{"id":24123,"date":"2023-07-13T15:24:58","date_gmt":"2023-07-13T13:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23849-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:00","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:00","slug":"23849-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23849-01\/","title":{"rendered":"Qualifizierungsma\u00dfnahme zum Aufbau eines \u00f6kologischen Schwerpunkts an der Europ\u00e4ischen Akademie Banja Luka  (Bosnien-Herzegowina)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Bistum Banja Luka beabsichtigt, am Sitz des Bischofs eine Europ\u00e4ische Akademie einzurichten. Diese soll in einer \u00e4u\u00dferst schwierigen politischen, gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen  Lage den Dialog \u00fcber die Grenzen der verschiedenen, noch l\u00e4ngst nicht miteinander vers\u00f6hnten V\u00f6lker in Bosnien-Herzegowina in Gang setzen mit dem Ziel einer demokratischen, nachhaltigen Entwicklung.<br \/>\nF\u00fcr dieses Vorhaben gibt es keine Erfahrungen in der dortigen Gesellschaft. Insofern ist sie auf Erfahrungen anderer angewiesen.<br \/>\nDie Ludwig-Windthorst-Stiftung m\u00f6chte in Zusammenarbeit mit der katholischen Akademie, dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen-Holthausen und anderen Akademien, insbesondere auch von Einrichtungen mit einem ausdr\u00fccklichen Umweltschwerpunkt, diese Erfahrungen einbringen und den Demokratisie-rungsprozess unterst\u00fctzen.<br \/>\nGelingende, zukunftsf\u00e4hige gesellschaftliche Prozesse bed\u00fcrfen demokratischer Kontrolle und Steuerung unter wertbestimmter,<br \/>\nd. h. ressourcenbewusster Orientierung. Zukunftsf\u00e4higkeit kann nur erreicht werden, wenn Demokratie und nachhaltiges, gesellschaftliches und wirtschaftliches Handeln verbunden werden zum Wohle aller Menschen im Lande, in Europa und in der Welt. Daher geht es bei dem vorliegenden Projekt um die Frage, wie es gelingen kann, die \u00f6kologischen Fragen nicht au\u00dfen vor zu lassen, sondern sie offensiv in den demokratisierenden Gestaltungsprozess einzubringen.<br \/>\nDiesem Ziel diente eine vorbereitende Qualifizierungsma\u00dfnahme des designierten Akademiedirektors, Dr. Anicic.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt bestand in einem umf\u00e4nglichen Besuchs- und Gespr\u00e4chsprogramm von Akademien und Bildungseinrichtungen und diente zugleich dem Aufbau internationaler Kontakte.<br \/>\nDurch das Kennen lernen der p\u00e4dagogischen Arbeit an verschiedenen Standorten und dem sich Vertraut machen mit vielen, durch die Praxis best\u00e4tigten Modellen aus Bereichen der erneuerbaren Energie, der Umweltkommunikation und des Umweltschutzes konnte ein umfangreiches Basiswissen vermittelt wer-den, das f\u00fcr die Konzeptionierung der Aufbauphase als sehr hilfreich eingesch\u00e4tzt wurde.<br \/>\nDie angewandte Methodik konzentrierte sich im wesentlichen auf das Hospitieren in Bildungseinrichtungen mit einem ausgepr\u00e4gten Umweltbezug, wie z. B. in dem Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal, dem Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur Benediktbeuern und  dem Zentrum f\u00fcr Familien, Umwelt und Kultur im Kloster Roggenburg. In diesen und auch in vielen anderen Bildungseinrichtungen wurden strukturierte Fachgespr\u00e4che auf den verschiedenen Ebenen gef\u00fchrt. Die Gespr\u00e4che waren sehr informa-tiv und beinhalteten viele Fragestellungen, z. B. wie bei der Bildungsarbeit vorzugehen ist, was besonders interessant und erfolgversprechend ist, welche Gefahren oder Fehlentwicklungen bei der Aufbauarbeit vorkommen k\u00f6nnen. Erg\u00e4nzend wurden jeweils Reflexionsgespr\u00e4che mit der Projektleiterin gef\u00fchrt, um den Wissenstransfer hinsichtlich der Homeback-Situation sicherzustellen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Fachgespr\u00e4chen der Bildungseinrichtungen mit ausgepr\u00e4gtem Umweltschwerpunkt, aber auch in Bildungseinrichtungen mit wirtschaftlicher, sozial-gesellschaftspolitischer und \u00f6kologisch integrativer Schwerpunktsetzung wurden die inhaltlichen Schwerpunkte, Konzepte, Strukturen, aber auch einzelne Elemente der Bildungsarbeit oder Programmplanung dieser Institutionen kennen gelernt und vor allem auf der Leitungsebene ausf\u00fchrlich besprochen.<br \/>\nDieses Projekt wurde mit einem viermonatigem DBU-Stipendium (Herr Igor Lukenda) kombiniert, wobei der Stipendiant an ausgesuchten Bildungseinrichtungen l\u00e4ngere Zeit verbracht hat. Herr Lukenda sollte die konkrete p\u00e4dagogische Arbeit in seiner t\u00e4glichen Umsetzung kennen lernen, um diese Erfahrung demn\u00e4chst als Referent in seine Arbeit an der Europ\u00e4ischen Akademie in Banja Luka einzubringen. Die l\u00e4ngeren Hospitationen dienten der Vorbereitung bzw. der Vertiefung der Gespr\u00e4che, die der designierte Akademieleiter, Dr. Anicic, jeweils gef\u00fchrt hat. So konnte man sich in relativ kurzer Zeit mit vielen verschiedenen Bildungseinrichtungen von Bayern \u00fcber Berlin, Sachsen und Niedersachsen, vertraut machen und auch verstehen, wie vor Ort das konkrete p\u00e4dagogische Vorhaben umgesetzt wird.<br \/>\nVor Ort, d. h. in den Bildungseinrichtungen wurden die Geschichte und Entstehung der Einrichtung, die ersten Schritte, die Entwicklung \u00fcber l\u00e4ngere Zeit, die konkrete p\u00e4dagogische Gestaltung oder die Zusammenarbeit mit der lokalen oder regionalen Politik und die Vernetzung mit anderen Umweltinstitutionen oder -aktionen kennen gelernt und diskutiert, und zwar immer unter dem Aspekt der Anwendbarkeit dieser Modelle in Banja Luka. Was sehr stark bewusst geworden ist, ist die Wichtigkeit der Verankerung der Institution in der Region. Nur durch Einbindung in die regionalen Strukturen, entweder durch einbeziehende Mitarbeit von Personen oder durch das Bildungsangebot f\u00fcr die Region, wird es m\u00f6glich, auf Dauer die Existenz der Akademie abzusichern.<br \/>\nIn Einrichtungen mit ausgepr\u00e4gter Umweltbildung, wie dem IBZ St. Marienthal, dem Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur Benediktbeuern oder dem Zentrum f\u00fcr Familien, Umwelt und Kultur &#8211; Kloster Roggenburg) konzentrierten sich die Aufmerksamkeit und das Interesse an der Bildungsarbeit auf seine vielen methodischen M\u00f6glichkeiten, besonders auf das Anschaulichmachen von Modellen. Hier sind einige \u00f6kologische Aspekte zu erw\u00e4hnen, deren Relevanz f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Bildungsarbeit und f\u00fcr konkrete Umweltprojekte in Bosnien-Herzegowina als sehr bedeutsam angesehen wird.<br \/>\n&#8211;\tUmweltschutz: \u00dcberlebensschutz f\u00fcr alle<br \/>\n&#8211;\tUmweltmanagement\/Umwelterkl\u00e4rung<br \/>\n&#8211;\tEnergiemodelle, besonders die erneuerbaren Energien<br \/>\n&#8211;\tUmweltbauma\u00dfnahmen: \u00f6kologische Haushaltstechnik und \u00f6kologische Geb\u00e4udestandards<br \/>\n&#8211;\tVernetzung und Ressourceeinsparung<br \/>\n&#8211;\tDreieck der nachhaltigen Bildung: sozial-kulturell + \u00f6kologisch + \u00f6konomisch<br \/>\n&#8211;\tWeiterbildung zu nachhaltiger Regionalentwicklung<br \/>\n&#8211;\tAgenda 21: Lokal und Global<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pressearbeit: siehe Artikel der Lingener Tagespost vom 05.09.2005 und der Ems-Zeitung vom 03.09.2005.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch das Projekt wurden viele Informationen und Erfahrungen gewonnen, um mit dem Aufbau der ersten Akademie in Bosnien zu beginnen. Die Fachgespr\u00e4che und Diskussionen waren sehr ausf\u00fchrlich und lehrreich. Es ist ein Konzept entstanden, das das Anliegen verfolgt, die nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung in Bosnien zu f\u00f6rdern.<br \/>\nDurch Bereisen von verschiedenen Standorten und Kennen lernen von Bildungsh\u00e4usern mit unterschiedlichen Schwerpunkten konnte bewusst gemacht werden, wie gro\u00df der Bedarf in Bosnien\/Herzegowina ist. Der Reichtum der Bildungsarbeit in Deutschland faszinierte, l\u00f6ste aber zugleich Sorgen und \u00c4ngste aus, was die \u00dcbertragbarkeit auf bosnische Verh\u00e4ltnisse beinhaltete. Gleichwohl konnte durch intensive Gespr\u00e4che und praktische Hilfe durch die  Projektleitung ein hohes Ma\u00df an Motivation aufgebaut werden, die konkreten M\u00f6glichkeiten vor Ort zu nutzen und erste Schritte zu initiieren.<br \/>\nDiese werden noch in diesem Jahr umgesetzt. Am 16.11.2005 wird die Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Akademie in Banja Luka \u00f6ffentlich proklamiert und deren Konzeption vorgestellt. Die Aufnahme der konkreten Akademiearbeit mit ihrem ausdr\u00fccklichen Umweltschwerpunkt ist f\u00fcr M\u00e4rz vorgesehen.<br \/>\nAuf dem weiteren Weg des Aufbaus der Akademie sind die Initiatoren in Bosnien\/Herzegowina unbedingt auf begleitende, internationale Hilfe angewiesen. Die Ludwig-Windthorst-Stiftung und das Ludwig-Windthorst-Haus sind gern dazu bereit, in einer weiteren Phase dieses Projekt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Bistum Banja Luka beabsichtigt, am Sitz des Bischofs eine Europ\u00e4ische Akademie einzurichten. 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