{"id":24196,"date":"2023-07-14T10:32:31","date_gmt":"2023-07-14T08:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13156-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:33","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:33","slug":"13156-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13156-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Biotechnologie: International Workshop From Gram to Ton Biocatalysis &#8211; Productivity and Downstream-Processing in Biocatalysis"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Forschung auf dem Gebiet der chemischen Biotechnologie erbrachte in den letzten 30 Jahren eine F\u00fclle neuer M\u00f6glichkeiten mittels Biotechnologie bestehende Verfahren in \u00f6kologischer und in \u00f6konomischer Hinsicht zu optimieren und neue Produkte zug\u00e4nglich zu machen. Ein Hauptaugenmerk galt hierbei auf Seiten der (Hochschul)forschung dem Auffinden (Screening) von Biokatalysatoren, dem Design sowie deren biochemischer\/chemischer Charakterisierung. Nur einige wenige Gruppen haben sich mit einer Prozessentwicklung besch\u00e4ftigt, die biologische, chemische und verfahrenstechnische Ans\u00e4tze integriert (z. B. FZ J\u00fclich, TU Delft, Imperial College London, ETH Z\u00fcrich). Die industrielle Anwendung beschr\u00e4nkte sich mit ganz wenigen Ausnahmen auf technisch gut beschriebene Reaktionssysteme. In den allermeisten F\u00e4llen wird die breite kommerzielle Umsetzung aber von strukturellen und technischen Faktoren limi-tiert (siehe auch DECHEMA und EFB\/ESAB Positionspapiere\u0082 Wei\u00dfe Biotechnologie). Ziel der Veranstaltung war es, Forschungs- und Entwicklungsdefizite (sowohl in Akademie als auch Industrie) speziell auf dem Gebiet der Ma\u00dfstabsvergr\u00f6\u00dferung nachhaltiger Bioprozesse und Produktaufarbeitung klar zu identifizieren und innovative L\u00f6sungsans\u00e4tze &#8211; ganz im Sinn der Agenda 21 &#8211; vorzuschlagen. Die Veranstaltung Wei\u00dfe Biotechnologie (21. und 22. Februar 2005, Berlin) sowie das Fachgespr\u00e4ch ChemBioTec (8. und 9. M\u00e4rz 2005, Osnabr\u00fcck) legten u. a. die Basis f\u00fcr eine eingehende Auseinandersetzung mit den heutigen Limitationen des Einsatzes von Bioprozessen in der chemischen Industrie. W\u00e4hrend in Berlin der gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Rahmen klar definiert wurde, resultierte das Fachgespr\u00e4ch im M\u00e4rz in einer klaren Auflistung von derzeitigen technischen und strukturellen Herausforderungen. In der Veranstaltung \u0082Gram to Ton Biocatalysis sollten diese nun konkretisiert und in Forschungs- und Ent-wicklungsfragen \u00fcbersetzt werden. Hierbei galt es u. a. M\u00f6glichkeiten zur Bildung von Forschungsnetzwerken bestehend aus Forschungsinstituten, KMU und Gro\u00dfunternehmen zu identifizieren und erste Vor-schl\u00e4ge zur Realisierung auszuarbeiten. Das hie\u00df konkret auch, Verb\u00fcnde und Kooperationsvorhaben zu installieren, die klar produkt- bzw. verfahrensorientiert spezifische Fragestellungen zur Realisierung nach-haltiger chemisch-biotechnologischer Produktionsverfahren bearbeiten wollen. Dieselben werden in Form einer konzertierten Aktion (Forschungsverbund ChemBioTec) unter Federf\u00fchrung von Prof. Andreas Schmid bei der DBU zur F\u00f6rderung eingereicht werden. Der Forschungsverbund ChemBioTec soll sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit der nachhaltigen Produktivit\u00e4tssteigerung biokatalytisch-\/chemischer Verfahren und Bioprozesse befassen. Eine zentrale Aufgabe dieses Kompetenznetzwerks wird der Br\u00fcckenschlag zwischen (Hochschul)forschung und Industrie, Forschung und Ausbildung und zwischen den Fachgebie-ten Biologie, Chemie und Ingenieurwesen sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBei der Veranstaltung stand das Erarbeiten von Fragestellungen und L\u00f6sungsans\u00e4tzen, die im Verbund ChemBioTec angegangen werden sollen, im Vordergrund. Die Veranstaltung sollte sowohl ausgew\u00e4hlte Pers\u00f6nlichkeiten aus Industrie und Wirtschaft zusammenbringen, aber auch dem interessierten Fachpub-likum offen stehen. Deshalb war die Veranstaltung in Gruppenarbeiten am Donnerstagnachmittag (06.10.2005) sowie einen Vortrags- und Diskussionsteil am Freitagvormittag und -nachmittag (07.10.2005) aufgeteilt. Am ersten Teil waren 75 Fachleute aus der Industrie und Wissenschaft beteiligt. In kleinen Gruppen zu 6 bis 11 Personen wurden Fragestellungen diskutiert, welche f\u00fcr den Verbund ChemBioTec richtungweisend sind. Die einzelnen Gruppen wurden jeweils von einem Moderator geleitet und die Teilnehmer zusammen mit ihm zum gr\u00f6\u00dften Teil pers\u00f6nlich eingeladen. Im Vorfeld wurden die Themen von den Moderatoren vorbereitet und Informationsmaterial an die Teilnehmer verschickt, sodass in den Gruppenarbeiten Konkretes zur Realisierung beigetragen werden konnte. Entsprechende Unterlagen wurden in enger Kooperation mit dem federf\u00fchrenden Prof. Schmid erstellt. Die hieraus resultierenden Ergebnisse wurden am Freitag der allgemeinen Zuh\u00f6rerschaft (85 Personen) in Vortr\u00e4gen vor-gestellt und zur Diskussion gestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das wichtigste Resultat war die Zusicherung seitens der DBU vertreten durch Frau Prof. Heiden, den Verbund ChemBioTec zu unterst\u00fctzen und zu f\u00f6rdern. Es wurden besonders im Rahmen der Gruppenarbeiten am Donnerstag Kontakte zwischen Fachleuten aus dem Hochschulbereich sowie Vertretern der anwesenden KMU gekn\u00fcpft, die in der Einreichung von Projekten im Rahmen des neuen Forschungsverbunds m\u00fcnden. Es liegen derzeit 10 erste konkrete Projektideen vor. Unter den vorgegebenen Fragestellungen wurden teilweise sehr dynamische Diskussionen gef\u00fchrt, welche neue L\u00f6sungswege und Ansatzpunkte aufzeigten. Das gemeinsame Abendessen am Donnerstag hatte zum Ziel, die Kommunikation zwischen den Teilnehmern zu intensivieren und eine Basis f\u00fcr vertiefende Diskussionen und weiterge-hende Kooperationen zu schaffen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Publikation der Ergebnisse in jeweils eigenen Beitr\u00e4gen ist in einem VCH-Wiley-Buch vorgesehen. Ein entsprechendes Angebot des Verlags liegt dem Antragsteller vor. Im transkript wurden die Ergebnisse und die Ank\u00fcndigung des Schwerpunkt-Programms ChemBioTec ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Workshop Gram-to-Ton Biocatalysis hat klare Bed\u00fcrfnisse der bioprozessorientierten Forschung in Deutschland aufgezeigt. Das Veranstaltungszentrum Dortmund bot einen umfassenden und  professionellen Service, der einen reibungslosen Ablauf gew\u00e4hrleistete. Auch der logistisch und technisch recht aufwendige Donnerstagnachmittag, an dem aufgrund der verschiedenen Arbeitsgruppen in 9 R\u00e4umen parallel gearbeitet wurde, war sehr gut organisiert. Die zahlreiche Teilnahme von f\u00fchrenden Fachleuten aus dem Hochschulbereich sowie der vertretenen KMU und einiger Vertreter aus der Gro\u00dfindustrie haben gezeigt, dass das Interesse an aktiven, diskussionsgepr\u00e4gten Veranstaltungen sehr gro\u00df ist und genau die L\u00fccke zwischen Hochschule und Industrie hier \u00fcberbr\u00fcckt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Forschung auf dem Gebiet der chemischen Biotechnologie erbrachte in den letzten 30 Jahren eine F\u00fclle neuer M\u00f6glichkeiten mittels Biotechnologie bestehende Verfahren in \u00f6kologischer und in \u00f6konomischer Hinsicht zu optimieren und neue Produkte zug\u00e4nglich zu machen. 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