{"id":24104,"date":"2023-07-13T15:24:55","date_gmt":"2023-07-13T13:24:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23793-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:57","slug":"23793-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23793-01\/","title":{"rendered":"Dauerausstellung Meine Stadt soll sauber sein! &#8211; Perspektiven des urbanen Umweltschutzes: von der Stadthygiene zur St\u00e4dtereinigung und Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ohne eine effektive St\u00e4dtereinigung und Entsorgung ist keine moderne Stadtzivilisation m\u00f6glich. Seuchenhygienische und gesundheitliche Gr\u00fcnde, aber auch \u00e4sthetische Anforderungen machen sie f\u00fcr die Menschen zur lebenswichtigen Notwendigkeit. Mit der rasant verlaufenden globalen Urbanisierung nimmt die Bedeutung der St\u00e4dtereinigung und Entsorgung weltweit zu. Ihre Aufgaben sind der Schutz des Menschen durch den nachhaltigen Schutz von Luft, Boden und Wasser.<br \/>\nIn den letzten 150 Jahren haben sich St\u00e4dte, Lebensbedingungen und &#8211; damit direkt verbunden &#8211; Technik und Aufgaben der Entsorgung st\u00fcrmisch entwickelt. Die SASE widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas Umweltschutz in der Stadt und stellt die Forschungsergebnisse in Form einer Dau-erausstellung der \u00d6ffentlichkeit vor. Die vorhandene und st\u00e4ndig erweiterte Ausstellung war Anfang 2006 aber hinsichtlich Gestaltung und Ausstattung nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.<br \/>\nZielsetzung des Vorhabens war eine &#8211; der enormen umwelt- und kulturgeschichtlichen Bedeutung angemessene &#8211; neue Pr\u00e4sentationsform der Ausstellungsinhalte auf Basis einer konzeptionell \u00fcberarbeiteten und sowohl technisch wie auch didaktisch aktualisierten Ausstellungsgestaltung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern wurden Ausstellungseinheiten entworfen, die in chronologischer Folge die Entwicklungslinien des urbanen Umweltschutzes von etwa 1850 bis zur Gegenwart erfahrbar machen. Verkn\u00fcpft wurden die Themenkomplexe Stadtentwicklung (Leben, Wohnen, Arbeiten), Stadthygiene und St\u00e4dtereinigung. Die Evolution der Entsorgungstechnik, der Materialwirtschaft\/des Recyclings und der Entsorgungslogistik wird als Reaktion auf die sich ver\u00e4ndernden externen Rahmenbedingungen und Aufgabenstellungen praxisnah gezeigt. Die Vermittlung von Basis- und Expertenwissen durch die Ausstellungsinhalte und F\u00fchrungen bildet so die Grundlage f\u00fcr weiterf\u00fchrende Schulungen und Seminare in den Bereichen Umweltbildung, Umweltschutz und Entsorgungstechnik.<br \/>\nVon Beginn an wurde die Ausstellungsarchitektur flexibel, einheitlich und modular geplant. Einzelne Ausstellungsbereiche k\u00f6nnen so in Reaktion auf Besucherinteressen oder nach neuestem Forschungsstand jederzeit mit geringem Aufwand aktualisiert oder erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen der Projektf\u00f6rderung wurden die Ausstellungseinheiten Grundbegriffe der St\u00e4dtereinigung, Stadtentwicklung, Abfallsammlung und Abfalltransport sowie Ressourcenmanagement \/ Materialwirt-schaft und Aufgabengebiet Zukunft konzeptionell und ausstellungstechnisch grundlegend \u00fcberarbeitet und wie vorgesehen modernisiert. Die technischen Gro\u00df-Exponate der St\u00e4dtereinigungstechnik, wie M\u00fcllwagen und M\u00fclltonnen, werden in ihrer Zeit und Umgebung gezeigt; sie dienen als Beispiele, wel-che Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung und Anforderungen der Stadthygiene und des Umwelt-schutzes zu welchen L\u00f6sungen in Form von Standard-Systemen im Bereich der Umwelttechnik gef\u00fchrt haben. Die chronologische Folge und die klare Gliederung der Ausstellungseinheiten lassen die Entwick-lungslinien in Form eines Rundgangs nachvollziehbar werden. Die Ausstellungseinheiten setzen sich je-weils zusammen aus gro\u00dfformatigen Bild- und Texttafeln, Exponaten, Funktionsmodellen, Installationen, multimedialen Einheiten und interaktiven Elementen. Die etwa 750 qm gro\u00dfe Ausstellung im SASE Haus der St\u00e4dtereiniger wird durch ein neu angelegtes, ca. 1250 qm umfassendes Freigel\u00e4nde erg\u00e4nzt; hier dokumentieren Fahrzeuge u. a. den heutigen Stand der Entsorgungslogistik.<br \/>\n\u00dcber die direkte F\u00f6rderung hinausgehend werden in der renovierten SASE Halle 2 die &#8211; ebenfalls zu den Kernaufgaben des urbanen Umweltschutzes z\u00e4hlenden &#8211; Ausstellungseinheiten Wasser und Abwasser &#8211; Kanaldienste, Versorgung &#8211; Stra\u00dfenreinigung und Winterdienst gezeigt. Zus\u00e4tzliche Exponate aus dem Bereich Abfallsammlung und Abfalltransport finden hier ihren Ort.<br \/>\nIn der neu gebauten SASE Halle 3 &#8211; dem Forum der St\u00e4dtereiniger &#8211; ist im Foyer der Ausstellungsbe-reich Aufgabengebiet Zukunft platziert. Einf\u00fchrungsvortr\u00e4ge, Abschlussdiskussionen und weiterf\u00fchrende Schulungen und Seminare k\u00f6nnen im Veranstaltungssaal durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nDer vorbildliche Charakter der deutschen St\u00e4dtereinigung &#8211; effektive Technik und Organisation in Anpas-sung an die Rahmenbedingungen und des zu Grunde liegenden Umweltschutzgedankens &#8211; kann gerade ausl\u00e4ndischen Besuchern, besonders aus Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern wie auch aus Staaten im Rahmen der EU-Erweiterung, Orientierung im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe geben. Nachhaltige und wirtschaftlich ausgerichtete St\u00e4dtereinigung bedeutet lokaler\/urbaner Umweltschutz durch den Schutz der Umwelt (Luft, Boden und Wasser) und damit Sicherheit f\u00fcr die Gesundheit der Menschen und die Funkti-onalit\u00e4t der Stadt als vorherrschender Lebensraum des Menschen.<br \/>\nDurch den Neubau der Halle 3, die Erweitung des Freigel\u00e4ndes und die Verlagerung der Ausstellung in die mit besserer Infrastruktur ausgestatteten Halle 1 &#8211; Haus der St\u00e4dtereiniger &#8211; wurde die eigentliche Zeitdauer zwar \u00fcberschritten, das gesamte Projekt aber fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig und qualitativ erheblich aufgewer-tet. Die Kostenkalkulation konnte weitgehend eingehalten werden, da die ehrenamtlichen Leistungen &#8211; wie Beratung durch Senior-Experts und den SASE Freundeskreis, Dauerleihgaben und Spenden von Ausstellungsobjekten durch die Kooperationspartner, die Fertigung von Funktionsmodellen durch die Hersteller von Kommunaltechnik und die Vorbereitung des Freigel\u00e4ndes durch den Bautr\u00e4ger &#8211; nicht eingerechnet wurden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist wegen der gro\u00dfen Anzahl von fachbezogenen externen Tagungen, Seminaren- und Schulungen in den R\u00e4umlichkeiten der SASE selbsterkl\u00e4rend konzipiert und f\u00fcr die Teilnehmer st\u00e4ndig ge\u00f6ffnet. Im Rahmen von angemeldeten F\u00fchrungen ist die gesamte Ausstellung f\u00fcr Gruppen aus dem Umwelt- und Entsorgungssektor, der interessierten \u00d6ffentlichkeit und Schulklassen zug\u00e4nglich. Weitere Schritte, wie ein umweltp\u00e4dagogisches Programm f\u00fcr Schulklassen, eine kleinere virtuelle Ausstellung und die Anpassung der restlichen Ausstellungseinheiten an den neuen Standard, sind geplant.<br \/>\nDer modulare und flexible Aufbau erm\u00f6glicht tempor\u00e4r begrenzte externe Pr\u00e4sentationen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Zielsetzung des F\u00f6rderprojekts, die Modernisierung und Erweiterung der Dauerausstellung Meine Stadt soll sauber sein! &#8211; Perspektiven des urbanen Umweltschutzes, wurde erreicht.<br \/>\nEs konnte eine in Europa einmalige Ausstellung geschaffen werden, die statische museale Elemente mit denen einer dynamischen Studiensammlung verbindet. Durch die Kombination dieser Teilaspekte kann die Ausstellung inhaltlich und r\u00e4umlich wachsen und den jeweils aktuellen Stand praxisnah und lebendig dokumentieren. Die modernisierten Ausstellungsbereiche bilden daf\u00fcr die Basis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ohne eine effektive St\u00e4dtereinigung und Entsorgung ist keine moderne Stadtzivilisation m\u00f6glich. Seuchenhygienische und gesundheitliche Gr\u00fcnde, aber auch \u00e4sthetische Anforderungen machen sie f\u00fcr die Menschen zur lebenswichtigen Notwendigkeit. Mit der rasant verlaufenden globalen Urbanisierung nimmt die Bedeutung der St\u00e4dtereinigung und Entsorgung weltweit zu. 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