{"id":24163,"date":"2023-07-13T15:25:05","date_gmt":"2023-07-13T13:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23957-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:07","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:07","slug":"23957-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23957-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Tool-Sets zur Umsetzung des regionalen Stoffstrommanagements auf regionaler Ebene"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gebietsk\u00f6rperschaften wie Kommunen und Landkreise beeinflussen durch zahlreiche Faktoren die in der Region flie\u00dfenden Stoff- und Energiestr\u00f6me (Abfall, Abwasser, Biomassen, etc.). Durch bewusstes Eingreifen k\u00f6nnen die Gebietsk\u00f6rperschaften Art, Richtung und Umfang der Stoffstr\u00f6me, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, \u00e4ndern und hierdurch z. B. Beitr\u00e4ge zum regionalen Klimaschutz und zur Erh\u00f6hung der Wertsch\u00f6pfung in der Region leisten.<br \/>\nZiel des Projektes war es daher ein Tool-Set zu entwickeln, das kommunale Gebietsk\u00f6rperschaften bei der Umsetzung eines regionalen Stoffstrommanagements unterst\u00fctzt. Gem\u00e4\u00df Projektantrag sah das Tool-Set eine DVD sowie eine erg\u00e4nzende Brosch\u00fcre vor. Die DVD sollte in die Elemente Info-Portal und Scout untergliedert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen der ersten Projektphase wurde die geplante Struktur leicht modifiziert und erg\u00e4nzt. Die CD umfasst nun die Kapitel Lernplattform, Projektbeispiele, Technologien &#038; Konzepte sowie einen Leitfaden Ebenso wurde auch der Arbeitstitel Tool-Set zur Umsetzung des regionalen Stoffstrommanagements ge\u00e4ndert. Zur besseren Kommunikation mit den Zielgruppen (kommunale Entscheidungstr\u00e4ger). wurde das Tool-Set in Informationsplattform Regionales Stoffstrommanagement umbenannt. Au\u00dferdem konnte aufgrund des reduzierten Datenvolumens eine CD anstelle einer DVD als Datentr\u00e4ger ein-gesetzt werden.<br \/>\nParallel und in enger Abstimmung mit der Erstellung der Inhalte (IfaS) erfolgte der Aufbau eines Content-Management-Systems und einer  entsprechenden Navigationsstruktur (ifu GmbH).<br \/>\nLernplattform: Die Lernplattform umfasst einen Kurzfilm, eine textliche Einf\u00fchrung in das Thema regionales Stoffstrommanagement, eine animierte Power-Point-Pr\u00e4sentation und ein Lexikon. F\u00fcr die Film-aufnahmen w\u00e4hlte das IfaS entsprechende Modellprojekte aus und erstellte das Storyboard. Anschlie\u00dfend erfolgten die Filmaufnahmen und der Schnitt in Zusammenarbeit mit der Firma BachFilm. Betreffend des Lexikons konnte auf bestehende Lexikoneintr\u00e4ge zur\u00fcckgegriffen werden. Das Einf\u00fchrungskapitel wurde auf Basis einschl\u00e4giger Stoffstrommanagement-Literatur sowie umfangreicher Erfahrungen des IfaS erstellt. In der Pr\u00e4sentation wurden die wesentlichen Inhalte des Einf\u00fchrungskapitels nochmals zusammengefasst. Um die Power-Point-Pr\u00e4sentation anschaulicher und verst\u00e4ndlicher zu gestalten, wurde sie mit Hilfe der Software Camtasia vertont und animiert.<br \/>\nProjektbeispiele: Ausgangspunkt f\u00fcr die Erarbeitung der Projektbeispiele bildete eine Internetrecherche nach entsprechenden Beispielkommunen. Diese Kommunen wurden zur Bewerbung f\u00fcr die Projektteilnahme aufgerufen. Unter den 33 Bewerbern w\u00e4hlte das IfaS schlie\u00dflich elf Modellprojekte f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung aus. Aufgrund einer Absage reduzierte sich die Zahl der Modellprojekte sp\u00e4ter von elf auf zehn.<br \/>\nTechnologien &#038; Konzepte: Die Auswahl der Praxisbeispiele im Bereich Technologien &#038; Konzepte erfolgte vorab bei der Internetrecherche. Auf ein offizielles Bewerbungs-verfahren konnte daher verzichtet werden. Insgesamt wurden mehr als 40 Einzelprojekte recherchiert und die Projektpartner kontaktiert.<br \/>\nLeitfaden: Der Leitfaden basiert auf den Erfahrungen zahlreicher umgesetzter Stoffstrommanagement-Projekte des IfaS. Zun\u00e4chst wurde ein Managementkonzept entwickelt, das alle wesentlichen Bausteine und Phasen eines Stoffstrommanagement-projektes miteinander verkn\u00fcpft. Anschlie\u00dfend erfolgte die Ausarbeitung der einzelnen Planungsschritte sowie die Erstellung der dazugeh\u00f6rigen Checklisten. Zentrales Element in diesem Konzept ist der so genannte Stoffstrommanagement-Masterplan.<br \/>\nBrosch\u00fcre: Da die Brosch\u00fcre eine Kurzfassung der CD darstellt, konnten die Inhalte weitestgehend \u00fcbernommen werden. Lediglich das Kapitel Technologien &#038; Konzepte wurde aus Gr\u00fcnden einer besseren \u00dcbersichtlichkeit nicht in die Brosch\u00fcre mit aufgenommen. Das Layout der Brosch\u00fcre wurde in Zusammenarbeit mit der Firma apfel z grafikdesign erstellt. In diesem Zusammenhang wurde auch das neue Logo f\u00fcr die Informationsplattform entwickelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Lernplattform: Der 10-min\u00fctige Film stellt eine Art Dokumentarfilm dar, in dem der Landkreis Cochem-Zell, die Verbandgemeinde Weilerbach, der Abwasserverband Hall in Tirol &#8211; Fritzens und die Firma Kompogas AG von ihren erfolgreich umgesetzten Projekten berichten. Zwischen den Beispielen sowie am Ende des Filmbeitrags wird nochmals die Idee des regionalen Stoffstrommanagements erl\u00e4utert. Um m\u00f6glichst vielen Anwendern die Ansicht des Films zu erm\u00f6glichen, werden auf der CD drei Abspielvarianten angeboten.<br \/>\nIm Lexikon werden die wichtigsten Fachbergriffe oder andere erkl\u00e4rungsw\u00fcrdige Begriffe erl\u00e4utert. Ne-ben dem Zugang \u00fcber die Lernplattform gibt es auch in anderen Kapitel Verlinkungen ins Lexikon.<br \/>\nIn der Einf\u00fchrung werden die Kerngedanken des regionalen Stoffstrommanagements erl\u00e4utert. Das Kapitel umfasst acht Seiten und ist mit anschaulichen Grafiken ausgestattet.<br \/>\nDie Pr\u00e4sentation ist als selbstablaufende und vertonte Power-Point-Pr\u00e4sentation konzipiert. In ihr sind die wesentlichen Inhalte des Einf\u00fchrungskapitel nochmals in komprimierter Form dargestellt<br \/>\nProjektbeispiele: Die zehn Projektbeispiele (neun Gebietsk\u00f6rperschaften + eine Fachhochschule) werden auf mehren Seiten sehr ausf\u00fchrlich beschrieben. Die Dokumentation der Beispiele ist jeweils in sieben Unterkapitel untergliedert und umfasst neben der Beschreibung der Projektidee, der Projektpla-nung und der Projektumsetzung auch eine Darstellung der beeinflussten Stoffstr\u00f6me (Sankey-Diagramm) und des chronologischen Projektablaufs (Zeitschiene als Imagemap). Die umgesetzten Projekte werden in einem Projektsteckbrief vorgestellt, der auch in das Kapitel Technologien und Konzepte verlinkt wurde. Auch wenn in keiner der Beispielkommunen ein gezieltes und umfassendes Stoffstrommanagement implementiert wurde, sind die ganzheitlichen Ans\u00e4tze sehr positiv zu bewerten und vor-bildhaft f\u00fcr andere Kommunen.<br \/>\nTechnologien und Konzepte: Die Einzelbeispiele wurden je nach inhaltlichem Schwerpunkt (Energieeinsparung, Biomasse, Solarenergie, Abfall, Abwasser&#8230;) in elf unterschiedliche Projektkategorien eingeteilt, wobei ein Projekt auch mehren Kategorien zugeordnet sein kann. Innerhalb dieser Kategorien sind die Einzelprojekte dann aufgelistet. Die Beschreibung der Projekte erfolgt anhand der gleichen Projektsteckbriefe, die bereit f\u00fcr die Beispielkommunen entwickelt wurden. Insgesamt konnte durch die Projektkategorien ein breites Spektrum unterschiedlicher Technologien und Konzepte vorgestellt werden, das dem CD-Anwendern die gezielte Suche nach Informationen erleichtert.<br \/>\nLeitfaden: Der Leitfaden gliedert sich in die drei Bereiche Grundlagen, Ablauf und Gliederung Masterplan. Im Kapitel Grundlagen wird das eigens entworfene Managementkonzept sowie der Master-plan und verschiedene Umsetzungsvarianten kurz vorgestellt. Das Kapitel Ablauf stellt den eigentlichen Leitfaden dar. Es erl\u00e4utert dem Leser schrittweise, wie ein regionalen Stoffstrommanagement umgesetzt werden kann. Einen Vorschlag f\u00fcr die Gliederung des Stoffstrommanagement-Masterplans enth\u00e4lt das letzte Kapitel. Erg\u00e4nzt werden die textlichen Erl\u00e4uterungen durch anschauliche Grafiken sowie durch sechs Zusatzdokumente, insbesondere Checklisten, die auf den entsprechenden Seiten zum Download bereitgestellt wurden. Trotz der vielf\u00e4ltigen Informationen und Hilfestellungen kann der Leitfaden nur ein generalisiertes Vorgehen darstellen, die Interpretation der Inhalte und die Anpassung auf die spezifi-schen Gegebenheiten m\u00fcssen durch die lokalen Akteure erfolgen.<br \/>\nBrosch\u00fcre: Die 44-seitige Brosch\u00fcre fasst die wesentlichen Inhalte der CD zusammen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Informationsplattform Regionales Stoffstrommanagement soll auf der Biomassetagung am 06.\/ 07. November 2008 am Umwelt-Campus Birkenfeld erstmals einem breiten Publikum vorgestellt werden<br \/>\nDie Vermarktung und der Vertrieb der Informationsplattform (CD + Brosch\u00fcre) soll direkt \u00fcber das IfaS erfolgen. Zu diesem Zweck plant das IfaS ein entsprechendes Werbebanner auf seiner Homepage zu schalten. Weiterhin sollen die CD und die Brosch\u00fcre auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen, an denen das IfaS teilnimmt, verkauft werden.<br \/>\nEine indirekte Vermarktung erfolgt zudem \u00fcber die Projektpartner. Alle Kommunen, Institutionen und Unternehmen, die an der Erstellung der Informationsplattform mitgewirkt haben (Praxisbeispiele) erhalten zum Dank ein kostenloses Belegexemplar. Die Informationsplattform kann von den Projektpartnern so zur Werbung in eigener Sache genutzt werden.<br \/>\nMittelfristig ist au\u00dferdem eine Online-Variante der Informationsplattform geplant. Diese bietet gegen\u00fcber der CD-Variante bedeutende Vorteile. Erst Gespr\u00e4che wurden diesbez\u00fcglich bereits mit der ifu Hamburg GmbH gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes Entwicklung eines Tool-Sets zur Umsetzung des regionalen Stoffstromma-nagements auf regionaler Ebene wurden eine CD und eine Brosch\u00fcre erarbeitet, die der Aufkl\u00e4rung, In-formation und Motivation dienen sollen. Hauptzielgruppe sind kommunale Entscheidungstr\u00e4ger. Sowohl die CD als auch die Brosch\u00fcre haben eine Auflage vom 1.000 St\u00fcck<br \/>\nMit den genannten Produkten ist es gelungen ein anschauliches und praxisnahes Instrument zu entwickeln, das insbesondere Kommunen \u00fcber das Thema regionales Stoffstrommanagement informiert und ihnen ihre Handlungsm\u00f6glichkeiten in diesem Gebiet aufzeigt. Dar\u00fcber hinaus gibt die Informationsplattform wertvolle Anregungen und eine Hilfestellung zur Optimierung der regionalen Stoffstr\u00f6me<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gebietsk\u00f6rperschaften wie Kommunen und Landkreise beeinflussen durch zahlreiche Faktoren die in der Region flie\u00dfenden Stoff- und Energiestr\u00f6me (Abfall, Abwasser, Biomassen, etc.). Durch bewusstes Eingreifen k\u00f6nnen die Gebietsk\u00f6rperschaften Art, Richtung und Umfang der Stoffstr\u00f6me, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, \u00e4ndern und hierdurch z. B. 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