{"id":24149,"date":"2023-07-13T15:25:05","date_gmt":"2023-07-13T13:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23919-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:05","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:05","slug":"23919-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23919-01\/","title":{"rendered":"Sanierung und Umnutzung eines historischen Gasometers (Industriedenkmal) zu einer Energieausstellung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Moringer Teleskop-Gasbeh\u00e4lter ist der \u00e4lteste erhaltene Gasbeh\u00e4lter in Niedersachsen. Seine filigranen Schmuckelemente und seine zeichenhafte Anmutung verk\u00f6rpern ein technisch und architektonisch bedeutendes  Beispiel industrieller Kultur. Ziel des Vorhabens war die Sicherung und Sanierung des Gasometers, die Schaffung dauerhafter Schutzma\u00dfnahmen zur Vermeidung der Kontaminationsproblematik sowie die nachhaltige Substanzerhaltung durch Zuf\u00fchrung einer geeigneten, denkmalgerechten Aktivierung des Objekts. Zur Erhaltung wurde der Gasbeh\u00e4lter weiterentwickelt zur Info-Box zum Thema Energieversorgung und als Ausstellungsort f\u00fcr Besucher zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie innovative Nutzung: Der Gasbeh\u00e4lter erh\u00e4lt eine Schutz\u00fcberdachung als geneigte Ebene, die optimal zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet ist und so die Verbindung der Schutzdach-Funktion mit dem Einsatz und der Demonstration erneuerbarer Energie durch Photovoltaik-Module erm\u00f6glicht.<br \/>\nDer seitliche Fassadenabschluss mit transparenten Paneelen als Wetterschutz l\u00e4sst eine gro\u00dfe Vitrine entstehen, einsehbar von der umlaufenden Galerie des Gasbeh\u00e4lters. Die Gl\u00e4ser werden mit Grafik und Schlagworten zur Geschichte des Gasbeh\u00e4lters bedruckt (Geschichts-Panorama), zus\u00e4tzliche Ausstellungstafeln werden vor dem Beh\u00e4ltermantel aufgestellt. Die durch den Einsatz von Photovoltaik gewonnene Energie l\u00e4sst sich in ein didaktisches Vermittlungskonzept einbeziehen: Mit der gewonnenen Energie wird ein wetterfestes Display betrieben, das Informationen zur Gaserzeugung gibt und die Funktionsweise des Gasbeh\u00e4lters anschaulich verbildlicht. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Filmsequenzen gezeigt werden, zum Lebensalltag um 1900 und zur seinerzeitigen Auswirkung der Innovationstechnik Gas, auch zu deren Weiterentwicklung bis zur heutigen Gas- und Energieversorgung sowie als Perspektive &#8211; mit dem Blick in die Zukunft das Themas Energiebedarf und Energiegewinnung &#8211; die Einsatzm\u00f6glichkeiten erneuerbarer Energie am konkreten Beispiel.<br \/>\nMit der Kombination von historischer industrieller Architektur der vorletzten Jahrhundertwende mit innovativer, in die Denkmalsubstanz integrierter Zukunfts-Technologie wird gleichsam der technologische Quantensprung der Energieversorgung versinnbildlicht. Die Erhaltung der authentischen Atmosph\u00e4re des Gasbeh\u00e4lters und die Vitalisierung durch eine Folgenutzung erm\u00f6glichen einen Ausstellungs-, Lern- und Dokumentationsort im Sinne einer Info-Box zum Thema Energieversorgung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Beh\u00e4lter zeigt die historische wie zuk\u00fcnftige hochtechnologische Energie-Gewinnung sowie den rationellen Einsatz und die effektive Nutzung von Energie direkt im Industriedenkmal in einer Energieausstellung mit dem Motto: Von Kohle und Gas zum Solar-Modul. Er steht beispielhaft f\u00fcr die innovative Denkmalerhaltung in themenkongruenter Inwertsetzung als Lernort und als touristische Ziel.<\/p>\n<p>Die Erhaltung des Moringer Gasometers &#8211; dem \u00e4ltesten erhaltenen Gasbeh\u00e4lter dieser besonderen Bauart in Niedersachsen und zugleich ein bedeutendes Beispiel der Industriekultur &#8211; konnte nur durch die Realisierung einer innovativen Nutzung nachhaltig gesichert werden.<\/p>\n<p>Der Gasometer hat eine Schutz\u00fcberdachung erhalten, die das Eindringen von Regenwasser und den Eintrag von Kontaminationen in den Boden verhindert: ein Dach aus Photovoltaik-Modulen, die integraler Bestandteil der Umnutzung des Beh\u00e4lters zur Energieausstellung sind. Durch seitliche Verglasungen zwischen dem Schutzdach und dem Beh\u00e4lter ist eine gro\u00dfe Vitrine entstanden, die \u00fcber die instandgesetzte und durch Besucher begehbare Galerie einsehbar ist.<br \/>\nIm Inneren befinden sich Ausstellungstafeln und ein Monitor, der von den Besuchern von au\u00dfen in Betrieb genommen werden kann. Hier wird ein speziell hergestellter Film gezeigt mit Informationen zur historischen Gaserzeugung, zur fr\u00fcheren Funktionsweise des Gasbeh\u00e4lters, zu den Gr\u00fcnden der Stillle-gung und zu den Chancen f\u00fcr alternative zukunftorientierte Formen der Energiegewinnung. <\/p>\n<p>Das Baudenkmal steht nun, nach Sanierung und Umbau, offen f\u00fcr Besucher.<\/p>\n<p>Um frei von sicherheitstechnischen Zw\u00e4ngen des Stadtwerkebetriebs eine ungehinderte Begehbarkeit zu gew\u00e4hrleisten, wurde das Grundst\u00fcck des Gasometers durch einen neuen Zugang mit Aussichtspodest und Treppenanlage erschlossen. Eine Stele mit Logo und Schriftzug, weithin sichtbar von der vorbeif\u00fchrenden Bundesstrasse, kombiniert mit einer Gruppe von Fahnen, macht auf den Gasometer aufmerksam. <\/p>\n<p>Das Freigel\u00e4nde um den Gasbeh\u00e4lter herum wurde ebenfalls didaktisch erschlossen. Eine Ausstellungstafel mit gro\u00dfem digitalen Display zeigt permanent in Echtzeit die aus der Sonne gewonnene Energiemenge an. Drei wetterfeste, modern gestaltete Sitzgruppen mit Tischen und B\u00e4nken wurden als Arbeits-stationen f\u00fcr Schulklassen und Gruppen angelegt, erg\u00e4nzende Ausstellungsstelen erl\u00e4utern das Projekt und die F\u00f6rderung durch die DBU<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Baubegleitende Pressetermine, Pr\u00e4sentation im Internet auf eigener Web-Seite, Film vor Ort in der Ausstellung und an weiteren Monitorstandorten, Herstellung von Film-CDs,<br \/>\ngeplant: Publikation Herr Ne\u00df Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege, Pr\u00e4sentation der TU Clausthal Prof. Balck.<br \/>\nDer historische Gasbeh\u00e4lter selbst ist eine Landmarke, die mit Einbruch der Dunkelheit innen und von au\u00dfen beleuchtet wird. Eine Fahnen-Gruppe und eine gro\u00dfe Hinweisstele mit Logo befinden sich an der Bundesstrasse.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der historische Gasometer ist erfolgreich zu einer Info-Box f\u00fcr erneuerbare Energien transformiert worden &#8211; zugleich ein Modellfall f\u00fcr neue Wege in der Denkmalerhaltung \/ Industriedenkmalpflege wie zu neuartigen Pr\u00e4sentationsformen umweltrelevanter Themen. Ein neuartiger und spannender Ausstel-lungs , Lern- und Dokumentationsort<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Moringer Teleskop-Gasbeh\u00e4lter ist der \u00e4lteste erhaltene Gasbeh\u00e4lter in Niedersachsen. Seine filigranen Schmuckelemente und seine zeichenhafte Anmutung verk\u00f6rpern ein technisch und architektonisch bedeutendes Beispiel industrieller Kultur. 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