{"id":24191,"date":"2023-07-13T15:25:11","date_gmt":"2023-07-13T13:25:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24066-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:12","slug":"24066-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24066-01\/","title":{"rendered":"Kongress Kinderumweltmedizin"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Schutz von Kindern ist f\u00fcr die Gesellschaft ein hohes Gut. Daher nehmen Kinder eine besondere Stellung ein, was umweltbedingte Einfl\u00fcsse auf die Gesundheit angeht. Die  Gesundheits- und Umweltbeh\u00f6rden, Kinder\u00e4rzte und Umweltmediziner sind h\u00e4ufig mit Fragen der besonderen Empfindlichkeit von Kindern gegen\u00fcber Einfl\u00fcssen aus der Umwelt konfrontiert. Eine Gewichtung von umweltmedizinischen Risiken ist in der Umweltpolitik und im medizinischen Bereich von erheblicher Bedeutung, weil mit einer korrekten, risikoangepassten Bewertung ein sinnvollerer kosteneffektiverer Einsatz von personellen und materiellen Ressourcen erfolgen kann, als das heute der Fall ist.<br \/>\nAusgewiesene internationale Experten haben auf der Arbeitstagung CHILDRENS ENVIRONMENT IN CENTRAL EUROPE. THREATS AND CHANCES \u00fcber die wichtigsten und \u00fcber die derzeit aktuellen Gebiete gesprochen und diskutiert. Dabei war es Anliegen, die Betrachtungen auf die Probleme der Ersten Welt (insbesonders Mitteleuropa einschlie\u00dflich der neuen EU-Beitrittsl\u00e4nder) zu zentrieren. Mit einzubeziehen waren die psychosozialen, gesellschaftlichen, \u00f6konomischen und die migrationsbedingten Risiken f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Im Endeffekt sollte daraus eine qualitative und quantitative Absch\u00e4tzung der jeweiligen Risiken resultieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Planungsphase wurden Experten aus Deutschland, Westeuropa und Nordamerika und aus den neuen Beitrittsl\u00e4ndern zur Europ\u00e4ischen Union, also aus Ostmitteleuropa, eingeladen. Es erfolgte keine \u00f6ffentliche Ausschreibung, sondern die Einladungen erfolgten gezielt und pers\u00f6nlich, um ein wirklich effizientes Arbeiten au der Tagung zu gew\u00e4hrleisten. Es erfolgte eine feste Vorgabe der zu diskutierenden Themenbereiche. Die Resonanz war sehr positiv. Insgesamt nahmen 49 Experten an der Tagung teil. 32 davon kamen aus Deutschland, jeweils zwei aus den USA, den Niederlanden, Polen, Ungarn, Lettland, Litauen und Estland und je ein Experte kam aus D\u00e4nemark, Spanien und der Slowakei. Die dreit\u00e4gige Arbeitstagung mit einem eint\u00e4gigen Vorlaufs-Symposium fand in Osnabr\u00fcck vom 21. bis 24.11.2006 statt.<br \/>\nDie Teilnehmer wurden gehalten, ihre Beitr\u00e4ge in englischer Sprache in schriftlicher Form vorzulegen, damit alsbald nach der Tagung ein Kongressband erstellt werden konnte.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Arbeitstagung im November 2006 waren renommierte Wissenschaftler und Fachleute anwesend. Dadurch konnte aus einem sehr breiten p\u00e4diatrischen, umweltmedizinischen sowie p\u00e4dagogisch-sozialwissenschaftlichen Wissen gesch\u00f6pft werden.<\/p>\n<p>Die Referenten  &#8211; ebenso wie die Teilnehmer in den Diskussionen &#8211; deckten w\u00e4hrend dieser Tagung viele Problemfelder auf. Dank der breiten Auswahl an Referenten konnte auf eine Vielzahl von Umweltfaktoren &#8211; soziale ebenso wie chemische oder physische &#8211; eingegangen werden. Es wurde ersichtlich, dass in vielen Bereichen noch gro\u00dfer Forschungs- und Interventionsbedarf besteht. <\/p>\n<p>Aus den Vortr\u00e4gen und Diskussionen ging hervor, dass die Innenraumbelastung mit Feinstaub f\u00fcr Kinder einen bedeutenden Umweltfaktor darstellt, da diese sich 80% des Tages in Innenr\u00e4umen aufhalten. In der Innenraumluft liegen oft sehr hohe Feinstaubkonzentrationen vor, insbesondere in R\u00e4umen, in denen geraucht wird.  Neu in den Blickpunkt ger\u00fcckt ist die Schimmelpilzbelastung, da sie Allergien und Asthma ausl\u00f6sen kann und die Schimmelpilzgifte sch\u00e4dlich wirken.<\/p>\n<p>Psychosoziale Umweltfaktoren wie falsche Ern\u00e4hrung, \u00dcbergewicht, Bewegungsmangel, Armut, Gewalt und Drogen bedrohen die Gesundheit von Kindern in Mitteleuropa heutzutage jedoch viel mehr als physikalische Faktoren oder Chemikalien. Das ist das Fazit, das am Ende der Arbeitstagung gezogen werden konnte. <\/p>\n<p>Nun gilt es, das Interesse der Wissenschaft, Forschung, Politik und anderer Instanzen auf die bei dieser Tagung identifizierten Problemfelder zu lenken.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Vorfeld der Tagung war zun\u00e4chst keine \u00d6ffentlichkeitsarbeit n\u00f6tig, da die Teilnehmer pers\u00f6nlich eingeladen wurden. <\/p>\n<p>Die inhaltliche Berichterstattung war nach der Tagung jedoch von gro\u00dfer Bedeutung. Zu diesem Zweck verfassten die Redner ausf\u00fchrliche fachwissenschaftliche Artikel zu den Inhalten Ihrer Pr\u00e4sentation und der Diskussion. Die Artikel werden in einer Sonderausgabe der Zeitschrift International Journal of Hygiene and Environmental Health (IJHEH) im Oktober 2007 publiziert. Insoweit kann hinsichtlich der fachspezifischen inhaltlichen Ergebnisse der Arbeitstagung auf die eingehenden Darstellungen in dieser international renommierten Fachzeitschrift verwiesen werden.<\/p>\n<p>Erste Ergebnisse der Tagung waren jedoch schon Ende November auf der Internetseite der Kinderumwelt www.allum.de abrufbar. <\/p>\n<p>\u00dcber diesen fachspezifischen Aspekt hinaus ist jedoch das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch, das gegeneitige n\u00e4here Kennenlernen (viele der Fachleute waren einander schon zuvor bekannt gewesen) ein sehr wichtiger Schwerpunkt der Tagung. Es war gerade f\u00fcr die Diskussionen w\u00e4hrend der Arbeitstagung selbst wie auch w\u00e4hrend des begleitenden Rahmenprogramms viel Zeit einger\u00e4umt worden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im ausf\u00fchrlichen Eingangsteil dieses Berichtes dargestellte Situation machte eine Bestandsaufnahme der umweltmedizinischen und umweltpolitischen Situation in Mitteleuropa au\u00dferordentlich w\u00fcnschenswert. Auf der Arbeitstagung wurden physikalische, chemische sowie psychosoziale Faktoren diskutiert. Die Problemfelder konnten dabei gewichtet werden. Es wurde im Verlaufe der Arbeitstagung klar, dass einige klassische Umweltfaktoren chemischer und physikalischer Natur an Bedeutung verlieren, w\u00e4hrend soziale Faktoren wie Medienkonsum, fehlende Bewegung, falsche Ern\u00e4hrung derzeit in individualmedizinischer Hinsicht von hervorragender Bedeutung sind. Auch die in den letzten Jahren zum Teil aus dem Blickfeld geratenen umfassenden umweltpolitischen Entwicklungen (Energiekonsum und Mobilit\u00e4t seien als Beispiel erw\u00e4hnt), bed\u00fcrfen weiter genauer und kontinuierlicher Beachtung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Schutz von Kindern ist f\u00fcr die Gesellschaft ein hohes Gut. Daher nehmen Kinder eine besondere Stellung ein, was umweltbedingte Einfl\u00fcsse auf die Gesundheit angeht. 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