{"id":24119,"date":"2023-08-07T10:32:02","date_gmt":"2023-08-07T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23833-01\/"},"modified":"2023-08-07T10:32:03","modified_gmt":"2023-08-07T08:32:03","slug":"23833-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23833-01\/","title":{"rendered":"Kirche f\u00fcr Klimaschutz &#8211; Klimaschutz durch Verbreitung von Umweltmanagementsystemen in Europa durch kirchliche Netzwerke"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Kirche f\u00fcr Klimaschutz wird durch die gezielte Einbindung kirchlicher Netzwerke im Rahmen der 3.E\u00d6V (Europ\u00e4ische \u00d6kumenische Versammlung) in Sibiu\/Hermannstadt  kirchliche Umweltmanagementsysteme in Deutschland und Europa verbreiten, um dauerhaft und kontinuierlich in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein Fokus wird auf dem Standort Wittenberg liegen, da dort die Vorkonferenz zur E\u00d6V stattfinden wird, der andere Fokus auf dem Haupt-Versammlungsort der 3. E\u00d6V, Sibiu\/Hermannstadt in Rum\u00e4nien.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Wittenberg werden in den beteiligten kirchlichen Einrichtungen des Netzwerks Umweltmanagementsysteme eingef\u00fchrt; dies sind Predigerseminar, Schlosskirchengemeinde, Stadtkirchengemeinde und Evangelische Akademie mit kirchlichem Forschungsheim. Dabei werden auch Weiterbildungen mit Konsultationen im Projektverlauf durchgef\u00fchrt. In den verschiedenen Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt\/Sibiu wird gepr\u00fcft, inwieweit ein Umweltmanagement nach dem Muster von EMAS \u00fcbertragbar ist. Es wird versucht, ein solches Umweltmanagement so weit wie m\u00f6glich einzuf\u00fchren. Gleichzeitig werden hier  w\u00e4hrend des Projekts bereits klimarelevante Sanierungsma\u00dfnahmen entworfen und durchgef\u00fchrt.<br \/>\nF\u00fcr die 3. Europ\u00e4ische \u00d6kumenische Versammlung wie auch f\u00fcr die Vorkonferenz in Wittenberg wird versucht, Elemente des f\u00fcr den Deutschen Evangelischen i5rchentag entwickelten Umweltmanagements f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen anzupassen und praktisch anzuwenden. Die Delegierten der Versammlung sollen zudem durch die vor Ort durchgef\u00fchrten Umweltmanagements in den kirchlichen Einrichtungen praktische Anschauung der Vorteile dieser Verfahren erhalten. Das Projekt wird von einer inner- und au\u00dferkirchlichen \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitet<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der wesentlichste Erfolg der Teilprojekte besteht in Wirkungen, die weit \u00fcber das Ende des Projekts hinausreichen und an einigen Stellen zu einer Verstetigung der Bem\u00fchungen um Klimaschutz gef\u00fchrt haben. Da das Projekt sowohl in den ostdeutschen Landeskirchen wie auch in Rum\u00e4nien und in der Konferenz Europ\u00e4ischer Kirchen einen Prozess angesto\u00dfen hat, ist es zum Teil sehr schwierig, die genaue Grenzlinie zwischen Aktivit\u00e4ten innerhalb und au\u00dferhalb des Projektes zu treffen. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Kontinuit\u00e4t der Umweltmanagementprozesse in den beteiligten und nun EMAS-validierten Einrichtungen, sondern auch f\u00fcr die Konferenz Europ\u00e4ischer Kirchen, die ihre weiteren Versammlungen nach den Kriterien f\u00fcr umweltfreundliche Gro\u00dfveranstaltungen ausrichten will. \u00dcber die Umweltmanagement-Arbeitsgruppe des European Christian Environmental Network wird in den n\u00e4chsten Jahren ein weiterer Multiplikator-Prozess der Projektergebnisse stattfinden. <\/p>\n<p>Bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland haben die Kirchen gerade in letzter Zeit vermehr Anstrengungen zum Klimaschutz unternommen, die nur aufgrund von Pilotprojekten wie diesem, die gleichzeitig eine hohe kirchliche Ausstrahlung besitzen, m\u00f6glich war. So hat die Synode der EKD bei ihrer letzten Tagung im November 2008 in Bremen beschlossen, den Landeskirchen zu empfehlen, sich ein verbindliches CO2-Reduktionsziel von 25 % im Zeitraum zwischen 2005 und 2015 zu setzen. Um Ma\u00dfnahmenpakete zur Erreichung dieses Ziels zu finden, wird den Landeskirchen weiter empfohlen, Runde Tische zu bilden. Dieser Prozess ist mittlerweile in einigen Landeskirchen bereits auf dem Weg.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die Aufnahme des Projektes in den Medien kann positiv berichtet werden. Sobald das Projekt zu eindeutig bestimmbaren Einzelaktionen gef\u00fchrt hat &#8211; \u00dcberreichen der Urkunde der EMAS-Validierung, Pflanzen der Linde auf dem Kirchplatz in Hermannstadt, Baumpflanzaktion zur CO2-Kompensation etc. &#8211; hat zum Teil eine ausf\u00fchrliche Berichterstattung in den Medien stattgefunden, in Rum\u00e4nien zum Teil auch in l\u00e4ngeren Fernsehberichten. Radiosendungen und Presseartikel wurden in den Teilprojekten dokumentiert und k\u00f6nnen bei Bedarf zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Schwierig war es dagegen, den Medien die Idee des Projektverbundes zu vermitteln, und auch die Berichterstattung \u00fcber die 3. E\u00d6V war in Westeuropa eher d\u00fcrftig, wiederum abgesehen von Einzelereignissen bei der Konferenz. Die ProjektmitarbeiterInnen haben dar\u00fcber hinaus das Projekt sehr h\u00e4ufig und prominent in innerkirchlichen Entscheidungsgremien und Multiplikatorentagungen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt glauben wir sagen zu k\u00f6nnen, dass das Projekt die gesteckten Ziele erreicht hat. An wenigen Stellen mussten Zielsetzungen korrigiert werden, etwa durch den Ersatz von kirchlichen Einrichtungen bei der EMAS-Validierung in Wittenberg. An anderen Punkten wurden die gesteckten Ziele weit \u00fcbererf\u00fcllt, etwa durch die EMAS-Validierung der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. in Hermannstadt oder durch das hohe Spendenaufkommen f\u00fcr das CO2-Kompensationsprojekt bei der 3. E\u00d6V f\u00fcr die Waldpflanzung in der N\u00e4he von Hermannstadt. Die b\u00fcrokratischen Hindernisse in Rum\u00e4nien bei der EMAS-Validierung haben eine Projektverl\u00e4ngerung notwendig gemacht, ansonsten sind die Teilprojekte im geplanten Zeitrahmen geblieben. In den \u00f6stlichen Landeskirchen und in der europ\u00e4ischen \u00d6kumene (Konferenz der Europ\u00e4ischen Kirchen (KEK) und European Christian Environmental Network (ECEN)) hat das Projekt nachhaltige Wirkungen gezeitigt, etwa durch den Beschluss der KEK, alle Versammlungen nach den Kriterien f\u00fcr umweltfreundliche Gro\u00dfveranstaltungen durchzuf\u00fchren. \u00dcber ECEN erfolgt weiter der Transfer der Projektideen in andere europ\u00e4ische Kirchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Kirche f\u00fcr Klimaschutz wird durch die gezielte Einbindung kirchlicher Netzwerke im Rahmen der 3.E\u00d6V (Europ\u00e4ische \u00d6kumenische Versammlung) in Sibiu\/Hermannstadt kirchliche Umweltmanagementsysteme in Deutschland und Europa verbreiten, um dauerhaft und kontinuierlich in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen CO2-Emissionen zu reduzieren. 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