{"id":24132,"date":"2024-11-27T10:38:02","date_gmt":"2024-11-27T09:38:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23872-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:07","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:07","slug":"23872-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23872-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung eines Vorprojektes zum Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Zeiten, in denen der Klimawandel als weltweite Herausforderung f\u00fcr die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten wahrgenommen wird, gewinnt auch der kommunale Klimaschutz an Bedeutung. St\u00e4dte und Gemeinden k\u00f6nnen dabei einen wichtigen Beitrag leisten, sei es beispielsweise in der Siedlungsentwicklung oder mit einem energieeffizienten Umgang in ihren Liegenschaften. Ziel des Vorprojekts ist es, mit Hilfe eines Kommunalwettbewerbs Kriterien eines vorbildlichen Klimaschutzes auf lokaler Ebene f\u00fcr das geplante Hauptprojekt zu entwickeln. Zudem wollen wir mit dem Instrument Wettbewerb die Bedeutung des kommunalen Klimaschutzes in der \u00d6ffentlichkeit hervorheben. Der Wettbewerb erm\u00f6glicht den St\u00e4dten und Gemeinden, sich miteinander zu vergleichen. So motivieren wir Kommunen, erfolgversprechende Klimaschutzma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorprojekt gliederte sich in zwei Phasen: die Phase des Kommunalwettbewerbs und die Phase der Dokumentation der Ergebnisse. Die erste Phase (Kommunalwettbewerb) haben wir zum Dezember 2006 abgeschlossen. In dieser Phase erarbeiteten wir zun\u00e4chst die Wettbewerbsunterlagen. Der Fragebogen bildete die grundlegenden und innovativen Aspekte eines vorbildlichen Klimaschutzes ab. W\u00e4hrend der Ausschreibungsphase setzten wir uns direkt mit den Kommunen per Telefon bzw. per E-Mail in Verbindung und riefen sie zur Teilnahme auf. Zudem konnten Verwaltungsangestellte die Wettbewerbsinhalte in einem gesch\u00fctzten Internetforum diskutieren und kommentieren. Nach der Auswertungsphase zeichneten wir den Gesamtsieger und die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten in den verschiedenen Teilnehmerkategorien in Berlin bei einer bundesweiten Feier aus. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der zweiten Phase (Dokumentation der Ergebnisse) wurden gelungene Ans\u00e4tze und Wege des kommunalen Klimaschutzes als Serie in einer entsprechenden Fachzeitschrift (Umwelt kommunale \u00f6kologische Briefe), in einer Brosch\u00fcre und im Internet verbreitet. Auf einem Kongress wurden Erfolgsrezepte des kommunalen Klimaschutzes vorgestellt und mit den teilnehmenden Kommunen diskutiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Stadt M\u00fcnster hat den Titel Bundeshauptstadt im Klimaschutz erhalten und wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 30. November 2006 in Berlin ausgezeichnet. Insgesamt wurden aus den drei Teilnehmerklassen jeweils die drei Erstplatzierten gew\u00fcrdigt und zwei Sonderpreise f\u00fcr das vorbildliche Klimaschutzengagement der beiden kleinsten Teilnehmerkommunen vergeben. 78 St\u00e4dte und Ge-meinden nahmen bundesweit am Wettbewerb teil &#8211; 31 Gro\u00dfst\u00e4dte, 31 St\u00e4dte und Gemeinden zwischen 20.000 und 100.000 Einwohner und 16 Orte bis 20.000 Einwohner. W\u00e4hrend \u00fcberproportional h\u00e4ufig Kommunen aus S\u00fcd- und Westdeutschland vertreten waren, nahmen nur f\u00fcnf ostdeutsche St\u00e4dte teil. Auch die im Verh\u00e4ltnis zu den Gro\u00dfst\u00e4dten geringe Beteiligung kleiner Kommunen l\u00e4sst vermuten, dass diese aufgrund zu geringer Gewinnchancen auf eine Teilnahme verzichteten. Die geringe Beteiligung aus den ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern k\u00f6nnte darauf hinweisen, dass die dortigen Kommunen entweder noch nicht so viele Klimaschutzma\u00dfnahmen und -projekte initiiert bzw. umgesetzt haben oder einen Vergleich scheuen. Die genauen Gr\u00fcnde m\u00fcssten jedoch eruiert werden. <\/p>\n<p>Die rund 400 eingereichten Projekte zu den Themenfeldern Erneuerbare Energie, Energieeinsparung, Klimafreundliche Siedlungsgestaltung, Verkehr und \u00d6ffentlichkeitsarbeit zeigen gute Ideen und vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie dokumentieren anschaulich die F\u00fclle an m\u00f6glichen Projekten, die konkret vor Ort umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf der Internetseite www.klimaschutzkommune.de sind die Ergebnisse des Vorprojektes dokumentiert. Dort befinden Informationen zu den ausgezeichneten Kommunen sowie weitere Dokumente.<\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre St\u00e4dte und Gemeinden aktiv f\u00fcr den Klimaschutz zeigt anhand von guten Beispielen die Vielfalt an m\u00f6glichen kommunalen Klimaschutzma\u00dfnahmen und Aktivit\u00e4ten auf. Die Dokumentation (Auflage: 10000 Exemplare) wurde gemeinsam mit dem Deutschen St\u00e4dtetag und dem Deutschen St\u00e4dte- und Gemeindebund ver\u00f6ffentlicht und erlangte \u00fcber deren Verteiler eine weite Verbreitung. Des Weiteren wurde in der kommunalen Fachzeitschrift UK\u00d6B (Umwelt kommunal \u00f6kologische Briefe) eine Serie von Erfolgsmeldungen einzelner Siegerkommunen ver\u00f6ffentlicht. Darin wird kurz und knapp ein vorbildliches Projekt oder ein nachahmenswertes Konzept aus einer Stadt oder Gemeinde vorgestellt. In der Verbandszeitschrift DUHwelt wurde regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber den Verlauf und die Ergebnisse des Vorprojektes berichtet.<\/p>\n<p>Um die Diskussion \u00fcber den kommunalen Klimaschutz voranzubringen, wurde im Mai 2007 ein Kongress mit etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern veranstaltet. Zum einen haben dort Kommunen vorbildliche Projekte pr\u00e4sentiert, zum anderen wurden die derzeitigen Herausforderungen und Themen des Klimaschutzes in St\u00e4dten und Gemeinden mit kommunalen Praktikern diskutiert.<\/p>\n<p>Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten umfangreich \u00fcber die Ergebnisse des Wettbewerbs und \u00fcber die erfolgreichen Konzepte einiger Teilnehmerkommunen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Kommunaler Klimaschutz ist m\u00f6glich und machbar &#8211; das dokumentiert der Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz anschaulich. Und zwar nicht nur in Gro\u00dfst\u00e4dten wie M\u00fcnster, Freiburg, Hamburg und Heidelberg, sondern auch in kleineren Gemeinden wie Ascha (BY), Herrnhut (SN), Wettenberg (HE) und K\u00f6nigsfeld (BW). Das Instrument des Wettbewerbs wird gerne von den Kommunen angenommen, allerdings scheuen vor allem die kleineren Kommunen und die St\u00e4dte und Gemeinden in den ostdeut-schen Bundesl\u00e4ndern den Vergleich. Diese Kommunen ben\u00f6tigen weitere Ermutigung sich des Themas Klimaschutz anzunehmen. Die verst\u00e4rkte Aufmerksamkeit die das Thema Klimaschutz in den letzten Monaten erfahren hat, erh\u00f6ht auch die Bedeutung dieses Projektes. Viele Kommunen und Medien er-kundigten sich bereits nach einer Fortsetzung des Wettbewerbs Bundeshauptstadt im Klimaschutz. Durch eine Weiterf\u00fchrung des Wettbewerbs kann das Thema Klimaschutz sehr konkret in den Kommunen weiter verankert und voran getrieben werden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Zeiten, in denen der Klimawandel als weltweite Herausforderung f\u00fcr die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten wahrgenommen wird, gewinnt auch der kommunale Klimaschutz an Bedeutung. St\u00e4dte und Gemeinden k\u00f6nnen dabei einen wichtigen Beitrag leisten, sei es beispielsweise in der Siedlungsentwicklung oder mit einem energieeffizienten Umgang in ihren Liegenschaften. 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