{"id":24153,"date":"2023-07-13T15:25:05","date_gmt":"2023-07-13T13:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23933-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:06","slug":"23933-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23933-01\/","title":{"rendered":"Neue Medien im Erhalt von umweltgef\u00e4hrdeten Kulturlandschaften und national bedeutender Gartenanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mittlerweile haben die sogenannten Neuen Medien in einer Vielzahl raumrelevanter Planungen (u. a. Naturschutz, Stadtplanung) Einzug gehalten. Im Bereich Naturschutz kommt z. B. dem Geografischen In-formationssystem (GIS) ein hoher Stellenwert bei der Erfassung und Kartierung sch\u00fctzenswerter Lebewesen bis hin zum Monitoring ganzer Schutzgebiete zu. Es hat sich zum unerl\u00e4sslichen Werkzeug am Desktop etabliert. Die sachsen-anhaltische Landesinitiative Gartentr\u00e4ume Historische Parks in Sachsen-Anhalt hat im Rahmen eines public-private-partnership bis Ende 2005 ein Portal aufgebaut, das u. a. auch ein GIS vorh\u00e4lt, das aus dem open-source Bereich kommend allen Partnern zur Erfassung und Pflege ihrer historischen G\u00e4rten im Internet zur Verf\u00fcgung steht. Aufbauend auf das abgeschlossene Pilotprojekt Portal Gartentr\u00e4ume wird eine Zusammenschau und Fachdiskussion des derzeitigen Sachstandes im Rahmen einer Fachtagung durchgef\u00fchrt. Dabei soll unbedingt ein Vergleich zu verwand-ten Disziplinen z. B. Naturschutz gezogen werden, die bereits viel weiter im Einsatz Neuer Medien sind. Da das Projekt Gartentr\u00e4ume eine denkmalpflegerisch-touristische Initiative darstellt, soll mit dieser Tagung dar\u00fcber hinaus der thematische Bogen von der Erfassung von Geodaten bis hin zu deren Nutzung f\u00fcr die Umweltinformation und der touristischen Verwertung zur Refinanzierung derartiger Projekte gespannt werden. Die Idee, eine Tagung zur Erhebung des derzeitigen Sachstandes abzuhalten, wurde von vielen Akteuren, mit denen Gartentr\u00e4ume im Verlauf des Vorhabens Gartentr\u00e4ume Neue Medien in Kontakt standen, positiv aufgenommen. Durch die Tagung und eine erg\u00e4nzende Dokumentation erhofft sich der Projekttr\u00e4ger und der Kooperationspartner die Entwicklung eines informellen Netzwerkes Neue Medien f\u00fcr Kulturlandschaften und Gartendenkmale sowie die Bildung bilateraler Kooperationen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur L\u00f6sung der beschriebenen umweltrelevanten Problemen ist vorgesehen<br \/>\n1.)\teine Tagung,<br \/>\n2.)\teine zusammenfassende Publikation<br \/>\nZu 1) Tagung \/ Tagungsschwerpunkte der zweit\u00e4gigen Veranstaltung vom 21.-22.04.06 im ZUK Osnabr\u00fcck mit 18 Fachbeitr\u00e4gen.<br \/>\nI Staatliche Gartendenkmalpflege,<br \/>\nII Praktische Gartendenkmalpflege,<br \/>\nIII Vergleich des Entwicklungstandes in den benachbarten Disziplinen,<br \/>\nIV Organisation von Arbeitsprozessen in der Denkmalpflege,<br \/>\nV Datenstandards,<br \/>\nVI wissenschaftliche Erforschung,<br \/>\nVII Best Practice<br \/>\nZu 2.) Publikation<br \/>\nDie Ergebnisse der Recherche und der Tagung werden in einer Brosch\u00fcre dargestellt und digital im Internet unter www.gartentraeumesachsen-anhalt.de bzw. als CD-ROM ver\u00f6ffentlicht. Zur Dokumentation der Tagungsergebnisse werden die Vortragsmanuskripte der Referenten sowie eine Zusammenfassung der abschlie\u00dfenden Diskussion zu Grunde gelegt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Einf\u00fchrungsbeitr\u00e4gen wurden z.B. den \u00c4ngsten der Gartendenkmalpfleger vor dem Computer nachgegangen und Strategien zur Anschaffung neuer IT-Systeme aufgezeigt. Au\u00dferdem wurden Ans\u00e4tze zur Auswahl geeigneter Software und technische Methoden der Datenerfassung skizziert. In Hinblick auf das e-Government und eine ressort\u00fcbergreifende Vernetzung von denkmalpflegerischen Datenbanken oder die Anbindung an Metadatenbanken wurde der Frage nachgegangen, ob ausreichend Datenstan-dards zur Verf\u00fcgung stehen. Die beiden Best-Pratice-Bl\u00f6cke reflektierten den derzeitigen Erfahrungsstand bereits realisierter Projekte und zeigten fachliche Grenzen und M\u00f6glichkeiten in der Anwendung von GIS und 3D-Visualisierung in der denkmalpflegerischen Arbeit und in der touristischen Vermarktung auf. In dem Kapitel Best-Practice II konnten vier weitere Projekte aufgenommen werden, deren Autoren zum Zweitpunkt der Tagung verhindert waren, oder die aus zeitlichen Gr\u00fcnden nicht mehr in die Agenda passten.<br \/>\nDie Aktualit\u00e4t des Themas zeigte sich w\u00e4hrend der Tagung in der regen Diskussion der rund 80 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Institutionen und Unternehmen der staatlichen und der praktischen Denkmalpflege. Der Erfahrungsaustausch zu technischen Details nahm dabei einen eher untergeordne-ten Stellenwert ein. Technische M\u00f6glichkeiten sind aus Sicht der Anwender ausreichend vorhanden bzw. lassen sich in Individualanpassungen herstellen. Hier sind eher sinnvolle Ziele bei der Projektierung zu definieren, um einen effizienten Einsatz der IT-L\u00f6sungen zu gew\u00e4hrleisten. Nicht alles was technisch machbar ist, sollte auch realisiert werden. Als Schwerpunkte kristallisierten sich vielmehr Fragen nach der Akzeptanz und der Finanzierbarkeit vom Geografischen Informationssystemen sowie zur Qualifikati-on der anwendenden Akteure heraus. Innerhalb gr\u00f6\u00dferer Strukturen sollte z. B. die Einf\u00fchrung von IT &#8211; Systemen als Chefsache behandelt werden, um u.a. f\u00fcr eine ausreichende Akzeptanz und Ressourcenausstattung zu sorgen. Dabei sollten Erfahrungen nicht doppelt gemacht werden, sondern rechtzeitig der Austausch mit Experten oder Anwendern gesucht werden. In der praktischen Denkmalpflege konstatieren einige Teilnehmer eine gro\u00dfe Diskrepanz hinsichtlich der Qualifikation der Akteure. Es g\u00e4be Planer \u00e4ltere Generationen, die \u00fcber fundierte gartenkunsthistorische Erfahrung verf\u00fcgen und keinen vertieften Umgang mit den Neuen Medien pflegen, und viele j\u00fcngere Kollegen mit hervorragenden IT- Kenntnissen, denen es an gartendenkmalpflegerischer Praxis fehlt. Planungsb\u00fcros, die GIS z. B. in der Landschafts-planung einsetzen, m\u00fcssen trotz dieser beschriebenen Hemmnisse nicht mehr \u00fcberzeugt werden. Sie w\u00fcrden viel \u00f6fter beispielweise ein gartendenkmalpflegerisches Gutachten im GIS erstellen, wenn ge-w\u00e4hrleistet w\u00e4re, dass insbesondere \u00f6ffentlich-rechtliche Auftraggeber die Daten in dieser Struktur weiter verwenden und aktualisieren w\u00fcrden. In der Publikation (siehe unten) werden in 23 Beitr\u00e4gen die derzei-tigen Tendenzen zur Verwendung der Neuen Medien in der Gartendenkmalpflege und im Erhalt von Kul-turlandschaften dargestellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ank\u00fcndigung der Tagung per Post, in den Printmedien und im www<br \/>\nDie Ank\u00fcndigung erfolgte in vier einschl\u00e4gigen Fachmagazinen. In der Fachzeitschrift Stadt und Gr\u00fcn wurde ein redaktioneller Beitrag dazu ver\u00f6ffentlicht. Dar\u00fcber hinaus wurde die Tagungsank\u00fcndigung in diverse Veranstaltungskalender im Web bei den Fachverb\u00e4nden und Institutionen sowie Fachredaktionen (GALK, DGGL, BDLA, Garten und Landschaft, FLL, Gartentr\u00e4ume, Landesportal Sachsen-Anhalt etc.) eingetragen. Dar\u00fcber hinaus folgte die \u00fcberwiegende Zahl der Referenten dem Wunsch der Initiatoren und stellten die Tagungsank\u00fcndigung in ihre jeweiligen Websites ein. Per Post wurden rund 2000 Einladungen und rund 500 weitere Einladung per mail versand.<br \/>\nPublikation<br \/>\nDie 307-seitige Publikation Neue Medien in der Gartendenkmalpflege und im Erhalt von Kulturlandschaften dokumentiert die Ergebnisse der ersten Tagung, die sich auf Initiative der Gartentr\u00e4ume GmbH und der Partnerschaft krauss.schoelkopf in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt dieser Thematik widmete. Die Tagungsdokumentation wurde in die Arbeitsheftreihe Nachdenken \u00fcber Gartentr\u00e4ume aufgenommen und steht auf der Seite http:\/\/www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de\/index.php?id=89 als download zur Verf\u00fcgung. Der Hinweis auf die Ver\u00f6ffentlichung wird eben-falls in der Stadt + Gr\u00fcn in der n\u00e4chsten Ausgabe mit kurzem redaktionellen Beitrag und Bezugsquelle erfolgen. Inhaltliche Ergebnisse werden in einem Fachbeitrag in der Stadt + Gr\u00fcn Ausgabe Januar 2007 unter dem Titel Datenkooperationen und Mehrfachnutzung von Geodaten ver\u00f6ffentlicht. Die Dokumen-tation wurde als eBook auf CD-ROM rund 110 Interessierte per Post versand. Zum Verteiler geh\u00f6rten u. a. die Tagungsteilnehmer und Institutionen des Landes Sachsen-Anhalt.<br \/>\nEintragung in Nationale Datenbanken und sonstige \u00d6ffentlichkeitsarbeit:<br \/>\nDer Hinweis auf die Tagungsdokumentation, das Programm, die Titel und Referenten der Vortr\u00e4ge und je nach Zustimmung der Autoren auch die Beitr\u00e4ge als pdf-Datei wurden in die Website des Hornemann Institutes www.hornemann-institut.de eingetragen. Dar\u00fcber hinaus wurde es bei http:\/\/www.irbdirekt.de\/baufo\/ zur Ver\u00f6ffentlichung angemeldet.Die Initiatoren berichteten \u00fcber die Ergebnisse der Tagung in den Landesgremien, bei anderen Fachtagungen und bei den Netzwerkpartnern des Projektes Gartentr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Gartentr\u00e4ume konnte neue Kontakte zu Partnern \u00e4hnlicher Projekte aufbauen bzw. vertiefen und zum anderen den eigenen Stand der IT-Entwicklung in der \u00d6ffentlichkeit zur Diskussion stellen. Das Tagungsthema stie\u00df bei vielen Teilnehmern auf positive Resonanz, wie auch bilateralen Gespr\u00e4chen am Rande der Tagung entnommen werden konnte.<br \/>\nInhaltlich wurde deutlich, dass viele der vorgestellten Projekte nach wie vor nur als Pilot- oder F\u00f6rderprojekte finanzierbar waren. Es bedarf dar\u00fcber hinaus noch weiterer Projekte und deren Unterst\u00fctzung durch potentielle Mittelgeber, um einen angemessenen Einsatz von GIS und 3D-Visualisierungen evaluieren zu k\u00f6nnen. Moderator Prof. Einar Kretzler sprach sich in seinem Schlusswort f\u00fcr die Fortf\u00fchrung dieser begonnen Initiative aus. Die Initiatoren der Tagung, die sich diesem Wunsch anschlie\u00dfen, halten eine n\u00e4chste Veranstaltung im Jahr 2008 zum Thema mobile Datenerfassung f\u00fcr denkbar.<br \/>\nDie Initiatoren dieses Vorhabens konnten die Redaktion der Zeitschrift Stadt und Gr\u00fcn anregen, im Nachgang zur Tagung ein Themenheft Neue Medien aufzulegen, das voraussichtlich im Januar 2007 erscheinen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mittlerweile haben die sogenannten Neuen Medien in einer Vielzahl raumrelevanter Planungen (u. a. Naturschutz, Stadtplanung) Einzug gehalten. Im Bereich Naturschutz kommt z. 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