{"id":24117,"date":"2023-07-13T15:24:58","date_gmt":"2023-07-13T13:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23824-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:59","slug":"23824-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23824-01\/","title":{"rendered":"Symposium: Europ\u00e4ischer Bodenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Vorhabens ist die Vorlage der thematischen Strategie f\u00fcr den Bodenschutz mit einem Vorschlag f\u00fcr eine Rahmenrichtlinie f\u00fcr den Bodenschutz durch die Europ\u00e4ische Kommission am 22.9.2006, die in Wissenschaft und Politik kontrovers er\u00f6rtert wird. Die theoretische Er\u00f6rterung findet vor und nach der Vorlage der Strategie auf Tagungen und Kongressen statt, ferner in einigen Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften, die politische in Sitzungen der zust\u00e4ndigen Gremien der Europ\u00e4ischen Union (Europ\u00e4isches Parlament und Aussch\u00fcsse desselben) und der Mitgliedstaaten (in Deutschland im Bundestag und Bundesrat. Ziel des Symposiums ist, aktuelles belastungsf\u00e4higes Material f\u00fcr die wissenschaftliche und politische Diskussion in Deutschland und in Europa zu erbringen. Um die daf\u00fcr notwendige Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis und die wechselseitige Information zu erm\u00f6glichen, sind Vertreter der zust\u00e4ndigen politischen Organe (EU = GD Umwelt, Bundesrepublik = Umweltministerium und Bundestag) sowie namhafte Exponenten der Wissenschaft, insbesondere der einschl\u00e4gigen Fachgebiete (Recht, Politikwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen, insbesondere Bodenkunde <Interdisziplinarit\u00e4t>) in das Veranstaltungsprogramm eingebunden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie von der Forschungsarbeitsgemeinschaft angewandte Methode ist die interdisziplin\u00e4re Bearbeitung in der von der  Forschungsarbeitsgemeinschaft entwickelten Form der Codisziplinarit\u00e4t. Fundierte Studien zum Bodenschutz m\u00fcssen interdisziplin\u00e4r rsp. codisziplin\u00e4r angegangen werden. Interdisziplin\u00e4re Forschung ist hoch voraussetzungsvoll. Das gilt vor allem f\u00fcr die \u00dcberbr\u00fcckung der je unterschiedlichen Denk- und Sichtweisen der Fachgebiete, das gilt ebenso f\u00fcr die Definition von Zielen und Forschungsfragen, die konzeptionelle und methodische Strukturierung der zu bearbeitenden Themenfelder und die Art der Vernetzung und der Kommunikation der am Forschungsprozess beteiligten Akteure. Das von der Forschungs-Arbeitsgemeinschaft praktizierte Verfahren wird als codisziplin\u00e4r bezeichnet, da alle f\u00fcr das Thema verf\u00fcgbaren Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze herangezogen werden, um das Problem beleuchten zu k\u00f6nnen &#8211; also: der ganze theoretische Fundus und all das empirische Wissen, das in den Fachgebieten verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Anfang Symposium sollte sich mit Schl\u00fcsselfragen des Bodenschutzes besch\u00e4ftigen. Anst\u00f6\u00dfe dazu bildeten die Diskussion \u00fcber die Bodenschutzinitiative der Europ\u00e4ischen Union mit thematischer Strategie und Entwurf einer Rahmenrichtlinie. Den Hintergrund bildeten \u00c4nderungen der Rahmenbedingungen des Bodenschutzes, insbesondere der \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Rahmenbedingungen. Ziel der Europ\u00e4ischen Bodenrahmenrichtlinie ist es, auf Gemeinschaftsebene einen nachhaltigen Bodenschutz zu installieren. Dies wurde im Europ\u00e4ischen Rat von einigen Mitgliedstaaten der Gemeinschaft in Frage gestellt, wie in dem Einleitungsvortrag von Lee dargestellt wurde. Das Symposium stand deswegen unter dem Eindruck der Entt\u00e4uschung der Richtlinien-Bef\u00fcrworter \u00fcber den Verlauf der Ministerratssitzung vom 20. Dezember 2007 und der Ablehnung des in der Sitzung vorgelegten Richtlinien-Entwurfs, die von mehreren Teilnehmern artikuliert wurde. Vor diesem Hintergrund m\u00fcndete die Diskussion in Beitr\u00e4ge zu der pragmatischen Frage nach dem Weg aus der Krise. Die Grundsatzfragen (Schl\u00fcsselfragen) wurden im Reader zum Symposium dargestellt. Ein Teil derselben floss in die Statements ein. Referenten und Diskutanten nahmen zu den Grundsatzfragen nachhaltiger Bodenschutz (insbes. Lee), Subsidiarit\u00e4t (insbes. Rehbinder) und zur Umweltgef\u00e4hrdung durch forcierten Anbau nachwachsender Rohstoffe (insbes. Blum) Stellung. \u00dcber die theoretischen Fragen hinaus gelangte ein pragmatisches Thema ins Blickfeld, das mit den Schl\u00fcsselthemen, soweit sie Rechtsfragen betrafen, in Zusammenhang steht, die Verk\u00fcrzung (und Verf\u00e4lschung) theoretischer Aussagen im tagespolitischen Zusammenhang, in der Diskussion charakterisiert als das Umfunktionieren in Kampfbegriffe. Des ungeachtet wurde aus der Analyse der Faktenlage im Gegenstandsbereich des europ\u00e4ischen Bodenschutzes und der Subsumption der einschl\u00e4gigen Fakten unter die Vorgaben des europ\u00e4ischen Vertrages unter breiter Zustimmung der Diskutanten und Teilnehmer die zwingende Konsequenz gesetzgeberischen Handelns (insbes. Olazabal) gefolgert: Der europ\u00e4ische Bodenschutz d\u00fcrfe auf Dauer nicht der Spielball kurzfristiger Bodenverwertungsinteressen bleiben und dauerhaft behindert werden, nachdem die Notwendigkeit des Handelns aus wissenschaftlicher Sicht nicht zu bestreiten sei &#8211; das T\u00e4tigwerden der Mitgliedstaaten in konkret identifizierten und definierten Risikogebieten ist dabei das Minimum &#8211; und durch einschl\u00e4gige naturwissenschaftliche Nachweise, wie sich insbesondere aus den Beitr\u00e4gen der Referenten und Referentinnen zur Ausweisung von Risikogebieten ergab, belegt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Symposium wurde auf der Website der Forschungsarbeitsgemeinschaft (fagus-berlin.de) angek\u00fcndigt, wesentliche Beitr\u00e4ge und die Ergebnisse werden gleichfalls auf der Website dargestellt. Der Pr\u00e4sentation der wesentlichen Inhalte dient insbesondere der gleichfalls auf der Website zum Downloaden) bereit gestellte ausf\u00fchrliche Reader.<br \/>\nDas Symposium wird in einem Berichtsband, der in der Schriftenreihe der Forschungsarbeitsgemeinschaft erscheinen wird, dokumentiert. Zudem werden Berichte in mehreren Fachzeitschriften (insbes. UPR und NuR) vorbereitet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Ziel des Symposiums wurde erreicht. Es darf daher als erfolgreiches Projekt bezeichnet werden. Das pragmatische politische Interesse f\u00fcr seine Inhalte und deren Diskussion kann daraus entnommen werden, dass ma\u00dfgebliche Vertreter zweier Generaldirektionen der EU (Olazabal und Montanarella), ein Vertreter des Umweltministeriums (Woiwode) und Vertreter mehrerer Landesministerien aktiv mitwirkten und ihre Meinungen in die Diskussion einbrachten. Auch die Wissenschaft war mit namhaften Vertretern an der Veranstaltung beteiligt (Haber und Blum f\u00fcr die Naturwissenschaften, Maier f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaften, Rehbinder f\u00fcr die Rechtswissenschaft usw.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Vorhabens ist die Vorlage der thematischen Strategie f\u00fcr den Bodenschutz mit einem Vorschlag f\u00fcr eine Rahmenrichtlinie f\u00fcr den Bodenschutz durch die Europ\u00e4ische Kommission am 22.9.2006, die in Wissenschaft und Politik kontrovers er\u00f6rtert wird. 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