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nachfolgende Grafik zeigt die Identifikation der L\u00e4nderpotentiale der Verwendung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff. Namentlich genannt sind die L\u00e4nder, die zur Gruppe mit dem h\u00f6chsten Potential z\u00e4hlen. <\/p>\n<p>Potentialschwerpunkte zeigen sich in S\u00fcdamerika, S\u00fcdosteuropa, Westafrika und S\u00fcdostasien. Dabei kann allerdings keine Aussage getroffen werden, ob z. B. die Philippinen geeigneter sind als Indonesien. Beide befinden sich in der Gruppe der geeignetsten L\u00e4nder. Die Philippinen k\u00f6nnen als eine Art Bench-mark gesehen werden: Die Umst\u00e4nde zur Nutzung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff sind gut, das konn-te in vorangegangenen Projekten bereits vor Ort festgestellt werden. Indonesien ist als eines der L\u00e4nder mit dem h\u00f6chsten Potential f\u00fcr die Verwendung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff identifiziert worden. In Zusammenarbeit mit dem Indonesian Center for Estate Crops Research and Development in Bogor wird im M\u00e4rz 2007 eine n\u00e4here Analyse durchgef\u00fchrt. Petroleum stellt die g\u00fcnstigste Kochenergiequelle dar gefolgt von Gas. Die verf\u00fcgbaren Pflanzen\u00f6le liegen in der Region Jakarta &#8211; Bogor im Preis als potentielle Kochenergiequelle etwa doppelt so hoch. Werden allerdings die Subventionen bei Gas und Petroleum ber\u00fccksichtigt, so n\u00e4hern sich die Preise an. Die Petroleumsubventionen stellen eine hohe Belastung f\u00fcr den indonesischen Staatshaushalt dar und die Regierung sucht nach Alternativen zur Kochenergieversorgung. In einigen Teilen Indonesiens liegt der Petroleumpreis bis zu 5-fach \u00fcber dem Level der Region Jakarta &#8211; Bogor wie beispielsweise in Nordsulawesi. F\u00fcr diese Regionen k\u00f6nnte lokal erzeugtes Pflan-zen\u00f6l eine m\u00f6gliche Energie- und auch Kochenergiequelle sein. Hier besteht ein guter Ansatzpunkt f\u00fcr Projekte zur Nutzung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff. Eine Kokos\u00f6l- und eine Palm\u00f6lm\u00fchle, die be-sucht werden, k\u00f6nnen ihre gesamte Produktion innerhalb fester Liefervereinbarungen absetzen. Dies widerspiegelt die weltweit steigende Nachfrage nach Pflanzen\u00f6len als Rohstoff. Einen Teil des produzierten \u00d6ls als Kochbrennstoff abzunehmen und zu nutzen w\u00e4re nur \u00fcber h\u00f6here als die gegenw\u00e4rtigen Ver-kaufspreise zu realisieren. Innerhalb des Programms zur Nutzung von Jatropha curcas als Energiequelle ist bislang keine Nutzung des \u00d6ls als Kochbrennstoff vorgesehen, obwohl hier eine gute M\u00f6glichkeit be-steht. Sollen neue Technologien zur kochenergetischen Pflanzen\u00f6lnutzung eingef\u00fchrt werden, besteht hier ein guter Ansatzpunkt f\u00fcr Projekte<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es wird ein umfassender Abschlussbericht erarbeitet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>L\u00e4nder mit hohem Potential der Verwendung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff konnten anhand als wesentlich erachteter Kriterien identifiziert werden. Eine n\u00e4here Analyse in Indonesein , einem mit hohem Potential identifizierten Land, zeigte, dass aufgrund staatlicher Subventionen herk\u00f6mmlicher Kochbrenn-stoffe die Nutzung von Pflanzen\u00f6l erschwert ist. Allerdings konnten Ansatzpunkte f\u00fcr Projekte zur Einf\u00fchrung von Pflanzen\u00f6l als Kochbrennstoff und damit einhergehender Technologien ermittlet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Bereitstellung von g\u00fcnstigen Kochbrennstoffen f\u00fcr die Haushalte wird mit einer zunehmenden Verknappung der Ressourcen Erd\u00f6l, Erdgas oder auch Wald besonders f\u00fcr bev\u00f6lkerungsreiche Dritt- und Schwellenl\u00e4nder immer schwieriger. Pflanzen\u00f6le k\u00f6nnen einen Beitrag zur Kochenergieversorgung leisten. 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