{"id":24180,"date":"2023-07-13T15:25:08","date_gmt":"2023-07-13T13:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24022-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:09","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:09","slug":"24022-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24022-01\/","title":{"rendered":"Umweltinformationsvermittlung zum kommunalen Grundwasserschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Durch Exfiltrationen aus Abwasserleitungen auf privaten Grundst\u00fccken werden in Deutschland erhebliche Verschmutzungen von Boden und Grundwasser verursacht von \u00fcber 1 Mio. km Abwasserleitungen<br \/>\nEs ist daher eine dringliche Aufgabe, bei den Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern mit Informations- und Aufkl\u00e4rungsarbeit, pers\u00f6nlicher Beratung und dem Anbieten von Kostenvorteilen bei gemeinsamer Beauftragung der Arbeiten Verst\u00e4ndnis zu wecken f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Dichtheitsnachweise und Durchf\u00fchrung von Sanierungsma\u00dfnahmen an ihren Abwasserleitungen.<br \/>\nDie Stadtwerke Georgsmarienh\u00fctte wollen zur Entwicklung einer optimierten Vorgehensweise in einem Einzugsgebiet mit ca. 60 Grundst\u00fccken die Aufkl\u00e4rungs- und Informationsarbeit durchf\u00fchren einschlie\u00dflich der qualit\u00e4tsbezogenen Betreuung der von den Anliegern vorzunehmenden Ma\u00dfnahmen der Dichtheitspr\u00fcfungen und Sanierungsarbeiten, um einen effektiven Boden- und Grundwasserschutz zu erreichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Art und Umfang der Dichtigkeitspr\u00fcfungen und Sanierungsma\u00dfnahmen ist von vielen \u00f6rtlichen Randbedingungen abh\u00e4ngig. Um diese verschiedenen Aspekte auch in den Projektergebnissen ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen, sollen mehrere Kommunen und Entsorgungstr\u00e4ger aus verschiedenen Bundesl\u00e4ndern in die Projektbegleitung eingebunden werden.<br \/>\nIm Arbeitsabschnitt 1 sollen die unterst\u00fctzenden Stellen aus der kommunalen Verwaltung, den politischen Gremien und Verb\u00e4nden f\u00fcr eine Beteiligung am Projekt gewonnen werden. Die Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer im Projektgebiet sollen informiert und beraten werden, um Verpflichtungserkl\u00e4rungen zur Kosten\u00fcbernahme derjenigen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer zu erlangen, die am Projekt teilnehmen wollen.<br \/>\nF\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Dichtheitsnachweise und der Sanierungsma\u00dfnahmen sind im Arbeitsabschnitt 2 die Arbeiten zu koordinieren, die Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer bei den entstehenden individuellen Problematiken zu beraten und g\u00fcnstige Sanierungskonzepte zu entwickeln, die Ma\u00dfnahmen und Qualit\u00e4tssicherung zu \u00fcberwachen und die Bauabrechnungen zu pr\u00fcfen.<br \/>\nDer Arbeitsabschnitt 3 umfasst die Auswertung des Projektes und die Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse sollen in Fachverb\u00e4nden, Fachzeitschriften, Allgemeiner Presse sowie in Informationsveranstaltungen und Seminaren bundesweit bekannt gemacht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Eine Ma\u00dfgabe f\u00fcr eine Projektfortf\u00fchrung nach dem Arbeitsschritt 1 \u00d6ffentlichkeitsarbeit mit der Durch-f\u00fchrung der Dichtheitspr\u00fcfungen und Sanierungsma\u00dfnahmen war, dass mindestens 60 % aller im F\u00f6rdergebiet liegenden Grundst\u00fcckeigent\u00fcmer ihr Einverst\u00e4ndnis zur Durchf\u00fchrung erteilen.<br \/>\nDa von den 65 Eigent\u00fcmern im Projektgebiet sich jedoch nur 16 Grundst\u00fcckeigent\u00fcmer dazu bereit erkl\u00e4rt. haben, wird das Projekt nicht weiter gef\u00fchrt.<br \/>\nBez\u00fcglich der Projektarbeit soll das jedoch nicht bedeuten, dass die bisher investierten Bem\u00fchungen f\u00fcr die Gesamtproblematik keinen Nutzen erbracht haben.<br \/>\nAus den durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen mit Presseberichten, Internetauftritten, Informationsveranstaltungen und B\u00fcrgersprechstunden wurden Erkenntnisse gewonnen, die f\u00fcr k\u00fcnftige Ma\u00dfnahmen bez\u00fcglich der erforderlichen Dichtheitsnachweise aller Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer in Deutschland verwendet werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIn der Stadt Georgsmarienh\u00fctte soll in einer noch zu erarbeitenden Umsetzungsstrategie ein Plan erarbeitet werden, um bis zum Ende der gesetzten Frist in 2015 alle Abwasserf\u00fchrenden Leitungen auf den privaten Grundst\u00fccken mit Dichtheitsnachweisen den Boden und Grundwasserschutz wesentlich voranzubringen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit der Beendung des Pilotprojekts Sperberh\u00f6he soll die Aufgabe des kommunalen Umweltschutzes, hier die Erreichung der Dichtheit aller Abwasserf\u00fchrenden Kan\u00e4le und Leitungen, nicht abgebrochen werden.<br \/>\nIm Gegenteil sollen die gewonnenen Erkenntnisse die Grundlage bilden, um m\u00f6glichst alle Anschlussnehmer im Stadtgebiet von Georgsmarienh\u00fctte dazu zu bewegen, die Dichtheitsnachweise im gesetzten Rahmen fristgerecht umzusetzen und so einen wesentlichen Beitrag zum kommunalen Umweltschutz aktiv zu leisten.<br \/>\nEs ist vorgesehen, den von der Kommunalpolitik mit der Verabschiedung der Ortsentw\u00e4sserungssatzung gestellten Auftrag zu erf\u00fcllen und als Entsorgungstr\u00e4ger die Dichtheit der Abwasserleitungen erreichen. Dazu sollen die folgenden Schritte unternommen werden:<br \/>\n1.\tEs wird darauf hingearbeitet, Regelungen \u00fcber die Zulassung von Sachkundigen aufzustellen, die Dichtheitsnachweise f\u00fcr private Abwasserleitungen im Stadtgebiet Georgsmarienh\u00fctte durchf\u00fchren d\u00fcrfen.<br \/>\n2.\tEindeutige Vorgaben vom Entsorger f\u00fcr alle Anlieger \u00fcber die Durchf\u00fchrung der Dichtheitsnachweise werden bekannt gemacht mit Angabe von einzuhaltenden Fristen, Konsequenzen bei Nichtbeachtung, Anbieten von Hilfestellungen bei Planung und Durchf\u00fchrung.<br \/>\n3.\tDurchf\u00fchrung der Dichtheitsnachweise f\u00fcr die 16 Anlieger im Projekt Sperberh\u00f6he, die bisher ihr Einverst\u00e4ndnis erkl\u00e4rt haben.<br \/>\n4.\tAufstellung eines Durchf\u00fchrungskonzepts mit Priorit\u00e4tenplan \u00fcber die Durchf\u00fchrung der Dichtheitsnachweise bis zum Jahre 2015.<br \/>\n5.\tEs wird nachgedacht, als Vorbildfunktion die \u00f6ffentlichen Grundst\u00fccke (Schulen, Kinderg\u00e4rten Verwaltungsgeb\u00e4ude usw.) zeitnah untersuchen und ggf. sanieren zu lassen. Als n\u00e4chstfolgende Ma\u00dfnahmen sollen die Grundst\u00fccke innerhalb von Wasserschutzgebieten sowie die Grundst\u00fcckentw\u00e4sserungsanlagen von Gewerbebetrieben untersucht werden. Die Ma\u00dfnahmen werden von um-fangreichen Pressemitteilungen und Ver\u00f6ffentlichungen begleitet.<br \/>\n6.\tDer Wasserversorger muss seinen Abnehmern die Problematik verdeutlichen, dass eine Reinhaltung des Grundwassers und damit des Trinkwassers unabdingbar ist zur Verhinderung von Kostensteigerungen f\u00fcr aufw\u00e4ndige Filteranlagen bis hin zu Stilllegungen von Brunnenanlagen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auch nach umfangreicher und intensiver \u00d6ffentlichkeitsarbeit in Form von Presseberichten, Internet-Auftritten, B\u00fcrgerversammlungen und B\u00fcrgersprechstunden war keine ausreichende Zahl an Grundst\u00fcckeigent\u00fcmern bereit, die Ma\u00dfnahmen mitzutragen.<br \/>\nF\u00fcr eine k\u00fcnftige Umsetzung und Zielerreichung, n\u00e4mlich dass bis zum Jahre 2015 alle Grundst\u00fccksentw\u00e4sserungsanlagen dicht sind und hieraus keine Boden- und Grundwasserverschmutzungen stattfinden k\u00f6nnen, sind die folgenden Punkte zu beachten:<br \/>\n1. Schon bei Beginn der B\u00fcrgerinformationen ist in individuellen Gespr\u00e4chen auf die Einzelproblematiken auf jedem Grundst\u00fcck einzugehen.<br \/>\n2. Eine zeitliche H\u00e4ufung von aufzubringenden Kosten im Zusammenhang mit parallel durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen sollte vermieden werden.<br \/>\n3. Nach M\u00f6glichkeit sollte den Anliegern ein direkter Kostenzuschuss in Aussicht gestellt werden.<br \/>\n4. Es sollte in jedem Ma\u00dfnahmengebiet den Anliegern gegen\u00fcber  betont werden, dass im Gemeinde- oder Stadtgebiet alle Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer betroffen sind und dass bei Nichtbeachtung auch ein satzungsgem\u00e4\u00dfes Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Durch Exfiltrationen aus Abwasserleitungen auf privaten Grundst\u00fccken werden in Deutschland erhebliche Verschmutzungen von Boden und Grundwasser verursacht von \u00fcber 1 Mio. km Abwasserleitungen Es ist daher eine dringliche Aufgabe, bei den Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern mit Informations- und Aufkl\u00e4rungsarbeit, pers\u00f6nlicher Beratung und dem Anbieten von Kostenvorteilen bei gemeinsamer Beauftragung der Arbeiten Verst\u00e4ndnis zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[64,51,53],"class_list":["post-24180","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"24022\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-24022.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"59.250,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Stadtwerke Georgsmarienh\u00fctte GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Malberger Str. 13","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49124","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Georgsmarienh\u00fctte","dbu_projektdatenbank_p_von":"2006-08-07 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2008-04-07 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 8 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"05401-8292-37","dbu_projektdatenbank_inet":"www.sw-gmh\u00fctte.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"130","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37183,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24180\/revisions\/37183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}